ARTE Doku: Thorium [Flüssigsalzreaktor] - Atomkraft ohne Risiko? - mTmL, edit

McShorty @, Nürd-Mütryx fün Dülbünyen, Donnerstag, 22.09.2016, 23:53 vor 3449 Tagen 4442 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 23.09.2016, 00:20

edit: zu ein paar Zahlen, meist am Ende genannt,
- 10 Mio € würden für erste Versuche benötigt...also der Gegemwert mit dem man gerade mal 200 MUF hier 1 J. pampern kann
- 1 Mrd. € bräuchte man für einen 1. kl. Reaktor...also gerade mal 20.000 MUF Pampers für 1 J.
- ach ja, wir schmeissen ja gerade 100 Mrd. Euronen für die überqualif. Fachkräfte (Speichel) aus dem Fenster, ok, bei uns in Germoney kommt ja der Strom auch aus der Steckdose und Geld aus der Wand...
- Frankr. hat bereits jetzt genug Thorium für 100 Jahre
P.S. vllt. können ja ein paar Fachleute hier aus dem DGF (CM?) ihren Senf dazu geben, wäre nett

http://www.arte.tv/guide/de/050775-000-A/thorium-atomkraft-ohne-risiko?autoplay=1

Dienstag, 27. September um 9:25 Uhr (97 Min.)
Wiederholung am Montag, 10.10. um 9:20 Uhr

Thorium-Flüssigsalzreaktor: Nie gehört? Kein Wunder, seit 70 Jahren wird die Technologie von der Nuklearindustrie totgeschwiegen. Dabei könnte Thorium - kein Atommüll, kaum Risiko - die Energieproduktion komplett revolutionieren. "Thema" fragt, warum Kernkraft aus Thorium 1945 eine technologische Totgeburt war und warum es plötzlich doch der Brennstoff der Zukunft sein soll.

Wenn man die Atomkraft nicht erfunden hätte, um Hiroshima zu bombardieren oder Militärflotten anzutreiben, wie würden unsere Reaktoren heute aussehen? Wenn von Anfang an die zivile Nutzung der Atomenergie an erster Stelle gestanden hätte - als Lieferant von Energie und Wärme, mit dem Ziel Wind- und Sonnenenergie zu unterstützen anstatt sie zu ersetzen? Wenn man die Reaktoren so konzipiert hätte, dass sie aus sich heraus sicher wären, anstatt auf ein Arsenal von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen angewiesen zu sein?

Dann wären unsere Reaktoren heute höchstwahrscheinlich Thorium-Flüssigsalzreaktoren. Tschernobyl und Fukushima wären unbekannte Punkte auf der Landkarte. Die moderne Welt hätte die Finger von Kohle und Kohlenwasserstoff gelassen und der Klimawandel wäre reine Science-Fiction. Nur liegen zwischen all diesen Möglichkeiten und der Realität viele Konflikte: der Zweite Weltkrieg, der Kalte Krieg, der Krieg um das Erdöl. Diese haben dazu beigetragen, dass unsere Atomkraft heute so ist, wie sie ist.

Doch jetzt, fast ein Dreivierteljahrhundert nach ihrer Erfindung, treten die Flüssigsalzreaktoren wieder auf den Plan. Gescheitert mit ersten Prototypen in den 40er Jahren, endgültig aufgegeben im Jahr 1973, werden sie jetzt wieder von Wissenschaftlern weiterentwickelt. Aber werden sie sich durchsetzen und die Energieversorgung unseres Planeten revolutionieren? Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach Alternativen zur klassischen Kernenergie.

--
Danke an Elli, Chef, HM und igelei für das wunderbare Forum hier!
Seid wachsam auf diesem Narrenschiff!

Siemens!

Steppke, Freitag, 23.09.2016, 02:57 vor 3449 Tagen @ McShorty 3833 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 23.09.2016, 14:00

Thorium-Flüssigsalzreaktor: Nie gehört? Kein Wunder, seit 70 Jahren wird
die Technologie von der Nuklearindustrie totgeschwiegen.

Soweit ich weiß, hatte Siemens in den 1980er-Jahren daran intensiv gearbeitet, aber sie sind gescheitert (obwohl sie die Besten waren).

Indien will dieses Thema jetzt wieder aufleben lassen und soll Siemens die Forschungsergebnisse abgekauft haben.

Wenn Siemens das aber nicht hinbekommen hat, ist es unwahrscheinlich, dass das die Inder schaffen.

Sollte ein Thorium-Flüssigsalzreaktor aber doch mal Realität werden, sind die Energieprobleme für praktisch alle Zeiten gelöst, denn die weltweiten Thoriumvorräte reichen für mehrere zehntausend Jahre.

hab da mal ne Frage

nereus @, Freitag, 23.09.2016, 06:51 vor 3448 Tagen @ DT 3371 Views

Hallo DT!

Du schreibst: CrisisMaven (Holger Strohm) konnte dazu kompetent Auskunft geben.

Wie kommst Du zu der Annahme, daß diese beiden Namen sich in einer Person vereinigen sollen? [[hae]]

mfG
nereus

Leider eben auch ohne Atomwaffen-"Risiko"

CalBaer @, Freitag, 23.09.2016, 09:08 vor 3448 Tagen @ McShorty 2747 Views

Wer wollte und konnte setzte auf Technik, die auch waffenfaehiges Material produzieren kann. Genau solche Absichten wirft man ja dem Iran heute vor.

Von daher muss sich Thorium rein marktwirtschaftlich durchsetzen. Wenn es wirklich profitabel und sicher sein soll, haetten sich schon laengst Grossinvestoren gefunden.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

1986 könnte hier der Schlüssel sein

nvf33 @, Freitag, 23.09.2016, 10:50 vor 3448 Tagen @ McShorty 3259 Views

Das Jahr 1986 ist m.E. ein wichtiger Schlüssel in der Sache, nicht zuletzt weil da der damalige Forschungsvorstand von Siemens K.-H. Beckurts ermordet wurde. Sein Hauptthema war der Kugelhaufenreaktor. Dass ausgerechnet im gleichen Jahr Tschernobyl, Hamm-Uentrop und sogar auch im Forschungsreaktor Geesthacht Störfälle auftraten, die z.T. jahrzehntelang geheimgehalten wurden, mag eine "Synchronizität" sein. Es lohnt sich, in dieser Zeit genauer hinzuschauen.

Unabhängig und jenseits der Fragen nach Rentabiliät (die immer eine Funktion der jeweiligen Horizontweite bleibt), stellt Atomenergie die höchste allgemein anerkannte Energie- und damit Machtdichte dar. Damit bleibt sie auch das Ultimum des derzeit politisch zu Verwaltenden. Die politisch einfachste Lösung ist es, den Menschen hohe Machtdichte vorzuenthalten, z.B. mit dem Argument, dass sie nicht mündig seien. Diese Diskussion war um Beckurts Mitte der 1980er Jahre in vollem Gange, wie ich aus seinem Umfeld weiß.
Demgegenüber stand und steht die Vision, dass die Menschheit entwickelbar ist - so sehr, dass zentralistische Bevormundung schließlich als das erkennbar wird, was sie im Kern ist: Eine Krücke zum Umgang mit Charakterschwächen. Auch hier ist das einfachste Gegenargument, Charakterschwächen als alternativlos zu bezeichnen.

Mögen der Wille und die Vision zum vollkommenen Leben mit Euch sein!
nvf33

Und wieder Puzzlestück

Blut-Svente @, Freitag, 23.09.2016, 11:20 vor 3448 Tagen @ nvf33 2743 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 23.09.2016, 13:41

Moin,

das mit Beckurts und seinem "Abgang" war mir in dem Zusammenhang nicht bekannt.
Danke Dir für die Info.

Hätte es derzeit die RAF nicht gegeben, man müsste sie glatt noch mal erfinden.

Glück auf!
Svente

--
Wenn man einen Deutschen mit ein paar Konservendosen in den Urwald jagt, kommt er mit einer Lokomotive wieder heraus...
Ephraim Kishon

"Alle Sicherheitsstrategien, die Menschen sonst im Alltag anwenden, versagen bei der Kerntechnik"

Silke, Freitag, 23.09.2016, 12:33 vor 3448 Tagen @ DT 2425 Views

Sehr richtig, lieber DT,

hier finde ich eine Argumentationsbündelung:
"Sichere Atomkraftwerke waren sie alle ..."

Noch unkalkulierbareres Risiko der AKW's als bei jeder anderen Energiegewinnung.
Ehrlich und umfassend bilanziert noch uneffektiver, als jede andere Energiegewinnung.

Liebe Grüße
Silke

Staatsterroristen gefaehrden Kernkraft

aprilzi @, tiefster Balkan, Freitag, 23.09.2016, 12:46 vor 3448 Tagen @ Silke 2327 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 23.09.2016, 18:17

Hi,

Kernkraftwerke sind sicher. Die Voraussetzung ist jedoch, dass der Staatsterrorist sich nicht entfaltet. Lebt man also unter Terroristen, wie es der Staat ja so ist, dann ist Kernkraft unsicher.

Der Staat unterstuetzt Terroristen, wie man in Syrien sehr deutlich sieht.
Dann sind Verbundsysteme wie Stromnetzwerke auch unsicher, deswegen propagandiert man Solar- und Windanlagen. Das gleiche Schicksal steht den Sozialsystemen bevor.

Der globale Terrorist wird von den Globalisten finanziert. Er zerstoert jedes groessere Zusammenleben. Deswegen ist Kernkraft gefaehrlich und deswegen wird Kernkraft abgeschafft.

Gruss

Kernkraft ist Staatsterrorismus [FIFY] (oT)

CalBaer @, Freitag, 23.09.2016, 18:40 vor 3448 Tagen @ aprilzi 1889 Views

- kein Text -

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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