Lieber Zara,
Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, warum du nicht von diesem Schwarmbild lassen kannst.
Viele Bilder sind ja richtig skizziert.
Hyperorganismen haben sehr woh einen Willen, Bewusstsein und Handlungsoptionen.
Davon wird aber die Menschheit immer noch nicht zum Schwarm.
Die Ausbildung des Herrschaftsprinzips war leider historisch unumgänglich, um im dissipativen System "Menschheit" mehr "Ordnung" zu erzwingen und zu erhalten, mehr Potential anzuhäufen um nicht der Entropie anheim zu fallen.
Du weißt schon:
Entropie lässt sich nur begrenzen, wenn ihr immer mehr ordnende Strukturen entgegen gestellt werden - optimal im Sinne der Ordnung ist dabei eine Diktatur purer Macht im Sinne einer redundanten Imperatur - eine Zentralinstanz, die die Macht an sich zieht und den Massen ein paar Strohmänner anbietet. Das dabei auf der anderen Seite unglaubliches Leid und Elend als Gegenpol entstehen muss und billigend in Kauf genommen wird ist nicht zu vermeiden. Macht ist nicht gut oder böse sondern nur mächtig wie ein Toba-Vulkan oder Yukatan-Meteorit. DA können wir beten oder Rituale aufführen ohne irgendetwas zu ändern, wie uns in bescheuerten Filmen wie Armageddon suggeriert wird
Ohne den Tod von Mio. Menschen lässt sich nun einmal keine Marsmission ausrüsten, die dem System Menschheit ein zweites Standbein im Universum auf einem zweiten Planet erlaubt. Das kann ich mögen oder hassen, aber die Überlebenschance des Lebewesen "Menschheit" wird in Bezug auf die wirklich energiereichen Ereignisse (siehe Vergangenheit) verdoppelt.
Damit konnten die damals Steinzeitlichen und können die heute Indigene nicht mithalten.
Sie würden untergehen, wenn der Yellowstone aktiv wird.
Das Schwarmprinzip basiert auf drei Regeln, die die einzelnen Agenten (Individuen / Boids) beachten:
1. Bewege dich in Richtung des Mittelpunkts derer, die du in deinem Umfeld siehst (Kohäsion).
2. Bewege dich weg, sobald dir jemand zu nahe kommt (Separation).
3. Bewege dich in etwa in dieselbe Richtung wie deine Nachbarn (Alignment).
Das findet sich zwar deutlich und häufig in gleichartigen und nicht hierarchisch aufgebauten Menschenmassen, sie sind aber nicht Wesen menschlichen Handelns im Debitismus.
Der Grundantrieb im Debitismus im weiteren Sinn ist das Nachschuldnerstellen und im engeren Sinn das Auferlegen und Abwehren von Abgabeschulden.
"jedes Individuum kann eine Richtungsänderung hervorrufen und der ganze Schwarm organisiert sich hierdurch um"
Wiki
Wo bitte läßt sich das denn finden?
Es ist vielmehr so, dass dem einem Zustand deterministisch zwingend der nächste folgt und zwar genau der und kein anderer, da die in diesem Augenblick bestehende Summe von Ursachen nur eine determinierte Summe von Wirkungen zulässt, die wiederum Ursachensumme für das nächste kausale Kettenglied darstellt.
Die gibt es zuhauf, in mannigfaltigster Ausprägung.
Es gibt, um im Bild vom @Hinterbänkler zu bleiben Pyramidenstrukturen, die sind vermögender/potenter/machtvoller als große Teile der menschlichen HERDEN, HORDEN, SIPPEN wie Herr Soros mit seinem Netzwerk und Herr Putin mit seinem Netzwerk.
Daneben gibt es haufenweise andere Netzwerke, die mehr oder weniger mächtig schieben und drücken können, ohne das Gesamtkonstrukt zu verändern.
Und es gibt Pyramidenstrukturen, die haben eine so wenig tragende Rolle, dass es egal ist ob sie da sind oder nicht. In Bezug auf das an Komplexität zunehmende Gesamtkonstrukt spielen sie keine Rolle.
Sie können sich querstellen oder auf den Kopf. Es hat keine größeren Auswirkung auf den weiteren Entwicklungsprozess der Pyramide, bis sie so groß ist, dass sie einstürzt.
Das alles bildet sich völlig unabhängig vom Willen der machtvollen und ohnmächtigen Menschen im Zeitablauf heraus, so wie die Pflanzen und Tiere in der Evolution vom Meer ans Land gegangen sind ohne zu wollen. Sie füllten und füllen nur aus, wo Potentialität Raum zum Ausfüllen einräumt.
So hat der @frosch sein legendäres Zitat gemeint.
Dahinter steckt ein demokratischer
Denkfehler.
Das Volk kann eine unliebsame Regierung oder Politik nicht abwählen.
Doch, geschieht immer wieder.
Aber nicht eine Zentralinstanz, weil sie nicht wählbar ist und den Rahmen vorgibt.
Lies noch einmal den @Ostfriesen und den Abschnitt zur Riemannschen Fläche.
Alle übereinander liegende Blätter durchdringen gleichzeitig ein punktförmiges Zentrum (=Singularität). Das Zentrum definiert die Ebene und hat keine raumzeitliche Ausdehnung.
"Bei dem Versuch einer dreidimensionalen Visualisierung sind auf den jetzt spiralförmig angeordneten Blättern die Instanzen und Institutionen der Zentralmacht mit dem handelnden Personal in einem Zusammenhang anzutreffen, die alle um das Zentrum, das in der bildlichen Darstellung eine Gerade ist, kreisen und die wechselseitig in horizontalen und/oder in vertikalen raumzeitlichen, komplexen und mannigfachen Beziehungen zueinander stehen (z.B. Nichtbanken, GB en, ZB auf drei sich überlappenden Blättern). Die Eigenschaften und Inhalte dieser Zentralmachtordnung (Singularität) werden nur von der Umgebung auf den Blättern erkannt und beschrieben. Wir selbst gelangen nicht in ihr Inneres – die Ordnung an sich bleibt erhalten, das bedeutet z.B., dass das Verschwinden alter Instanzen mit altem Personal neue Instanzen mit neuem Personal erzeugt. Das Zentrum ist entterritorialisiert und entzeitlicht, verbindet „alles mit allem“ – es ist eine Art Gravitationszentrum, um das sich alles dreht. Es ist in den Kategorien von „Sein und Zeit“ (Martin Heidegger) nicht fassbar.
@Ostfriese
Das ist eben genau das, was der Schwarmwille konstruiert. Wenn Du andere
Vorstellungen von der Ausübung des Schwarmwillens mit anderen
Institutionen hast, diese aber nirgends vorfindest, dann bedeutet dies,
dass es sich um eine bedeutungslose Nischenmeinung ohne Gestaltungsmacht
handelt.
Dein Schwarmwillen ist ein buntes Konglomerat von unterschiedlichstem Wollen, ohne ausreichendes Können.
Du jammerst über den Schwarm und wähnst Dich mit Deiner 'Erkenntnis'
irgendwo über diesem. So geht es allerdings den meisten. Alle glauben, die
andern hätten keine Ahnung, so wie achtzig Prozent der Leute glauben,
überdurchschnittlich begabte Autofahrer zu sein.
Ein Bienenschwarm, der neu starten will teilt sich wie schon damal die Stämme sich mit erreichen der Dunbar-Zahl geteilt haben.
Einer verfolgte dieses Ziel, der andere ein anderes. So wurde die Erde von den anders wollenden besiedelt, während die nicht anders wollenden in ihrem gewohnten Terretorium verblieben.
Es ist unmöglich, den Zentralplanungsfürchtigen ihren
Ersatzgott/Ersatzteufel auszureden. Ihr braucht das einfach.
Ja.
Das ist aber auch nicht Aufgabe eines Anarchisten. Er schafft neue Strukturen neben den alten, so wie du u.A. versuchst, die BTC-Story vorwärts zu bringen.
Daneben versuchst du, den Leuten immer wieder das Kernproblem des Wirtschaftens und unseres Gesellschaftssystems zu erklären, bietest ihnen aber keine Alternative.
Das ist aber auch nicht deine Aufgabe, weil das jeder für sich selbst finden muss, um es ausreichend leidenschaftlich voran zu bringen.
Nationalisten, Esos und Kremliniden mögen in einigen Foren eine
Mehrheit
bilden, aber nicht im Gesamtschwarm. Bei weitem nicht.
Quelle?
Genau das ist imho. die überwiegende Mehrheit in alternden Zivilisationen - Versuch des Erhalten's des unsäglichen Zustandes - Giftmischer und Gifttrinker, die noch nicht erfahren durften oder wollen, dass dazu alternative Lebenskonzepte wie genossenschaftliche Konstrukte, Wahlgemeinschaften und Familienclans sehr spannend sein können.
Wir halten gern an Erprobtem fest, wenn wir nicht von außen zu Richtungsänderungen gezwungen sind.
Stell dir einen ordentlichen deutschen Staatsbürger vor, der Montag einfach nicht mehr arbeiten geht...
Deutschland wäre dann wie die Schweiz. Aber der Schwarm muss sich das
selber ermöglichen. Wo der Wille fehlt ...
Der überwiegende Teil der Deutschen profitiert von der aktuellen Situation und meint, sie jetzt und auch weiterhin ertragen zu können.
Ein bisschen meckern hier, ein bisschen grummeln dort - aber ein starker Staat und eine staatsbegeisterte Bevölkerung sind nun einmal ein unschlagbares Team.
Was wir damit unseren Kindern und Enkeln antun blenden wir aus, oder wir fallen der Kognitiven Dissonanz anheim.
...nur so ein paar nicht schwärmerische Überlegungen...
Liebe Grüße
Silke