Was ist der Unterschied zwischen 1989 und 2016?
1989 haben die Ostdeutschen für eine Währungsunion demonstriert. Die Währungsumstellung bedeutete eine Vervierfachung der Löhne (gegenüber dem bisherigen Schwarzmarktkurs) und eine Verdoppelung der Sparguthaben (gegenüber dem bisherigen Schwarzmarktkurs). Dieser makroökonomische Nachfrageschub, verbunden mit einer höheren Staatsverschuldung und höheren Zinsen, hat zu einem Inflationsschub in den 1990er Jahren geführt. Damals wurde dieser Inflationsschub akzeptiert. Heute haben wir die Schuldenbremse, Negativzinsen sowie eine ungebremste Zuwanderung.
2016 gibt es keine wirtschaftspolitischen Forderungen der Demonstranten und dementsprechend auch keine Hoffnung auf Besserung der Lebensverhältnisse. Die Linken könnten die Anti-Merkel-Demonstrationen nutzen, um wirtschaftspolitische Forderungen wie Grundeinkommen oder höhere Mindestlöhne durchzusetzen. Aber nein, die "Linken" Globalisten wollen sich von den "Rechten" Nationalisten abgrenzen. Die "Rechten" Nationalisten wollen aus der EU austreten, obwohl alle europäischen Staaten eigentlich die gleichen Problem haben und eine gemeinsame Lösung für alle europäischen Staaten besser wäre. Was hat der Brexit bislang an Vorteilen für Großbritannien und den Rest der EU gebracht - abgesehen von einer Pfund-Abwertung?
Warum stellt (außer Sahra Wagenknecht) niemand mehr wirtschaftspolitische Forderungen? Soros und der Neoliberalismus haben die Linke dahingehend korrumpiert, dass sie keine wirtschaftspolitischen Forderungen mehr stellen, sondern eine selbstzerstörerische Politik (Burka-Feminismus) betreiben.