Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank hat keine Lust mehr ..

nereus @, Freitag, 23.09.2016, 11:11 vor 3449 Tagen 5161 Views

.. die Daten des US-amerikanischen Arbeitsmarktes zu kommentieren. [[freude]]

Er schreibt in seiner aktuellen Info bei den Goldseiten.

Bevor wir uns mit den gestern veröffentlichten Daten auseinandersetzen, geben wir hiermit bekannt, die Datenreihe der US-Arbeitslosenerstanträge in unserem Report nicht mehr zu kommentieren.
Die Aussagekraft ist im historischen Vergleich nicht mehr gewährleistet.
Nachdem gestern das tiefste Niveau seit 1973 (252.000, nominale Größe bei steigender Bevölkerung) bestätigt wurde und gleichzeitig die Beschäftigungsindikatoren der glaubwürdigen US-Statistik von Schwäche geprägt sind, muten wir weder uns noch Ihnen diese Datenreihe weiter zu.
Professionalität zwingt uns zu diesem Schritt.

Quelle: http://www.goldseiten.de/artikel/302369--Durchwachsene-US-Daten-.html

Er hätte auch schreiben können: Ich habe die Nase gestrichen voll von dieser immer dreister werdenden Manipulation der US-Wirtschafts-Statistik.

Bei den Kommentatoren liegen langsam die Nerven blank, wie z.B. bei Frank Meyer von der Telebörse von n-tv, der mit sich überschlagender Stimme seinen „Abgesang“ zu den ewig angekündigten Zinserhöhungen der FED anstimmt.

Fazit! Das ganze Finanz-System kann nur noch durch immer dreistere Manipulation am Laufen gehalten werden.
Warten wir gespannt, wann sich die ersten Schlangen vor den Banken bilden.
Lange dauern kann es eigentlich nicht mehr. [[zwinker]]

mfG
nereus

Als gäbe es nur Liquiditätsprobleme und dann gar nur solche mit physischen Auswirkungen (Bankrun).

BillHicks ⌂ @, Wien, Freitag, 23.09.2016, 13:11 vor 3449 Tagen @ nereus 3434 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 23.09.2016, 13:27

Lieber nereus,

Das ganze Finanz-System kann nur noch durch immer dreistere
Manipulation am Laufen gehalten werden.

Kein Finanzsystem ist je "von alleine" entstanden und schon gar nicht hat je eines irgendwo von alleine bestanden, weil Erwartungen (und damit Bewertungen von geldwerten Rechten) sich laufend (auch massiv!) ändern können.

Warten wir gespannt, wann sich die ersten Schlangen vor den Banken bilden.

Da kannst Du lange warten.
Die (in erster Linie öffentlich-rechtlichen) Institutionen sind längst da, um mit genau dieser Art von Liquiditäts-Schreckensszenario umgehen zu können. Auf einen physischen Bankrun als "erlösendes Krisenszenario" kannst Du im Westen lange warten. Sehr lange. Das hatten wir schon zu oft und haben entsprechend reagiert.

Die Krise 2007/8 hat eine ganz andere Achillesferse des "neuen" Bankings mit dem Weltgeld (Eurodollars) sichtbar gemacht. Und dort hat der (nicht-physische) "Bankrun" auch stattgefunden.
Konsequenz in der Krise: Dollar-Liquiditäts-Swaps für US-ausländische Zentralbanken (u.a.), die diese Liquiditätskrise im "neuen" Banking ("Shadow Banking") behandeln sollte und letztlich auch eingedämmt hat. 600 Mrd. Dollar für ausländische ZBen in der Spitze. Da musste sich der Ben Bernanke einiges anhören. Insbesondere von Kongressabgeordneten, die freilich nicht den leisesten Tau haben. Ben Bernanke hatte auch keinen wirklichen Tau, hat aber zumindest mal fleißig 'rumprobiert...

Lange dauern kann es eigentlich nicht mehr. [[zwinker]]

Es gibt eben nicht nur Liquiditätsprobleme und damit nur die Notwendigkeit, diejenigen Institutionen zu schaffen, die dabei helfen, mit diesen Liquiditätsproblemen (neuer Art) umzugehen (z.B. hat man seit Oktober 2013 dauerhafte unlimitierte Zentralbank-Swaps unter den C6 etabliert), sondern es gibt noch ganz andere Probleme:
- allgemeine Solvenzprobleme ("Umverteilung")
- fehlende Anreize für "realwirtschaftliche" Investitionen usw.

An den (öffentlich-rechtlichen! Was sonst?) Institutionen, die helfen würden diese Probleme zu lösen, bauen wir bislang noch nicht einmal. Der Schuss ist nach wie vor noch nicht gehört worden.
Deshalb wird es auch - gerade in Europa - wahrscheinlich einer massiven Verschärfung der Krise bedürfen, insofern stimme ich Dir zu. Als physischer Bankrun wird diese aber nicht auftauchen. Das halte ich für extrem unwahrscheinlich.

mfG
nereus

Schöne Grüße

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.

Probleme gibt es eigentlich überall ;-)

nereus @, Montag, 26.09.2016, 14:03 vor 3445 Tagen @ BillHicks 1267 Views

Hallo Bill!

Du schreibst: Kein Finanzsystem ist je "von alleine" entstanden und schon gar nicht hat je eines irgendwo von alleine bestanden, weil Erwartungen (und damit Bewertungen von geldwerten Rechten) sich laufend (auch massiv!) ändern können.

Ja, aber ich hatte auch nicht das Gegenteil behauptet, daher wundert mich ein wenig dieser zarte Hinweis. [[zwinker]]
Nun zu den Bank-Schlangen.

Da kannst Du lange warten. Die (in erster Linie öffentlich-rechtlichen) Institutionen sind längst da, um mit genau dieser Art von Liquiditäts-Schreckensszenario umgehen zu können. Auf einen physischen Bankrun als "erlösendes Krisenszenario" kannst Du im Westen lange warten. Sehr lange. Das hatten wir schon zu oft und haben entsprechend reagiert.

Also, das kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Diese Schlangen wurden vor wenigen Jahren in Zypern, in Schottland und vor allem in Griechenland beobachtet.
Wenn Du es nicht glaubst, schau mal da: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/northern-rock-lange-schlangen-abstuerzende-k...

Die Krise 2007/8 hat eine ganz andere Achillesferse des "neuen" Bankings mit dem Weltgeld (Eurodollars) sichtbar gemacht. Und dort hat der (nicht-physische) "Bankrun" auch stattgefunden.
Konsequenz in der Krise: Dollar-Liquiditäts-Swaps für US-ausländische Zentralbanken (u.a.), die diese Liquiditätskrise im "neuen" Banking ("Shadow Banking") behandeln sollte und letztlich auch eingedämmt hat. 600 Mrd. Dollar für ausländische ZBen in der Spitze.

Ja, aber das sind brisante Themen, die der Normalverbraucher nicht wahrnimmt und wenig versteht.

Es gibt eben nicht nur Liquiditätsprobleme und damit nur die Notwendigkeit, diejenigen Institutionen zu schaffen, die dabei helfen, mit diesen Liquiditätsproblemen (neuer Art) umzugehen (z.B. hat man seit Oktober 2013 dauerhafte unlimitierte Zentralbank-Swaps unter den C6 etabliert), sondern es gibt noch ganz andere Probleme:
- allgemeine Solvenzprobleme ("Umverteilung")
- fehlende Anreize für "realwirtschaftliche" Investitionen usw.

Ja, und an diesen vielen Krankheiten wird der Patient vermutlich zu Grunde gehen.
Der Plan, das Unabwendbare mit den Negativzinsen und anderen Spielchen noch abzuwenden, wird nicht funktionieren.
Bankrotteure, die zusammen eine neue Bank (EZB) gründen, um ihre eigenen Schulden (Staatsanleihen) aufzukaufen, bleiben Bankrotteure.

An den (öffentlich-rechtlichen! Was sonst?) Institutionen, die helfen würden diese Probleme zu lösen, bauen wir bislang noch nicht einmal. Der Schuss ist nach wie vor noch nicht gehört worden.

Vermutlich werden wir diesen Schuß aber bald hören.
Es könnte auch ein Kanonendonner oder eine Atomexplosion sein.

Hatte @dottore nicht in einem seiner Bücher – ich glaube es war „Der Kapitalismus – ein System das funktioniert“ – Stanley Salvigsen zitiert, der vom Durchschmelzen des Weltschulden-Reaktors sprach?
Das war 1988, also vor 28 Jahren!

Deshalb wird es auch - gerade in Europa - wahrscheinlich einer massiven Verschärfung der Krise bedürfen, insofern stimme ich Dir zu. Als physischer Bankrun wird diese aber nicht auftauchen. Das halte ich für extrem unwahrscheinlich.

Warten wir’s ab.
Wenn plötzlich eine Großzahl von Kunden online ein paar Transkationen durchführen möchte und das plötzlich nicht mehr geht oder die Seiten nicht erreichbar sind, dürften sich ein paar Leute ziemlich früh in Bewegung setzen.
Und wenn diese Wartenden dann von den ersten „auf Arbeit Gehenden“ gesehen werden und diese erfahren, warum die dort stehen ..

Noch ist Bargeld bei den Deutschen die Nr.1 auch wenn schon im Supermarkt immer öfter die Karte gezogen wird.

Und unter die weißen Schwäne mischen sich zusehends ein paar schwarze.
Die Deutsche Bank kämpft gerade mit der Zweistelligkeit ihres Aktienpreises, weil Mama Merkel keine staatliche Hilfe geben will – die Unwillige.
Bin gespannt, wie lange sie dazu steht. [[freude]]
Und der Volker mit "F" hat heute vermeldet, daß es mit der europäischen Konjunktur, die er in den letzten Monaten immer lobte, auch nicht mehr so dolle läuft.

mfG
nereus

"Manipulation"; Bank-Schlangen; Weltgeld (Global Money); Staatsbildung (State Building)

BillHicks ⌂ @, Wien, Dienstag, 27.09.2016, 00:20 vor 3445 Tagen @ nereus 1181 Views

Hallo Bill!

Hallo nereus!

Du schreibst: Kein Finanzsystem ist je "von alleine" entstanden und
schon gar nicht hat je eines irgendwo von alleine bestanden, weil
Erwartungen (und damit Bewertungen von geldwerten Rechten) sich laufend
(auch massiv!) ändern können.

Ja, aber ich hatte auch nicht das Gegenteil behauptet, daher wundert mich
ein wenig dieser zarte Hinweis. [[zwinker]]

Du hattest geschrieben:

Das ganze Finanz-System kann nur noch durch immer dreistere
Manipulation am Laufen gehalten werden.

Und ich wollte damit nur sagen: "manipuliert" wird immer. Ganz automatisch. Ohne Manipulation, d.h. Eingriff, existiert kein Finanzsystem.
Und dreist liegt wohl im Auge des Betrachters.

Nun zu den Bank-Schlangen.

Da kannst Du lange warten. Die (in erster Linie
öffentlich-rechtlichen) Institutionen sind längst da, um mit genau dieser
Art von Liquiditäts-Schreckensszenario umgehen zu können. Auf einen
physischen Bankrun als "erlösendes Krisenszenario" kannst Du im Westen
lange warten. Sehr lange. Das hatten wir schon zu oft und haben
entsprechend reagiert.

Also, das kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Diese Schlangen wurden vor wenigen Jahren in Zypern, in Schottland und vor
allem in Griechenland beobachtet.
Wenn Du es nicht glaubst, schau mal da:
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/northern-rock-lange-schlangen-abstuerzende-k...

Ja, diese Bilder kenne ich noch gut, hab' damit dem ein oder anderen Banker damals schön Angst einjagen können :) :)
Aber die meiste Angst hatte ich selbst. Ich dachte: einmal solche Bilder (mit Menschenschlangen vor Banken) und "es geht los" (automatisch), weil Banken ja so viele täglich fällige Verbindlichkeiten haben.

Die Krise 2007/8 hat eine ganz andere Achillesferse des "neuen"
Bankings mit dem Weltgeld (Eurodollars) sichtbar gemacht. Und dort hat der
(nicht-physische) "Bankrun" auch stattgefunden.
Konsequenz in der Krise: Dollar-Liquiditäts-Swaps für US-ausländische
Zentralbanken (u.a.), die diese Liquiditätskrise im "neuen" Banking
("Shadow Banking") behandeln sollte und letztlich auch eingedämmt hat. 600
Mrd. Dollar für ausländische ZBen in der Spitze.

Ja, aber das sind brisante Themen, die der Normalverbraucher nicht
wahrnimmt und wenig versteht.

Das mag sein. Aber genau darum geht es. "Global money". Was ist das Zahlungsmittel der Welt?
Es ist - wohl zum ersten Mal in der bekannten Geschichte der Menschheit ein privates Kreditsystem an der Spitze der internationalen Geldhierarchie. Gleichwohl ist dieses private Kreditsystem, das in $ nominierte Forderungen und Verbindlichkeiten Paare produziert der Spitze der nationalen $-Hierarchie (d.h. der FED) untergeordnet. Das kann man u.a. am Zinsabstand sehen, den stokk kürzlich verlinkt hat. Es hat sich auch in der Krise eindeutig gezeigt was Schwanz (Eurodollar, Weltgeld, global money) und was Hund (FED) ist (ein Blick auf die Bilanzen hätte wohl auch gereicht: die "Reserven" des Eurodollar-Systems sind $-Einlagen bei (New Yorker) Banken, die ihrerseits Zugang zur FED haben).

Es gibt eben nicht nur Liquiditätsprobleme und damit nur die
Notwendigkeit, diejenigen Institutionen zu schaffen, die dabei helfen, mit
diesen Liquiditätsproblemen (neuer Art) umzugehen (z.B. hat man seit
Oktober 2013 dauerhafte unlimitierte Zentralbank-Swaps unter den C6
etabliert), sondern es gibt noch ganz andere Probleme:
- allgemeine Solvenzprobleme ("Umverteilung")
- fehlende Anreize für "realwirtschaftliche" Investitionen usw.

Ja, und an diesen vielen Krankheiten wird der Patient vermutlich zu Grunde
gehen.

Schon möglich. Muss aber wohl nicht sein. Man kann (könnte) durchaus Insitutionen schaffen (immer "eine Ebene höher" als diejenige Ebene auf der die Probleme auftauchen), die mit diesen Problemchen umgehen können. Es wäre nicht das erste Mal in der bekannten Geschichte der Menschheit (vgl. z.B. USA Ende 19.Jhd.: --> wirksame Föderalisierung u.a. De-Kartellisierung etc. durch den politischen Progressivismus).

Der Plan, das Unabwendbare mit den Negativzinsen und anderen Spielchen
noch abzuwenden, wird nicht funktionieren.

Mit Negativzinsen nicht. Das ist ein grottenschlechter Plan. Bild dazu: man versucht einen Brand eines Hauses zu löschen und müsste eigentlich chirurgisch präzise vorgehen (und Wasser/Elastizität - Vorsicht: auch Elastiztität ist nur ein Bild! - dorthin bringen wo sie benötigt wird), sticht aber statt dessen einfach mal sämtliche Deiche durch....
Es ist immerhin (irgend)ein Plan...
Die Zentralbanker sind jedenfalls nicht diejenigen auf die man sauer sein sollte. Die tun was sie können. Was sie tun hat massive Umverteilungseffekte hin zu denjenigen, die bereits über Vermögen verfügen (sehr leicht begründbar warum Zentralbanken ohne "QE 4 the people" grundsätzlich zusätzliche Elastizität nur denjenigen zur Verfügung stellen können, die bereits über Vermögen verfügen). Aber immerhin die Zentralbanker tun irgendetwas. So grotesk das klingen mag.
Andere, die etwas tun müssten, tun gar nichts!

Bankrotteure, die zusammen eine neue Bank (EZB) gründen, um ihre eigenen
Schulden (Staatsanleihen) aufzukaufen, bleiben Bankrotteure.

Hier sprichst Du etwas wichtiges an:
So sehr wir auf europäischer Ebene "state building" benötigen würden (die EU spottet jeder rechtsstaatlichen Beschreibung), so dringend nötig ist eben das auch in vielen einzelnen Nationalstaaten. Das halte ich derzeit für den blindesten aller Flecke. Auch von den "heterodoxen" Ökonomen.
Ökonomen mussten sich einfach die letzten 200 Jahre kaum mit state building herumschlagen (und so alt ist die Disziplin "Ökonomik" erst gar nicht), weil die relevantesten Staaten schon aufgebaut waren. Ökonomen (und nicht nur denen aber denen ganz besonders) fehlt es einfach an staatstheoretischer Bildung.

An den (öffentlich-rechtlichen! Was sonst?) Institutionen, die helfen
würden diese Probleme zu lösen, bauen wir bislang noch nicht einmal. Der
Schuss ist nach wie vor noch nicht gehört worden.

Vermutlich werden wir diesen Schuß aber bald hören.
Es könnte auch ein Kanonendonner oder eine Atomexplosion sein.

Nichts genaues weiß man nicht.

Hatte @dottore nicht in einem seiner Bücher – ich glaube es war „Der
Kapitalismus – ein System das funktioniert“ – Stanley Salvigsen
zitiert, der vom Durchschmelzen des Weltschulden-Reaktors sprach?
Das war 1988, also vor 28 Jahren!

Das halte ich - mit Verlaub - für eine völlig ungeeignete Metapher falls die Intention war damit Zusammenhänge klarer zu machen.
Die Nettogeldvermögen bleiben immer und auf alle Zeiten genau Null (genauer: konstant in der Höhe monetisierter Eigentumsrechte, z.B. Metalle in Form von Münzen). Eine "Überschuldung" (und damit wohl auch ein "Durchschmelzen des Weltschuldenreaktors" - [[freude]] ) ist ein Partialbegriff, der für die Gesamtwirtschaft absolut keinen Sinn macht.

Deshalb wird es auch - gerade in Europa - wahrscheinlich einer
massiven Verschärfung der Krise bedürfen, insofern stimme ich Dir zu. Als
physischer Bankrun wird diese aber nicht auftauchen. Das halte ich für
extrem unwahrscheinlich.

Warten wir’s ab.
Wenn plötzlich eine Großzahl von Kunden online ein paar Transkationen
durchführen möchte und das plötzlich nicht mehr geht oder die Seiten
nicht erreichbar sind, dürften sich ein paar Leute ziemlich früh in
Bewegung setzen.
Und wenn diese Wartenden dann von den ersten „auf Arbeit Gehenden“
gesehen werden und diese erfahren, warum die dort stehen ..

Ich persönlich halte es - aufgrund der vorhandenen Institutionen - für extrem unwahrscheinlich.
Du kannst freilich das Aufbauen von noch nicht vorhandenen Institutionen ("state building", s.o.) für genau so unwahrscheinlich halten. Ist es womöglich auch.

Noch ist Bargeld bei den Deutschen die Nr.1 auch wenn schon im Supermarkt
immer öfter die Karte gezogen wird.

Und unter die weißen Schwäne mischen sich zusehends ein paar schwarze.
Die Deutsche Bank kämpft gerade mit der Zweistelligkeit ihres
Aktienpreises, weil Mama Merkel keine staatliche Hilfe geben will – die
Unwillige.

Wie "deutsch" ist denn die "Deutsche Bank"?

Bin gespannt, wie lange sie dazu steht. [[freude]]
Und der Volker mit "F" hat heute vermeldet, daß es mit der europäischen
Konjunktur, die er in den letzten Monaten immer lobte, auch nicht mehr so
dolle läuft.

Wie denn auch?
Schon mal einen 3 Worte Witz gehört:
Vernünftige deutsche Wirtschaftspolitik.

Statt dessen "sparen" sämtliche inländische Sektoren (Private Haushalte, Unternehmen, Staat).
Immer schön drauf auf den Geldvermögenshaufen.
Was für ein totaler IRRSINN!

Aaaaaaaber: siehe oben! Es ist eben NICHT damit getan (wie von Keynesianern gerne gepredigt), dass die Deutschen ihre Sparwut aufgeben und Geschenke an die anderen Euroäer verteilen. Nein. Dort (z.B. Griechenland, (Süd-)Italien, ...) muss zudem state building statt finden. Sonst funktioniert es nicht. Und DANN Transfers (Investitionen) und so weiter. Und das lustige ist: mit "Transferleistungen" kann man Bürger in Deutschland, die längst von der Jurisdiktionen-Arbitrage nur innerhalb der EU schon unter die Räder gekommen sind NOCH IMMER davon Abhalten für eine echte europäische Republik zu sein. Dabei bliebe ihnen in Summe trotz der Transfers mehr, weil die Jurisdiktionen-Arbitrage (Umsätze in D machen, wie etwa amazon, Google etc. aber Steuern dank double Irish in a Dutch sandwich u.ä. irgendwo anders (nicht) bezahlen) mit kleinen Jurisdiktionen nicht aufzulösen ist.
Grotesk.
Ich sag' ja. Es fehlt an staatstheoretischer Bildung. Nicht nur den Ökonomen (leider), sondern auch insgesamt. Wenn es nur die Ökonomen wären - naja, dann schickt man die halt zum spielen mit ihren Märchenbüchern irgendwo hin, Hauptsache sie haben keinen Einfluss auf Entscheidungsträger. Aber die nutzen Ökonomen leider weiterhin wie Betrunkene Laternen:
Es geht ihnen nicht um das Licht, sondern um den Halt.

mfG
nereus

Schöne Grüße

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.

Arbeitslosenrate U-3 ("offizielle Arbeitslosenrate")

CalBaer @, Freitag, 23.09.2016, 18:38 vor 3448 Tagen @ nereus 2801 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 23.09.2016, 19:23

Die von den Medien verbreitete "offizielle Arbeitslosenrate" ist nur eine Statistik von vielen:
http://www.bls.gov/news.release/empsit.t15.htm

"offizielle Arbeitslosenrate":
- Wer sich nicht offiziell als arbeitssuchend bei den Behoerden meldet, gilt nicht als arbeitslos
- Geringfuegig Beschaftigte gelten nicht als arbeitslos arbeitend, auch wenn sie nur eine Stunde pro Woche arbeiten
- Selbst die von den geringfuegig Beschaeftigten, welche einen Vollzeitjob suchen, zaehlen nicht als arbeitssuchend

Als serioes kann man diese Statistik nun nicht gerade bezeichen, denn ein ganz anderes Bild zeigt die offizielle Beschaeftigungsrate (US-Arbeitsministerium):

Civilian labor force participation rate [%]
[image]

Quelle: http://data.bls.gov/pdq/SurveyOutputServlet

Aber das ist nichts neues und an den Statistikmethoden hat sich auch kuerzlich nichts geaendert. Ich verstehe daher nicht, warum Hellmeyer so lange braucht.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

"Durchwursteln"

Rybezahl, Freitag, 23.09.2016, 22:55 vor 3448 Tagen @ nereus 2605 Views

Hallo!

Fazit! Das ganze Finanz-System kann nur noch durch immer dreistere
Manipulation am Laufen gehalten werden.

Noch dreister geht es bald nicht mehr. [[freude]]

Warten wir gespannt, wann sich die ersten Schlangen vor den Banken bilden.

Vielleicht mal China im Auge behalten:
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/quartalsbericht-zentralbank-biz-fue...

Habe mir den BIZ-Bericht nicht angesehen, er ist aber im Artikel verlinkt.


Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Dem Staat geht die Kohle aus?

aprilzi @, tiefster Balkan, Samstag, 24.09.2016, 00:21 vor 3448 Tagen @ Rybezahl 2433 Views

Hi,

Noch dreister
geht es bald nicht mehr.
[[freude]]

aus
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=35243


15. Die „Alt“-Machthalter können mit ihren Mitteln (Menschen, Material) allein nicht standhalten, riskieren also den Machtverlust bzw. ihr Eigentum, das Machtmonopol.

16. Um sich aus dieser misslichen Lage zu befreien, müssen sie Hilfe anfordern und diese selbstverständlich auch bezahlen. Diese Hilfe sind die Söldner, kommen also aus ganz anderen, oft weit entfernten Gegenden.

Also dottore beschreibt hier die gegenwaertige Lage. Soros und Buffet sind die Alt-Machthaber gemeinsam mit den Regierungen des Westens und diese riskieren den Verlust ihres Machtmonopols.

Deswegen holt Merkel als auch Obama Hilfe. Die Soeldner sind die bezahlten Terroristen, die man in Syrien ausgebildet hat und dort konnten diese praktische Erfahrungen sammeln.


Und schliesslich muss der Machthaber den Zins 3 zahlen und dieser dient, die Soeldner zu bezahlen.
Da der Zins nun negativ oder nahe Null ist, hat der Machthaber kein Geld, um die Soeldner zu bezahlen?

Und dann schreibt dottore auch noch das:

Ich befürchte, die Machthalter (außer interne) kommen uns abhanden.

Dann internalisiert sich das Problem und jedermann ist seiner Regierung komplett schutzlos ausgeliefert - Tipp daher: Nix wie wech.

Was das nun bedeutet?[[freude]]

Darueber denke ich morgen nach.

Gruss

Vermischt

Rybezahl, Samstag, 24.09.2016, 01:28 vor 3448 Tagen @ aprilzi 2321 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 24.09.2016, 01:31

Hallo!

15. Die „Alt“-Machthalter können mit ihren Mitteln (Menschen,
Material) allein nicht standhalten, riskieren also den Machtverlust bzw.
ihr Eigentum, das Machtmonopol.

16. Um sich aus dieser misslichen Lage zu befreien, müssen sie Hilfe
anfordern und diese selbstverständlich auch bezahlen. Diese Hilfe sind die
Söldner, kommen also aus ganz anderen, oft weit entfernten Gegenden.

Also dottore beschreibt hier die gegenwaertige Lage.

Glaube ich im Zusammenhang mit dem verlinkten Beitrag nicht, diese Dynamik hat das System meiner Meinung nach nicht mehr. Mehr so Durchhaltewettbewerb.

Soros und Buffet sind
die Alt-Machthaber gemeinsam mit den Regierungen des Westens und diese
riskieren den Verlust ihres Machtmonopols.

Warum riskieren sie ihr Machtmonopol?

Deswegen holt Merkel als auch Obama Hilfe. Die Soeldner sind die bezahlten
Terroristen, die man in Syrien ausgebildet hat und dort konnten diese
praktische Erfahrungen sammeln.

Wie - 'deswegen'?

Die können ja nicht jeden einzeln beauftragen. Also, selbst wenn es sich um Staatsterrorismus in deinem Sinne handeln sollte, kann doch dessen Anteil an der Masse nur gering sein. Man könnte aber auch Nazis aus Sachsen benutzen.
Die große Masse soll aber meiner Meinung nach aus anderen Gründen hier sein, z.B. aus demografischen und ökonomischen Gründen und sicherlich wegen der Macht.
Aber ist ja auch ganz praktisch, wenn man im Notfall ein Feindbild hat. Von daher...

Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Merkel diskreditiert sich selbst und damit die Macht an sich.

aprilzi @, tiefster Balkan, Samstag, 24.09.2016, 13:45 vor 3448 Tagen @ aprilzi 1956 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 24.09.2016, 14:09

Und schliesslich muss der Machthaber den Zins 3 zahlen und dieser dient,
die Soeldner zu bezahlen.
Da der Zins nun negativ oder nahe Null ist, hat der Machthaber kein Geld,
um die Soeldner zu bezahlen?

Und dann schreibt dottore auch noch das:

Ich befürchte, die Machthalter (außer interne) kommen uns abhanden.

Dann internalisiert sich das Problem und jedermann ist seiner Regierung
komplett schutzlos ausgeliefert - Tipp daher: Nix wie wech.

Was das nun bedeutet?[[freude]]

Darueber denke ich morgen nach.

Gruss

Hi,

also ich glaube, dass durch die Einfuehrung der Soeldner (Migranten) die feindliche Gesinnung des Staates gegenueber der eigenen Bevoelkerung zum Ausdruck kommt.
Darauf reagiert der einzelne Buerger mit der Verweigerung der Zahlung seiner Steuern.

Die Eliten sagen es offen dem Volke, wir hassen euch.

Und dann internalisiert sich das Problem und die Migranten (Soeldner) sind die Herren und die urspruengliche Bevoelkerung ist den Migranten schutzlos ausgeliefert.

In der Richtung sind die Aussagen des Papstes zu deuten, dass der Koran und die Bibel identische Buecher sind oder identische Ziele verfolgen. Der Papst hatte ja den Schwarzen die Fuesse gekuesst.

Gruss

Die Jungfrauen warteten nicht im Himmel, sondern in Schweden und Deutschland

aprilzi @, tiefster Balkan, Samstag, 24.09.2016, 15:31 vor 3447 Tagen @ aprilzi 1973 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 24.09.2016, 15:53

Hi,

also ohne Zentralstaat keine Sozialsysteme, keine Renten, keine Ueberlebenshilfen usw.

Damit wollen sich die Reichen und Maechtigen schuetzen, dass die aermeren Schichten in Deutschland und in der EU das Geld der Reichen verbraten koennen.

Das nennt sich dann die neue Weltordnung.

Der alte Bush dazu: 27.57 min.

https://www.youtube.com/watch?v=y5R1T2BxtSc

Das Dumme an dem Plan ist jedoch, dass er zu frueh anfing. Die Idee war ja wohl, dass, sollte Syrien fallen, dass dann Dschichadisten, also die wahren Soeldner, nach Deutschland rueberkommen. Jetzt sind die Soeldner bloss Kriminelle, aber keine Soeldner.
Und daran ist Putin schuld, denn er hat die Soeldner beerdigt. Die USA und der Westen haben ja sehr fuersorgliche Gefuehle fuer die Kopfabschneider und versucht, diese mit aller Macht zu schuetzen, sind aber eben daran scheitert.

Sowohl die Russen und die Syrer als auch der Iran und Hisbolla haben was gegen diese Kopfabschneider. Wieso haben die USA nicht ihnen verraten, dass diese Dschichadisten nicht fuer den Kampf in Syrien gedacht sind, sondern ihr Ziel und die vielen Jungfrauen nicht in Syrien zu suchen sind, sondern in Schweden und Deutschland.

Das verstehe ich nicht. Der Westen betreibt eine miese Aussenpolitik.[[freude]]


Und jetzt wird auch der Brexit klar, die reichen Englaender wollen sich davor schuetzen, dass ihre Milliarden von den Osteuropaeern versoffen werden und deswegen meinen diese Vollidioten, sich auf der Insel retten zu koennen.

Gruss

Opferhaltung

Rybezahl, Sonntag, 25.09.2016, 14:52 vor 3446 Tagen @ aprilzi 1622 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 25.09.2016, 14:59

Hallo!

Hi,

also ich glaube, dass durch die Einfuehrung der Soeldner (Migranten) die
feindliche Gesinnung des Staates gegenueber der eigenen Bevoelkerung zum
Ausdruck kommt.

Wie leicht zu erkennen, geht es von Anfang an um Unterwerfung.

Darauf reagiert der einzelne Buerger mit der Verweigerung der Zahlung
seiner Steuern.

Welche Bürger? Die BRD ist zahlungsfähig.

Die Eliten sagen es offen dem Volke, wir hassen euch.

Und dann internalisiert sich das Problem und die Migranten (Soeldner) sind
die Herren und die urspruengliche Bevoelkerung ist den Migranten schutzlos
ausgeliefert.

Ich frage mich immer, ob das Ausdruck einer Opferhaltung ist oder nur die Begründung für die ablehnende Haltung zur Asylpolitik.

In der Richtung sind die Aussagen des Papstes zu deuten, dass der Koran
und die Bibel identische Buecher sind oder identische Ziele verfolgen. Der
Papst hatte ja den Schwarzen die Fuesse gekuesst.

Unerhört!


Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

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Wandere aus, solange es noch geht.