Der Fäulnisprozess von Berlin

Falkenauge, Samstag, 17.09.2016, 10:05 (vor 3452 Tagen)4604 Views

Thorsten Hinz schreibt in der JF vor der Wahl in Berlin:
"Der Fäulnisprozeß, der das Land im Griff hat, geht viel zu tief, um durch kurzfristige Verschiebungen im Parteiengefüge gestoppt zu werden."

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/berlin-ausser-kontrolle/

Das ist erschütternd wahr. Ich würde aber noch weiter gehen: Das Parteiensystem überhaupt ist das Problem. Wir haben uns so an die Existenz der Parteien gewöhnt, dass wir uns gar nicht mehr vorstellen können, wie es ohne die Parteien gehen soll.

Sicher, das Entstehen der verschiedenen Parteien ist historisch nachvollziehbar und verständlich. Aber wir sind jetzt in einer Phase der Demokratie, in der diese, die schon längst zur Parteien-Oligarchie deformiert ist, von den Parteien vollends zerstört wird, und die Herrschaft dieser Parteigangster sich offen gegen das Volk selbst richtet, von dem sie sich völlig losgelöst haben.

Wir müssen das Wesen der Partei ganz neu und vorbehaltslos durchdenken, wie es sich im Staat ausgebreitet hat und ihn in allen Bereichen durchsetzt, so dass die Gewaltenteilung längst aufgehoben ist. Wir müssen uns bewusst machen, dass Parteien ein Verhängnis sind.


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