Mein Vorschlag für die Digitalisierung, IoT und Industrie 4.0: Gebt den Fachkräften Arduinos! (mT)

DT @, Dienstag, 11.10.2016, 22:55 vor 3433 Tagen 4922 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 07.11.2016, 16:19

Erika und Chopper-Wolli, von den Hunderten Milliarden kauft ein paar Arduinos und ein paar Netzteile, ein paar Bluetooth-Shields, und dann lasst Ihr die Fachkräfte an ihren geliebten Handies DIESE Videos anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=09zfRaLEasY

Danach wissen sie, wie man einen Arduino programmiert. Dann noch ein paar Videos auf Youtube über Android-Programmierung, und schon haben wir Tausende Tech-Affine Handy-Liebhaber, die für die Industrie 4.0 als Programmiersklaven zur Verfügung stehen. Das meiste ist sowieso primitiver Kram, das hat mein Sohn schon mit 5 mit Lego gemacht. Das wird wohl ein 20-jähriger (gelöscht vom Moderator) oder Marokkaner noch hinkriegen.

Und schwupp brauchen wir gar keine teuren Chinesen oder Inder, wie Silicon Valley.

In meinem Lagerkonzept, wo es morgens nach dem Sport erstmal Deutsch, Mathe und Englisch gab, wäre leicht 1-2 Stunden "Coding" pro Tag einbaubar.

DT

PS: Danke an alle, die so hilfsbereit meine Fragen nach dem I/O Interfacing mit Smartphone beantwortet haben. Daß sie ein so großer Thread entwickelt hätte ich niemals gedacht und das zeigt auch, wie groß das Interesse ist! Jeder hat irgendwas, was er automatisieren könnte.

Ich frage mich, ob schon jemand auf die Idee gekommen ist, einen einfachen Aufstecksatz (elegant verpackt natürlich) a la Teststreifenreader oder anderes für die Standardhandys (iphone, Samsung Galaxy) mit USB Anschluß zu entwickeln, die dann einen Arduino drin haben und eine einfache I/O Schnittstelle mit Digital- und Analogports zur Verfügung stellen. Dann noch eine EINFACHE App, die eine serielle Dialogumgebung a la Arduino IDE oder sogar grafisch a la SCRATCH/Python zur Verfügung stellt.

Hier ist sowas im Ansatz:

https://www.lxrobotics.com/graphische-programmierumgebungen-ide-fuer-arduino

Und schwupp wäre "Industrie 4.0" kein Buch mit 7 Siegeln mehr und "Digitalisierung" nichts für milliardenschwere Förderprogramme, sondern so alltäglich wie die Benutzung des Handys, selbst durch algerische Fachkräfte!

DT

Sowas hier?

Sylvia @, Dienstag, 11.10.2016, 23:37 vor 3433 Tagen @ DT 3455 Views

Ich frage mich, ob schon jemand auf die Idee gekommen ist, einen einfachen
Aufstecksatz (elegant verpackt natürlich)

Du meinst praktisch sowas hier + sexy Verpackung [[zwinker]]

[image]

http://numato.com/8-channel-usb-gpio-module-with-analog-inputs/#yt_tab_downloadsanddocs

Einfache Programmierung via Windows, Mac, Linux, Android ...

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"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

Oh das ist interessant! (mT)

DT @, Dienstag, 11.10.2016, 23:59 vor 3433 Tagen @ Sylvia 2961 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 00:28

Ob das micro-USB Interface der Smartphones das Teil erkennt?
Und dann noch eine einfache App, erstmal textbasiert bevor man zu sowas graphischem wie Scratch übergeht, wo die Befehle einfach als serieller Stream rausgegeben werden.

Und dann könnte man mit dem Handy die LEDs an und ausschalten oder eben Schrittmotorentreiber, und hat man mal das, ist es zu DEM hier nicht mehr weit:

https://www.youtube.com/watch?v=LB3roD1aGSo

https://www.youtube.com/watch?v=MTaj06wdq1I

Kann man einen Schrittmotor, kann man viele...

Evtl. noch interessanter für Dich

Sylvia @, Mittwoch, 12.10.2016, 00:11 vor 3433 Tagen @ DT 2747 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 18:06

[image]

https://www.adafruit.com/product/2264

Wobei ich befürchte, dass es für Deine Produktidee keinen (Massen-)Markt gibt (sonst hätten die Chinesen das schon längst gebaut [[zwinker]]). Weil:
a) am Handy will man keine Kabel haben -> lieber Wireless/Bluetooth
b) Programmiert kann die App eh nicht direkt am Handy/Tablet werden -> man braucht wieder einen PC/Mac

P.S.
Ich mag Arduino&Co nicht so gerne, sondern verwende lieber SBC (z.B. Raspberry oder Odroid), weil die viel angenehmer fürs Prototyping sind: Eine vollständige Linux Umgebung + I/O Ports. Und nicht viel teuer (OK, 40 statt 10 Euro, aber ich kauf ja nicht 50 Stück davon) und Stromverbrauch ist halt n-Watt statt n-Milliwatt.

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"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

Das mit Bluetooth stimmt z.T. (mT)

DT @, Mittwoch, 12.10.2016, 00:19 vor 3433 Tagen @ Sylvia 2484 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 00:23

Habe ausführlich mit Automatisierern gesprochen, und die Frage ist, ob in einer durchautomatisierten und digitalisierten Firma die vielen vielen Dinge in einem Ethernet, in Bluetooth oder Wifi wirklich noch funktionieren und nicht interferieren und sich stören.

Klar ist es einfacher, das Handy über Bluetooth Shield auf einen kleinen Microcontroller zugreifen zu lassen. Aber ob das auch 1000-fach auf 100x100 m² Fläche in einer Halle mit großen Strömen der riesigen Schrittmotoren funktioniert?

Die Aussagen "wenns dafür einen Markt gäbe hättens die Chinesen schon gemacht" stimmt so nicht, es gibt genügend Ideen, auf die die Chinesen auch noch nicht gekommen sind.

Danke für die weiteren Tipps! Gut, daß es im Forum auch noch anpackende und problemlösende Kollegen gibt und nicht nur Weltuntergangsehende und Flinte ins Korn werfende ...

Wenn wir nur wollten und eine Führung hätten, die hinter ihrem Volk steht, könnten wir die Amis längst aus unserem Land werfen! Denn nichts fürchten sie mehr als unseren Geist, unsere Disziplin, unsere Ideen, unseren Eifer, unsere Ordnung und unsere Kreativität. Verbündet mit den Denkern der Russen können sich die Schaumschläger des Silicon Valley (sorry jetzt CalBear) warm anziehen. Gepaart mit einer exzellenten Ausbildung haben das die Koreaner schon längst erkannt und umgesetzt.

So geht Wirtschaftskrieg! Dann noch eine Bank die ihren Namen verdient, mit einem Führer wie Herrhausen, die auf der Seite unseres Volkes steht und nicht versucht, die eigenen Bürger und Kommunen abzuzocken wie Fxxxxxx Joe, dann hätten wir das Joch schon längst abgestreift und die Südländer und zT die Amis (Citibank!) würden FÜR UNS knechten und wir hätten ihre Assets in UNSEREN Grundbüchern stehen. Jakob Fugger hat's vorgemacht. Und wofür hat unsere Generation in den letzten 30-40 Jahren geschuftet und geknechtet? Damit dank Halunken wie Asmussen unserem Volk weniger gehört und weniger Erwirtschaftetes hierbleibt als JE ZUVOR, alles fließt zu den Besatzern via CoL und East Coast, trotz der größten wirtschaftlichen Expansion in China, Indien, Brasilien etc. die die Welt je gesehen hat und bei die deutsche Industrie vorne mit dabei war!

Danke, DT

Gibt's seit Januar auch als mini!

Reffke @, Dienstag, 11.10.2016, 23:45 vor 3433 Tagen @ DT 2763 Views

Hallo DT,

Hier ein Überblick der Arduino Boards
Alle Einplatinencomputer grandios übersichtlich: beim [link=Einplatinencomputer]Geizhals[/link]!
Da kannst du nach Belieben schmökern, viel Spaß! [[zigarre]]

MfG, Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Du bist Dir ganz sicher, nicht auf dem Holzweg zu sein?

zip @, Dienstag, 11.10.2016, 23:53 vor 3433 Tagen @ DT 2759 Views

Werter DT,

ich bin den Links gefolgt und komme nur an Sackgassen heraus. Irgendwie werde ich nicht ganz schlau daraus, um was es gehen soll. Rechenleistung eines Handys optimal ausschöpfen? Programmierschnittstellen zum Standard erheben? Blue Chips vorführen, dass es einfacher geht mit Industrie X.X?

Ich räume freimütig ein, dem übergeordnetem Ansatz Deiner Diskussion auf der technischen Schiene nicht in letzter Konsequenz folgen zu können. Und ich räume ein, dass ich letztmalig in meinem Leben eine ähnliche Diskussion auf der Plattform von Elektor (in den 70er und 80er Jahren) habe verfolgen dürfen, wo es um Schieberegister ging.

Ist es vermessen zu fragen, wohin denn die Reise Deiner Überlegungen führt?

Untertänigst:

--
.zip

Auf dem Holzweg sicher nicht. (mT)

DT @, Mittwoch, 12.10.2016, 00:08 vor 3433 Tagen @ zip 2819 Views

Wer die letzten Hannovermessen besucht hat, weiß, daß "Digitalisierung", IoT (Internet of Things), und Industrie 4.0 in aller (Politiker)munde ist.

Du hast recht, seit den 70er Jahren betreiben wir Digitalisierung, aber was gemeint ist, daß alles mit allem vernetzt wird oder werden kann.

Natürlich macht es keinen Sinn, daß die Kaffeemaschine Bluetooth hat.
Aber wenn jeder hergelaufene Algerier weiß, wie man ein schnelles Android-App schreibt, was dann auf einen Microcontroller zugreift und Schrittmotoren, Sensoren etc. steuert und ausliest, dann ist der deutsche Maschinenbau auch für das 21. Jh gerüstet.

Es werden nämlich HÄNDERINGEND Programmierer für alles mögliche gesucht, und es braucht wahrlich keinen Dipl Ing Elektrotechnik, um sowas zu machen:

https://www.youtube.com/watch?v=oUJ4L4kmbHw

Das können schon Kinder, und mehr als die Lego-Programmierung ist nicht nötig.

Um das aber zu vereinfachen, sind einfache Tools wie Apps mit Scratch etc. nötig, um die Hemmschwelle zu senken. Ein paar Bilder sehen einfacher aus als C++ oder Python Kommandos.

Früher konnten viele mit Holz und Eisen, mit Säge und Feile, etc. umgehen, ein paar auch mit Lötkolben und Oszi, aber morgen wird genau das oben genannte gefragt sein.

Unser Volk ist soweit gekommen, weil vor 50 und 70 Jahren die Jungs und Mädels Chemiekästen, Legokästen, ein paar Lampen und Kabel etc. bekommen haben und so gelernt haben, zu denken.

Das machen sie heute so in Korea und China, zT im Silicon Valley, aber der Rest wird nur verdummt. Wenn wir wollen, daß unser Volk auch im Jahre 2040 noch was zu produzieren und verkaufen hat, dann müssen wir SPÄTESTENS JETZT die Grundlagen dazu legen!

Wenn 30 Mio junge Deutsche wissen, wie man eine Android-App schreibt und wenns nötig ist damit Sensoren ausliest und Motoren ansteuert, dann brauchts keine Inder, Chinesen oder die verdammten AMIS. Dann können wir das selber. Aber momentan, durch die Bildungspolitik von Edelgard Bulmahn, CHE, Bertelsmann und Konsorten, sind wir ausbildungsmäßig hinter Vietnam zurückgebombt. Und duale Ausbildung ist auch tot, wegen OECD und Bachelor. Unser Vorteil gegenüber dem Rest der Welt ist für die nächsten 20 Jahre weg.

Unsere Chemie wird grad auch ausverkauft, die Pharmazie wurde schon ausverkauft, ebenso die Flugzeugindustrie, die Elektroindustrie, die Energieindustrie, der Autoindustrie wird auf allen Ebenen grade der Garaus gemacht. Was bleibt noch? Ein paar Windräder. Die Solarzellen sind schon in China.

FUCK YOU, BESATZER und VASALLEN!

Danke für Dein Statement, ist nachvollziehbar, dennoch unverdaut.

zip @, Mittwoch, 12.10.2016, 00:34 vor 3433 Tagen @ DT 2602 Views

Werter DT,

das Lego-Video habe ich mir artig angeschaut, ansonsten muss ich das erst mal sacken lassen. Ich komme nach einem erholsamen Schlaf gerne darauf zurück.

Neben dem Thema: Bosch liefert die Sensoren (Radar und die entsprechende Technologie) für Tesla und man möchte gerne Tesla vom Markt in Deutschland aussperren, weil es der Politik so beliebt. Links erspare ich mir.

Ach doch, einen habe ich noch. Aber bitte nicht böse sein, weil der neben dem ursprünglichen Thema liegt:

http://www.thedrive.com/tech/4591/the-war-for-autonomous-driving-2017-mercedes-benz-e-c...

Ich kann aus eigener Erfahrung berichten. Und noch einmal: Ich möchte nicht vom Thema ablenken, welches Du damit überschrieben hast, dass sich die deutsche Technologie im Ausverkaufsmodus befindet.

Sie ist es nicht. Ohne Bosch wäre Tesla nicht da, wo die sind.

http://cleantechnica.com/2016/01/15/1-large-luxury-car-in-us-tesla-model-s-2015-sales-c...

Noch einmal: Ich will Dein Thema nicht kapern.

--
.zip

Bin mir der Zahlen bewußt (mT)

DT @, Mittwoch, 12.10.2016, 00:45 vor 3433 Tagen @ zip 2480 Views

Der US Markt ist ca 100.000 Luxusautos p.a. groß, davon hat Tesla 1/4 erobert.

Aber wer möchte in D Tesla vom Markt aussperren? "Link erspare ich mir" ist eine schlechte Ausrede für ein unbelegtes statement. Eine solche Aussage mit ergoogletem Link belegen ist Standard imho. Ich hab jedenfalls beim ersten googeln nichts dazu gefunden.

Davon hab ich noch nie was gehört, und es fahren hier einige Tesla S und neulich sogar ein Tesla X P90D rum.

DT

ER wird derzeit mit der Aufforderung konfrontiert: (Update)

zip @, Mittwoch, 12.10.2016, 00:50 vor 3433 Tagen @ DT 2886 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 01:00

Sorry, ich habe irgend eine Taste zu früh bedient. Gemeint war dies:

https://data.motor-talk.de/data/galleries/0/148/5511/70077453/bcc-2015-01-7319784446173...

Und darum geht es:
http://www.spiegel.de/spiegel/tesla-autopilot-alexander-dobrindt-ignoriert-kritisches-g...

Tesla schaltet keine Anzeigen und kriecht nicht der Lobby in den den Arsxx.

--
.zip

Autopilot im Tesla vs. das Auto Tesla ist ja ein gewisser Unterschied. (mkT)

DT @, Mittwoch, 12.10.2016, 01:15 vor 3433 Tagen @ zip 2365 Views

Zitat von Dir oben:

"man möchte gerne Tesla vom Markt in Deutschland aussperren, weil es der Politik so beliebt. Links erspare ich mir."

Hallo DT :-) ...mkT

igelei @, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Mittwoch, 12.10.2016, 07:55 vor 3432 Tagen @ DT 2369 Views

... ja, der Arduino ist schon geil. Bin grad dabei, mir einen kleinen Bordcomputer für ein Boot zu basteln. Wird eine eierlegende Wollmilchsau, liest ein Ublox-GPS-Modul aus, ein RTC-Modul, dann noch Druck, Temperatur und Feuchte, berechnet den Bildpunkt der Sonne für die Navigation und momentan arbeite ich noch daran, den zurückgelegten Weg zu loggen mit einem LSM303 (https://www.adafruit.com/product/1120). Macht alles ein Arduino UNO Mega2560 R3 Duemilanove und zeigt an auf 2.8' Touchscreen.

Glaube aber nicht, das dies ein Industriezweig für die Fachkräfte werden kann, ein bissel was von Speicheroptimierung muss man schon verstehen, wenn man bösartig wäre könnte man auf die Idee kommen, dass die da höchstens Bombenzünder draus bauen <img src=" /> ...

MfG
igelei

Ich befürchte, Du schätzt die meisten dieser Menschen falsch ein.

re-aktionaer @, Mittwoch, 12.10.2016, 08:52 vor 3432 Tagen @ DT 2557 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 08:56

Es gebricht nicht so sehr an der faktischen Intelligenz als an der Mentalität.
Du gehst von schöpferischen Menschen aus und von ihrem Willen zu tun, unabhängig vom Nutzen. Das ist sehr sehr deutsch und bestenfalls noch europäisch.
Wir sind bei vielen dieser Menschen aber mit einer Kultur und Mentalität der Händler konfrontiert. Das heisst - diese Leute ziehen den Handel und das Zocken dem produktiven Erzeugen in der Regel vor. Es ist ihnen lieber einen Tag lang auf das "Große Geschäft" zu warten und nichts zu tun, als kontinuierlich kleine Brötchen zu backen. Die Idee von Arbeit als integralem Bestandteil sozialer Wertschätzung ist diesen Leuten fremd. Wer arbeitet hat es nötig und ist daher offensichtlich in der Hierarchie unten. Wer nicht arbeiten muss hingegen hat es geschafft.
Du wirst sehen - diese Menschen werden in der Regel nicht als erstes in die Fabrik oder in einen Handwerksbetrieb gehen, sondern sie werden bei erster Gelegenheit eine Dönerbude, einen Gebrauchtwagenhandel, einen Handyladen o.ä. aufmachen. Darin sind sie 10 mal besser, das liegt ihnen mehr. Das fatale mit den Händlern ist halt - ohne Produzenten gibt es keine Ware zum schachern und die Innovation wird auch nicht im Basar gemacht.
Wenn Du solchen Leuten also einen Arduino oder Raspberry in die Hand drückst, wird erstmal völlige Ratlosigkeit entstehen und dann werden sie sich die Frage stellen, was das Ding wert ist und wem man das Teil verhökern könnte.
Das ist meine Befürchtung.

Wo bekommen die eigentlich das Kapital für die Ladenmieten etc. her?

SevenSamurai @, Mittwoch, 12.10.2016, 18:14 vor 3432 Tagen @ re-aktionaer 1975 Views

erster Gelegenheit eine Dönerbude, einen Gebrauchtwagenhandel, einen
Handyladen o.ä. aufmachen.

Wo bekommen die eigentlich das Kapital für die Ladenmieten etc. her?

Normale Handwerker mit ihren Horrorpreisen stöhnen ständig, aber bei denen geht es selbst in eher teuren Lagen?

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Folgenabschätzung

Positiv @, Mittwoch, 12.10.2016, 09:01 vor 3432 Tagen @ DT 2556 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 09:34

Moin DT,

ich muss Dir leider bei ein paar Details widersprechen. Das ausufernde "IoT" ist eine ganz schlechte Idee! Mal abgesehen davon, dass ich noch nie den Sinn von ans Netzwerk angeschlossenen Toastern, Kaffeemaschinen, Rasenmähern und Kulis begreifen konnte, birgt das eine riesige Gefahr für das Internet: Die Verschlüsselung / Sicherung von diesen ganzen Billigmodulen aus China ist unterirdisch. Bedeutet, dass jeder mittelmäßig talentierte Hacker bei einem simplen Portscan zigtausende solcher Geräte ungeschützt im Netz vorfindet und der Einladung, damit Unsinn anzustellen nicht widerstehen kann.

Haben wir neulich gesehen, beim bisher größten DDoS Angriff aller Zeiten, welcher eine Bandbreite von über einem Terabit pro Sekunde erreichte. Damit zwingt man auch Profiinfrastruktur in die Knie.

Wie wurde das gemacht? Mit einem Botnet aus > 1.000.000 gehackten (also fremdgesteuerten, weil nicht wirksam zugeschlossenen) IoT Zeugs, u.a. Kameras und mit dem Internet verbundenen Festplatten-Receivern...

Dieser Trend ist eine ernsthafte Gefahr für das Internet, wie wir es kennen. Und meine Glaskugel verrät mir, dass dies erst der Anfang ist. Soviel zum gelobten IoT.

Nächster Punkt: Industriesteuerung mittels Arduino. Die Aussage, es sei nicht mehr weit von der Steuerung eines Schrittmotors zu mehrachsigen Industrierobotern, welche im Verbund tolle Sachen machen ist ungefähr vergleichbar mit der Aussage, es sei von der Erfindung des Rades nicht mehr weit zum verbrennungsmotorgetriebenen Fahrzeug...
Ich schreibe das, weil ich mich selbst mit dem Sprung von 3- auf 4-Achs-Kinematik beschäftige und dabei regelmäßig Knoten im Hirn bekomme. Und ich habe Mathe / Physik zu Zeiten gelernt, als die Ausbildung noch etwas taugte. Dass vernünftige Software zur Steuerung von 5 Achsen > 100.000 Euro kostet hat u.a. den Grund, dass für deren Entwicklung richtig dicke Bretter gebohrt werden mussten.
Man unterschätze die Komplexität nicht, geschmeidige Mehrachsbewegungen effizient und mit Kollisionsvermeidung zu berechnen. Jeder Motor muss (in Abhängigkeit des Zustands des restlichen Systems) einzeln gebremst und beschleunigt werden, um Belastungsspitzen abzufangen - und dies muss für alle Achsen gleichzeitig passieren. Es gibt zahlreiche Dissertation über die dabei entstehenden Teilprobleme. Und trotzdem ist es am Ende nur ein blöder Roboter - eine menschliche Hand hat 22 Achsen (Freiheitsgrade) - die dahinter stehende Rechenpower, um dies sinnvoll zu steuern, ist immens.

Zurück zu Arduinos: Ist eine tolle Sache, um mit wenig Sachverstand schnell zu ersten Ergebnissen zu kommen. Ist Bestandteil von vielen schulischen und studentischen Ausbildungen. Im Arduinoforum laufen die Leute reihenweise auf, wenn sie mit ihren Hausaufgaben nicht klarkommen. Ich will nicht polemisieren, aber das sieht folgendermaßen aus: Einer von 10 kann eine konsistente Frage formulieren. Einer von 20 ist des selbstständigen Lesens und Verstehens mächtig. Einer von 50 schafft es, nach Verweis auf ein Dutzend Quellen sein Problem selb- und vollständig zu lösen.

Das Problem ist, dass Arduino (und verwandte Bunti-Klicki-Oberflächen) viele Sachen (zu) einfach machen, z.B. finden sich in praktisch allen von Arduino selbst bereitgestellten Anleitungen blockierende Delays - pausengesteuerte Programme. Wenn nur eine LED blinken soll, ist das okay, aber spätestens wenn gleichzeitig Taster ausgelesen werden sollen geht es nicht mehr ohne endlichen Automaten. 9 von 10 Schülern haben dieses Konzept auch nach einem Jahr noch nicht begriffen - und schreiben folglich schrottigen Code, welcher - wenn er überhaupt funktioniert - nicht wartbar oder erweiterbar ist. Ändert sich die Problemstellung minimal, müssen sie von vorn anfangen. So entsteht keine Qualität, sondern nur billiger Copy & Paste Mist. Industrie 4.0?! Ich muss lachen. Und diese Leute halten sich dann tatsächlich für kompetente Programmierer. Arduino ist für die Informatik so nützlich, wie Lego für Ingenieurwissenschaften: Um Interesse zu wecken durchaus geeignet. Einer von hundert Legospielern wird Ingenieur. Und einer von 100 Ingenieuren wird ein guter solcher.

Tut mir leid, wenn ich da nicht so optimistisch sein kann. Aber 2h am Tag Coding für Anfänger wäre sicher ein guter Gegenpol zum fordernden Frühsport.
Für den inneren Ausgleich und zum Training rudimentärer Logik und Willensstärke gewiss brauchbar.

(OT) Meine persönliche Prognose: In spätestens 2 Jahren haben wir die Integrationslager. Die Antifa wird bis dahin auch dabei sein und z.B. korrektes tanzen und feiern unterrichten wollen. <img src=" />

Beste Grüße,

Positiv.

Vielen Dank, Positiv! (mT)

DT @, Mittwoch, 12.10.2016, 09:14 vor 3432 Tagen @ Positiv 2289 Views

Das ist das kompetenstete Statement, das ich zum Thema gelesen habe! Vielen Dank!

Das ist in der Tat auch mein großes Problem. Auf der Hannover Messe habe ich etliche Automatisierer gefragt: "Ihr schaut doch jetzt erstmal auf Machbarkeit. Aber was ist mit der Sicherheit?" Speziell Hersteller für Lösungen der dezentralen Energieverteilung bieten diese Steuerungen via Internet an. Mir graust! Da wird die Vision aus dem Buch "BLACKOUT" schon bald Realität! Und die feuchten Träume der CIA, Deutschland einfach via Mausklick lahmzulegen, werden Realität!

Manche Echtzeit-Regel-Systeme von deutschen (!) Herstellern liefen tatsächlich auf WINDOWS. Ich bin vom Glauben abgefallen. Steuert das Ding den Prozess, und plötzlich hat man einen Bluescreen.

Mit den Lagern: Melde mich freiwillig als Kommandant. Vor allem wenn die "extraterritoriale Enklaven" werden mit einer Mauer drumrum. Dann ist man meinem Konzept schon recht nahe. Früher nannte man das anders, und viele von uns sind schon in der Grundausbildung der Bundeswehr durch ähnliches gegangen.

DT

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