OT: Ratgeber Einbruchschutz 02: Tresore/Safes/Geldschränke - Arten/Aufstellungsmöglichkeiten, Sicherheitsklassen, Feuerschutz

Literaturhinweis @, Montag, 19.09.2016, 12:46 vor 3450 Tagen 5840 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 21.09.2016, 17:33

Nicht nur nimmt die Zahl der Wohnungs- und Geschäftseinbrüche dramatische Dimensionen an, zusätzlich führen Null- und Negativzinsen auch noch zu vermehrter Bargeldhortung. Die Tresore sind z.T. in Deutschland schon ausverkauft gewesen.

Wie bei allem, was man das erste mal macht (Heiraten, Haus oder Auto kaufen), so wird auch der Tresorkauf nicht dadurch leichter, daß es verschiedenste Schutzklassen für Aufbruchschutz und Feuerwiderstand u.v.a.m. gibt (s.u.). Hinzu kommen Entscheidungen wie "Doppelbartschloss, Zeitschloß oder Fingerabdruckscanner" bzw. "Wand-, Boden- oder Möbeleinsatztresor" und "hält die Zimmerdecke das überhaupt aus?" usw.

Dieser Beitrag kann natürlich nicht auf alle Fragen eine Antwort geben, dazu sind die Bedürfnisse, die individuellen Vermögensverhältnisse und die Gegebenheiten vor Ort viel zu unterschiedlich.

Aber wenn der Beitrag zumindest das Problembewußtsein geweckt hat, mit welchen Fragen man sich tunlichst vor Kauf eines Tresors befaßt haben sollte, dann hat er seinen Zweck schon erfüllt.

Im weiteren Verlauf werden nach Typen, Sicherheitsklassen und Preis gestaffelte Listen von Amazon-Angeboten zu Tresoren, Waffenschränken, Dokumenten- und Feuerschutzschränken usw. aufgeführt. Wie schon beim Beitrag zu Überwachungskameras geraten, sollte man nicht einfach auf den "Kaufen-Button" drücken, sondern, wenn man sich "nicht sicher ist, daß man sich sicher ist", erst eine fachkundige Beratung in Anspruch nehmen, etwa bei Krininalberatungsstellen oder bei auf Tresorinstallation und -verkauf spezialisierten Schlossereien oder im Fachhandel.

Auch mit dem (Hausrat- oder Valoren-) -Versicherer und ggf. auch mit der Brandversicherung/Gebäudeversicherung sollte man ggf. reden, zumal der VdS - Verband der Sachversicherer hier eigene hochkarätige Spezialisten hat und zu Geldschränken eigene VdS-Richtlinien herausgibt, ebenso, wie der Maschinenbau-Verband VDMA (p. 44, vgl. auch "Erläuterungen und Informationen zu Begriffen der Sicherheitstechnik").

Hier im Anhang ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit eine Übersicht der wesentlichen Normen zu Sicherheits- und Feuerwiderstandsklassen usw.

Mein Rat: ein guter Küchenberater, seines Zeichens Schreinermeister, sagte mal 'die gute, passende Küche braucht ein Jahr Vorlauf an Beratung und Aussuchen'. Ein Tresor ist oft ebenfalls eine Anschaffung im vierstelligen Bereich, aber das allein sollte noch nicht das Kriterium sein: viel wichtiger ist, die Schutzklasse ins Auge zu fassen. Wenn ein Tresor im Kaufwert von 2.000 Euro ein 'Innenleben' von 20.000 Euro hat, das es gegen Verlust zu schützen gilt, dann sieht man sich nicht einer Investitionsentscheidung der 'Zweitausendeuroklasse', sondern eben der 'Fünfundundzanzigtausendeuroklasse' gegenüber!

Gerade auf dem dünn besiedelten Lande kann es sein, daß im Tresor mehr Werte lagern, als das Haus (und Grundstück) 'drumherum' heute wert sind.

Es gibt verschiedene Aufstell- und Einbauarten, die schon von den Bezeichnungen her halbwegs verständlich sein sollten:

- Möbeleinsatztresore werden in z.B. einem Schrank "versteckt" - allerdings hinten durch die Schrankwand in der Mauer des Hauses verschraubt, sonst trägt sie der Einbrecher weg und öffnet sie in aller Gemütsruhe bei sich zuhause. Die Qualität der Verschraubungen oder der Mauern läßt aber manchmal zu wünschen übrig. (Ein 'Möbel'tresor' ist übrigens nicht dasselbe, sondern einer, der wie ein Möbel aussehen soll. Wenn die Charade nicht grade aus ästhetischen innenarchitektonischen Gründen gewünscht wird: den normalen Einbruchsfachmann täuscht man damit nicht allzu lange.)

- Bodentresore stehen einfach auf dem Boden. Die schwereren Ungetüme können aber in vielen Nicht-Industriegebäuden oft nur im Keller untergebracht werden, da die Deckentraglasten im Erd- oder Obergeschoß nicht ausreichend bemessen sind.

- Der Wandtresor wird in der Wand eingelassen. Hier gilt für die Stabilität der Verankerung dasselbe, wie für Möbeleinsatztresore. Meist hinter einem Rembrandt versteckt, wie in vielen Kriminalfilmen zu sehen, entgeht er dem Blick des ungeübten Einbrechers. Da dieser aber einen Kollegen mitgebracht hat, der es auf Rembrandts abgesehen hat, fliegt das Versteck über kurz oder lang doch auf.

- Feuerschutztresore kommen noch aus der Steinzeit, als das Feuer von den Frauen gehütet werden mußte, da die Streichhölzer noch nicht erfunden waren. Ging die Frau mal austreten, schloß sie das Feuer im Feuerschutztresor ein (wie gut diese getarnt waren, sieht man allein schon daran, daß Archäologen bis heute keinen gefunden haben - wenn Sie einen finden, Vorsicht, er könnte außen mittlerweile heiß sein!). Heute dreht man den Spieß nur einfach um und bewahrt das Feuer drumherum auf und die Familienchronik drinnen.

- Schlüsselschränke, möglichst innen mit genauer Beschriftung, zu welcher Tür welcher Schlüssel paßt, erleichtern Einbrechern die Arbeit, denn sie müssen nicht irgendwo sonst mühsam suchen und zerwühlen so auch nicht die Seidenunterwäsche der Gemahlin.

- Dokumentenschränke ohne Feuerschutz dienen dazu, Fingerabdrücke von Dokumentendieben zu sammeln.

- Am besten sind noch die Täuschtresore. Als Buch oder Lampe verkleidet (oder auf der Toilette) haben sie den Vorteil, daß Einbrecher, die sich nicht zuvor auf Amazon kundig gemacht haben, voll dran vorbeilaufen und das dicke Englischwörterbuch verschmähen und stattdessen in ihrer Unbildung nur ein paar Inkunabeln mitgehen lassen.

- Nicht zuletzt haben Datensafes die dankbare Aufgabe, einem nach einem Einbruch vor Augen zu führen, wieviele Monate man seit der letzten Sicherheitskopie hat verstreichen lassen.

(Ganz zuletzt noch meine zwei Erlebnisse mit Geldschränken massiverer Bauart: der eine stand im Kellerbüro eines Mitarbeiters einer großen Behörde, der auch mit vertraulichen Dokumenten zu tun hatte. Alle bedauerten den Mann, weil er doch um des schweren Ungetüms willen an ein lichtloses Kellerbüro gebunden war und bewunderten ihn andererseits insgeheim wegen seiner Wichtigkeit. Nie bekam einer den Tresor offen zu sehen, so gewissenhaft verwahrte der wackere Beamte seine Dokumente. Eines Tages aber zog die Behörde in ein modernes Gebäude um und man bereitete auch den Umzug des Geldschrankes vor. Im Zuge der Umzugsplanung wurde der gute Mann vom Umzugsplaner gefragt, auf was man denn achten müsse usw. Darauf er: "Keine Ahnung - ich hab' zu dem Ding keinen Schlüssel, der stand halt drin, als mir das Büro zugewiesen wurde und als sich herausstellte, daß man die Zimmertür hätte breiter machen müssen, um ihn herauszuholen, blieb er drin."

In einem zweiten Fall mußte ein Sportverein sein Sportlerheim wegen einer Umgehungsstraße aufgeben. Darin stand aber ein massiver Tresor, zu dem keiner einen Schlüssel hatte. Da keiner Rat wußte, fragte man den ortsbekannten Kleinkriminellen, der grade wieder mal auf Hafturlaub war. Er versprach, gegen 10% des Inhaltes den Schrank aufzubrechen. Zwei Stunden brauchte er im Schweiße seines Angesichtes, nur mit Vorschlaghammer und Meißel 'bewaffnet' - der Schrank war leer, ein paar Bier sein Arbeitslohn. Seitdem ist mir bewußt, welche Sicherheit ein durchschnittlicher Geldschrank den Besserbetuchten bietet, die auf Facebook mitteilen, daß sie sich drei Stunden Konzertbesuch gönnen.

Ein Geldschrank als bloßes Statussymbol mag billiger sein als eine Nobelkarrosse, aber kann auch unangenehme Nebenwirkungen zeitigen.)

Weiter mit: "Boden, Wand-, Möbeleinsatz- und Feuerschutztresore, Schlüssel-, Dokumenten- und Waffenschränke, Datensafes und Geldkassetten"

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Boden, Wand-, Möbeleinsatz- und Feuerschutztresore, Schlüssel-, Dokumenten- und Waffenschränke, Datensafes und Geldkassetten

Literaturhinweis @, Montag, 19.09.2016, 12:47 vor 3450 Tagen @ Literaturhinweis 4365 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 21.09.2016, 17:35

Am besten auch die Erläuterungen im Hauptbeitrag lesen.


Bodentresore verschiedener Preisklassen

Bodentresore Klasse S60P über 1.000 €Â Â Â Â |    Bodentresore Klasse SAFE über 5.000 €Â Â Â Â |    Bodentresore Sonstige über 200 €Â Â Â Â |    Bodentresore Sonstige über 1.000 €Â Â Â Â |    Bodentresore Sonstige über 2.000 €Â Â Â Â |    Bodentresore Sonstige über 5.000 €


Geschäftstresore verschiedener Preisklassen

Geschäftstresore Klasse B über 1.000 €Â Â Â Â |    Geschäftstresore Klasse B über 2.000 €Â Â Â Â |    Geschäftstresore Sonstige über 1.000 €Â Â Â Â |    Geschäftstresore Sonstige über 2.000 €


Wandtresore verschiedener Preisklassen

Wandtresore über 100 €Â Â Â Â |    Wandtresore über 1.000 €Â Â Â Â |    Wandtresore über 2.000 €


Möbeleinsatztresore

Möbelteinsatzresore über 1.000 €


Feuerschutzschränke und -tresore verschiedener Preisklassen

(Bei Feuerschutzschränken steht im Vordergrund, das Schutzgut möglichst lange bei einem Brand in den Aufstzellungsräumen vor dem Verkohlen zu schützen; das kann Banknoten betreffen, i.d.R. werden damit aber unwiederbringliche Urkunden etc. geschützt. Der Aufbruchschutz steht dann nicht im Vordergrund.)

Feuerschutzschränke
Feuerschutzschränke Klasse B über 1.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutzschränke Klasse I über 1.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutzschränke Klasse S1 über 1.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutzschränke Klasse S1 über 2.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutzschränke Sonstige über 3.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutzschränke Sonstige über 4.000 €

Feuerschutztresore
Feuerschutztresore Klasse 1 über 1.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutztresore Klasse S1 über 1.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutztresore über 1.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutztresore über 2.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutztresore über 3.000 €Â Â Â Â |    Feuerschutztresore über 4.000 €


Datensafes verschiedener Preisklassen (z.B. für Sicherungskopien

Datensafes Klasse S60DIS über 1.000 €Â Â Â Â |    Datensafes Sonstige über 1.000 €Â Â Â Â |    Datensafes Sonstige über 2.000 €Â Â Â Â |    Datensafes Sonstige über 3.000 €Â Â Â Â |    Datensafes Sonstige über 5.000 €


Dokumentenkassetten und -schränke verschiedener Preisklassen

Dokumentenschränke
Dokumentenschränke Klasse B über 1.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse B über 2.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse B über 3.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse S1 über 1.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse S120P über 1.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse S120P über 2.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse S120P über 4.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse S60DIS über 1.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse S60P über 1.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse S60P über 2.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse S60P über 3.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse S60P über 4.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Sonstige über 1.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Sonstige über 2.000 €Â Â Â Â |    Dokumentenschränke Klasse VdS0 über 1.000 €

Dokumentenkassetten
Dokumentenkassetten über 50 €Â Â Â Â |    Dokumentenkassetten unter 50 €


Geldkassetten und 'Geldzählbretter' verschiedener Preisklassen

Geldkassetten über 50 €Â Â Â Â |    Geldkassetten über 100 €Â Â Â Â |    Geldkassetten über 1.000 €Â Â Â Â |    Geldkassetten unter 50 €Â Â Â Â |    Geldzählbretter über 50 €Â Â Â Â |    Geldzählbretter unter 50 €


Wertsachen- und Werttschutzschränke verschiedener Preisklassen

Wertsachenschränke über 1.000 €Â Â Â Â |    Wertsachenschränke über 2.000 €Â Â Â Â |    Wertsachenschränke über 3.000 €

Wertschutzschränke über 1.000 €Â Â Â Â |    Wertschutzschränke über 2.000 €Â Â Â Â |    Wertschutzschränke über 3.000 €


Verschließbare Schlüsselkästen, -tresore und -kassetten verschiedener Preisklassen

Schlüsselkassetten
Schlüsselkästen über 50 €Â Â Â Â |    Schlüsselkästen über 100 €Â Â Â Â |    Schlüsselkästen unter 50 €Â Â Â Â |    Schlüsselkassetten über 50 €Â Â Â Â |    Schlüsselkassetten über 100 €Â Â Â Â |    Schlüsselkassetten unter 50 €

Schlüsselschränke
Schlüsselschränke über 50 €Â Â Â Â |    Schlüsselschränke über 100 €Â Â Â Â |    Schlüsselschränke über 200 €Â Â Â Â |    Schlüsselschränke über 500 €Â Â Â Â |    Schlüsselschränke über 1.000 €Â Â Â Â |    Schlüsselschränke unter 50 €

Schlüsseltresore
Schlüsseltresore Klasse A ST070 über 200 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore Klasse A über 200 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore Sonstige über 50 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore Sonstige über 100 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore Sonstige über 200 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore Sonstige über 500 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore Sonstige über 3.000 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore Sonstige über 4.000 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore Sonstige unter 50 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore VDMA ST070 über 200 €Â Â Â Â |    Schlüsseltresore VDMA ST100 über 200 €

Schlüsselwandtafeln
Schlüsselwandtafeln unter 50 €


Sicherheitsschränke und -kassetten verschiedener Preisklassen

Sicherheitskassetten über 100 €Â Â Â Â |    Sicherheitskassetten über 200 €Â Â Â Â |    Sicherheitsschränke über 1.000 €Â Â Â Â |    Sicherheitsschränke über 2.000 €Â Â Â Â |    Sicherheitsschränke über 5.000 €


Täuschtresore unterschiedlicher Bauart und verschiedener Preisklassen

Buchtresore Sonstige unter 50 €Â Â Â Â |    Täuschtresore unter 50 €


Waffenschränke verschiedener Preisklassen

Waffenschränke über 1.000 €Â Â Â Â |    Waffenschränke über 2.000 €

Weiter mit: "Sicherheits- und Feuerwiderstandsklassen für Geldschränke und Tresore, Dokumentschränke usw. inkl. Überlegungen zur Qualität"

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Sicherheits- und Feuerwiderstandsklassen für Geldschränke und Tresore, Dokumentenschränke usw. inkl. Überlegungen zur Qualität

Literaturhinweis @, Montag, 19.09.2016, 12:49 vor 3450 Tagen @ Literaturhinweis 3880 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 21.09.2016, 17:36

Diskussionen über Sicherheit und Zweckmäßigkeit von Tresoren gab es, u.a. im Rahmen der subprime-Krise, schon mehrfach im Gelben Forum, z.B.:

- verzögerte Öffnungszeiten (vgl. auch hier) und stillen Fernalarm

Vgl. den Rat und die Praxis des vermutlich ältesten Foristen.

Auch zu Spekulationszwecken sind Tresore z.T. vonnöten.

"Das Aufbrechen eines Safes der höchsten Sicherheitklasse ohne Zerstörung des Inhalts benötigt für Experten von Tresorherstellern (die gelegentlich mit dieser Aufgabe betraut werden) etwa 5 Arbeitstage ..."

Alles schon durchdiskutiert: "1. Tresor kaufen. 2. Gold aus dem Schließfach holen und in den Tresor" und "den Tresor nur selber einbauen".

Neben den im Vorbeitrag eingangs erwähnten Normblättern und Hinweisen des Verbandes deutscher Sachversicherer (VdS) und der Maschinenbauer (VDMA) hier noch weitere, z.T. bebilderte, Übersichten zum Einlesen in die Welt der Geld- und Waffenschränke und Tresore:

Eine gute Übersicht zu Tresor- Normen und -Bauvorschriften bietet Wikipedia als erste Anlaufstelle, zumal man davon ausgehen darf, daß sie dort am ehesten auf dem neuesten Stand gehalten werden.

eisenbach-tresore.de hat eine z.T. bebilderte Übersicht zu den Sicherheitsklassen usw.

Auf tresore.net finden sich die Sicherheitsstufen für den Safe nach VdS und ECB-S.

kriminalberatung.de hat einen "Tresor- und Waffenschrank-Ratgeber"

tresorspezialist.de warnt mit interessanten Hinweisen, die man so nicht überall findet "Vorsicht bei Tresoren der Sicherheitsstufe B" ("Tresore der Sicherheitsstufe B sind nicht zertifizierte Erzeugnisse").

Sicherheitklassen und Versicherungsnummern findet man übersichtlich auf einem Blatt bei schlosserei-holl.at.

mueller-safe.de gibt ebenfalls in einem zweiseitigen PDF kurz und knapp "Hinweise zu den (unterschiedlichen) Sicherheitsstufen".

Gerade für Neulinge gut bebildert ist die "Tresor-Checkliste" von securama.ch - Sicherheitsstufen, Standortwahl, Typenschilder und ihre verschlüsselten Bedeutungen, Schloß- und Türaufbau - einfach mal 'reingucken.

bremertresor.eu beschreibt die "Die EURO-NORMEN".

Ebenfalls lesenwert ist das 4-seitige Merkblatt zu Prüfnormen der Prüfstelle nach Euro-Norm (zertifiziertes Test-Institut (z.B. VdS), gleichzeitig für Zertifizierung nach Euro-Norm zertifiziertes und akkreditiertes Zertifizierungs-Institut (z.B. ECBS oder VdS) Waldis auf tresore.ch.

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Häuser in sich absichern

Fidel @, Montag, 19.09.2016, 14:08 vor 3450 Tagen @ Literaturhinweis 5382 Views

Hallo Literaturhinweis,

man muss sich immer wieder für deine Arbeit bedanken.

Da deine Kritik an naiven "Revolver im Nachtkästchen Aufbewahrern" sehr zutreffend ist, moechte ich einen Gedanken zur Diskussion anbieten.

Häuser in sich so absichern, dass Schlafbereiche nicht überraschend angegriffen werden können. Das heißt Stockwerke durch einfache Gittertüren so abriegeln, dass der Angreifer nur mit Lärm und Mühe Zugang bekommt. Gitter, weil es gut zu verteidigen ist - der Einsatz von Schleudern mit Stahlkugeln ist legal. Man verschafft sich Zeit, auch zur Flucht über Rückzugswege.... in Brasilien ist es üblich ganze Häuserzüge nacheinander auszurauben und die Bewohner per Messer an Kehle zum Öffnen aller Sicherheits-(Waffen)schränke zu zwingen.

(Leitern und Werkzeuge verschließen/versperren und damit zusätzliche Arbeit=Zeitbedarf schaffen...)

Inschallah
Fidel

Sehr gute Ideen ...

Literaturhinweis @, Montag, 19.09.2016, 14:23 vor 3450 Tagen @ Fidel 4519 Views

... und ich denke auch, die meisten Menschen unterschätzen die Brutalität der heutigen Einbrecherbanden. Ich kann mich nicht erinnern, solche Berichte mit Folter von Rentnern schon in den sechziger Jahren gehört oder gelesen zu haben.

Da die Zeit bei Straftaten, wie Du schon schreibst, ein wesentliches Element ist, ist ein Zeitschloß am Tresor ganz hilfreich - eben eines, das man auch selbst dann nicht schneller öffnen kann, wenn man selbst es gerne hätte.

Ebenso die erwähnten Gittertüren o.ä.

Jedoch, wie ich meine Pappenheimer so kenne: beim Tresor mit Zeitschloß läßt man dann gerne einen Haufen Wertsachen außerhalb desselben liegen, damit man "nicht solange warten muß".

Und bei Zutrittserschwernissen wie verschließbare Bereiche innerhalb des Hauses greift binnen kurzem der Schlendrian und man läßt sie der Bequemlichkeit halber doch offen. Oder muß nachts um halb drei nur schnell was aus der Küche holen und läßt sie dann offen.

Die meisten müssen erst so häufige Erfahrungen wie in Südafrika oder Brasilien gemacht haben, bevor sie es konsequent realisieren.

In Südafrika fährt man nie allein, sondern im Pulk zur Party, dann, nachdem alle Gäste wieder nach Hause gefahren sind, rufen Gastgeber und Gäste sich gegenseitig an, daß sie wieder heil zuhause angekommen sind.

Dort schmieren sich Banden mit Löwenurin ein, weil die Wachhunde davor reißaus nehmen. Oder sie setzen ganze Häuser unter Betäbungsgas (was einem aber auch an einsamen Rastplätzen in Schweden schon passieren kann).

In Westeuropa steht den meisten noch eine sehr steile Lernkurve bevor, die nicht alle werden erfolgreich erklimmen können.

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Alte Kriegslist: Lockaas

Reffke @, Montag, 19.09.2016, 15:09 vor 3450 Tagen @ Literaturhinweis 5393 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 19.09.2016, 16:59

Hallo LH,

Vielmals danke für die vielen Anregungen!

Mir fällt dazu eine Kaufmannslist ein, nämlich einen teil der "Beute" zu opfern, wodurch der Rest erhalten bleibt.
Also zum Schein ein Versteck mit einem Teil des Vermögens, den Hauptteil gut versteckt halten.
Auch das gute alte ==> Vergraben nicht vergessen!

Auch und besonders gut für Dokumente/Schlüssel (auch Kopien), Lebensmittel usw. geeignet!

Nichts ist so schlimm, als mit dem Messer an der Kehle aufzuwachen.
Wer kann, sollte sich mit List und Tücke rechtzeitig überlegen, wie sich das verhindern läßt!

MfG, Reffke

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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Gang und G(e)äbe.

Mitmacher @, Montag, 19.09.2016, 16:42 vor 3450 Tagen @ Reffke 4275 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 19.09.2016, 16:57

Ich bin im Bauhauptgewerbe tätig und die Klügeren der reichen Bauherren haben immer zwei Tresore eingemauert.

Einen zum finden (lassen) und einen mit dem richtigen Inhalt.

Für so einen "Gangsta" sind 10.000,- cash schon ne Menge Holz... wenn die wüssten, was manchmal ein Zimmer weiter in der Wand so rumliegt...

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"Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt." - Thomas Mann, Der Zauberberg

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Stahlkugeln, Schleuder

Dieter, Montag, 19.09.2016, 14:29 vor 3450 Tagen @ Fidel 5031 Views

Hallo Fidel,

vor ein paar Jahren habe ich mir einmal vorsorglich aus einer Betriebsauflösung zum Spottpreis Kiloweise 10mm Stahlkugeln gekauft und natürlich dazu passende Schleudern, die ich dann ein wenig modifiziert habe, sodaß man damit auch ein Kaninchen oder ne Ratte aus 30m Entfernung erledigen kann, habe sie auch im Ausland schon mal eingesetzt um streunende Hundebanden vor Angriffen abzuhalten.

aber: es geht nur, wenn man zuvor auch ausreichend die Treffsicherheit geübt hat.

- und bei Tresoren stehe ich auf eingemauerte Tresore, natürlich mit hohem Feuerschutz.

Gruß Dieter

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