Strom aus dem Höllenschlund
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 18:42
Wie versprochen, lernt ihr auch meine neueste Erfindung kennen:
Erstes Hydroelektrisches/Geothermisches Großkraftwerk 20 km unter der Erde
Von Diplom Physiker Wolfhart Willimczik
Jeder ist schon einmal mit einer Zahnradbahn gefahren. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie fahren in den Gotthard Tunnel mit einer Neigung von etwa 30°. Nur das Summen der elektromagnetischen Wirbelstrombremsen ist zu hören. Schon nach der ersten Stunde Fahrzeit wird es deutlich wärmer, wovon Sie in ihrer gut klimatisierten Kabine natürlich nichts merken. Irgendwann kommen Sie zu dem tiefsten Kraftwerk der Welt. An dem zischenden Geräusch erkennen Sie, dass in den Rohren sich etwas mit hoher Geschwindigkeit und hohem Druck bewegt. Sie steigen aus und fahren in einem kleinen – ebenfalls drucksicheren – Elektrobus in einen erleuchteten und gut klimatisierten horizontalen Tunnel, bis Sie zum tiefsten Hotel der Erde für Intranauten gelangen.
Man kann wählen zwischen dem „deep view“ oder dem billigeren „hot rock“. Da Sie tief unter die Erdoberfläche gereist sind, sind Sie jetzt ein Intranaut statt Astronaut. Hotel und Restaurant sind gleichzeitig eine Rückzugskammer im Falle von Unfällen und sind hermetisch abgeschlossen. Der Luftdruck wird nicht wie in einem Flugzeug erhöht, sondern durch riesige Lüfter auf etwa Meeresniveau abgesenkt. Durch die dicken Sicherheitsscheiben leuchtet Ihnen ein farbenfrohes Panorama entgegen – ein See mit einem Wasserfall am Ende. Es ist der tiefste See der Erde – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Reiseführer erklärt: In diesen Rohren kommt das Frischwasser mit 2000 bar bzw. 1000 bar Druck an und speist die Hochdruckturbinen, die wiederum die Stromgeneratoren antreiben.
Das dicke Stromkabel befindet sich innerhalb einer Frischwasserleitung. Damit wird es auf erträgliche Temperaturen gekühlt. Aus den Turbinen fließt das Wasser in diesen See. An dem kleinen Wasserfall sehen Sie, dass er ständig überläuft. Er stürzt noch einmal einige Kilometer in die Tiefe, wo das Gestein 1000° hat und gräbt sich langsam immer tiefer in das Gestein. Es ist der tiefste Wasserfall der Erde – im wahrsten Sinne des Wortes. An dem Dampf erkennen Sie, dass das Wasser als Dampf zurück kommt. Es steigt immer weiter hinauf, bis in eine Höhe von etwa 10 km – unserer Troposphäre – und regnet wieder herab. Wir fangen es aber schon vorher in Rohren auf, bevor es wieder ganz unten ist. So kann das Wasser auf dem Weg nach unten wieder Druck aufbauen. Damit erzeugen wir nur noch 1000 bar Druck, aber es reicht für die Hochdruckturbinen immer noch, um einige Gigawatt an Strom zu erzeugen...
Dafür brauchen wir nichts von der Außenwelt. Es würde auch noch funktionieren, wenn oben eine neue Eiszeit angebrochen wäre. Wir haben unser eigenes Wetter.
Nach einer kleinen Erfrischung werden Sie und der Rest der Reisegruppe zum eigentlichen Kraftwerk gebracht. Der Reiseleiter erklärt: Mit einer Leistung von 1 GW könnte es den alten Kernkraftwerken Konkurrenz machen. Den Wasserfall haben wir nur heute Ihnen zu Ehren angestellt. Normalerweise wird das aus den Wasserturbinen kommende Wasser mit einem Restdruck von etwa 250 bar in das heiße Gestein injiziert. Der entstehende Dampf wird durch einen schweren Deckel im unteren teil des Tunnels gehalten und durch eine Hochdruckleitung dann zu den starken Dampfturbinen geleitet, wo der meiste Strom erzeugt wird. Damit der Deckel durch den hohen Dampfdruck nicht raus in den Weltraum fliegt (siehe Edward Teller), brauchen wir eine Wassersäule von 2 km über dem Deckel. Diese haben wir mit dem Wasserfall gerade wieder aufgefüllt, nachdem wir die Reparaturarbeiten beendet hatten.
Wenn die Dampferzeugung wieder angeworfen wird, steigt der Dampf aus den Turbinen im Tunnel nach oben und kommt als Regen wieder runter und kann wieder verwendet werden. Die Leute, die über uns wohnen, sehen nichts von diesem Kraftwerk. Es kommt nur ein starkes Stromkabel aus der Erde.
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Wolfhart Willimczik - Physicist
Florida
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Die Einen sehen Probleme - die Anderen Lösungen
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