Am Prinzip der nicht vorhandenen und nicht gewollten Integration und
Assimilation ändert sich nichts. Dafür bedarf es ganz anderer
Instrumente. Und diese Instrumente gilt es zu beschreiben und zu
diskutieren - und natürlich sollte zuvor eine Mehrheit ein Ziel vorgeben,
eine Beschreibung unter welcher Idee die Menschen in diesem Land gemeinsam
zu leben gedenken.
Das letztere ist im Prinzip richtig, ist aber nicht eine Sache oberflächlicher Vereinbarung einer Bevölkerung, sondern Ausdruck einer Volksgemeinschaft. Diese ist bei den Linken, und im Grunde bei der gesamten politischen Elite diskreditiert, angeblich durch den Missbrauch im Nationalsozialismus. Sie ist aber eine historische Realität.
Dem unverstellten kulturgeschichtlichen Blick zeigt sich, dass jedes Volk eine historisch gewachsene Kulturgemeinschaft bildet, in der die Menschen eine ganz spezifische seelische Grundhaltung zur Welt einnehmen und zu einer besonderen Art des gedanklichen, künstlerischen und religiösen Strebens hinneigen. In der Sprache, in Wortbildung und Wortgebrauch, in Grammatik und Syntax, in Redewendungen und bildhaften Ausdrücken offenbart sich am unmittelbarsten die seelische Konfiguration einer Volksgemeinschaft, die sich in Dichtung und Literatur ihren höchsten künstlerischen Ausdruck verschafft. Aber auch in den anderen Künsten wie der Malerei und der Musik, sowie in Wissenschaft, Recht und religiösem Leben prägt sich die seelische Eigentümlichkeit eines Volkes in einer besonderen Form und eigenem Stil deutlich aus.
Woher kommt es, dass die Menschen eines Volkes in einer besonderen Weise seelisch konfiguriert sind, dass wir von typisch italienisch, typisch britisch oder typisch deutsch sprechen? Dieses Besondere wird ja nicht zwischen den Menschen abgesprochen und herbeigeführt. Es gibt keine Vereinbarung, dass sich jetzt alle so verhalten wollen, weder irgendwann in der Vergangenheit noch später. Erst recht nicht entspringt die Sprache mit ihrem weisheits- und kunstvollen Aufbau irgendeiner bewussten menschlichen Konstruktion. Der Mensch wächst unbewusst in sie hinein, bewegt sich in ihr und wird von ihr ergriffen und gebildet. Er bildet sie zwar etwas weiter, aber aus den Impulsen der seelischen Konfiguration des Volkstums, die ihm ganz unbewusst bleiben. Das lässt nur den vernünftigen Schluss zu, dass Sprache und einheitlicher Duktus einer Volkskultur auf den Einfluss von über dem Menschen stehenden Wesen zurückgehen müssen.
Wir sind gegenwärtig in der Situation, dass das angestammte Volk den Zusammenhang mit seiner historisch gewachsenen Kultur immer mehr verliert bzw. ihn von der politischen Kaste ausgetrieben bekommt. Wo hinein sollen sich dann Migranten assimilieren? In die Werte des Grundgesetzes und der freiheitlichen Gesellschaftsordnung? Diese sind das mehr oder weniger abstrakte Ergebnis der gewachsenen Kultur und setzen diese voraus, wenn sie wirklich gelebt werden sollen.
Also die entscheidende Frage, die nach meiner Ansicht zuerst geklärt werden muss und von mir hier auch schon thematisiert wurde, ist: Volk oder Bevölkerung.
Gruß
Falkenauge