Kapitalflucht aus Italien erinnert an ebensolche aus Zypern und Griechenland

Vatapitta, Samstag, 24.09.2016, 11:50 (vor 3445 Tagen) @ Dieter1478 Views

Hallo,
habe mir gerade nur 2 Indices angeschaut, einmal den Russel und den S&P
400.

Mein Eindruck:
Der Russel dürfte morgen toppen, also die Welle 5 beenden, der S&P 400
hat letztens schon getoppt. Das letzte High sollte nicht mehr
überschritten werden.

Was meint Ihr?

Gruß Dieter


Moin moin Dieter @ all,

Dieter Siebholz sieht den perfekten Sturm aus Italien heran nahen.

Zitat: "… Nicht bekannt ist jedoch die Historie, wie die Banken in Zypern in diese Lage kamen.

Kurz zur Historie: Viele vermögende Russen hatten durch Firmengründungen in Zypern, solange es damals ging, große Guthaben nach Zypern legal und auch illegal transferiert. Als sich für diese "Großrussen" herausstellte, dass das Bankensystem Risse aufwies, transferierten sie ihre Bankguthaben schnell in andere Länder. Es waren also nicht die Risikokredite (die gab es auch dort und in großer Anzahl), sondern der Abzug des "Russenguthabens", der den Zusammenbruch einiger Banken verursachte.

Das gleiche geschah, allerdings in weit größerem Umfang in Griechenland. Auch dort gab es eklatante Kreditrisiken, aber die waren ja "nur" bilanziell unterbewertet, so wie im Übrigen auch bei nahezu allen europäischen Banken. Die Probleme in Griechenland konzentrierten sich nämlich aus der Tatsache, dass die großen Adressen ihre Guthaben in sichere EU-Länder und in die Schweiz transferierten. Diesem Kapitalabfluss waren die griechischen Banken nicht gewachsen.

Und nun - und das unterstelle ich - sind die Italiener dran; ich habe jahrelang Geschäftsbeziehungen zu norditalienischen Partnern gepflegt, viele gutsituierte Freunde sind es dort, die nun versuchen, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, bevor sie für die Sanierung ihres Landes herangezogen werden. Früher, als sie ihre Lira und wir die DM hatten - war dies mit einem hohen Aufwand verbunden, denn in solchen Zeiten fiel die Lira extrem zur DM und machte so den Erfolg zumindest in großen Teilen zunichte.

Heute transferiert man ohne großen Währungsverlust sein Geld nach Mitteleuropa. …"


Ich bitte Euch um fachliche Kommentare.


Viele Grüße

Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.