Martin Armstrong zur Erhöhung der Grundsteuer
https://www.armstrongeconomics.com/markets-by-sector/real_estate/real-estate-comes-in-d...
Hat jemand reale Zahlen?
Danke!
Gruß
stokk
stokk, Dienstag, 27.09.2016, 20:02 vor 3406 Tagen 7433 Views
https://www.armstrongeconomics.com/markets-by-sector/real_estate/real-estate-comes-in-d...
Hat jemand reale Zahlen?
Danke!
Gruß
stokk
CWA , Dienstag, 27.09.2016, 20:14 vor 3406 Tagen @ stokk 5198 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 27.09.2016, 20:18
- kein Text -
CWA , Dienstag, 27.09.2016, 20:28 vor 3406 Tagen @ CWA 5881 Views
Hallo, ich habe gelesen, dass einige Bundesländer wie BW die Grunderwerbsteuer erhöhen wollen. Wenn Armstrong sich darauf bezieht, dann liegt er falsch, denn diese ist nicht auf den Mieter umlegbar. Die Grundsteuer, welche umlegbar ist, soll ebenfalls angepasst werden. Aber die Anpassung ist seit Jahren oder besser Jahrzehnten geplant und wird m.E. sobald nicht kommen, da es sehr viel Streit/Klagen über den Wert einer Immobilie geben wird. In einer Strasse kann der Wert von ähnlichen Objektes sehr unterschiedlich sein, je nach Ausstattung, Sonnenausrichtung, Zustand, Lärmbelastung, ... Es stand in einem Artikel, dass die Belastung überschaubar bleiben soll. Grüßer CWA
stokk, Dienstag, 27.09.2016, 20:33 vor 3406 Tagen @ CWA 5540 Views
Balu , Dienstag, 27.09.2016, 20:30 vor 3406 Tagen @ stokk 6295 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 27.09.2016, 20:34
Die Grunderwerbsteuer wurde in allen Bundesländern in den letzten Jahren (verstärkt seit 2012) schon massiv erhöht und liegt aktuell zwischen 3,5% und 5%; s. http://www.zinsen-berechnen.de/grunderwerbsteuer/bundeslaender.php
Es kommt hinzu, dass es eine Arbeitsgruppe der Länderfinanzminister gibt, die über eine neue Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer "brütet". Ursache dafür ist ein Urteil des BundesVerfG; s. https://www.geobasis-bb.de/verm_bb/pdf/2_11_Kuehnold_27-38.pdf und https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/grundsteuer-reform-wird-konkreter_168...
Da wird zwar was geschwurbelt von, es soll nicht teurer werden, aber wer sich an die Reformen erinnert, welche jede BundesreGIERung in der Vergangenheit durchführte, glaubt wohl eher das Gegenteil.
Ich befürchte, dass die LandesreGIERungen sich auf den Verkehrswert als Bemessungsgrundlage festlegen werden. Um ihre Wählerklientel jedoch nicht zu verprellen werden Stadt-Immobilien mit Mietern wohl auf Abschläge hoffen dürfen, dafür geht´s dann im Ländle der Eigenheimbesitzer aufwärtz.
Es läuft somit alles nach Plan. Die Oma wird am Ende ihr Häuschen doch noch los zu einem Preis, für den sie es besser verschenken würde, würde sie das Geld nicht dringend benötigen um ihre Altersarmut ein wenig aufzubessern.
Damit landet dann aller Grund und Boden in der Hand einiger weniger.....Fortsetzung von heute.
Gruß
Balu
--
Nie wieder CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke.
Die wahren Feinde eines Volkes sind seine Terroristen, die sich als Politiker, Richter, Staatsanwälte, Polizei und Verwaltungsangestellte tarnen. Der Staat als einziger Hort allen Terrors.
CalBaer , Dienstag, 27.09.2016, 20:44 vor 3406 Tagen @ Balu 5427 Views
Die Steuerschuld bleibt immer und waechst.
--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2
Mephistopheles , Datschiburg, Dienstag, 27.09.2016, 21:20 vor 3406 Tagen @ CalBaer 5048 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 27.09.2016, 21:35
Die Steuerschuld bleibt immer und waechst.
Der ganze Dreh des Kapitalismus besteht doch nur darin, jemand anderen zu finden, an den man die Abgabenlast weiterreichen kann.
Wemdas gelingt, die werden als "reich" bezeichnet, wer die Abgaben selber tragen muss, die werden als "arm" bezeichnet.
Eine Enteignung nützt nichts, der Enteigner muss dann nur selber jemand suchen, an den er die Abgabenlast weiterreichen kann.
Gruß Mephistopheles
--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc
Papageno , Dienstag, 27.09.2016, 22:51 vor 3406 Tagen @ Balu 4734 Views
und wird damit von Städten und Gemeinden erhoben und kann von diesen relativ frei festgesetzt und erhöht werden bzw. der Hebesatz geändert werden, wie das dann so schön heisst.
Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass klamme Städte und Gemeinden gerne an dieser Steuerschraube drehen, wenn das Geld knapp wird.
Lebe selbst in einer Stadt, deren Haushalt vom Land nicht genehmigt ist und die daher die Einnahmen erhöhen muss. Die Grundsteuer gehörte als erstes dazu.
--
Wer ausländische Medien konsumieren muss um die Wahrheit zu erfahren, lebt entweder in Nord-Korea oder in DEUTSCHLAND (Ausnahmen bestätigen die Regel)
“Gold ist Geld und nichts anderes†J.P. Morgan, US-amerik. Unternehmer und Bankier (1837-1913)
Langmut , Dienstag, 27.09.2016, 20:51 vor 3406 Tagen @ stokk 5334 Views
Hallo in die Runde,
BETON für den Eigentümer - GOLD für den Staat.
... und wenn dann eines nicht mehr all zu fernen Tages alles in Scherben fällt, kann man mit wunderbaren Zwangsanleihen einen neuen Staat machen.
Gruß
Langmut
--
Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.
Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.
Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)
Gaby , Mittwoch, 28.09.2016, 11:09 vor 3406 Tagen @ stokk 17642 Views
Moin,
wenn Griechenland auch nur im Ansatz ne Blaupause für das ist, was Euch so noch bevor steht, dann mal viel Spaß beim Lesen.
Erster Schritt war die Erhebung einer Sondersteuer auf Immobilien. Weil das ein sofort verfügbarer Datenpool war, man schnell Geld brauchte und das sofort fällig gestellt werden konnte - man musste nicht das Fiskaljahr abwarten und ggf. höhere Einkommensteuern einziehen. Das war saftig, je nach Lage waren es bis zu 100 Prozent Aufschlag
Zweiter Schritt war die Umstellung der Besteuerungsgrundlage. Nicht mehr der Einheitswert wurde zu Grunde gelegt, sondern ein durchschnittlicher Marktwert, dieser zusammengetragen aus Werten zu Spitzenzeiten der Blase. Vergleich: Ein Haus mit Grundstück in unserer Gegend hier wurde damals locker für 400.000 bis 500.000 Euro verkauft. Real zu erzielen waren aber zum Zeitpunkt dieser Umstellung der Besteuerungsbasis nicht mal mehr die Hälfte - heute gehen genau diese Immobilien für 100.000 Euro weg, wenn überhaupt. Die Steuergrundlage ist und bleibt 500.000
Dieser "objektive" (haha) Wert wurde - wenn es überhaupt zum Verkauf kam - auch für die Grunderwerbssteuer zu Grunde gelegt. Nicht der real gezahlte und im Notarvertrag fest gehaltene Preis.
Dann wurde im nächsten Schritt der "Zugewinn" des Verkäufers besteuert und zwar mit 15 Prozent. Aber aufgepasst: Wieder auf der Basis der irrwitzigen und irrealen Blasenpreise. Also: Jemand hat ein Haus mal gekauft für sagen wir 80.000 Euro (umgerechnet, war ja meist zu Drachmen-Preisen). Verkauft er es heute für 100.000, der Fiskus aber nimmt den Wert von 500.000 Euro an, zahlt er 75.000 Euro Steuern. Bleiben ihm stolze 25.000 Euro für sein Haus.
Der Käufer zahlt aber noch mal 3 Prozent Grunderwerbsteuer - auf die 500.000. Die verhandelt er natürlich vorher vom Preis runter (da absoluter Käufermarkt). Merkt Ihr was?
Dann hat man letztes Jahr noch eine neue Besteuerung eingeführt. Jetzt wird die Nettofläche zusammengezählt, die man besitzt (sagen wir, ein Haus, zwei, drei Mietwohnungen?). Sobald diese Fläche 300 qm übersteigt, gibt es noch mal eine saftige Extra-Steuer von drei Prozent zusätzlich zur ohnehin hohen Steuer oben drauf. Diese kann sich bis zu 10 Prozent erhöhen, je nach Immo"Vermögen".
Meine Vermieterin besitzt dieses Haus, das wir bewohnen, zwei Eigentumswohnungen und - dummer Weise - auch noch die Fläche des Labors, das sie betreibt. Sie zahlt pro Jahr 23.000 Euro nur Grundsteuern.
Wir haben jetzt die Situation, dass viele Immobilienbesitzer die Steuer nicht mehr bezahlen können. Sie haben jetzt die freundliche Möglichkeit, dem Staat dafür die Immobilie zu übereignen. Den Differenzbetrag aus geschuldeter Steuer und Immopreis, den gibt es aber natürlich nicht ausgezahlt.
Auch schlagen immer mehr Erben Häuser aus. Weil sie einerseits die - ebenfalls in die Höhe geschossene - Erbschaftssteuer nicht bezahlen können, geschweige denn die Grundsteuer.
Viele Grüße
Gaby
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
Schissbux , Mittwoch, 28.09.2016, 12:55 vor 3405 Tagen @ Gaby 5431 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 12:58
Beste Gaby,
wenn Griechenland auch nur im Ansatz ne Blaupause für das ist, was Euch
so noch bevor steht, dann mal viel Spaß beim Lesen.
Kaum zu glauben, der helle Wahnsinn.
Gleichzeitig ist es für mich völlig unverständlich, dass sich hiergegen kein Widerstand in der Bevölkerung bildet. Mal sehen, wie das bei uns laufen wird.
Anlagestrategie 2017: "Immo short"?
Beste Grüße nach Griechenland
Mephistopheles , Datschiburg, Mittwoch, 28.09.2016, 13:48 vor 3405 Tagen @ Schissbux 5016 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 14:02
Beste Gaby,
wenn Griechenland auch nur im Ansatz ne Blaupause für das ist, was
Euch
so noch bevor steht, dann mal viel Spaß beim Lesen.
Kaum zu glauben, der helle Wahnsinn.Gleichzeitig ist es für mich völlig unverständlich, dass sich hiergegen
kein Widerstand in der Bevölkerung bildet. Mal sehen, wie das bei uns
laufen wird.
...allerdings nicht, solang 80 % brav sozialistisch wählen.
So ähnlich, aber sozialistisch. Und die Sozialisten sagen, das müssen die Reichen bezahlen und nicht die Armen.
Und wer sind sie, die Reichen?
Erst einmal natürlich die Vermieter, und deswegen werden nur die Vermieter rangezogen, während die Einfamilienhäuser außen vor bleiben.
Und zweitens natürlich die Unternehmen, also die Gewerbeimmobilien.
Dass dann die Mieten steigen und die Preise in den Läden und die Gebühren für Dienstleistungen, das ist nur ein Nebeneffekt, den jedoch vorher niemand voraussehen konnte.
Aber so viel muss es uns doch wert sein, wenn endlich mal die Reichen zur Kasse gebeten werden?
Da wird dann auch keinereinen Aufstand machen, weiles betrifft ja nur "die Reichen".
Das wäre aber auf jeden Fall der deutsche Weg.
Dass es so kommt wie in Griechenland und tatsächlich die einzelnen Bürger zur Kasse gebeten werden, braucht man glaube ich erst dann zu befürchten, wenn die AFD tatsächlich einmal die Mehrheit erhält.
Anlagestrategie 2017: "Immo short"?
Bist du dir sicher?!? Ich nicht.
Gruß Mephistopheles
--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc
Revoluzzer , Mittwoch, 28.09.2016, 13:13 vor 3405 Tagen @ Gaby 5273 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 14:17
Hi Gaby,
folgt daraus, dass GR absolut null Chance hat, in absehbarer Zukunft wirtschaftlich auch nur im Ansatz auf die Beine zu kommen, richtig? Oder gibt es irgendwo Anzeichen einer Belebung / wirtschaftsförderlichen Politik? Wie geht man mit dem Tourismus- und Schifffahrtssektor um?
Revo
Gaby , Mittwoch, 28.09.2016, 16:43 vor 3405 Tagen @ Revoluzzer 5132 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 18:42
Moin,
nein, Griechenland hat überhaupt keine Chance. Null. Die Leute sind finanziell komplett ausgeblutet, die Steuerlast irrwitzig, die Sozialabgaben der Selbständigen einfach nur noch Wahnsinn. Keiner kann mehr zahlen, was der Staat alles will. Die Konten werden jetzt radikal gepfändet. Wer Schulden an Staat oder Kassen hat, kann kein Geschäft mehr eröffnen, keine Rechtsakte mehr tätigen (Haus übertragen etc) und bekommt nicht mal mehr einen Reisepass.
Syriza ist genauso dreckig korrupt und versumpft wie alle Regierungen vorher. Wer Spaß dran hat und Englisch liest - hier mal gucken.
Der Tourismus ist in den Knien. Die Jubelzahlen der Ankünfte decken sich nicht mit den Umsätzen: Es sind selbst chronisch Klamme, die aus Bulgarien, Albanien etc kommen, mit ihrem gesamten Vorrat anreisen und deren höchstes Gefühl es ist, sich abends zu fünft eine Cola vom Kiosk zu teilen.
Kurz: Das Land, die Menschen sind fertig. Die Wurzel des Übels (Korruption, katastrophale Verwaltung, eine Gerichtsbarkeit, die den Namen nicht verdient etc) wurden nicht angefasst.
Ich habe keine Ahnung, wo die Wende her kommen soll. Aber alles soll ja zyklisch sein. Warten wir es also ab.
Viele Grüße
Gaby
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
CalBaer , Mittwoch, 28.09.2016, 17:39 vor 3405 Tagen @ Gaby 4484 Views
Wuerde mich sehr interessieren (bitte einen Link in Englisch, wenn es geht).
Wenn der Staat so repressiv agiert, warum greift man nicht zu Alternativen? Die gibt es ja.
--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2
Gaby , Mittwoch, 28.09.2016, 17:58 vor 3405 Tagen @ CalBaer 5490 Views
Moin,
na klar, bitte sehr.
Alternativen gibt es übrigens keine oder kaum. Gold gibt es in GR nur bei der Nationalbank zu kaufen (von Schwarzhändlern nur zu abstrusen Preisen). Und außerdem ist Bargeld kaum zu bekommen - Kapitalverkehrskontrollen.
Viele Grüße
Gaby
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
CalBaer , Mittwoch, 28.09.2016, 18:21 vor 3405 Tagen @ Gaby 4170 Views
Eine moegliche Alternative ist in meiner Signatur zu finden (waere auch interessant fuer die Tourismuswirtschaft). Gibt es noch Kapitalverkehrskontrollen fuer SEPA?
--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2
Gaby , Mittwoch, 28.09.2016, 19:28 vor 3405 Tagen @ CalBaer 4178 Views
Moin,
mit SEPA-Überweisungen meinst Du Auslandsüberweisungen? Quasi unmöglich. Muss alles geschäftlich begründet sein (privat geht gar nicht) - und diese "Überweisunganträge" muss indiviuell eine Kommission abnicken. Einer der aktuellen Sargnägel der griechischen Wirtschaft.
Bitcoin: Griechenland ist selbst beim Thema Internet noch immer quasi Steinzeitland. Der Online-Handel mit Waren beginnt erst seit ca. zwei Jahren zu funktionieren, zu groß ist das Misstrauen in alles, was die Verlässlichkeit der virtuellen Welt betrifft.
Da "Geld" in eine virtuelle Währung im "Nirgendwo" zu parken - das raffen hier nur eine Handvoll. In Zypern ist man da weiter - da kann man sogar die Studiengebühren an der Uni mittlerweile mit bezahlen.
Viele Grüße
Gaby
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
Langmut , Mittwoch, 28.09.2016, 20:26 vor 3405 Tagen @ Gaby 3589 Views
- kein Text -
Gaby , Samstag, 22.10.2016, 23:45 vor 3381 Tagen @ Revoluzzer 2419 Views
Moin Revo,
als Nachtrag zu dem, was ich Dir schon geantwortet hatte, nur erstmal aufgrund meiner Beobachtungen. Jetzt sind die Zahlen raus und sie sind noch schlimmer als erwartet.
"According to data released by the Bank of Greece (BoG), revenue from the tourism industry had dropped by 9.85 billion Euros (7.1%) over the past 8-moth period, compared to the same period in 2015, which is a record low from the start of the year in January till the end of the summer season in August. Revenues fells a whopping 9.2% in the month of August, corresponding to 3.16 billion Euros ... According to “Kathimeriniâ€, the performance in August is a 10-year low for Greek tourism, with the exception of 2010. Professionals in the industry explain the rise in “cheap tourismâ€
Viele Grüße
Gaby
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
Revoluzzer , Sonntag, 23.10.2016, 00:56 vor 3381 Tagen @ Gaby 2444 Views
Anders kann man das fast nicht mehr interpretieren.
Jeder Denkende sieht, was kommt.
Aber das Ganze operiert einfach nach seinen eigenen Notwendigkeiten.
Kein Trost: Griechenland ist dem Rest nur ein paar Schritte voran.
Revo.
Dieter, Mittwoch, 28.09.2016, 14:02 vor 3405 Tagen @ Gaby 4596 Views
bearbeitet von Dieter, Mittwoch, 28.09.2016, 14:06
Hallo Gaby,
bei Deinem Rechenbeispiel scheint es ja Sinn zu machen, daß man Immobilien, die zwischenzeitlich stark an Wert verloren haben, eher abreißt, dann das Grundstück verkauft und der Erwerber/Erben neu bauen.
Ansonsten führt dieses denkwürdige Vorgehen des Staates dazu, daß sich die Immo-Eigentumsverhältnisse in Europa angleichen, also demnächst so wenig privates Grundvermögen wie in Deutschland?
Wie sieht es mit landwirtschaftlichem Grundvermögen aus, wird das anders behandelt? (Nur wegen der Blaupause)
Gruß Dieter
PS: Vor etlichen Jahren wollte ich ja Grundeigentum in Griechenland erwerben, hatte aber Abstand genommen, weil mir die Preise damals viel zu hoch erschienen im Verhältnis zur Infrastruktur, im Verhältnis zur Einkommens- und Lohnsituation in Griechenland, auch im Verhältnis zur Bauausführung. Dies scheint jetzt immerhin korrigiert zu sein, vorausgesetzt die Kosten/STeuern (landw. Flächen) sind erträglich.
Gaby , Mittwoch, 28.09.2016, 16:19 vor 3405 Tagen @ Dieter 4824 Views
Moin Dieter,
nein, Neubau ist keine Alternative. Es ist nach wie vor sehr teuer, in GR zu bauen. Da die Materialien alle importiert werden müssen, sinken die Preise hierfür quasi nicht. Arbeitslohn, ok. Aber dafür ist das hier mit den Sozialkassen so eine Sache. Da auf dem Bau ja nun mal viel schwarz gearbeitet wird (nicht nur in GR), läuft das hier so, dass Du bei der Beantragung der Baugenehmigung auch zur hiesigen IKA (so was wie die AOK plus Rentenkasse für Angestellte) gehen musst.
Dort wird anhand der Baupläne geschätzt (es gibt eine Tabelle dafür), wie viele Arbeitsstunden das wohl brauchen wird. Dann gibt das eine Rechnung (ein 130 qm Haus einfacherer Bauart liegt bei ca. 20.000 Euro IKA) und die muss man bezahlen. Vorher kriegt man die Baugenehmigung nicht.
Eigenleistung gibt es nicht. Das Ganze geht sogar so weit, dass (wirklich passiert!) jemand, der selbst seine Hausfassade streicht und dafür bei der IKA angeschwärzt wird, eine saftige Strafe zahlen muss, weil ihm unterstellt wird, er habe Schwarzarbeiter beschäftigt.
Bei anspruchsvollerer Architektur oder größerer Wohnfläche kann die IKA durchaus ein Drittel der Baukosten verschlingen. Auch sind die Gebühren etc. sehr hoch, die sonst noch zu entrichten sind.
Außerdem - es baut einfach niemand. So oder so hat keiner das Geld dafür. Und der Abriss ist auch sehr teuer.
Landwirtschaftliche Flächen werden derzeit noch eher schonend behandelt, man hat aber bereits einen Anlauf genommen, das zu ändern - dann aber zurück gezuckt. Liegen die Flächen allerdings innerhalb des Bebauungsplanes oder sind auch nur Bauerwartungsland - dann schlägt der Fiskus auch kräftig zu.
Viele Grüße
Gaby
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
Dieter, Mittwoch, 28.09.2016, 17:16 vor 3405 Tagen @ Gaby 4368 Views
bearbeitet von Dieter, Mittwoch, 28.09.2016, 18:44
Hallo Gaby,
ich hätte niemals vermutet, daß die die Eigenleistung besteuern über ihre Schätzungen/Sozialleistungen.
Also das was m.W. immer üblich war, daß man ein Stockwerk baute und wenn wieder Geld da war, dann ein weiteres .... usw. und bis dahin auch wenig Gebühren/öffentl. Lasten anfielen, diese Zeiten sind dann endgültig vorbei.
Ob die griechische Lösung eine Blaupause wird, hoffe ich nicht zu erwägen. Kann es mir überhaupt nicht vorstellen.
Gruß Dieter
PS: Ein Familienmitglied macht gerade mal wieder wie im Vorjahr 4 Wochen Urlaub im Südwesten Kretas. - und findet es besser als jegliche Übersee-Urlaube wg. der Menschen, der Natur, der Strände.
Gaby , Mittwoch, 28.09.2016, 17:27 vor 3405 Tagen @ Dieter 3984 Views
- kein Text -
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
Dieter, Mittwoch, 28.09.2016, 22:30 vor 3405 Tagen @ Gaby 3927 Views
bearbeitet von Dieter, Donnerstag, 29.09.2016, 13:32
Hallo Gaby,
ja, Paleochora liegt da z.B. Aber es gibt Schöneres. Wir haben uns in der Gegend hauptsächlich von 1975-1995 herumgetrieben. Damals waren wir z.B. am Elafonissi-Strand ganz allein, nur mit offenem Bulli und Zelt, Straßen dorthin gab es nicht. Heute ist es zur Touristen-Attraktion "verkommen" mit tägl. Busladungen, etc. Paleochora ist vermutlich auch nur noch im Winter was. Aber wenn man an der Küste langwandert, an vielen einsamen Buchten vorbeikommt und bei Behausungen mal fragt, ob man dort irgendwie übernachten kann, oder bei geeignetem Wetter halt draußen schläft ..... dann ist die Welt auch heute noch in Ordnung, zumal die Kretaner dort einfach herzlich sind.
https://www.google.de/search?q=westkreta+str%C3%A4nde&source=lnms&tbm=isch&...
Vor Paleochora auf der Halbinsel gabs früher immer Rucksack-Treffen, Pennen und Leben zwischen den Zypressen, an manchen Stellen auch recht versifft durch Hippytum, gleich daneben der feine Sandstrand mit sehr flach abfallendem Strand, abends im Ort gemütlich die Tavernen auskosten.
Heute würde ich dort vermutlich nur noch außerhalb der Saison hinfahren. Wahrscheinlich ist es auch heute ganz gut, aber es verblaßt halt alles im Lichte der Erinnerungen.
Und - in Deiner Gegend gibt´s ja auch fantastische Ecken/Strände, wie Du mal zeigtest.
Gruß Dieter
Gaby , Donnerstag, 29.09.2016, 01:20 vor 3405 Tagen @ Dieter 3974 Views
Moin Dieter,
wenn Du wissen willst, wie es heute da so ist - oder Tipps brauchst, wann es sich lohnt, vielleicht doch mal wieder zu fahren: Frag Jörg Kröger. Ein Flensburger Jung, der mit seiner Frau schon seit vielen Jahren in Paleochora wohnt und Radio Kreta betreibt. www.radio-kreta.de. Super netter Kerl, kennt tausend Leute und noch mehr, weiß alles über die Insel - und ist auch spontan, ohne ihn erstmal zu kennen, für einen Schnack in einer der Tavernen in Paleochora zu haben.
Viele Grüße
Gaby
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
Dieter, Donnerstag, 29.09.2016, 01:41 vor 3405 Tagen @ Gaby 3498 Views
bearbeitet von Dieter, Donnerstag, 29.09.2016, 13:26
Hallo Gaby,
ja, ggf. habe ich nächstes Jahr wieder mehr Zeit, mich nicht nur um Portugal und OWL zu kümmenern, sondern meiner alten Liebe dem äußersten Westen Kretas ein wenig nachzukommen.
Dieser mit kretanischen Wurzeln hat mir vor ein paar Jahren life recht gut gefallen:
https://www.youtube.com/watch?v=B8US-nMM7Nc
https://www.youtube.com/watch?v=j-XTY89l_hs
Gruß Dieter
DT , Mittwoch, 28.09.2016, 14:30 vor 3405 Tagen @ Gaby 5485 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 14:35
Touristische Belegung und Auslastung: so lala.
Heraklion, zurecht einer der schlechtesten Flughäfen Europas.
http://www.travelbook.de/europa/ranking-die-schlechtesten-flughaefen-europas-706258.html
Unvorstellbare Zustände. Wie auf dem Schlachthof beim Einchecken. Chaos pur. Wieso hängt der Flughafenbetreiber nicht wenigstens ein paar große Deckenventilatoren in der Halle und vor den Röntgengeräten auf?
Dann schicken sie einen nach dem Gate schon auf die Treppe, dort wartet man (anstatt zu sitzen) nochmal eine halbe Stunde. Eine ältere Touristin ist glatt umgekippt, natürlich mußte das Ehepaar dableiben, natürlich mußte das Gepäck wieder rausgezogen werden. DAS ist direkt den Flughafenbetreibern anzulasten, wieso lassen sie die Leute noch solange in der Abflughalle sitzen, bis der Bus tatsächlich da ist?
Alles eine Frage der Organisation. Wenn ich da als Flugreisender einmal drüber gehe, könnte ich dem Management schon 5 Dinge nennen, die ohne große Extrakosten DIREKT verbessert werden könnten und den Ablauf für den Reisenden angenehmer macht. Aber wahrscheinlich sitzt der Chef in seinem fetten Büro oder ist gar nicht bei der Arbeit und läßt alles beim Alten.
4 der 10 schlimmsten Flughäfen sind in Griechenland, dort wo Tourismus ist.
Wie kann das sein, daß die Griechen die Milliarden an Hilfen nur verfressen und verfeiert haben, anstatt wenigstens einmal ihre Tourismusindustrie auf Vordermann zu bringen? Ebenso die Straßen E75 und E90, die "Autobahnen" auf Kreta, lächerlich, was dort abgeht.
Da lobe ich mir die Spanier, die Malle und die anderen touristischen Gegenden mit den Reparationszahlungen Deutschlands via EU mit super Flughäfen, Ubahnen, Hochgeschwindigkeitsbahnen und vorbildlichen Straßen (selbst durchs Nirgendwo, zB im Norden parallel zu den Pyrenäen) ausgebaut haben.
So kommt der Tourismus nicht auf Vordermann. Mein Eindruck, und das war schon das vierte Mal auf Kreta: Drittweltland mitten in Europa, wesentlich unterhalb von Thailand angesiedelt. Und dazu z.T. schweineteuer und verdreckt.
Langmut , Mittwoch, 28.09.2016, 14:59 vor 3405 Tagen @ DT 4575 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 15:38
Hallo in die Runde, hallo DT,
auf diese netten und Mut machenden Worte haben die Kreter seit 75 Jahren gewartet:
"So kommt der Tourismus nicht auf Vordermann. Mein Eindruck, und das war schon das vierte Mal auf Kreta: Drittweltland mitten in Europa, wesentlich unterhalb von Thailand angesiedelt. Und dazu z.T. schweineteuer und verdreckt."
Erst recht, wenn ein Deutscher dieses Urteil von sich gibt, zumal unsere Vorfahren sich dort unsagbar benommen haben.
Niemand wird gezwungen, in Kreta seinen Urlaub zu verbringen.
Gruß
Langmut
--
Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.
Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.
Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)
DT , Mittwoch, 28.09.2016, 19:55 vor 3405 Tagen @ Langmut 3888 Views
Es gibt in Spanien Guernica, trotzdem ist Mallorca von einer ganz anderen Klasse. Es gibt Katyn, es gibt Hamburg und Dresden und und und. Und wird deswegen der Hamburger Flughafen schlecht organisiert, und wenn sich ein Brite oder Ami beschwert, wird dann auf den Hamburger Feuersturm verwiesen?
DAS ist genau das Problem. Die Griechen halten ewig die Dinge aus dem Krieg hoch und schieben es vor, anstatt ihre wirklichen Probleme in den Griff zu kriegen. In Deutschland habe ich noch nie gehört, daß die Hamburger Elbphilharmonie nicht fertig würde, weil die Briten und Amis Hamburg bei über 1000°C im II. WK geröstet haben.
Fakten sind Fakten, unabhängig von der Geschichte. Und die Elbphilharmonie ist ein Organisations- und Korruptions-Desaster, auch wenn das ein Ami oder Brite sagt.
Langmut , Mittwoch, 28.09.2016, 20:38 vor 3405 Tagen @ DT 3914 Views
Hallo DT,
mir ging es um deine deutschlandorientierte Sichtweise bei der Beurteilung Kretas.
Allgemein am Süden lieben die Mitteleuropäer das Verschnarchte, Unorganisierte und eben das Nicht-Perfekte (neben Sonnenschein und Meer).
Eine Schwester von mir lebt seit knapp 20 Jahren in Portugal im östlichen Teil der Algarve, 25 km von Spanien entfernt. Immer wenn ich sie besuche, lese ich das hier in Heftform und jedesmal überkommt mich dergleiche peinliche Schauer:
"Wir Deutschen erklären euch rückständigen Portugiesen mal, wie man das Leben besser organisiert!"
Missstände anprangern ist eine Sache, aber wer Deutschland und die deutsche Lebensart in den Süden exportieren möchte, sollte sich bei Herrn Schäuble als Großrevisor bewerben.
Gruß
Langmut
--
Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.
Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.
Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)
DT , Mittwoch, 28.09.2016, 21:20 vor 3405 Tagen @ Langmut 4254 Views
unter den Dächern der Abfertigungshalle auch große Propeller, und die Abfertigung ist sehr human, dort fallen keine ältere Touristen in Ohnmacht.
![[image]](https://media.holidaycheck.com/data/urlaubsbilder/images/8/1091124420.jpg)
Leider sieht man auf dem Bild hier die unter der Decke aufgehängten Ventilatoren nicht.
Das ganze hat nichts mit "deutscher Großrevisorenmentalität" a la Schäuble zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Natürlich ist nicht überall Singapore, aber wie gesagt, wenn ich einen Großteil meines BSP über Tourismus erwirtschafte, dann versuche ich, nicht 4x unter den 10 schlechtesten Airports zu sein.
Wenn meine Mentalität das dann doch gebietet, dann verlange ich wenigstens keine Löhne und Preise, wie sie Malle oder Südfrankfreich bei entsprechender Infrastruktur verlangen kann. So einfach geht Marktwirtschaft, auch ohne Schäuble.
Gaby , Donnerstag, 29.09.2016, 13:51 vor 3404 Tagen @ DT 3353 Views
....
dann verlange ich wenigstens keine Löhne und Preise, wie sie Malle oder Südfrankfreich bei entsprechender Infrastruktur verlangen kann
...
Bitte konkrete Beispiele.
Danke
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
DT , Donnerstag, 29.09.2016, 19:56 vor 3404 Tagen @ Gaby 3270 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 29.09.2016, 20:15
und das Ganze mit einer ziemlich schlechten (um das zivilisiert auszudrücken) Internet-Infrastruktur (ich war beruflich da, nicht im Urlaub, dort könnte man auf das ja verzichten), einem unterirdischen Service (Frühstück erst ab 9, war nicht auf der Homepage angekündigt), dann ab 9 nicht genug Plätze vorhanden, erstmal 45 min warten, sorry, hatte auch noch was zu tun, kann nicht einfach nur sitzen und schauen, obwohl das auch schön sein kann, aber manchmal gibt's auch externen Termindruck, die Infrastruktur und Sauberkeit im Hotel selber naja, und das Ganze kostet über 100 EUR pro Nacht, dann vergleiche ich das mit anderen Orten wie Malle (meinetwegen für den Urlaub), den USA, Thailand usw. und sehe ein Preis-Leistungsverhältnis, das nicht gerechtfertigt ist. Das ist Abzocke. Da bekomme ich ja im Ruhrgebiet besseres und professionelleres incl. sehr gutem Frühstück.
Damit sind die Preise meiner Meinung nach zu hoch, und so bekommt man nicht Scharen von Touristen nach Kreta, die aber so wichtig für die lokale Wirtschaft wären, denn die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten wie das Museum in Heraklion oder Knossos sind wirklich einzigartig. Dazu Tricks, die ich noch aus den 70ern oder 80ern in Italien erlebt hätte, aber nicht 2016 in einem EU-Land, wie zB die Flaschen offen an den Tisch bringen und ganz klar irgendeinen verdünnten Saft reingeschüttet und nicht Original Orangina oder Fanta drin.
Wenn die Löhne dann entsprechend hoch sind, wie sie (Du schriebst es ja selber, als die Häuser 500 kEUR kosteten) vielleicht beim Peak der EU-Geldflut vor 2008 vor dem Bailout waren, aber wirklich schlechter Service geboten wird (wie am Flughafen, oder auch bei der Autovermietung), dann kann man natürlich auch keine adäquaten Dienstleistungen anbieten. Zum Beispiel hatte ich ohne Zweifel EXTRA voll/voll gebucht, mir wurden aber Ausreden erzählt, wieso der Tank doch nur 1/4 voll war und ich noch spät abends eine offene Tankstelle suchen müßte, um von Heraklion nach Chania zu kommen, was auch ein paar Stunden dauert. Und dann sollte ich den Tank wieder genau 1/4 voll zurück bringen. Sowas mag ich als semiprofessioneller Traveller einfach nicht, das bin ich rund auf der Welt für DIESE Preise anderes gewohnt. Wie wird dies gerechtfertigt? Mit den deutschen Massakern auf Kreta? Den Engländern, die auch kommen, ergeht es auch nicht anders. Mit der Mentalität und der schönen Landschaft? Sorry, dann aber nicht zu Preisen wie in Malle oder Südfrankreich.
Malle hatte dieses Jahr 13 Mio. Touristen und hat sicherlich mehr als 10 Mrd. EUR eingenommen. Die Dienstleistungen waren perfekt, ich hatte nie das Gefühl, abgezockt zu werden. Ich werde die entsprechenden Zahlen mal für Kreta heraussuchen. Wie gesagt, SO kommt man nicht auf einen grünen Zweig, aber dann soll man auch nicht jammern, sondern in die Hände spucken und die Dinge ändern, oder zufrieden sein mit dem was man hat, weil man es eben nicht besser machen WILL.
Noch ein Vorschlag: warum nutzt man auf dem Flughafen nicht die Möglichkeit des Online Checkins und des Baggage Drops? Das macht alles viel schneller, gerade in Schengen-Staaten. Es müssen keine 2 (!) Ladies da sitzen und die Germanwings Maschine mit 200 Leute binnen 1.5-2 Std Reisepaß für Reisepaß einchecken und ausdrucken, das geht anderswo 4x schneller und kostet auch nicht viel mehr. Heraklion ist ein Flughafen, der für Betrieb in den 60er oder 70er Jahren ausgelegt war, aber selbst in der nicht mal Hochsaison aus allen Nähten quillt und seine Prozesse bei der Abfertigung nicht angepaßt hat. Und das ganze wird auf dem Rücken der Gäste ausgetragen, die wie Vieh für Stunden in der Hitze sinnlos Schlange stehen müssen. Das war mal in USA so direkt nach 9/11 und bis vor kurzem an manchen Immigration Schaltern, aber die haben massiv aufgerüstet was X-Ray Maschinen und was automatisierte Paßkontrolle angeht. 2h Schlangestehen ist dort Gottseidank auch perdu.
Gaby , Mittwoch, 28.09.2016, 16:08 vor 3405 Tagen @ DT 4042 Views
- kein Text -
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
Ostfriese , Mittwoch, 28.09.2016, 20:41 vor 3405 Tagen @ Gaby 4121 Views
Hallo Gaby,
Georges Bataille hat in „Der verfemte Teil“ das Prinzip der „unproduktiven Verausgabung“ formuliert, das viel umfassender ist als das knausrige Gesetz der Produktion und des Profits, das wir als Kennzeichen einer wohlgeordneten Ökonomie betrachten. Nach Bataille entsteht dort, wo produziert wird, auch Überschuss, der dazu drängt, verausgabt, verschwendet, ja zerstört zu werden – „willentlich oder nicht, in glorioser oder katastrophischer Form“. Das kann in einem rauschhaften Fest oder in dessen Negation – dem bisweilen nicht weniger rauschhaften Krieg – stattfinden. Dieses Gesetz meint er auch im rituellen Potlatsch der Kwakiutl-Indianer nachzuweisen – einem exzessiven Fest des gegenseitigen Beschenkens, das bis zur Zerstörung ganzer Reichtümer ging.
Die Müllberge, der Dreck, die Verausgabung der Kräfte und der Werte und das selbstzerstörerische Leben der Medienstars (Amy Winehouse) als Gesten der Verschwendung sind auch für Jean Baudrillard Zeichen des Reichtums unserer Gesellschaft, um uns unserer eigenen Vitalität und Kraft zu vergewissern. Auf Seite 64 ist zu lesen:
„Alle Gesellschaften haben seit jeher verschwendet, vergeudet, verausgabt und über das unbedingt Notwendige hinaus konsumiert – aus dem einfachen Grund, dass sich das Individuum wie die Gesellschaft im Verbrauch eines Überflusses, von etwas Überflüssigem nicht nur als existent, sondern als lebendig erleben.“
Wir leben mit dem Dreck, dem Abfall und dem Müll in einer Überflussgesellschaft des Konsums, weil wir unersättlich sind – und fühlen uns wohl dabei.
Nachdenkliche Grüße in den Abend
Ostfriese
Dieter, Mittwoch, 28.09.2016, 17:25 vor 3405 Tagen @ DT 4120 Views
bearbeitet von Dieter, Mittwoch, 28.09.2016, 18:44
noch besser der Flughafen auf Karpathos.
Da kannst Du bei der Abfertigung noch nebenbei nen Kaffee trinken oder Dir den Wind durch die Haare sausen lassen.
Urgemütlich dort!!! Am Airport, wenn man ihn denn so nennen darf.
Man könnte auch sagen, Cafe mit angeschlossener Möglichkeit, ein Flugzeug zu besteigen.
Gruß Dieter
DT , Mittwoch, 28.09.2016, 19:38 vor 3405 Tagen @ Dieter 4149 Views
Ich war in der Tat in Chania. Leider fliegen die Flüge nicht besonders passend und ohne Umsteigen nach Chania.
Man muß sogar nach Kreta des Berufs wegen, nicht wegen Urlaub. Auch wenn das kaum zu glauben ist. Da kann man sichs nicht immer aussuchen.
Aber vielleicht könnten die Kreter ja mal die einfachen und kostengünstigen Hinweise ernst nehmen und die Besucher so behandeln, wie man das in einem EU Land erwarten könnte, zudem man gerade mit Dutzenden deutschen Milliarden überschüttet wurde und von denen man nochmal eine dreistellige Zahl als Reparationen haben möchte.
Gaby , Mittwoch, 28.09.2016, 19:47 vor 3405 Tagen @ DT 4117 Views
das ist hier und anderen Ortes bereits x-fach dargelegt worden. Aber wer so die Hasskappe auf hat, dem ist wohl eh nicht zu helfen.
Und die Kreter haben eine sehr liebenswerte Eigenschaft: Sie behandeln Dich immer sehr, sehr zuvorkommend und freundlich. Es sei denn sie merken, Du bist ein ... Malaka. Dann kriegst Du zurück, was Du aussendest.
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
DT , Mittwoch, 28.09.2016, 20:00 vor 3405 Tagen @ Gaby 4474 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 20:19
Ich habe keine einzige Aussage über das Verhalten "der Kreter" gemacht.
Objektive Tatsache wie fehlende Ventilatoren und schlecht organisierte Checkins bzw. Abfertigungen haben auch nichts mit einer einzigen Aussage DTs zu tun, die im übrigen hier nicht überliefert sind.
Die Milliarden sind schon vor der Bankenrettung geflossen, ich rede von den ersten 10 Jahren nach der Euroeinführung, da haben die Spanier zum Beispiel sehr geschickt ihre Infrastruktur mit den EU Geldern aufgebaut, während in Griechenland die Löhne und Preise gestiegen sind und Party gefeiert wurde, das habe ich auch mit eigenen Augen gesehen. Dazu kamen noch die reichen Russen, die das Geld bündelweise in Kreta gelassen haben in den feinen Hotels, aber auch das hat sich nicht in einer verbesserten Infrastruktur niedergeschlagen.
Der Flughafen in Heraklion und die Straßen sehen noch aus wie z.T. aus den 60er Jahren. Auch DAS hat nichts mit unterstellten verbalen Äußerungen DTs zu tun, sondern sind schlicht und ergreifend Fakt.
Im Übrigen:
Nicht nur ich, sondern die Nutzer des Reiseportals haben 4 (!) griechische Flughäfen, Rhodos, Santorin, Heraklion auf Kreta sowie Korfu unter den schlechtesten 10 Europas sind. Das ist also die Meinung vieler, nicht nur mir, und ich kann ja nur aus eigener Erfahrung über Heraklion berichten.
Wenn mir als Land also der Tourismus einen hohen Stellenwert für mein BSP bedeutet, stelle ich natürlich sicher, daß die ankommenden und abfliegenden Touristen sich wohl fühlen und gute Infrastruktur für ihre Reise vorfinden.
Wieso solch eine objektive und logische Aussage mit Unterstellungen über angebliche Äußerungen gegenüber Kretern und mit Berichten über deutsche Massaker im II. WK verbunden werden, erschließt sich mir nicht.
Gaby , Mittwoch, 28.09.2016, 20:28 vor 3405 Tagen @ DT 3665 Views
- kein Text -
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
stokk, Donnerstag, 29.09.2016, 08:06 vor 3405 Tagen @ Gaby 3769 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 29.09.2016, 13:20
Weiter fernsehen? Erzähl mal, was die Widerstandsbewegung macht.
Kopf hoch!
Gruß
stokk
Gaby , Donnerstag, 29.09.2016, 08:41 vor 3405 Tagen @ stokk 4182 Views
Moin,
es gibt keinen Widerstand. Die Mehrheit rennt nur noch dem Täglichen hinterer. Viele schlafen nicht mehr gut, Lebensmittel ran zu schaffen ist eine Tagesaufgabe geworden. Kurz: Die Mehrheit der Griechen ist mürbe. Oder sie gehören zur (immer kleiner werdenden) noch-oberen Mittelschicht, haben noch irgendwo Schwarzgeld, zahlen daraus ihren Unterhalt und ihre Steuern und hoffen auf Besserung. Oder gehören zur Oberschicht, die haben ihre Einkommen in der Regel im Ausland oder zig Millionen (auf Auslandskonten), die genießen die Sonne, den Sommer auf Mykonos, wo ne Flasche Schampus auch mal 1500 Euro kostet und lassen Zeus einen guten Mann sein.
Deshalb hört man nix aus Hellas.
Viele Grüße
Gaby
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci
Ötzi , Freitag, 30.09.2016, 09:50 vor 3404 Tagen @ Gaby 2959 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 30.09.2016, 09:58
Wenn die Chinesen sich verhalten würden wie mächtige Gruppierungen in einigen weiter westlich lebenden Volksgruppen, dann würden sie jetzt fleißig Waffen an die Goldene Morgenröte verteilen und noch ein paar Dollars und diverses Equipment obendrauf. Dazu noch ein paar getarnte Berater, die nicht der chinesischen Volksgruppe angehören (und daher nicht so leicht zu enttarnen sind), aber mit ihr sympathisieren.
Einige Jahre später wäre dann Griechenland für China ein unsinkbarer Flugzeugträger so wie Japan für die USA.