Ach was, in Deutschland gibt es keine einzige "Zone" die so gefährlich wäre wie das was in USA (mT)
an der Tagesordnung ist.
Niemand macht Urlaub in Duisburg Marxloh oder in Saarbrücken Burbach.
Niemand fährt mit seiner Familie zum Spaß in die Wohngebiete nahe Stahlhütten oder Kohlekraftwerke, es sei denn, man interessiert sich für die dortigen Weltkulturerbe, zB Völklinger Hütte oder Landschaftspark Duisburg-Nord.
Ich persönlich finde diese Gegenden als Alleinreisender interessant. Natürlich passieren im Dortmunder Norden keine Schießereien wie gestern abend gezeigt. Das kommt erst noch, dank Erika und ihren Fachkräften.
In den USA habe ich mir gerade die Gegenden wie die Bronx, South Central LA, Tijuana nahe der mexikanischen Grenze, East Palo Alto oder auch bestimmte Stadtteile von Philadelphia und die South Side von Chicago bewußt angeschaut. Das waren zum Teil apokalyptische Zustände dort. Das Gefühl, dort als Weißer mit einer Kamera alleine rumzulaufen, ohne eine 45er in der Hose zu haben, läßt sich durchaus vergleichen mit einem hohen Berggrat ohne Seil.
Ich denke, Berlin bei Nacht als alleinreisende, junge Frau zu Fuß kann in bestimmten Bereichen gefährlich sein. Aber ehrlich, das war es auch schon in den 80ern, wenn man zB nach Kreuzberg gefahren ist. Ich erinnere mich an einen Besuch der Sternwarte und des Planetariums und einen Aufenthalt am SBahnhof Yorckstraße Mitte der 80er, alleine abends nach dem Besuch und dem Vortrag, das war schon ganz schön ungewohnt.
Kürzlich bin ich abends auch durch ein paar suspekte Berliner Gegenden bei Nacht gelaufen, und man hat schon das Gefühl, daß die Kaffer und Mulatten einem gleich an die Gurgel wollen. Aber wenn das passieren sollte, wäre ich am nächsten Tag in Spiegel Online im Video mit dem Titel "Passant bricht armen Flüchtling den Kehlkopf und zertrümmert ihm anschließend den xxx - "rechte" Gewalt in Deutschland nimmt unerträgliche Außmaße an." Die Notwehr, die wir im Nahkampftraining bei der Bundeswehr noch gelernt haben, ist ja in Erikas Deutschland der 2010er Jahre plötzlich ungesetzlich.
Wie gesagt, keine deutsche Stadt, noch nicht mal die schlechtesten Viertel von Offenbach, Dortmund oder Köln bieten auch nur ansatzweise das, was ich in den USA in ganz mediokren Städten erlebt habe, von der Bronx oder Harlem in den frühen 1990ern oder auch East Palo Alto oder Philadelphia mag ich überhaupt nicht erst anfangen. Nach South of Mission in San Francisco haben sich die Taxifahrer nach Mitternacht Anfang der 90er kaum reingetraut, dort hat es von Dealern und Zuhältern nur so gewimmelt. Heute ist das eine der teuersten gentrifizierten hip-Gegenden in San Francisco.
Auch heute ist durchaus Oakland auf der anderen Seite der Bay bei Nacht in manchen Gegenden extrem. CalBear kann das sicher bestätigen. Auch Paris in den 80ern war wesentlich gefährlicher. Ganz zu schweigen von einigen Gegenden in Brasilien, zB Recife oder Rio auch heute.
Dort ist die Gefahr eines Überfalls mit Schußwaffengewalt oder auch eines Drive-By Shootings extrem hoch. In Philadelphia STERBEN im Jahr MEHR ALS 280 Menschen, soviele werden grade mal in GANZ DEUTSCHLAND IM JAHR ermordet.
https://www.phillypolice.com/crime-maps-stats/
https://spotcrime.com/pa/philadelphia
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2229/umfrage/mordopfer-in-deutschland-en...
Und das ist eben was ganz anderes: Diese permanente Angst in USA, daß man u.U. beim Einfahren oder Reinlaufen in die "wrong neighborhood" abgeknallt werden kann, die gibt es meines Wissens in Europa noch nicht und nirgends.
DT