Derweil auf Lesbos - Bericht zur medizinischen Versorgung

Gaby @, Freitag, 07.10.2016, 13:01 vor 3490 Tagen 4024 Views

Moin,

hier ein aktueller Bericht von Erwin Schrümpf, der seit Jahren die Griechenlandhilfe betreibt, zum Krankenhaus auf Lesbos (er ist im Moment da).

Quelle: Facebookseite Griechenlandhilfe

"Mitylini/Krankenhaus:

Im Gespräch mit der Leiterin Anna Zervoy. Ich sammle Fakten...

In ganz Lesbos gibt es nur dieses eine Krankenhaus. 84 000 Einwohner, davon 26 000 von der Sozialambulanz und von Sozialzentrum abhängig. Krankenhaus hat 215 Betten, im Moment nur die Hälfte wegen Umbau. 50% der Patienten sind Flüchtlinge. Für deren Versorgung bekommt das Krankenhaus kein Geld. Personal gesamt 700. Sie haben das Büro der Leiterin verbarrikadiert, wegen ausstehender Löhne von 2014 und 2015.

Budget gesamt für 2016 beträgt 25.7 Mio Euro. 15-20% gehen für Rechnungen des Vorjahres drauf und jedes Jahr wird der Rückstand mehr. Das Krankenhaus hat beim Gesundheitsminister Geld für wichtige Geräte angefordert. Antwort: fragt die UNHCR, die haben genug Geld und Möglichkeiten. Der ganzen Insel stehen lediglich 5 Rettungswagen bereit.

Für ca. 6 000 Flüchtlinge, täglich kommen Welche hinzu, steht mehr Hilfspersonal zur Verfügung als für 84 000 Griechen.

Das sind die Fakten des heutigen Tages, die Griechenlandhilfe wird sie nicht kommentieren."

Ich habe Kontakt zu Erwin aufgenommen und will sehen, was sich tun lässt. Aber kann sich jemand vorstellen, wie sehr es mich ankotzt, dann so einen dicken Idioten wie den Altmaier gestern schwafeln zu hören, man würde jetzt Solidarität mit Italien üben und 500 Flüchtlinge aufnehmen? Es geht hier NICHT darum, ob die Flüchtlinge aus Italien oder Griechenland aufgenommen würden, nein. Mir geht es darum, aus diesem verlogenen Maul das Wort Solidariät zu hören. Besonders, wenn ich so was wie von Erwin lese.

Ich werde berichten, ob sich da was bewegen lässt auf Lesbos.

Viele Grüße

Gaby

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

Warum gehen die Griechen nicht auf die Barrikaden?

SevenSamurai @, Freitag, 07.10.2016, 16:54 vor 3490 Tagen @ Gaby 2223 Views

Für ca. 6 000 Flüchtlinge, täglich kommen Welche hinzu, steht mehr
Hilfspersonal zur Verfügung als für 84 000 Griechen.

Danke für den Bericht!

Warum gehen die Griechen nicht auf die Barrikaden?

Warum akzeptieren die immer noch das verlogene Politiker-Pack?

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Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Die Australier dürfen die australische Lösung machen. Wieso wir nicht? Das schreckt ab! (mT)

DT @, Freitag, 07.10.2016, 17:00 vor 3490 Tagen @ Gaby 2485 Views

http://www.deutschlandfunk.de/australiens-fluechtlingspolitik-auf-inseln-interniert.724...

Zitat Premierminister Turnbull:

"Ein starkes Australien ist ein sicheres Australien. Wir haben die Menschenschmuggler gestoppt und damit verhindert, dass Flüchtlinge bei der Überfahrt auf hoher See ertrinken. Deshalb müssen wir weiter unsere Grenzen schützen. Und das werde ich tun, solange ich Premierminister von Australien bin."

Fuck you, Soros!

[image]

http://www.zerohedge.com/news/2016-07-08/how-george-soros-singlehandedly-created-europe...

Verrückte Begrifflichkeiten

Cliff @, Bad Homburg, Freitag, 07.10.2016, 17:17 vor 3489 Tagen @ DT 2272 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 07.10.2016, 17:20

Dazu aus dem von Dir verlinkten Artikel: (dort auch als Zitat)

"Jetzt rät Tony Abbott Europa, dasselbe zu tun. Menschen, die durch mehrere, sichere Drittstaaten gereist wären, seien keine Flüchtlinge mehr, sondern Migranten"

Wie krank und verrückt ist die Welt geworden, wenn tatsächlich geglaubt wird, dass jemand auf der Flucht vor einem Krieg unter Todesangst sei, wenn er um die halbe Welt reist. Wo doch direkt in unmittelbarer Umgebung duzende von Ländern mit vergleichbarer Kultur, Religion und Wertauffassung sind, in denen kein Krieg stattfindet. Warum bringt sich jemand auf der Flucht nicht sofort in Sicherheit.

Das hat Gauland gestern auch wieder vermasselt, als Mass die Märchen von der Flucht erzählt hat. Man muss die Diskussion auf den Kern fokussieren. Wie geht man mit Ungleichgewichten in der Welt um und was sind nachhaltige Lösungen.

Oder andersherum: Wenn in Deutschland alle Sozialleistungen für Migranten auf Null gesetzt würden, und wenn daraufhin keine Migranten mehr kämen - wären es dann Flüchtlinge oder Wirtschaftsmigranten?

Cliff

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