zumindest was den europäischen Markt betrifft, denn hier ist der Versicherungsmarkt überbesetzt und die Prämien sind im Keller. Hinzu kommt, dass die Schadenquoten in nahezu allen Geschäftsbereichen nach oben gehen und die Versicherer mit Finanzanlageprodukten kein Geld mehr verdienen, weil auch die Zinsen im Keller sind.
Es wurden und werden aktuell viele LVs beitragsfrei gestellt bzw. rückgekauft, weil trotz zusätzlicher Einzahlungen kaum mehr VS raus kommt. Die einzigen LVs, die noch stehen und das zumeist beitragsfrei, sind die steuer- und sozialversicherungsfreien Produkte, die durch Barlohnumwandlung als private Altersvorsorge gedacht waren/sind. Die laufen aber langsam aus, dank Babyboomer.
Alle Versicherer steuern seit Jahren mit innovationslosen Kostensenkungsprogrammen gegen, ohne wirklichen Erfolg. Die Kunden honorieren den Personalabbau mit reduzierten Prämien und folglich höheren Schadenquoten. Der Kampf um den beschränkten Kuchen ist gnadenlos. Am Markt werden seit Jahren nur noch die Kunden rumgereicht, mit denen kein Geld mehr zu verdienen ist. Die anderen fordern großzügige Prämiennachlässe oder wechseln zu erheblich besseren Prämiensätzen.
Privatkunden orientieren sich zu recht fast nur noch am Preis oder legen Wert auf Bedienung vor Ort durch eine kompetente Agentur. Viele von denen drehen aber auch am Rad, weil die Door-Opener wie KFZ etc. nur Arbeit machen, aber kaum Geld bringen und Neugeschäft mau ist. Hinzu kommt, dass viele große, erfolgreiche Agenturen im Zuge des Generationenwechsels geteilt wurden und die neuen Inhaber jetzt kräftig strampeln dürfen. Auch die Vergütung der Agenturen wurde vor Jahren geändert. Richtig Provision gibt´s nur noch für Neugeschäft, Bestandsgeschäft und -verwaltung ist aber sehr arbeitsintensiv, wenn man anspruchsvolle Kunden hat.
Die Versicherer in Europa und USA haben alle nahezu eine Größe wie die DeuBa, ich kann mir daher nicht vorstellen, dass bei drohender Pleite eines dieser Finanzinstitute ein Staat großartig zu Hilfe eilen wird, denn spätestens nach der DeuBa wird Schluss sein.
Von Investments in den Finanzsektor würde ich daher abraten, dann schon eher in Waffenschmieden und Nahrungsmittel- und Getränkeunternehmen, denn geschossen wird in Zukunft vermutlich wieder mehr und gefressen und gesoffen wird immer.
Gruß
BAlu
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Nie wieder CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke.
Die wahren Feinde eines Volkes sind seine Terroristen, die sich als Politiker, Richter, Staatsanwälte, Polizei und Verwaltungsangestellte tarnen. Der Staat als einziger Hort allen Terrors.