Die Stromtrassen sollen "teurer" werden. Erdkabel kosten das drei- bis acht-fache! Anstatt 3 Mrd wird das ganze (mL)

DT @, Mittwoch, 28.09.2016, 08:01 vor 3496 Tagen 4728 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 08:05

ein Vielfaches kosten.
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/energiewende-neustart-beim-bau-der-stromautobahn-...

Ursprünglich sollten die Hochspannungsleitungen vom Norden in den Süden 3 Mrd EUR kosten. Jetzt soll (vermutlich durch Lobbyismus von Siemens) das ganze "teurer" werden, aber um das 3- bis 8-fache!

Wenn man sich die ursprünglich geplanten Trassen anschaut, die führen größten Teils über dünn besiedeltes Gebiet.

[image]

Also überhaupt kein Problem.

Tennet hat dieses Jahr schon seine Kosten massiv erhöht, das wird 10-30 EUR Mehrkosten PRO HAUSHALT verursachen, obwohl die Stromkosten an der Strombörse komplett im Keller sind.

Keynes pur. Faschismus und Lobbyismus in Reinstform. Staatlich geförderte Abzocke.

Und wer profitiert? Tennet in Holland. Und wer strebte an, daß EON seine Leitungen verkaufen mußte? Nellie Kroes, EU Kommisarin. Aus Holland. Cui bono? Follow the money. Die Holländer brauchen Absatzmärkte für ihre Offshort-Windkraftwerke. Den deutschen Strombürger.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tennet_TSO
https://de.wikipedia.org/wiki/Tennet_Holding

Die Tennet TSO GmbH (eigene Schreibweise TenneT TSO GmbH) ist ein deutsches Tochterunternehmen des niederländischen Stromnetzbetreibers Tennet und betreibt in Deutschland mit 1003 Mitarbeitern ein Höchstspannungsnetz (220-kV und 380-kV) mit einer Gesamtlänge von rund 11.000 Kilometern.[2] Damit deckt sie 40 Prozent (140.000 km²) der Fläche in Deutschland ab und versorgt rund 20 Millionen Menschen indirekt mit Strom.[3]

Wegen der marktbeherrschenden Stellung des E.ON-Konzerns verpflichtete sich der Konzern gegenüber der Europäischen Kommission, sein deutsches Höchstspannungsnetz an einen Wettbewerber zu verkaufen. Damit erreichte E.ON die Einstellung eines Kartellverfahrens durch die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.[4]

Lieber Gasleitungen nutzen?

Hans @, Mittwoch, 28.09.2016, 09:30 vor 3496 Tagen @ DT 3617 Views

Die Politik sollte Alles auch mal mit Abstand betrachten. Es liegen aus der Industrie Vorschläge auf dem Tisch, den Windstrom lieber vor Ort in Methangas umzuwandeln. Und dann für den Energietransport die bestehenden Gasleitungen zu nutzen. Ein bestechender Vorschlag scheint dies zu sein. Nur müsste die Regierung dazu die gesetzlichen Grundlagen anpassen und sich u.U. mit Lobbygruppen auseinandersetzen

Auch das Problem, Windenergie zu speichern, ließe sich damit in den nötigen Größenordnungen vermutlich umsetzen.

Schon vor einem Jahr berichtete darüber die Welt:
https://www.welt.de/dieweltbewegen/article13728344/So-laesst-sich-Strom-aus-Windkraft-s...

Grüße

PtG - der Wirkungsgrad ist viel zu schlecht und Gas ist viel zu billig!

smiths74 @, Donnerstag, 29.09.2016, 10:39 vor 3495 Tagen @ Hans 2663 Views

Hallo Hans,

die Umwandlungsverluste bei power to gas sind viel zu groß:
[image]

Außerdem kostet Gas pro MWh zur Zeit nur rund 13 €/MWh.

VG

smiths74

Warum dagegen??

mh-ing @, Mittwoch, 28.09.2016, 09:45 vor 3496 Tagen @ DT 3674 Views

ich verstehe den Widerstand gegen diese Erdkabel eigentlich gar nicht. Mit diesen Kabeln wird das Netz sicherer und die Infrastruktur verbessert. Daran kann ich nichts nachteiliges erkennen. Es macht einfach angesichts der jetzigen Situation Sinn oder wir riskieren unsere Versorgungssicherheit.

Bezüglich den Windkraftwerken: Es gibt hier zwar die Möglichkeit über Gasproduktion da was zu machen, aber Gaserzeugung mitten in Wäldern, direkt an elektrischen Hochspannungsanlagen ... Das erscheint mir nicht ganz so sinnig.

Jemand kam auf die Idee, diese riesigen Stützenquerschnitte zu nutzen für Wasserspeicher und baut nun hier Pumpwasserspeicher ein. Bei ungenutztem Windertrag pumpt man das Wasser hoch und kann dann später das abrufen. Insofern gibt es ingenieurtechnisch immer Lösungen, die Sinn machen und so schlecht nicht sind. Daher sollte man nicht so technologiefeindlich gesinnt sein und hinter allem Verschwörung und Intrige vermuten.

Durch diese Kabelverlegung wird vermutlich auch die Erdkabelverlegung deutlich günstiger und technologisierter werden, weil solche Projekte meist genau das bewirken.

Höhere Leitungsverluste!

Leserzuschrift @, Donnerstag, 29.09.2016, 12:30 vor 3495 Tagen @ mh-ing 2627 Views

"Die relativen Verluste von rund 1 % auf 100 km Länge bleiben bei einer Freileitung auch bei geringeren Übertragungsleistung in etwa konstant. Bei Erdkabeln hingegen kommen die lastunabhängigen Kompensationsverluste als wesentliche Verlustkomponente hinzu, dafür verringern sich die ohmschen Verluste, da bei Erdkabelsystemen größere Leiterquerschnitte gewählt werden. Ein zu obiger Freileitung ähnliches 380-kV-Erdkabelsystem weist aufgrund des höheren kapazitiven Belages einen ca. 15 mal so hohen Blindleistungsbedarf auf, was bei einer typischen Jahresauslastung von 30 % im Erdkabelsystem im Vergleich zum Freileitungssystem zu etwa 25 % höheren Verlusten führt.[3]"! wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbertragungsverlust

Induktionsherd

aliter @, Donnerstag, 29.09.2016, 12:59 vor 3495 Tagen @ Leserzuschrift 2556 Views

Falls das Erdkabel mit Wechselspannung wie bei den Oberleitungen arbeitet und man nicht gigantisch dicke Mu-Metallabschirmungen anbringt, wirkt das Kabel im feuchten Erdreich wie ein Induktionsherd. Abgesehen davon wirken die elektrischen Felder der Hochspannung im Erdreich, was in diesem Umfang wohl vermutlich nicht ausreichend untersucht ist (auf Flora, Fauna, Grundwasser).

3- bis 8-fach teurer? Dieses Argument überzeugt JEDEN Politiker!

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 28.09.2016, 11:44 vor 3496 Tagen @ DT 3404 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 12:01

ein Vielfaches kosten.
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/energiewende-neustart-beim-bau-der-stromautobahn-...

3 bis 8-fach teurer sind 3- bs 8-fach mehr Arbeitsplätze, und 3- bs 8-fach mehr Arbeitsplätzesind sind 3- bs 8-fach mehr Wählerstimmen.

Dieses Argument überzeugt JEDEN Politiker, deine konträren Argumente sind damit von vorneherein chancenlos. [[hüpf]]

Die Arbeitsplätze gibt es JETZT und die Steuermehreinnahmen gibt es ebenfalls JETZT, und die Rechnung kommt viel später.

Es lebe die Demokratie! [[euklid]]

Gruß Mephistopheles

Kabel ist nicht terrorgefaehrdet.

aprilzi @, tiefster Balkan, Mittwoch, 28.09.2016, 21:38 vor 3495 Tagen @ DT 3018 Views

Hi,

der Staat bereitet sich auf den Terrorismus vor. Eine freihaengende Ueberspannleitung laesst sich mit jedem Luftgewehr abschalten. Die Leitungen haengen an Keramikteilen. Diese platzen wie Tonscheiben.

Gruss

Stromkabel

Efímera @, Mittwoch, 28.09.2016, 22:16 vor 3495 Tagen @ aprilzi 3376 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 29.09.2016, 13:34

Hi,

der Staat bereitet sich auf den Terrorismus vor. Eine freihaengende
Ueberspannleitung laesst sich mit jedem Luftgewehr abschalten. Die
Leitungen haengen an Keramikteilen. Diese platzen wie Tonscheiben.

Gruss

So leicht ist das nicht mit dem Zerschießen der Isolatoren. Dazu braucht man schon eine Elefantenbüchse. Einfacher ist es, so wie es der Andras Hofer in Südtirol gemacht hat, den ganzen Mast umzulegen.

Stimmt, das kostet, aber es ist eine Investition für länger, das Geld bleibt in Europa, gibt einigen Lohn und Brot, anderen mehr, und was ist das schon für ein lächerliches Verhältnis zu dem, was die Zuwanderung kostet. Also nicht jammern, machen.

Ich frag mich allerdings, wann die ersten Proteste von irgendwelchen Grünen kommen. So ein Kabel, ob Gleichstrom, was wirtschaftlicher wäre, oder Wechselstrom, unter Spannung mit mindestens 120 000 V, erzeugt ein kräftiges elektromagnetisches Feld, je mehr Strom fließt, um so mehr und so tief kann man gar nicht graben, dass das an der Oberfläche nicht spürbar sein würde. Da geht kein Kompass mehr. Elektrosmog nennen die das. Mal sehen.

Die Zeit wird es richten

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Mittwoch, 28.09.2016, 23:30 vor 3495 Tagen @ Efímera 3146 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 29.09.2016, 13:30

Ich frag mich allerdings, wann die ersten Proteste von irgendwelchen
Grünen kommen. So ein Kabel, ob Gleichstrom, was wirtschaftlicher wäre,
oder Wechselstrom, unter Spannung mit mindestens 120 000 V, erzeugt ein
kräftiges elektromagnetisches Feld, je mehr Strom fliesst, um so mehr und
so tief kann man gar nicht graben, dass das an der Oberfläche nicht
spürbar sein würde. Da geht kein Kompass mehr. Elektrosmog nennen die
das. Mal sehen.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass mit Röntgenstrahlen auf Jahrmärkten Menschen durchleuchtet wurden. Das wurde damals als Spaß angesehen, der vielen Menschen einen qualvollen Tod bereitet hat. Ein Spaß, dem heute, trotz hundert und tausendfach reduzierter Leistung, nur mit einer Bleischürze beigewohnt werden kann.

Die Auswirkungen elektrischer und magnetischer Felder auf den Menschen sind wenig erforscht. Oder besser gesagt, weil man nichts Negatives fand, immer weniger erforscht. Die Röntgenstrahlen auf den Jahrmärkten waren auch erst mal unschädlich. Die Zeit war der Faktor.

Je älter man wird, umso mehr erkennt man, dass mit jeder Neuerung nur Schindluder getrieben wird.

Asbest war auch mal der Jahrhundertbaustoff.

Holzauge, sei wachsam!

Rainer

--
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Keine Stoerungen durch Kabeln.

aprilzi @, tiefster Balkan, Donnerstag, 29.09.2016, 13:20 vor 3495 Tagen @ Rainer 2398 Views

Hi,

also soviel ich weiss, gibt es kein induziertes Feld nach aussen. Da die Summe aller Stroeme gleich Null ist. Und jedes Kabel ist einzeln nach aussen isoliert, also auch kein elektrisches Feld. Bei den Kabeln gibt es das Problem, dass diese altern. Die Isolation altert, dann muss man das Kabel austauschen.

Gruss

Also Gleichstrom (wenn er ordentlich geglättet wird) macht wesentlicher weniger "Elektrosmog" als Wechselstrom.

Griba @, Dunkeldeutschland, Donnerstag, 29.09.2016, 15:58 vor 3494 Tagen @ aprilzi 2312 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 29.09.2016, 16:04

Hi,

also soviel ich weiss, gibt es kein induziertes Feld nach aussen. Da die
Summe aller Stroeme gleich Null ist. Und jedes Kabel ist einzeln nach
aussen isoliert, also auch kein elektrisches Feld. Bei den Kabeln gibt es
das Problem, dass diese altern. Die Isolation altert, dann muss man das
Kabel austauschen.

Gruss

Er verursacht im Idealfall keine elektromagnetischen Wechselfelder (-> "Funkwellen/Strahlen") und, wenn beide Leiter nahe aneinander verlegt werden (wenn ich die Bilder aus der Zeitung richtig interpretiere), heben sich auch die Magnetfelder ab einem gewissen Abstand gegenseitig auf.
Probleme können nur entstehen, wenn der Gleichstrom nicht ausreichend geglättet wird oder plötzliche Lastwechsel auftreten, dadurch Oberwellen entstehen, die dann natürlicherweise elmag. Strahlung erzeugen.
Aber es gibt auch mechanische Probleme - beide Leiter ziehen sich "magisch" an ...

Seit dem Gleichstrom dank hochspannungstauglicher Elektronik umformbar geworden ist, ist er für die Fernübertragung das Mittel der Wahl - es fehlt halt nur an den für den allgemeinen Durchbruch der Technologie erforderlichen Investitionen (Strom ist derzeit einfach zu billig) ...

--
Beste Grüße

GRIBA

"Gleichstrom glätten" => sinnfrei!

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 30.09.2016, 16:07 vor 3493 Tagen @ Griba 2089 Views

Hallo Griba,

Probleme können nur entstehen, wenn der Gleichstrom nicht ausreichend
geglättet wird oder plötzliche Lastwechsel auftreten, dadurch Oberwellen
entstehen, die dann natürlicherweise elmag. Strahlung erzeugen.

es ist vollkommen absurd, bei einer Hochspannungsleitung auf Gleichspannungsbasis den Strom glätten zu wollen.

Je nach Belastung einer solchen Leitung durch einen oder mehrere Verbraucher fließt ein größerer oder kleinerer Strom.
Der schwankende Strom spiegelt den schwankenden Verbrauch bzw. den Transport von Strom zwischen zwei Punkten wieder.

Das gilt für Wechselspannungsleitungen genauso.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

TenneT und 50 Hertz wollen die Netzentgelte um bis zu 80% erhöhen!

smiths74 @, Donnerstag, 29.09.2016, 10:33 vor 3495 Tagen @ DT 2635 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 29.09.2016, 13:15

Hallo DT,

viel krasser finde ich, das die beiden Übertragungsnetzbetreiber TenneT und 50 Hertz die Netzentgelte massiv erhöhen wollen.
Grund: Massiv gestiegene Kosten für Redispatchmaßnahmen. Nach einer Veröffentlichung der Bundesnetzagentur hatten sich die Redispatchkosten für die Übertragungsnetzbetreiber 2015 auf gut 400 Millionen Euro belaufen. Die Stabilisierungsmaßnahmen des Netzes hätten sich dabei von knapp 5200 Gigawattstunden 2014 auf 16.000 Gigawattstunden mehr als verdreifacht.

Hier macht sich fehlende Netzausbau für die "Energiewende" bemerkbar. Die Netzbetreiber müssen immer häufiger in das Marktgeschehen eingreifen und z.B. Kraftwerke dazu zwingen, ihre Leistung zu erhöhen bzw. zu senken, um das Netz zu stabilisieren - sonst kommt der Blackout!

Wer sich Details dazu ansehen möchte, kann das hier tun:
Daten bzgl. redispatch
Hier eine gute Zusammenfassung:
Zusammenfassung bzgl. redispatch des BDEW

VG

smiths74

Erdleitungen sind noch NICHT Stand der Technik. Siehe hier: (mT)

DT @, Donnerstag, 29.09.2016, 16:27 vor 3494 Tagen @ DT 2496 Views

Angeblich gibt es so großen Widerstand der Bevölkerung. Aber die jetzigen
Stromtrassen liegen ja auch schon da, und ob da noch eine Leitung parallel liegt, macht ja nichts.

http://www.energiespektrum.de/index.cfm?pid=1705&pk=90933#

Ich denke, das ist eine riesige Geschäftemacherei. 8 Mio EUR pro km, das ist ja so teuer wie eine Autobahnbrücke!

Zitat:

"Der Stromtransport im Höchstspannungsbereich erfolgt fast ausschließlich über Freileitungen. Allerdings gibt es gegen deren Ausbau in vielen Gebieten starken Widerstand der Bevölkerung.

Um die Akzeptanz der neuen 380-kV-Trassen zu erhöhen, sollen Erdkabel dort verlegt werden, wo die Trassen in besonderer Nähe zu Wohnbereichen verlaufen. Rechtliche Grundlage für Erdverkabelungen in Deutschland ist das Energieleitungsausbaugesetz des Bundes vom vergangenen Jahr. Dieses ermöglicht den Test von Erdkabeln auf wirtschaftlich und technisch effizienten Abschnitten einzelner Pilotstrecken.

Die transpower Stromübertragungs GmbH startet in diesem Zusammenhang ein Pilotprojekt zur Verkabelung im Höchstspannungsnetz. Die Gesellschaft plant den Einsatz von Erdkabeln auf einem rund 8km langen Streckenstück in der Nähe von Ganderkesee. Für das Projekt soll im Frühjahr das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Mit dem erdverkabelten Teilstück der rund 60km umfassenden Trasse von Ganderkesee nach St. Hülfe bei Diepholz will das Unternehmen Erfahrungen beim Bau und Betrieb von 380-kV-Kabeln sammeln. Daher begleiten Experten der Universitäten Hannover und Delft das Projekt wissenschaftlich.

Lange Reparaturzeit

Durchgeführt wird unter anderem ein Onlinemonitoring zur Messung von Betriebseigenschaften und Betriebsgrößen. Die Wissenschaftler untersuchen auch die thermischen Auswirkungen der Kabelanlagen auf das umgebende Erdreich.

Erdkabel sind im Höchstspannungsbereich noch nicht Stand der Technik. Weltweit sind erst Systeme mit einer Gesamtlänge von weniger als 100km in Betrieb – insbesondere in innerstädtischen Bereichen.

Als problematisch bewerten Fachleute derzeit die langen Reparaturzeiten. Nach Untersuchungen des International Council On Large Electric Systems beträgt die durchschnittliche Reparaturdauer eines Höchstspannungs-Erdkabels rund 25 Tage. Zum Vergleich: Freileitungen sind im Durchschnitt nach rund 3,5 Stunden repariert.

Die Schwachpunkte der Erdkabel liegen nach Angaben von transpower-Geschäftsführer Martin Fuchs vor allem bei den Verbindungsstücken der einzelnen Kabelabschnitte. Aufgrund des hohen Gewichts der Kabel können nur etwa 900 m Kabel am Stück transportiert werden.

Die 8,3 km lange Erdkabelverbindung bei Ganderkesee wird mit vier Kabeltrassen ausgeführt. Jede enthält drei Kabel. Damit sind allein zur Verbindung der Erdkabel auf diesem vergleichsweise kurzen Teilstück mehr als 100 Muffen erforderlich.

Die Kabel liegen in rund 1,7 m Tiefe in einer hoch wärmeableitenden Betonbettung. Alle 900 m sind Muffenbauwerke entlang der Trasse zu sehen. Die aufwendige Technik erklärt auch die im Vergleich mit Freileitungen hohen Gestehungskosten. Das Unternehmen kalkuliert mit Summen von rund 8 Mio. € pro km Erdverkabelung. Die Freileitung liegt dagegen bei rund 1,2 Mio. €."

Wenn das der Inscheniör Euklid noch erlebt hätte. Der sitzt auf seiner Wolke und lacht über uns!

[Vortext im Posting entfernt. HM] Gleichstrom-Wechselstrom

Efímera @, Donnerstag, 29.09.2016, 22:57 vor 3494 Tagen @ DT 2292 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 30.09.2016, 05:52

[Vortext entfernt. HM]


Weshalb lacht der Euklid ? Erzähl mal. Lacht der Archimedes nicht lauter ?

Idiologie interessiert mich nicht so sehr, die Technik ist interessant. Der Vorteil des Gleichstroms in diesem Fall ist, dass die Drähte dünner - billiger -sein können, weil die Übertragungsdichte um den Faktor 1,4 grösser ist, weil die Lücken beim Nulldurchgang, wo nichts transportiert wird, fehlen. Und die Spannungsspitzen fehlen auch, also weniger Isolation. Drei Drähte müssten es bei Gleichstrom auch nicht sein, wozu, das Potenzial ist immer das selbe, einmal geht es vorwärts, einmal rückwärts. Bei Wechselstrom mit der 180 ° Phasenverschiebung sind es natürlich mindestens 3, ich vermute aber, wie auf den Masten, sind es 4, wegen des Mittelleiters (Mp).

Die Verbindung kenne ich so, dass die verschweisst wird. Da gibt es so Packungen, die kommen um die Verbindung, werden gezündet und dann verschmelzen die Kabelenden. Danach muss man umwickeln. Ich kenn das aber nur bis 400 V.

Also bei Drehstrom, dass sich die Felder ausgleichen, das wird kompliziert. Ich hab noch nie ein Nezt gesehen, in dem alle drei Leiter gleich belastet waren.

Zwischen Flensburg und Dänemark liegt so eine extralange Super-Gleichstromleitung im Wasser. So sehr sollte sich das vom Material nicht unterscheiden. Das Wärmeproblem fällt unter Wasser ja wohl weg, auf den Erdleitungen können die Bauern dann im Winter Spargel züchten. .

Wechselstrom mit 180 Grad Phasenverschiebung => Unsinn!

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 30.09.2016, 16:12 vor 3493 Tagen @ Efímera 2225 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 30.09.2016, 16:36

Hallo Efimera,

und was soll dann die dritte Phase tun?
Überlege Dir mal, welche Spannung zwischen zwei sinusförmigen Phasen anliegt, wenn die beiden Phasen um 180 Grad verschoben sind. [[top]]

Tipp: Woher kommen die 380V im Drehstromnetz?

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

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