Erdogan stellt den Vertrag von Lausanne in Frage. Und damit die Grenzen der Türkei - schielt nach griechischen Inseln

Gaby @, Freitag, 30.09.2016, 21:44 vor 3443 Tagen 5215 Views

Moin,

ErdoWahn hat in einer Rede vor türkischen Lokalpolitikern den Vertrag von Lausanne in Frage gestellt. Dieser regelt u.a die Grenzziehung zwischen Griechenland und der Türkei. Insbesondere soll er laut griechischen Medien nicht mehr damit einverstanden sein, dass die Ägäis-Inseln Griechenland gehören.

Nirendwo sonst als in griechischen Medien gefunden (hier löst das Ganze höchste Nervosiät aus!).

Viele Grüße

Gaby

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

Da macht Putin niemals mit...

Hasso, Freitag, 30.09.2016, 22:05 vor 3443 Tagen @ Gaby 4427 Views

bearbeitet von Hasso, Freitag, 30.09.2016, 22:10

Hallo Gaby,
rein Kreml-strategisch würde ich es als "Ente" betrachten.

Erdogan mag vielleicht glauben, dass er jetzt mit Russland im Rücken auf "volle Hose" machen kann.
Obwohl diese Rede nicht belegt ist... evtl. war da "mit den Lokalpolitikern" reichlich Ouzo im Spiel?

Aber Putin wird so einen Quatsch niemals mit machen... er hat aktuell schon genug Sorgen.
Außerdem sind Russlands Streitkräfte bei genauer Betrachtung (leider) auch begrenzt[[sauer]]
Alles Gute für Euch in GR!
Hasso

Führt Druck von Außen zu Neuordnung im Innern?

BillHicks ⌂ @, Wien, Freitag, 30.09.2016, 22:10 vor 3443 Tagen @ Gaby 3659 Views

Moin,

Grüß Dich Gaby,

ErdoWahn hat in einer Rede vor türkischen Lokalpolitikern den
Vertrag von
Lausanne
in Frage gestellt. Dieser regelt u.a die Grenzziehung
zwischen Griechenland und der Türkei. Insbesondere soll er laut
griechischen Medien nicht mehr damit einverstanden sein, dass die
Ägäis-Inseln Griechenland gehören.

Nirendwo sonst als in griechischen Medien gefunden (hier löst das Ganze
höchste Nervosiät aus!).

Kommt auch Hoffnung auf ein (Rüstungs-)Konjunkturpaket auf?
Die USA haben die Weltwirtschaftskrise endgültig auch erst durch die Rüstung für den 2. WK verlassen können. Freilich unterscheiden sich die USA der frühen 1940er und Griechenland 2016 auch in mehreren Belangen deutlich.

Dennoch: das "System" - als öffentlich-privater Hybrid - wird weiterhin ganz offenbar überhaupt nicht verstanden. JEDE wirtschaftliche Krise ist das Ergebnis einer Wahl.

In Griechenland (und vielen weiteren Ländern) freilich sind die Staatswissenschaftsagnostiker leider so weit verbreitet, dass man noch nie einen funktionierenden Staat aufbauen konnte und deshalb die Wahlmöglichkeiten, die funktionierende Staaten haben erst gar nicht gegeben sind. Funktionierende Staaten, mit Recht das den Namen verdient, werden derzeit allerdings auch eher weniger als mehr. Aus dem Glashaus der westlichen (Ex-)Rechtsstaaten bzw. der Noch-Nie-Rechtsstaats-EU mit Steinen nach Griechenland zu werfen macht keinen Sinn.

Falls Griechenland auf die Beine kommen möchte wären Investitionen in Staatlichkeit zu empfehlen. Diese Investitionen würden allerdings die Pfründe von heute Priviligierten bedrohen (jene, die heute von sog. "Korruption" leben) und ist deshalb schwer am Reißbrett durchzuführen. Denn wer würde denn am Reißbrett stehen? Die Privilegierten? Eben.

Vielleicht hilft auch für Griechenland dieser stärkere Druck von außen zu einer inneren Neuordnung (wie es schon desöfteren existenzielle Krisen zur Staatsbildung benötigt hat).
Ich drücke Euch die Daumen da unten, in vollem Bewusstsein, dass GR innerhalb des € auf gesamtwirtschaftlich nicht völlig inkompetente Wirtschaftspolitiker in den Dickschiffen €uropas (in erster Linie Deutschland) angewiesen ist. Das Daumen drücken soll also nicht so verstanden werden als hätte Griechenland ohnehin schon alles was es braucht und es wäre alles hausgemacht etc. Solches Gerede ist unterkomplexer Quark.

Viele Grüße

Gaby

Schöne Grüße

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.

Rede Erdogans ist belegt: Hürriyet

CalBaer @, Samstag, 01.10.2016, 01:10 vor 3443 Tagen @ Hasso 3439 Views

Speaking at a 27th gathering with village chiefs in Ankara on Sept. 29, ErdoÄŸan said some had tried to present the Treaty of Lausanne as a victory.

“July 15 [coup attempt] is the second War of Independence for the Turkish nation. Let us know it like that. They [threatened] us with Sèvres in 1920 and persuaded us to [accept] Lausanne in 1923. Some tried to deceive us by presenting Lausanne as victory. In Lausanne, we gave away the [now-Greek] islands that you could shout across to,” he said.

“We are still struggling about what the continental shelf will be, and what will be in the air and the land. The reason for this is those who sat at the table for that treaty. Those who sat there did not do [us] justice, and we are reaping those troubles right now. If this coup had succeeded, they would have given us a treaty that would have made us long for Sèvres,” he added.

Hier geht's weiter:

http://www.hurriyetdailynews.com/erdogan-says-treaty-that-formed-modern-turkey-presente...

Vertrag von Sèvres
https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_S%C3%A8vres_(Osmanisches_Reich)

Als Grieche mit dem tuerk. Festland in Sichtweite waere ich da schon etwas besorgt.

--
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Blödsinn Hasso: Putin hat keine Sorgen

stokk, Sonntag, 02.10.2016, 10:25 vor 3441 Tagen @ Hasso 1549 Views

Die Sorgen haben Angst vor ihm!


Aber Putin wird so einen Quatsch niemals mit machen... er hat aktuell
schon genug Sorgen.

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