Michael Stürzenberger vs. Karl Richter

n0by ⌂, München, Sonntag, 25.09.2016, 04:56 (vor 3447 Tagen)3136 Views

Stürzenberger vs. Karl Richter

Stürzenberger hat in seinem Forum in seinem oppulenten Beitrag ausgeführt, warum er nicht "kann" mit Karl Richter:

http://www.pi-news.net/2016/09/damals-wie-heute-geistige-naehe-zwischen-islam-faschiste...

Zentral und fundamental setzt sich Stürzenberger von Richter beispielsweise mit diesen Sätzen ab:

"Wer pauschal alle Türken als nicht willkommen in unserem Land bezeichnet, beweist eine völkisch-rassistische Gesinnung und schlägt damit beispielsweise einem Akif Pirinçci und einer Güner Balci frontal ins Gesicht, die sich bravourös für die Islamkritik einsetzen. 15% aller Türken in Deutschland sind Aleviten, von denen viele eine Meinung wie wir vertreten.
Es ist nicht wichtig, wo jemand herkommt, sondern was er denkt, sagt und wie er handelt. Wirklicher Rassismus, pauschale Ausländerfeindlichkeit und auch anti-jüdische Einstellungen gehören endgültig auf den Schuttplatz der Geschichte."

Hierauf antwortet Richter bei Facebook, was Stürzenbergers Kritik anschaulich stützt mit solchen Sätzen:

"Nur eines noch: die „politische Zukunft in Deutschland“ gehört sicherlich nicht der AfD, wie Stürzenberger mutmaßt. Sie gehört überhaupt keiner Partei. Sie gehört Deutschland und uns Deutschen. Es wäre schlimm um unser Volk bestellt, hinge seine Zukunft von Parteien, von der AfD – oder vom verletzten Ego des Michael S. ab."

Dass Richter bei der AfD keine politische Zukunft hat, ist ebenso klar, wie sich klar ist, dass sich Stürzenberger nicht mit solchen Positionen von Richter auseinandersetzen will. Beide sind an ihren "Baustellen" egomanische Einzelkämpfer, wobei Richter auf Wähler für seine Position als freier Stadtrat in München angewiesen ist. Stürzenberger begnügt sich vermutlich als egomanischer Schaffer seines Web-Auftritts pi-news, wodurch er sich vielleicht finanziert. Doch das ist mir nicht klar und auch egal. Für mich ist Stürzenberger wie Pirincci eher ein "freischaffender Künstler", der aus seinem egomanischen Einzelgängerdasein seine Kraft und Kreativität zieht. Dass beide dabei unverrückbare Positionen beziehen, Pirincci wie Stürzenberger, gehört gleichsam zu ihrer "dichterischen Freiheit". Unverbesserlich indiviudell und wenig Team fähig.

Anders Richter wie auch seine Gesinnungsgefährting Sigrid Schußler. Beide stehen in der politischen Bütt mit Wählerauftrag, was sie von Lesern der Arbeiten von Pirincci wie Stürzenberger unterscheidet. Bei Pirincci wie Stürzenberger gilt eher das "geschriebene Wort", Schußler wie Richter wirken eher durch den politischen Auftritt mit klarer Positionierung.

Dass bei der Positionierung von Schußler wie Richter keine Zusammenarbeit mit Patrioten der AfD möglich ist, beweist schon eine Kontroverse wie Meuthen vs. Gedeon. Hier bezieht wiederum Alfred Röck, der auch schon mal bei Pegida in die Bütt steigt, klare Position für Meuthen und gegen Gedeon. Die "Rote Linie" ist für Meuthen wie Röck Gedeons Kritik an Israel in seinem umstrittenen Buch, was angeblich auch Machwerke wie die "Weisen von Zion" positiv erwähnen soll.

Dass Stürzenberger sich gegen Israel-Kritik verwahrt, weil sich Israel als Frontstaat gegen die arabisch-islamische Missionierung positioniert, wobei Israel als 51. Staat der USA wiederum deren Machtinteressen vertritt, sind weitere unüberbrückbare Gegensätze zwischen deutsch-national-patriotischen Fronten und Bruchlinien wie zwischen Richter/Schüßler gegen Menschen wie Röck/Stürzenberger/Meuthen.

Mir selbst taugt als unverbesserlicher Individualist weder Team noch feste Positionen in "politischen Gesinnungsgruppen". Mir selbst wären in der Münchener Bütt der Redner gleichermaßen Stürzenberger wie Richter wahrhaft unterhaltsamere Redner als sich ständig wiederholende Langweiler. Aber hier hat wohl ein weiterer Egomane im politisch-patriotischen Pegida-Kleinklein Heinz Meyer seine Hand im Spiel, der nach mir vollkommen unerklärlichen Befindlichkeiten, den Einen reden lässt, andere nicht.

Da jede egomanische Exposition, sei sie im Team von Polit-Aktivisten wie bei AfD oder wie bei Richter/Schüßler, sei es im egomanischen Wortgeklingel wie bei Pirincci oder Stürzenberger, auch wie bei Alfred Röck, immer zuerst die individuelle Einzigartigkeit des Einzelnen und seines Eigentums, auch seines Geistigen Eigentums, darstellt, sind hier Team fähige Führungsansprüche geradezu ausgeschlossen. Bestenfalls kommt es zu losen Freundschaften, die bei kleinsten Empfindlichkeiten sich im Handumdrehen zu Feindschaften wandeln, und wie an Beispielen von Meuthen vs. Gedeon oder Stürzenberger vs. Richter sich schon zu Feindschaften gewandelt haben.

Hier gleichsam auf eine patriotischen Einheitsfront zu hoffen, wie Richter in seinem Facebook-Pladoyer sich bei Stürzenberger anwanzen will, ist lustig. Man genieße nochmal O-Ton Richter bei Facebook:

"Nur eines noch: die „politische Zukunft in Deutschland“ gehört sicherlich nicht der AfD, wie Stürzenberger mutmaßt. Sie gehört überhaupt keiner Partei. Sie gehört Deutschland und uns Deutschen. Es wäre schlimm um unser Volk bestellt, hinge seine Zukunft von Parteien, von der AfD – oder vom verletzten Ego des Michael S. ab."

Meine Meinung dazu ist und bleibt bestehen, wie zum Streitfall Stürzenberger/Richter geschrieben:

Fakt ist, dass Schland längst nicht mehr "uns Deutschen" gehört. Fakt ist, dass Schland mit Millionen Migranten geflutet alles andere als eine "ethnische Einheit" darstellt. Schland ist mittlerweile eher ein Vielvölkerstaat, dessen unterschiedliche und gegensätzliche Interessen Parteien darstellen. Schlands Zukunft ohne Parteien zu fantasieren, mag Richter sich wie Kaiser Wilhelm II. oder gleich als Großer Führer vorstellen, allein die Verhältnisse sind nicht so. Dieser egomanischen Richter-Fantasie nachzuhängen, mag ihm zwar weiterhin eine Position im Münchener Stadtrat spendieren durch seine Fans, doch diesen "Fans" gehört weder München, noch Schland - sondern allenfalls eine sympathische Basis eben der Richter-Fans, die von einer "Zukunft Schlands" ohne Parteien fantasieren, meiner Meinung mehr faseln. Insofern bilden Stürzenberger und Richter kongeniale Partner, die noch unter Islamfeinden einen unüberbrückbaren Gegensatz dokumentieren. Richter und Stürzenberger pflegen gleichsam ihre eigenen quasi-religiösen Ansichten, die sich ebenso bitter bekämpfen wie Sunniten und Schiiten.

Ganz gegenteilig von harmoniesüchtigen Vermittlern wie meinem Freund Hans-Peter Car, der Brücken zwischen den verfeindeten Fronten schlagen will, scheint mir in der Würze des Wortstreites Sinn, Kraft und Kreativität zu liegen. Ein Team von Heuchlern und an Sesseln und Positionen klebenden Apparatschicks hat Schland zu dem gemacht, was es ist. Es sind herausragende Einzelne, wie - und da arbeiten sie alle wieder zusammen - die Schland beschreiben, wie es ist: Ein verlorenes Land. Solange dies aber nur eine Avantgarde, die sich untereinander wieder spinnefeind ist, merkt, schreiben und wirken politisch diese verfeindeten Einzelkämpfer an nicht mehr und nicht weniger als an einer Diagnose von Schland auf der Pallativ-Station. Dazu, dank des medizinisch fundierten Wissens, meines Freundes und Beraters Dr. Hans-Peter Car, soll auch dieses Traktat wieder ein paar giftige Tropfen pallativer Betäubungstropfen beisteuern.

Amen und RAUS all unsern lieben Flütilanten mit gültigen Abschiebungsbescheiden.

n0by, Esztergom, mit seiner Wut zum Sonntag, den 25.09.2016

http://n0by.blogspot.hu/2016/09/14-raus-aus-schland-esztergom-komaron.html

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http://nobydick.de


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