TV-Tipp: Gleich um 20.15 auf kabeleins: Matrix. Wurde mir als VT-ler schon oft empfohlen, ich werd's jetzt zum ersten Mal ansehen (oT)
bearbeitet von unbekannt, Montag, 10.10.2016, 19:57
- kein Text -
bearbeitet von unbekannt, Montag, 10.10.2016, 19:57
- kein Text -
Zum Thema Verschwörungstheorie und Matrix fällt mir natürlich ein, dass der Ausweis von Neo das Ablaufdatum 11.9.01 hat, vergleiche z. B.:
https://infowars.wordpress.com/2008/10/22/%e2%80%9ematrix%e2%80%9c-und-andere-911-holly...
Viel Spaß beim Ansehen, mir hat Matrix sehr gut gefallen.
Viel Spaß beim Ansehen, mir hat Matrix sehr gut gefallen.
Mir auch, aber nur der erste Film aus der Trilogie. Die anderen beiden Teile sind mir persönlich zu abgedreht - also genieße den ersten Teil und lass es dabei bewenden.
Dass nun aber ausgerechnet Zion der Hort der letzten, verbliebenen echten/realen Menschen ist....Hollywood eben.
--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.â€
- kein Text -
bearbeitet von unbekannt, Montag, 10.10.2016, 23:44
Beispiel: Sind die islamistischen Terroranschläge wie 9/11 echt in dem Sinne, dass die Täter Islamisten sind, oder wird uns bei den Terroranschlägen etwas vorgegaukelt?
Im Film sind "die Maschinen" die Macht im Hintergrund, die den Menschen etwas vorgegaukeln, in unserer wirklichen Welt sind es die Verschwörer (NWO) und die von ihnen kontrollierten Organisationen (US-Geheimdienste, US-Militär, US-Medien, US-Regierung, FED, etc.)
Zu den von den Verschwörern kontrollierten Organisationen gehören auch die westlichen Medien und Hollywood. Der Film kommt aus Hollywood (Warner Brothers). Wollen uns die Verschwörer mit dem Film etwas sagen?
Solche möglichen Anspielungen wie das Datum 9/11 auf dem Pass (ich hab die Szene verpasst) könnte als "Beweis" im Sinne von Unterschrift oder Stempel verstanden werden, dass der Film wirklich von den Verschwörern unterstützt worden ist.
Bernd Borchert
Man sieht in der Minute 55.11 einen Ausweis mit dem Datum 24.08.2015, fünfzackige rote Sterne und rote-blaue Hexagone in einem schachbrettartigen Muster.
Und was ist am 24.08.2015 passiert/gestartet?
Startschuss für die Migrationswaffe nach Europa?
Matrix ist ohne gnostischen Vorwissen kaum zu verstehen (zumindest der Subtext nicht). Aber für gnostisches Denken haben die Hardcore-VT´ler ohnehin ein Gespür. ;) Ein typisches Hochzivilisationsphänomen.
Beste Grüße
Phoenix5
Gnosis bezeichnet als religionswissenschaftlicher Begriff verschiedene religiöse Lehren und Gruppierungen des zweiten und dritten Jahrhunderts nach Christus, teils auch früherer Vorläufer.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gnosis
Was hat der Film damit zu tun? Von Religion/Gott/Göttern ist da überhaupt nicht die Rede. Die Menschen haben - laut Film - KI-Maschinen (Roboter) geschaffen, die dann irgendwann ihre Schöpfer (die Menschen) unterworfen und versklavt haben.
Was ist ein Hochzivilisationsphänomen? Gnosis oder VT?
Bernd Borchert
Ich stell das mal hier ein, um keinen neuen Faden zu eröffnen:
Gesellschaften benötigen offenbar "Glauben", um am Leben zu bleiben.
Ob es der Glaube an den Kommunismus, die Börse oder Zambano ist, ist letztlich egal, aber lest selbst.
"... Kulikow: Was unterscheidet denn einen kommunistischen Glauben von einem demokratischen? Nichts außer Worten, einzelnen Worten, die die Funktion der Gesellschaftsstruktur definieren. Wir sind aber wieder weg vom Thema.
Und nun zum dritten problematischen Punkt. Der zweite war also dogmatisierte Ideologie als Mittel, um die Gesellschaft zusammenzuhalten.
...
In einer Gesellschaft ohne Staat herrscht der Starke. Wer gewinnt, hat Recht. Bei diesem Sachverhalt verschwindet der Mensch als Persönlichkeit. Ohne Staat ist ein Mensch unvorstellbar. Der Staat ist das Einzige, was dem Menschen ermöglicht, seine Individualität zu behalten. In einer Gesellschaft ohne Staat werden alle gleich vor der regierenden Macht. Das behauptete auch Platon vor dem Hintergrund der urgemeinschaftlichen Ordnung. Er war überzeugt, dass erst der Staat dem Menschen ermöglicht, eine Persönlichkeit zu sein. Ohne Staat gibt es keinen Menschen. ..."
aus:
Warum scheiterte das Sowjetsystem? Der Politologe Dmitri Kulikow im Gespräch mit RT Deutsch
--
Beste Grüße
GRIBA
"...
In einer Gesellschaft ohne Staat herrscht der Starke. Wer gewinnt, hat
Recht. Bei diesem Sachverhalt verschwindet der Mensch als Persönlichkeit.
Ohne Staat ist ein Mensch unvorstellbar. Der Staat ist das Einzige, was dem
Menschen ermöglicht, seine Individualität zu behalten. In einer
Gesellschaft ohne Staat werden alle gleich vor der regierenden Macht. Das
behauptete auch Platon vor dem Hintergrund der urgemeinschaftlichen
Ordnung. Er war überzeugt, dass erst der Staat dem Menschen ermöglicht,
eine Persönlichkeit zu sein. Ohne Staat gibt es keinen Menschen. ..."
Der hat anscheinend noch nichts davon gehört, dass der Mensch hundert mal älter ist als diese ekelhafte Institution, mit der der homo sapiens in einen homo oeconomicus (Steuerdepp) transformiert wurde.
bearbeitet von Lechbrucknersepp, Dienstag, 11.10.2016, 12:47
...dass jeder, der den Nationalstaat als organisatorische Klammer und grenzenschützende Instanz nicht so abschaffen will, wie beispielsweise Soros, ein Depp sei.
Eigentlich ist demnach jeder, der seine Steuern zahlt, ein Depp.
Jeder ist ein Depp, der nicht vollkommener Staatshasser-Radikalinski ist.
Das ist die Böhmermann-Masche, mit der man beleidigen kann, ohne jemanden direkt anzusprechen (und damit ohne Konsequenzen).
Mir reicht es heute schon wieder.
Genug DGF.
Mission erfüllt, Du "Guter".
...was sicher auch richtig ist.
Hallo Lechbrucknersepp,
ich fühle mich als zivilisierter Mensch und Steuerdepp.
Wie sich ein Hausschwein als domestiziertes Schwein fühlt - es kann nicht anders.
Ich kann auch (noch) nicht anders.
Ich finde insofern Steuerdepp keine Beleidigung.
Kann man mich beleidigen mit einem Begriff, der zutrifft?
Mich nicht.
Warum aber Dich?
Dieser Frage würde ich an Deiner Stelle intensiv nachgehen.
Danke und Gruß
Hinterbänkler
--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'
bearbeitet von nemo, Dienstag, 11.10.2016, 14:25
Was hat der Film damit zu tun? Von Religion/Gott/Göttern ist da
überhaupt nicht die Rede. Die Menschen haben - laut Film - KI-Maschinen
(Roboter) geschaffen, die dann irgendwann ihre Schöpfer (die Menschen)
unterworfen und versklavt haben.
Der Film ist voller Hintergründe. Neo steht für den Messias, der den Weg der Erkenntnis geht.
Er ist der persönliche Erlöser des Typen, der eine neue Identität braucht, die Neo ihm in Form
einer CD gibt. Die CD ist übrigens in einem falschen Buch versteckt, das den Titel eines
Werkes von Jean Baudrillard (Simulacra and Simulation) trägt. Die Einweihung findet in einem
Gebäude statt, das schwarz/weiß gekachelte Fußböden hat. Ein Hinweis auf die Freimaurer-
Tempel. Die Namen Trinity (Dreifaltigkeit), Morpheus und Nebukadnezar haben christlich/
biblische Bedeutungen, die man ergoogeln kann. Neo ist der Neue, der vorher Thomas
Anderson war und sterben musste bevor er neu geboren werden konnte. Es gibt einen
Verräter, ähnlich wie in der Jesus Geschichte der Judas. Das Orakel steht für das Orakel
von Delphi (Erkenne dich selbst). Die erste Erkenntnis Neos ist, dass es keinen Löffel gibt.
Die Welt ist Geist und Morpheus will Neos Geist befreien, so dass er an sich selbst glaubt.
Agent Smith ist der Vollstrecker, ähnlich wie Pontius Pilatus, der Neo ans Kreuz nagelt.
Die Aufgabe Neos besteht darin, die Menschheit aus ihrer Tyrannei zu befreien.
Das sind nur einige Details, während das Thema und das Gesamtwerk noch
komplexer sind.
Ach ja und der Name Zion steht für den Ursprung der Religion.
Gruß
nemo
- kein Text -
Ich plädiere dafür, diese Sperre aufzuheben, da unangemessen.
--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.
- kein Text -
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 11.10.2016, 17:12
… denn ich habe das Gefühl, unser Lechbrucknersepp (korrigiert) es meistens mittendrin, wenn es Probleme gibt. Ebenfalls Sperre, schon längst überfällig.
- kein Text -
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 11.10.2016, 19:46
- kein Text -
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 01:26
Gnosis bezeichnet als religionswissenschaftlicher Begriff verschiedene
religiöse Lehren und Gruppierungen des zweiten und dritten Jahrhunderts
nach Christus, teils auch früherer Vorläufer.
https://de.wikipedia.org/wiki/GnosisWas hat der Film damit zu tun? Von Religion/Gott/Göttern ist da
überhaupt nicht die Rede. Die Menschen haben - laut Film - KI-Maschinen
(Roboter) geschaffen, die dann irgendwann ihre Schöpfer (die Menschen)
unterworfen und versklavt haben.
Die gnostischen Mythen erzählen die gleiche Geschichte wie Matrix. Es gibt in Matrix den Demiurgen (Architekt), ebenso wie Archonten (Agent Smith), das Orakel könnte Sophia sein. Es gibt den Auserwählten, der die Menschheit durch Wissen befreien soll usw. Die Basisgeschichte einer realen Welt hinter der Illusion/Sklaverei ist ohnehin gleich. Es gibt natürlich auch subtile Unterschiede zu den gnostischen Mythen. Was auffällt ist, dass die reale Welt tatsächlich unserer materiellen Welt entspricht, während in der Gnosis eben gerade die materielle Welt der Kerker eines bösen Schöpfergottes ist. Ebenso fällt auf, dass Neo und Co in der Matrix schalten und walten, wie es ihnen gefällt ohne Rücksicht auf Verluste (die Gnostiker sahen die Erlösung aus dieser Welt in Askese, Wissen und Liebe). Beides lässt eher auf den Mythos einer gnostischen Splittergruppe schließen: Die libertinistischen Gnostiker oder "Sperma-Gnostiker", die ihre Verachtung der Welt (und damit des bösen Schöpfergottes) dadurch ausdrückten, dass sie quasi tun und lassen konnten was sie wollten. Aus ihnen entwickelten sich im Mittelalter (mehr geistig verbunden als tatsächlich in lückenloser historischer Tradition) erste satanische Gnostiker, die diese Welt gar nicht erst verlassen, sondern in Sünde auskosten wollten. Diese Tradition hat meiner Meinung nach bis in die heutige Zeit als Kult in der Showbranche überlebt (v.a. Musikbranche) - als satanische Saturn-Gnosis.
Wie auch immer: Ich werde hier nicht Szene für Szene erklären. Es gibt genug Literatur zum Thema Gnosis.
Was ist ein Hochzivilisationsphänomen? Gnosis oder VT?
Beides. In der Hochzivilisation hat die Kultur die Summe ihrer Möglichkeiten ausgeschöpft. Sie verfällt in einen Zustand des Nihilismus und des Weltekels. Man sehnt sich nach mehr...nach irgendetwas Phantastischem...nach etwas Großem, dass da irgendwo draußen liegen muss. Man empfindet letztendlich die Realität als Gefängnis, aus dem man ausbrechen will. Die Materie als Kerker, der uns nach unten zieht und abhält von der Erlösung. Man ist gelangweilt von sich selbst. Will von sich selbst Abstand...sich und die Realität verleugnen. Man will ausbrechen aus was auch immer und weiß nicht wie. Anfangen tut es mit Kulten, Sekten und Weltverschwörungstheorien. Man fühlt sich um etwas betrogen...um eine diffuse Wahrheit, die einem von irgendwelchen Mächten vorenthalten wird. Nehmen wir beispielsweise deine 9/11-no-plane-These hier:
Ich kann mich an mehrere große Diskussionen erinnern, wo nicht nur zig private Videos der Flugzeuge verlinkt wurden, die alle perfekt zusammenpassten, sondern sogar Spiegelungen der Flugzeuge in Autoscheiben aufgezeigt wurden und sogar gezeigt werden konnte, dass ein im ersten Moment etwas verstörendes Videos, in dem ein Flügel hinter einem Gebäude verschwand, exakt so und nicht anders aussehen musste, wenn da echte Flugzeuge geflogen sind (beides finde ich auf die Schnelle gerade nicht). Worauf ich hinaus will: All das zu faken kann keine Leistung von Menschen sein, sondern nur eines bösen Demiurgen, welcher der Menschheit eine falsche Realität vorspiegelt. Wenn du dann trotzdem daran festhältst und - weil alles andere fehlschlug - anfängst Pixel zu zählen, d.h. Bildfehler zu suchen (alle Videos passen perfekt zusammen und dann vergessen sie einen Flügel vom Flugzeug?), wie sie überall vorkommen (die ganze endzivilisatorische Reptiloiden-"Wir suchen Echsenaugen"-Fraktion beruht übrigens ausschließlich auf diesen Bildfehlern), dann bedeutet das nicht, dass du auf der Suche nach der Wahrheit bist, sondern dir schlichtweg die Realität zu langweilig ist. Du suchst nach dem Phantastischen und willst das Offensichtlichste und Banale nicht akzeptieren. Wohin das führt, kann man bei den Hopis im Gelben nachlesen.
Was ihr macht ist nichts anderes, als noch nicht zu Ende gedachte Gnosis. Wie erst kürzlich hier: www.derstandard.at/2000045581945/Forschung-Milliardaere-wollen-Menschheit-aus-der-Matrix-befreien
Es fehlt nur noch der Sprung in die religiöse Sphäre. Buddhismus, Stoizismus, Gnostizismus - all das sind Phänomene der Hochzivilisation, des Ausbrechenwollens aus der Welt. Sie erstarren schließlich über die Jahrzehnte dogmatisch und leiten das ein, was Spengler die "Zweite Religiosität" nannte.
Ich sage nicht, dass diese Form des gnostischen Denkens am Ende eines Kulturzyklus eine Selbsttäuschung ist. Vielleicht ist das der spirituelle Sinn eines solchen kulturellen Durchlaufs: Dass der Mensch sich am Ende von den Bindungen im Diesseits löst. Ich sage nur: Es ist typisch für diese Zeit.
Beste Grüße
Phoenix5
Guten Tag,
Ich finde insofern Steuerdepp keine Beleidigung.
Kann man mich beleidigen mit einem Begriff, der zutrifft?
Mich nicht.
Warum aber Dich?
Dieser Frage würde ich an Deiner Stelle intensiv nachgehen.
Wenn dich der Onkel Doktor in der Onkologie, mangels hinreichender Würdigung seiner therapeutischen Konzepte, als Krebstrottel statt Krebspatient tituliert, würdest du vermutlich auch etwas verstört aus der Wäsche gucken.
Mit freundlichen Grüßen
Schneider
Erstens mal ist Zarathustra nicht Maschmeyer sondern ebenfalls Steuerdepp. Außerdem ist Steuern zahlen wie Krebs sein, nicht wie Krebs haben.
Mit fröhlichen Grüßen
Ku 'Steuerdepp' Rt
![[image]](http://i.imgur.com/vWqT35E.gif)
--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 11:05
Insofern danke für den Hinweis, auch an Nemo - man lernt ja immer wieder was dazu. Wobei ich immer noch nicht genau weiß, was das Gemeinsame der gnostischen Lehren sein soll. Das Christentum scheint ja auch fast dazu zu gehören, oder?
Das Prinzip des Erlösers scheint wesentlich für "Gnosis" zu sein. Und Du hast recht, im Matrix 1. Teil kommt das vor. Ich muss sagen, dass ich mich an der Stelle im Film geärgert habe: jetzt kommt der Hokuspokus .. langweilig. Klar, die ganze Geschichte ist Spinnerei, aber bis zu dem Zeitpunkt kam sie ohne Hokuspokus im Sinne von übernatürliche Kräfte, Götter etc. aus: Wer gut hacken kann, kann in der virtuellen Welt der Matrix seine Gegener besiegen, und auch Vorhersagen machen.
Ihr habt Recht, die Autoren von Matrix haben da wohl einiges von der "Gnosis" mitgenommen - stimmt.
Übrigens, es tut nichts zu Sache, aber die beiden Regisseure mit polnischem Namen sind jetzt Frauen: http://www.promipool.de/artikel/matrix-wachowski-brueder-sind-jetzt-beide-frauen-155824/
Noch was, eine Lehre aus dem Film: Die einzigen Menschen, die von der Sklaverei verschont geblieben sind, sind die Zion-Bewohner, also die Zionisten.
Bernd Borchert
Deine Interpretation meiner no-planes Sicht von 9/11 ist grundfalsch. Meine Sicht ist nämlich nicht "religiös", sondern umgekehrt sozusagen anti-religiös, in dem Sinne, dass sie sich gegen die aktuell allherrschende Medien-Religion wendet, mit u.a. dem Gebot "Was Du in den TV-Nachrichten siehst, muss wahr sein" (denn wenn es nicht stimmen würde, würde es ja rauskommen). Ich dagegen gehe davon aus: "Alu kann keinen Stahl durchtrennen, auch nicht mit hoher Geschwindigkeit" und komme so auf no-planes. Das ist ziemlich unreligiös, oder? gnostisch schon gar nicht ...
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.10.2016, 11:08
Steuerdepp statt Steuerzahler
Diese beiden Wörter sind nicht austauschbar. Das erstere transportiert wesentlich mehr Inhalt, u.z. in kompakter Weise, als das letztere. Um dieses mehr an Inhalt dem zweiten Wort hinzuzufügen, würdest Du mehrere Sätze benötigen.
Ich zitiere @Zara:
Der hat anscheinend noch nichts davon gehört, dass der Mensch hundert mal älter ist als diese ekelhafte Institution, mit der der homo sapiens in einen homo oeconomicus (Steuerdepp) transformiert wurde.
Übrigens, ist das Wort "ekelhafte Institution" hier noch erlaubt?
Wenn dich der Onkel Doktor in der Onkologie, mangels hinreichender Würdigung seiner therapeutischen Konzepte, als Krebstrottel statt Krebspatient tituliert, würdest du vermutlich auch etwas verstört aus der Wäsche gucken.
@Zara hat niemanden direkt persönlich angesprochen. Du konstruierst hier einen Vergleich, der keiner ist. Insofern gilt auch für mich:
Ich finde insofern Steuerdepp keine Beleidigung.
Wenn nicht einmal das Wort "Steuerdepp" hier verwendet werden darf, wie soll dann noch eine lebendige Diskussion stattfinden? Wie soll mensch dann eigene Missbilligung eines anderen Standpunktes zum Ausdruck bringen? Willst Du hier nur noch staubtrocken in Beamtendeutsch "diskutieren" .. und das auch noch mit ellenlangen Komplettwiederholungen und mit politisch korrekter Wortwahl?
Was ist bloß aus DE geworden; wo bleibt das richtige, goldmittige Augenmaß? Ich finde, hier (in DE) wird ungesund überreagiert und völlig normale Lebendigkeit plattgemacht. Niemand wird genötigt, auf @Zaras Beiträge zu reagieren oder sich davon angesprochen zu fühlen, solange mensch nicht direkt "mit Du/Sie" oder mit dem eigenen Namen angesprochen wird.
Ein anderes Beispiel für einen oberdummen Vergleich: Neulich wurde ich in der städtischen Sportanlage vom Hausmeister abgemahnt, nicht mit nacktem Oberkörper (zum Klo) herum zu laufen; es seien doch auch Kinder in den Gängen anwesend. Ich fragte zurück: "Und wie laufe ich dann rum im städtischen Schwimmbad oder auf dem Strand? Bekomme ich dann eine Burka oder alle Kinder eine Augenbinde verpasst, oder was? Er darauf hin: "Du kannst hier auch nicht öffentlich wichsen, obwohl Du es zu Hause darfst."
Wo bleibt da der gesunde Verstand? Das entspricht in etwa der Logik deines Beitrags.
Deutschland, Deutschland, was ist bloß aus dir geworden?! Ich erkenne dich nicht mehr wieder! Das müssen wohl die letzten geistigen Zuckungen sein, bevor der Geist endgültig ausgehaucht wird.
Gruß, Beo2
PS: Es sollten öfters mal Threads gesperrt und Beiträge gelöscht werden - das würde m.M.n. der Qualität des Forums mehr nützen.
Guten Tag,
Ich finde, hier (in DE) wird ungesund überreagiert
Ich finde auch, dass deine Replik auf meinen kleinen Kommentar etwas überreagiert.
Mit freundlichen
Grüßen Schneider
Insofern danke für den Hinweis, auch an Nemo - man lernt ja immer wieder
was dazu. Wobei ich immer noch nicht genau weiß, was das Gemeinsame der
gnostischen Lehren sein soll. Das Christentum scheint ja auch fast dazu zu
gehören, oder?
Gnosis bedeutet ja nur Erkenntnis. Die Gnostiker sind jene, die unabhängig von religiösen
Dogmen der herrschenden Klasse den Weg der Erkenntnis gehen. Wahrscheinlich sind
dort die Ursprünge der Freimaurerei zu finden, die Metaphysik und Wissenschaft
gleichermaßen als Wissen beanspruchen. Beides sind im Grunde keine Gegensätze,
erst das begrenzte Denken konstruiert daraus duale Pole. Oder auch Machtsysteme,
die ihre Ideologie auf Materialismus oder auf Religiosität bauen.
Die Wachowski Brüder bzw. Schwestern haben eher den buddhistischen Blickwinkel.
Reinkarnation spielt dabei eine Rolle, die aber auch in der Gnosis eine Rolle spielt.
Der Sinn des Lebens besteht dabei in der Erkenntnis. Dies führt dazu, dass
irgendwann ein Messias geboren wird, der die Menschheit befreit. Aber das ist
meiner Meinung nach Illusion. Ein Mensch kann die Menschheit nicht erlösen.
Jeder Mensch muss es selber tun.
Andererseits kann jedoch ein weltweites Medien-Kartell einen großen Teil der
Menschheit manipulieren und in Illusionen halten. Die Architekten der Matrix
sind außerordentlich klug und effizient. Allerdings nur so lange, bis die
Illusion erkannt wird.
Insofern ist die Matrix Trilogie nur intelligente Unterhaltung. Solange die Menschen
auf ihren Erlöser warten, wird sich nichts ändern. Viel wichtiger ist es, die Illusionen
zu durchschauen, die jeden Tag mit viel Mühe und Aufwand vor unseren Augen
aufgebaut werden. Das ist jedoch fast unmöglich, wenn man selbst Teil dieser
Illusion ist und in einer Welt lebt, die nach Baudrillard nur noch Simulation ist.
Man muss die Simulation (die falsche Realität) erkennen, um nicht mehr ein
Teil davon zu sein. Oder wie es Adorno ausgedrückt hat: Es gibt kein wahres
Leben im falschen.
Gruß
nemo
Lieber Moderator,
Mit einer Aussetzung der Strafe zur Bewährung wird der gleiche erzieherische Effekt erreicht, der vom Mod. wahrscheinlich angestrebt wurde .
"Die Bewährung selbst wirkt sich nicht auf die Verurteilung aus. Der Verurteilte trägt weiterhin einen Strafmakel und ist auch vorbestraft."
Wiki
Ich denke, es ist z.Z. wichtiger für das DGF, baldmöglichst hier weiter zu arbeiten, als eine vom Hausherrn verhängte Strafe konsequent durchzusetzen.
Für die laufende spannende Diskussion mit @Ashitaka um die Machttheorie des @dottore ist @Zara wichtig.
Eine Wiedergutmachung im Sinne einer konstruktiven Fortsetzung dieses Diskussionsfadens halte ich für das DGF für gewinnbringender.
Als ehrenamtliche Bewährungshelferin schlage ich @Sylvia vor, da sie in der Causa @Z. ausreichende Kritikfähigkeit bewiesen hat.
So könnte das geschätzte Forum auch gleich in Echtzeit verfolgen ob und wie Kurt's Kühler funktionieren könnte...
Liebe anerkennende Grüße
Silke
PS: Sollte eine Strafaussetzung zur Bewährung nicht möglich sein, bitte ich einfach nur um die Gnade einer Strafmaßreduktion.
"Gnade vor Recht zielt auf das christlich-ethische Prinzip, dass die Gnade höher steht als das Gesetz, etwa das bis zum Frühmittelalter geltende römische Recht. Dies folgt aus der Erkenntnis, dass das Recht letztlich menschengemacht und somit willkürlich gesetzt ist und niemals absolut gerecht sein kann. Gerechtigkeit wird dann aber durch Gnadenwaltung ermöglicht - besonders dann, wenn die Anwendung des rohen oder nackten Rechts (vom Moderator oder vom Forum aus) als ungerecht, als brutal und unmenschlich angesehen wird. Gnade walten lassen können, wenn dies besser ist, als das rohe Recht anzuwenden, gilt als eines der wichtigen militärischen Führungsprinzipien seit alters her. Ein Moderator, der auch mal (wieder) Gnade vor Recht walten lassen kann, wenn es gerechtfertigt ist, gilt als grossherzig und menschlich. Seine Autorität und Legitimation als Moderator wird dadurch vor seinem Forum gesteigert."
Wiki ... ein wenig adaptiert.
PPS: Es haben sich einige Foristen im Thread für eine Milderung der Strafe eingesetzt, aber keiner explizit für eine konsequente Durchsetzung.
PPPS: Eine Kürzung der Sperre von @Lechbrucknersepp wäre dann auch zu überlegen.?
Schwierig,schwierig…
bearbeitet von nemo, Donnerstag, 13.10.2016, 01:18
Der Moderator übernimmt hier die Funktion einer Erzieherin im Kindergarten, die immer beide
Kontrahenten in den Strafraum verweist. Das mag als pädagogische Maßnahme sinnvoll erscheinen,
aber es dringt nicht zur Ursache durch. Ohne zur Ursachen durchzudringen, bleiben die Handlungen
beliebig und bedeutungslos. Über die Ursachen will oder kann niemand nachdenken.
Das ist praktisch überall so. Zur Not wird der Schwarm – also alle – zur Ursache erklärt.
Gruß
nemo
Lieber nemo,
Der Moderator übernimmt hier die Funktion einer Erzieherin im
Kindergarten, die immer beide
Kontrahenten in den Strafraum verweist. Das mag als pädagogische
Maßnahme sinnvoll erscheinen,
aber es dringt nicht zur Ursache durch. Ohne zur Ursachen durchzudringen,
bleiben die Handlungen
beliebig und bedeutungslos. Über die Ursachen will oder kann niemand
nachdenken.
Es wird schon nachgedacht, z.B. von dir - sonst hättest du nicht geantwortet.
Bei bestehender Regel gilt aber:
Regelverstoß ->Sanktion.
Allerdings erachte ich das Gemeingut "Diskussionsfortschritt in Sachen Machttheorie" als höherwertig für die Forumsgemeinde im Vergleich zur Disziplinierungsnotwendigkeit des Z..
Eine Aussetzung der Strafe zur Bewährung wäre ein pragmatischer Kompromiss.
Das ist praktisch überall so. Zur Not wird der Schwarm – also alle –
zur Ursache erklärt.![]()
Ich fühle mich als gleichwertige Foristin durch die Provokations-Gegenprovokationsaktionen mit folgender Sperre in meinem Wunsch nach Wissen unverhältnismäßig benachteiligt und fordere den Schwarm auf, mich bei meinem Anliegen zu unterstützen (Bewährung vor Strafe).
Mal sehen, wie mächtig so ein Schwarm ist und ob der Wille einiger Schwarmindividuen (@Kurt, @CenTau, @Beo2, @Silke) ausreicht, um eine Veränderung der Situation "gesperrter Z." zu ändern, oder ob die Potenzialität dafür fehlt...
Liebe Grüße nemo
Silke
Der Moderator [verweist] immer beide Kontrahenten in den Strafraum
Bisher meist nicht beide, sondern oft denjenigen, der sich gegen vorherige persönliche Anwürfe verteidigt.
Seit der kürzlichen Ankündigung, ad-hominem Angriffe sofort zu ahnden, also bevor sich der Angegriffene zu einer Verteidigung determiniert sieht (mit möglicher Eskalationsfolge), gab es diesbezüglich auch bereits vorbildlich erzieherische Moderationseingriffe.
--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.
- kein Text -
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bearbeitet von Zarathustra, Donnerstag, 13.10.2016, 18:48
Und Chapeau vor @Beo2, dass er sich für einen 'Gegner' ins Zeug legt. Die Peripherialmacht ist eben doch wesentlich einflussreicher als so mancher sich dies vorzustellen vermag.
Die Zentralmachttheorie ist einmal mehr widerlegt, nicht aber die Machttheorie an sich.
Was zu beweisen war ... ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
- kein Text -
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 15.10.2016, 13:48
Hallo Zara,
bitte nicht mit dogmatischen Einzeilern rumtrödeln, sondern ausführliche Argumente liefern. Es ist offensichtlich, wie du versuchst Paul C. Martins über die Jahre ausgearbeitete Erklärung der den Abgabenzwang erweckenden Zentralmachtsysteme (Zentralinstanzen) mit Füßen zu treten.
Ich beobachte das schon eine ganze Weile und hab mir deine Widersprüche während meiner Abwesenheit fein säuberlich zurechtgelegt. Mir wurde das anfangs überhaupt nicht klar, als ich deine ersten Texte las. Dieser ganze Zuspruch für Paul C. Martins Debitismus ohne eigene Ausarbeitungen und Erklärungsversuche. Das ging eine ganze Weile so, bis das Thema Bitcoins die Bühne betrat, Alles nur scheinbar und bis zu einem klar nachvollziehbaren Punkt. Dir sind Diskussionen im Gelben Forum nur solange recht, wie sie ihren Fokus für den Leser nicht auf die zentralistische Ordnung des Potentials (Macht) legen, sondern so tun, als gäbe es diese zentralistisch geordneten Begrenzungsräume des Potentials der Funktionseinheiten (Machtebenen, Rechtsräume der Individuen) gar nicht.
Aus diesem Grunde versuchst du, den Lesern ein System zu suggerieren, in welchem die Funktionseinheiten (Abgabepflichtigen = Jäger der Abgabeneinheiten) ausschließlich wie in analysierten Systemen der Biologie "autopoietisch" (Sich selbst erschaffend und erhaltend) umherschwärmen können. Deine autopoietische Systemanalyse soll sich voll und ganz auf die aktiven Potenzen (auf die Handlungen, Ereignisse) konzentrieren und davon ablenken, welche Machtverhältnisse die Funktionseinheiten erst zu ihrer Kommunikation und Handlung zwingen.
Du gehst einfach über die gegenwärtig real vorhandene Ohnmacht der Masse an Funktionseinheiten gegenüber der zentral gesetzten und finanzierten Ordnungen des Potentials (Zentralmachtordnung) hinweg, versuchst, dem Leser ein System zu simulieren, in welchem die Funktionseinheiten alleine durch ihren Willen (Siehe Meister Yoda im Krieg der Sterne!) eine Machtposition begründen. Dies alles, um nicht die Erkenntnis zu erstatten, dass der Wille der Masse von Anfang an durch eine im Rückenmark des unterworfenen Individuums sitzenden Angst (basierend auf gewaltsamer Basis der Gesellschaft, Unterwerfung / Krieg / Kriegsgefahr) und der Simulationen eines hoffnungsvollen Morgen (Einkommen, Vermögen, Sicherheit) "geleitet" wurde, geleitet wird.
Du hast den Unterschied zwischen dem "Willen" und der "Macht" im Übrigen gar nicht verstanden und versuchst aus diesem Grunde, beide Begriffe beständig auf alle Funktionseinheiten beziehend gleichzusetzen (Zarathustra: "Wenn Du willst, hast Du die Macht dazu. Wenn nicht, dann nicht.") Nietzsche würde sich im Grabe umdrehen, wenn er deinen Satz, die Gleichsetzung von Wille und Macht lesen würde. Ihm ging es schließlich um den "Willen zur Macht".
Es ändert sich nichts daran: Paul C. Martins Machttheorie ist immer eine Zentralmachttheorie gewesen. Du kannst dir seine Beiträge im alten Forum ja noch mal in Ruhe durchlesen, um deine Argumente auszuarbeiten. Was er mit dem dort erwähnten "Zentralmachtbereich" und der "Zentralmacht" im Rahmen der anregenden Diskussionen über seine Machttheorie zu beschreiben versuchte, ist bei längerer Studie wirklich nicht schwer nachzuvollziehen:
Die Gesellschaft basiert auf dem Raub und der Zentralisierung des Potentials der Masse. Das geht eben so weit, dass du heute nicht einmal mehr am Straßenrand ohne rechtliche Konsequenzen dein Geschäft verrichten kannst. Von dem fehlenden Potential der Masse zur Steuererhebung ganz zu schweigen.
Informier dich, das schaffst du! Ich garantiere derweil eine amüsante und für jeden Leser anregende Fortsetzung unserer Diskussionen.
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
bearbeitet von Zarathustra, Samstag, 15.10.2016, 09:20
Hallo Ashitaka
Die Machttheorie steht natürlich nicht zur Disposition. Ich versuche sie, zusammen mit Kurt, dem Hinterbänkler und weiteren einigermassen Gleichgesinnten, lediglich noch zu ergänzen, präzisieren, optimieren und in Einklang mit den Erkenntnissen der Physik und Naturwissenschaft und mit den Thesen der Grossen (Einstein, Schopenhauer, Nietzsche, Spinoza, Diodor, Laplace, Newton, Leibniz, Bott, Tainter et al.) zu bringen.
Deren Erkenntnisse sind Dir seltsamerweise nicht zugänglich.
Hallo Zara,
bitte nicht mit dogmatischen Einzeilern rumtrödeln, sondern ausführliche
Argumente liefern.
Argumentative Zeilen zu diesem Thema findest Du mittlerweile tausende, falls Du es vergessen hast. Sie sind Dir einfach nicht zugänglich, weshalb Du immer wieder mit den selben Projektionen aufwartest.
Es ist offensichtlich, wie du versuchst Paul C. Martin's
über die Jahre ausgearbeitete Erklärung der den Abgabenzwang erweckenden
Zentralmachtsysteme (Zentralinstanzen) mit Füßen zu treten.
Vergiss das. Von Erweckungen ist bei PCM sowieso nicht die Rede, und bitte keine Falschbeschuldigungen an den grössten Fürsprecher des PCM.
Der Meister himself war es, dem es vor der das System überwiegend mitdeterminierenden Peripherialmacht graute. „Ihr wollt doch alle nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern. Das ekelt mich an.“
Verstehste das Problem? Die Ihrs sind das Problem. Der Wille der Masse.
Oh Ekel, Ekel Ekel!
Ich beobachte das schon eine ganze Weile und hab mir deine Widersprüche
während meiner Abwesenheit fein säuberlich zurechtgelegt.
Von säuberlich kann ich nicht viel erkennen. Von Fehlinterpretationen und Unverständnis dafür umso mehr. Was Du mir in den letzten Beiträgen wieder in den Mund gelegt hast, hat nicht viel mit meiner Sicht zu tun.
Mir wurde das
anfangs überhaupt nicht klar als ich deine ersten Texte laß.
Dir bin ich noch längst nicht klar.
Dieser ganze
Zuspruch für Paul C. Martin's Debitismus ohne eigene Ausarbeitungen und
Erklärungsversuche. Das ging eine ganze Weile so, bis das Thema Bitcoins
die Bühne betrat, Alles nur scheinbar und bis zu einem klar
nachvollziehbaren Punkt. Dir sind Diskussionen im Gelben Forum nur solange
recht, wie sie ihren Fokus für den Leser nicht auf die zentralistische
Ordnung des Potentials (Macht) legen, sondern so tun, als gäbe es diese
zentralistisch geordneten Begrenzungsräume des Potentials der
Funktionseinheiten (Machtebenen, Rechtsräume der Individuen) gar nicht.
Dutzendfach wiederholte Fehlinterpretation. Dutzendfach wiederholte Antwort: Die Rechtsräume und Organe in den Zentren sind genauso existent wie die Organe im Zentrum Deines Organismus. Diese jedoch wechselwirken mit den Organen in der Peripherie. Da hat niemand die Hoheit. Alle sind in Abhängigkeit.
Aus diesem Grunde versuchst du den Lesern ein System zu suggerieren, in
welchem die Funktionseinheiten (Abgabepflichtigen = Jäger der
Abgabeneinheiten) ausschließlich wie in analysierten Systemen der Biologie
"autopoietisch" (Sich selbst erschaffend und erhaltend) umherschwärmen
können.
Nichts erschafft und erhaltet sich komplett selbst. Alles ist abhängig von allem. Es gibt letztlich keine geschlossenen Systeme. Alles wechselwirkt, vom Kleinsten bis zum Grössten. Autopoietische Systeme sind fraktal verschachtelte Gebilde, die nur relativ unabhängig sind, aber nie absolut.
Deine autopoietische Systemanalyse soll sich voll und ganz auf die
aktiven Potenzen (auf die Handlungen, Ereignisse) konzentrieren
Mitnichten. Vor allem auf den Charakter des Systems und dessen Fragmente. Ereignisse sind die logische Folge des Charakters des Systems.
und davon
ablenken, welche Machtverhältnisse die Funktionseinheiten erst zu ihrer
Kommunikation und Handlung zwingen.Du gehst einfach über die gegenwärtig real vorhandene Ohnmacht der Masse
an Funktionseinheiten gegenüber der zentral gesetzten und finanzierten
Ordnungen des Potentials (Zentralmachtordnung) hinweg, versuchst dem Leser
ein System zu simulieren, in welchem die Funktionseinheiten alleine durch
ihren Willen (Siehe Meister Yoda im Krieg der Sterne!) eine Machtposition
begründen.
Wenn die Masse ohnmächtig wäre, dann müsste man sich nicht davor ekeln, dass 'ihr nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern wollt'. So aber ekelt sich jeder, der weiss, wo die eigentliche Macht liegt: Bei der Masse, die 'nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern will'. Capito?
Du hast den Unterschied zwischen dem "Willen" und der "Macht" im Übrigen
gar nicht verstanden und versuchst aus diesem Grunde beide Begriffe
beständig auf alle Funktionseinheiten beziehend gleichzusetzen
(Zarathustra: "Wenn Du willst, hast Du die Macht dazu. Wenn nicht, dann
nicht.") Nietzsche würde sich für im Grabe umdrehen, wenn er deinen Satz,
die Gleichsetzung von Wille und Macht lesen würde. Ihm ging es
schließlich um den "Willen zur Macht".
Jetzt gibst Du auch noch den Nietzsche Experten. Das wird ja immer grotesker. Wille und Macht habe ich noch nie gleichgesetzt, sondern, gerade auch im letzten Beitrag wieder (abermals erfolglos!) dargelegt, was Sache ist: Der Wille ist eine von mehreren notwendigen Bedingungen (Determinanten), um etwas Gewolltes Realität werden zu lassen, oder auch nur, um etwas ingang zu setzen.
Es ändert sich nichts daran: Paul C. Martin's Machttheorie ist immer eine
Zentralmachttheorie gewesen.
Eine Machttheorie, wo der Wille der untersten aller unterwürfigen Unterhunde sich bis zu den obersten der Unterirdischen durchfrisst.
„Ihr wollt doch alle nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern. Das ekelt mich an.“
„Die Macht ist das Produktivste, was es gibt: Anderer arbeitet für Dich! Gegen das kommt keiner an. König lässt Aristokraten arbeiten, diese (Patrizier) Unterhunde, diese machen Unternehmen ("Kapitalisten"), wieder Unterhunde. Und immer schützt die Obermacht die Untermacht, also der Staat zum Schluss den kleinen Tante-Emma-Laden.
Das System endet eben JETZT, weil sich keine Unterhunde für die Unterhunde mehr finden lassen.“
Es wird doch keiner ernsthaft behaupten wollen, es sei der Wille des Königs, der den Willen dieser fraktal organisierten Einheiten und Teilnehmer determiniert. Ein Organismus ist ein Wettstreit widersteitender Willenskräfte und formiert sich eben dementsprechend. Von unten und oben kann man in einem Organismus nicht sprechen. Der König ist vielleicht der Unterirdischste, Ohnmächtigste und Meistgestrafte von allen.
Du kannst dir seine Beiträge im alten Forum
ja noch mal in Ruhe durchlesen, um deine Argumente auszuarbeiten. Was er
mit dem dort erwähnten "Zentralmachtbereich" und der "Zentralmacht" im
Rahmen der anregenden Diskussionen über seine Machttheorie zu beschreiben
versuchte, ist bei längerer Studie wirklich nicht schwer nachzuvollziehen:
Die Gesellschaft basiert auf dem Raub und der Zentralisierung des
Potentials der Masse. Das geht eben so weit, dass du heute nicht einmal
mehr am Straßenrand ohne rechtliche Konsequenzen dein Geschäft verrichten
kannst. Von dem fehlenden Potential der Masse zur Steuererhebung ganz zu
schweigen.Informier dich, das schaffst du! Ich garantiere derweil eine amüsante und
für jeden Leser anregende Fortsetzung unserer Diskussionen.
Der König hat das Steuersystem nicht geschaffen. Die Masse schafft und erhaltet es.
„Ihr wollt doch alle nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern. Das ekelt mich an.“
Herzlichst,
Ashitaka
Fröhlichst
Zara Zarathustra
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 15.10.2016, 14:00
Hallo Zarathustra,
weder ergänzt du Paul C. Martins Machttheorie, noch präzisierst bzw optimierst du sie im Einklang mit den Erkenntnissen der Physik und Naturwissenschaft. Die Köpfe, die du nennst, greifst du nicht aus argumentativen Gründen auf, sondern lediglich durch scheinbare Argumentationsketten von Paul C. Martins Machttheorie abzulenken.
Deine Annahme, dass das System, in welchem wir leben, durch eine lediglich die Handlungen (aktiven Potenzen) und Kommunikationen der Funktionseinheiten analysierende Systemtheorie beschrieben werden kann (mehr schafft die autopoietische Systemanalyse nicht), lässt in Wahrheit eine konsequente Ablehnung der von Paul C. Martin erklärten Machttheorie erkennen.
Sätze wie „Ihr wollt doch alle nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern. Das ekelt mich an.“ erklären im Gegensatz zu deinem Missbrauch des Satzes eben nicht, dass Paul C. Martin das Zentralmachtsystem in seiner institutionalisierten Existenz verneint, sondern dieses durch ihn beschriebene System im tiefsten Inneren, kraft des gesunden Menschenverstandes, abzulehnen versuchst. Du mein lieber Zarathustra gaukelst dem Leser jedoch vor, dass er gar keine Funktionseinheit einer Zentralmachtordnung ist.
Du bist eben kein Fürsprecher von Paul C. Martin, sondern greifst ihn nur insoweit auf, wie er deiner Simulation einer Dezentralmachttheorie dienlich ist. Du hast weder seine Erkenntnisse über die Passivität des Geldes verstanden, noch folgst du seiner im späteren Verlauf der Forenhistorie im Detail erklärten Theorie der in Zentralmachtbereichen zur Abgabe gezwungenen Funktionseinheiten.
Wie lautete das Gegenargument noch? Lass mich überlegen. Ach ja, "Die Schweizer zahlen freiwillig und gerne Steuern!" Diese schwachen Dogmen sind der fehlenden Erkenntnis geschuldet, dass der Wille der Masse von Anfang an durch eine im Rückenmark des unterworfenen Individuums sitzenden Angst (basierend auf gewaltsamer Basis der Gesellschaft, Unterwerfung / Krieg / Kriegsgefahr) und der Simulationen eines hoffnungsvollen Morgen (Einkommen, Vermögen, Sicherheit) "geleitet" wurde und noch heute geleitet wird.
Indem du behauptest, dass die Rechtsräume und Organe in den Zentren genauso existent sind, wie die Organe im Zentrum meines Organismus, wird deutlich, dass dir die intellektuelle Weitsicht auf das Zentralmachtsystem fehlt. Es geht bei Dottores Machttheorie eben nicht um die Beschreibung der Wechselwirkungen (aktiven Potenzen) von biologischen Einheiten, sondern um die Beschreibung institutionalisierter Potenzialbeschränkung (Entmächtigungen) der Individuen, um die auf Zentralmacht basierende Schaffung der Funktionseinheiten (Abgabepflichtigen).
Die Potenzialherkunft erklärt nicht, wer das Potenzial gegenwärtig hat, wer es realisieren kann. Nach der Zerschlagung der Gemeinschaften wird der Zentralmacht das Potential durch die fortan ohnmächtigen Individuen verliehen, werden Forderungen der Diener- und Gefolgschaft gegenüber der Zentralinstanz begründet. Die Zentralinstanz raubt sich zwecks Expansion und Institutionalisierung das Potential (Macht, Möglichkeiten) von den Unterworfenen und schenkt den verängstlichten Menschen im Gegenzug das Versprechen einer auf Fürsorge, später Rechtsräume (Simulation von Freiheit). Die ehemals freien Menschen werden einzig und allein in Rechtsräume gesperrt (so auch das Eigentumsrecht), um aufgrund ihrer steigenden Forderungen an der Illusion einer fürsorglichen Zentralmachtordnung festhalten zu können (Recht = Befugnis = Machtzession).
Du beschränkst dich in deinen Texten lediglich auf die aktive Potenz (Handlungen, Realisation von Möglichkeiten, Wirkungen), nicht auf die Frage, wie das System, welches die Potentiale ordnet, aufgebaut ist. In deinen Simplifizierungen wird in der Vorstellung des Lesers alles aktivisch umgerührt, statt den gegenwärtigen Zustand, die zentralistsiche Ordnung und Beschränkung der Potentiale zu berücksichtigen. Paul C. Martin hat im Gegensatz zu dir nicht versuchst, die Zentralmacht zu verneinen, sondern sie als das wahre Monstrum zu erklären, welches seinen Ekel erst begründete.
Ein Ereignis ist immer und ausschließlich eine Potenzialentfaltung. Ohne Potential (Macht), kein Ereignis. Nun aber gilt es zu begreifen, dass, im Gegensatz zum beobachtbaren Ereignis (der Aktivität der Funktionseinheiten), das die Aktivitäten begründende Potential kein Eigenpotential ist, sondern ein durch die Zentralmachtordnung eingeräumtes Potential (Machtzession, Befugnis, Recht). Dein Quatschartikel bzgl. eines wählenden US-Schwarms macht deutlich, dass du die Machtpositionen der Funktionseinheiten von dieser Machtzession zu trennen versuchst. Es soll ja jeder daran glauben, dass die Masse einen freien Willen hat, der das System als solches beeinflusst. Es darf bloß keiner darauf kommen, dass die Masse der Funktionseinheiten ihren Willen simuliert, dass die Wahl der Massen in Wahrheit die Akzeptanz der Zentralmacht widerspiegelt.
Im Gegensatz du deiner den Leser irritierenden Suggestion will die Masse nicht am gegenwärtig unhaltbaren Zustand festhalten, sondern an ihrer durch Zentralmachtsystem simulierten Hoffnung auf eine selbstbestimmende Zukunft. Du hast die Simulationskraft des Systems nichts verstanden. Der Masse ist das ihr Potential raubende Wesen der Zentralmachtordnung gar nicht bewusst. Sie wurden in eine Simulation, einen Gesellschaftsvertrag (einen Glauben an den alle Einheiten lenkenden Willen nach Einvernehmen) entführt.
Und natürlich setzt du den Willen mit der Macht gleich (Zarathustra: "Wenn Du willst, hast Du die Macht dazu. Wenn nicht, dann nicht.") Die systematische Beeinflussung des Willens seit Unterwerfung der Individuen durch Zentralinstanz und dem auf Zentralmacht basierenden Zwang zur Abgabe (Individuum nun Funktionseinheit) soll von dir ausgeblendet werden. Der Wille, welchen du als eine sich von der Masse durchfressende Kraft zu erklären versuchst, ist in Wahrheit durch die Zentralmachtordnung erzwungen und durch ihren Raub beeinflusst. Niemand müsste Rechte wollen, wenn es keine Zentralmacht gäbe, die dazu im Stande ist, ihn zu befugen (Rechte einzuräumen).
Entgegen deiner Erklärung gibt es keine Willenszentrale. Der Wille der Massen ist systematisch beeinflusst, da der Wille vom Potenzial abhängig ist. Und eben dieses wurde der Masse geraubt, weshalb sie ohnmächtig ist, solange das Zentralmachtsystem finanzierbar ist und die simulativen Kräfte (Hoffnung, Wohlstand, Sicherheit, Gerechtigkeit etc.) weiterhin wirken. Was danach kommt, wissen wir nicht. Die Revolution der Masse ist jedoch immer ein zentralistisch gerichteter Ruf nach einer neu besetzten Zentralmachtordnung. Man glaubt halt daran, dass frischer Wille etwas am Potenzialraub der Massen ändern wird.
Und der Organismus ist eben kein Wettstreit widerstreitender Willenskräfte. Woher du diesen esoterischen Quatsch hast, sei mal dahin gestellt. Der Organismus bezeichnet das "System der Funktionseinheiten als Ganzes". Mehr nicht. Funktionseinheiten haben nicht zwingend einen Willen, sondern sind einfach nur funktionell und im systematischen Sinne kommunikativ. Für einen eigenen Willen der Funktionseinheiten bedarf es eines Bewusstseins, und zwar über das "System der Funktionseinheiten".
Du behauptest, dass die Masse das Steuersystem erschaffen hat und es erhält. Und an dieser Behauptung merkt der aufmerksame Leser, dass es dir wieder nur um die aktivische Analyse der Funktionseinheiten geht. Der Wille der Masse (Anzahl an Individuen, Funktionseinheiten) ist seit der Zerschlagung der akephalen Gemeinschaften und Unterwerfung durch Zentralinstanz von den Zwängen und Simulationen der Zentralmacht geleitet.
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
Hallo Ashitaka und Zarathustra,
das geht alles viel energiesparender - ganz ohne zeitvertreibende, schwurbelschwärmende Notwendigkeit, an den Rand des Universums navigieren zu wollen.
Der Eine sagt: "Wir können nicht, auch wenn wir wollten!"
Der Andere sagt: "Wir wollen nicht, auch wenn wir könnten!"
Und ich mache jetzt noch ein weiteres Mal Werbung für meine "individuelle Machtanwendung light", denn man kann ein solche Extrembewegung nicht mit der Brechstange korrigieren. Man hat, wenn überhaupt, nur eine Überlebenschance mit Kühlung. Aber Ihr wollt ja alle, alle, alle (inklusive Z.) unbedingt Eure Rentenansprüche wahrnehmen wollen können, darum diese Scheindiskussion.
Oh Ekel, Ekel Ekel!
![[[herz]]](images/smilies/herz.gif)
Gruß
vegan
PS: Und hier noch so ein Geschwurbel zur aktuellen Rechtslage bzgl. Groß-/Kleinschreibung von "der eine, der andere", man, man, man.
http://gfds.de/der-eine-der-andere-gross-kleinschreibung-von/
bearbeitet von Zarathustra, Samstag, 15.10.2016, 11:42
Wie lautete das Gegenargument noch? Lass mich überlegen. Ach ja, "Die
Schweizer zahlen freiwillig und gerne Steuern!"
Infolge (und wie schon hundertmal erfolglos erklärt) determinierten Willens weder freiwillig noch gerne, jedoch willig: "Ihr wollt doch ...." PCM
![[image]](https://d262ilb51hltx0.cloudfront.net/max/720/1*xl6NHHx_IUWwoNOyoy7Z2Q.gif)
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![[image]](http://www.complexification.net/gallery/machines/nodeGarden/nodeGarden0001.jpg)
![[image]](http://twimgs.com/ddj/images/article/2007/0708/070831ucsd_f1.jpg)
![[image]](https://www.researchgate.net/profile/Thomas_Measham/publication/241091322/figure/fig24/AS:298636824072202@1448211975633/Figure-28-Livelihood-network-cutpoints-for-the-BOLNet-model-The-nodes-displayed-with.png)
![[image]](http://3.bp.blogspot.com/-Ama_L7MeR3k/VIMk6SYdwDI/AAAAAAAAECY/JYuMDMux5w8/s1600/internetmap.png)
Fröhlichst
Zara
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 15.10.2016, 16:45
Allerliebster Zarathustra,
die Determiniertheit des Willens ist ein (Konzentration!) schnell als solches begreifbar zu machendes Mentalkonstrukt, welches lediglich dazu dient, das in der Gegenwart aufwartende Bewusstsein des Menschen wegzurationalisieren, in die Simulation zu entführen (Es kommt alles wie es vorbedingt ist).
Der Leser beobachtet zunächst die Ereignisketten der Vergangenheit und modelliert sich aus seiner Beobachtung, dass die Funktionseinheiten einen in der kausalen Folge (Ursache -> Wirkung) nachvollziehbaren Weg beschreiten (Ach so läufts, nur halt schwer berechenbar!). Es handelt sich um ein gegenwärtig bewusstes Mentalkonstrukt (Ablaufplan), welches die Folge (die Bedingtheit der Ereignisse) auf das Mentalkonstrukt der Zukunft überträgt (so wird es immer weitergehen). Nichts anderes versuchen auch deine amüsanten Bildchen, die von der Bewusstseinsforschung längst nicht mehr ernst genommen werden.
Diese Magie funktioniert eben nur solange, wie sich der Leser nicht darüber bewusst wird, dass es sich bei seinen bildhaften Vorstellungen lediglich um vergegenwärtigte (Hier & Jetzt ausgedachte) Mentalkonstrukte der Vergangenheit und Zukunft handelt. Die kunstvolle Perspektive, die du nutzt, um deine aktivisch-kausale Determiniertheit allen Seins zu veranschaulichen ist eine betrügende Perspektive, die sich über das die Gegenwart erschaffende Bewusstsein des Menschen hinwegzusetzen versucht (Abhebende Fiktion). Du blickst sozusagen auf einen die Ereignisse abbildenden Zeitablauf, der den Gegenwartsmoment, die Bewusstheit des Menschen und seine "Chance auf freien Willen", ausradiert. Der Wille des Menschen ist frei, wenn er nicht durch ihn befähigende Potentiale (Zentralmacht) beeinflusst wird. Deine Behauptung, dass sich dieser Gedanke erübrige, da eh alles determiniert (vorbedingt) sei, ist ein religiösartiger Ausdruck deiner Motivation (Ablenkung von dem eigentlichen Übel, der Zentralmachtordnung).
Der Weltenlauf ist kein bloßer Lauf der Ereignisse (aktiver Potenzen, kausaler Ursache-wirkungs-Ketten), sondern ein die Ereignisketten durchdringendes System unterschiedlichster Potentiale und im Falle der Zentralmachtordnungen für die Masse ein System stark begrenzter und ausschließlich zentrisch gestärkter Potentiale. Du versuchst mit allen Mitteln davon abzulenken, dass Milliarden Funktionseinheiten durch ihren Willen (sofern sie auch das Potential haben) sich zu jedem Gegenwartszeitpunkt auch für oder gegen eine verursachende und folgewirksame Handlung entscheiden können. Du suggeriert lieber, dass sich der bewusste Mensch einer Vorbedingtheit aller Ereignisse (der Determiniertheit) hingeben soll.
Für das Bewusstsein des Menschen und seine Inhalte gibt es keine Messgrößen. Aus diesem Grunde wird auch von dir das Komponentenmodell der Materie auf das Bewusstsein übertragen und aus der dogmatischen Korrelation eine Kausalität unserer Bewusstseinsinhalte "abgeleitet". Ohne Beweis, sondern rein dogmatisch. Es sind solche blinde Analogien, die darüber hinweg täuschen sollen, dass wir zwar ein Gehirn durch Komponentenmodelle der Materie analysieren können, jedoch nicht aus dem Bewusstsein des zu untersuchenden Gehirns heraus eine wissenschaftliche Messung vornehmen können.
Und genau aus diesem Grunde ist die Behauptung, dass es immer nur eine "einzige Möglichkeit" gibt ein pseudowissenschaftliches Dogma, dass die nicht wiederlegbare Willensfreiheit im immer gegenwärtigen Bewusstsein des Menschen wegradieren soll. Fest steht, dass die Wissenschaft nicht messen kann, weshalb sich Menschen entscheiden bzw. was ihr Bewusstsein in ihrer willentlichen Entscheidung beeinflusst. Es gibt keine Messgrößen um nachzuweisen, dass die Bewusstseinsinhalte (unsere Entscheidungen) kausal oder determiniert sind.
Und genau aus diesem Grunde ist jeder Versuch, die Bewusstseinsinhalte als kausal bzw. determiniert abzuhandeln lediglich Zeugnis einer religiösen und die Willensfreiheit des Menschen begrabenden Sehnsucht.
Du bist tief religiös, vom Glauben und dem Simulationsdrang aufgrund fehlender Beweisbarkeit gefangen. Es hilft nicht, sich gegenüber den Lesern glaubhaft machendes Gewicht aufzuladen, indem man Bildchen postest oder auf nie verstandende bzw. gelesene Autoren verweist.
Deine systemorientierte Gesinnung durchschaut ein Blinder mit dem Krückstock!
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
bearbeitet von Zarathustra, Samstag, 15.10.2016, 16:55
du allen Ernstes glaubst, es besser zu wissen als Einstein, Nietzsche, Schopenhauer, Diodor, Laplaca, Hume, Leibniz et al.
Hoffnungslos.
Mit dem Dogma und Aberglauben des freien Willens steht und fällt der Schuldkult.
Schopenhauer macht jene treffliche Unterscheidung, mit der er viel mehr Recht behalten wird, als er sich selber eigentlich zugestehen durfte: »die Einsicht in die strenge Notwendigkeit der menschlichen Handlungen ist die Grenzlinie, welche die philosophischen Köpfe von den andern scheidet.«
(...)
Freilich muß noch manche Hintertür, welche sich die »philosophischen Köpfe«, gleich Schopenhauern selbst, gelassen haben, als nutzlos erkannt werden: keine führt ins Freie, in die Luft des freien Willens; jede, durch welche man bisher geschlüpft ist, zeigte dahinter wieder die ehern blinkende Mauer des Fatums: wir sind im Gefängnis, frei können wir uns nur träumen, nicht machen. Daß dieser Erkenntnis nicht lange mehr widerstrebt werden kann, das zeigen die verzweifelten und unglaublichen Stellungen und Verzerrungen derer an, welche gegen sie andringen, mit ihr noch den Ringkampf fortsetzen. – So ungefähr geht es bei ihnen jetzt zu: »also kein Mensch verantwortlich? Und alles voll Schuld und Schuldgefühl? Aber irgendwer muß doch der Sünder sein: ist es unmöglich und nicht mehr erlaubt, den einzelnen, die arme Welle im notwendigen Wellenspiele des Werdens anzuklagen und zu richten – nun denn: so sei das Wellenspiel selbst, das Werden, der Sünder: hier ist der freie Wille, hier darf angeklagt, verurteilt, gebüßt und gesühnt werden: so sei Gott der Sünder und der Mensch sein Erlöser: so sei die Weltgeschichte Schuld, Selbstverurteilung und Selbstmord; so werde der Missetäter zum eigenen Richter, der Richter zum eigenen Henker.« – Dieses auf den Kopf gestellte Christentum – was ist es denn sonst? – ist der letzte Fechter-Ausfall im Kampfe der Lehre von der unbedingten Moralität mit der von der unbedingten Unfreiheit – ein schauerliches Ding, wenn es mehr wäre als eine logische Grimasse, mehr als eine häßliche Gebärde des unterliegenden Gedankens – etwa der Todeskrampf des verzweifelnden und heilsüchtigen Herzens, dem der Wahnsinn zuflüstert: »Siehe, du bist das Lamm, das Gottes Sünde trägt.« – Der Irrtum steckt nicht nur im Gefühle »ich bin verantwortlich«, sondern ebenso in jenem Gegensatze »ich bin es nicht, aber irgendwer muß es doch sein«. – Dies ist eben nicht wahr: der Philosoph hat also zu sagen, wie Christus, »richtet nicht!«, und der letzte Unterschied zwischen den philosophischen Köpfen und den andern wäre der, daß die ersten gerecht sein wollen, die andern Richter sein wollen.
Hallo Zarathustra,
Du musst ihn genauer lesen. Dann würdest du begreifen, dass durch die Beschreibung der Notwendigkeit eines menschlichen Handelns gar keine Aussage über das Handeln als solches (die Realisation des Potentials) getroffen wird. Weshalb jemand handelt ist eine Frage des Willens und der Potentials. Zu letzterem wollen alle Ohnmächtigen greifen ("Der Wille zur Macht"). Aber du liest die Autorenschaft ja gar nicht, sondern wiederholst sie nur seit Jahren in der selben Reihenfolge.
Die Behauptung, wir Menschen seien in einem Gefägnis der Kausalität und Determiniertheit allen Seins gefangen, in welchem wir uns die Freiheit nur erträumen können, ist von keinem deiner Götter bewiesen worden. Du solltest ihre Werke mit einem offenen Verstand lesen, statt sie wie Götter anzubeten und mir mit einem Satz die Gleichsetzung all ihrer durch Stimmungslagen konstruierten Beschreibungen der Welt anzubieten. Ich bleibe dabei, du hast lediglich einen Werkzeugkasten unter dem Bett stehen, in dem dies und das Zitat aufwartet, welches dir zur passenden Zeit (wenn's des erwünschten Rückzugs wegen mal wieder kurz gehen soll) dabei helfen soll Gewicht zu gewinnen.
Was hast du eigentlich selbst argumentativ zu erklären, Zarathustra?
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
- kein Text -