Lohnt es sich denn, für dieses Volk zu streiten?

007 @, Zentral im Weltwohlfahrtsstaat, Donnerstag, 15.09.2016, 10:26 vor 3455 Tagen 5017 Views

Lohnt es sich denn, für dieses Volk zu streiten,
das nicht begreift, dem nichts mehr heilig ist?

Das sich devot verneigt nach allen Seiten
und seinen Feinden aus den Händen frisst?

Das das Zerstörungswerk an sich vollendet
und selber Hand an sein Bestehen legt?

Das in den Hirnen so total verblendet,
nicht mehr das Erbe seiner Väter hegt?

Das seine Jugend wirft aus ihren Bahnen,
das seine großen Helden nicht verehrt,
das sich versammelt um des Feindes Fahnen
- ist dieses Volk noch meiner Liebe wert ?

(Renate Schütte 1978)


38 Jahre alt und aktueller denn je ...

Zum 03.10. müßte Christo damit den Reichstag verhüllen, jede Litfasssäule damit plakatiert werden und in jeder Tageszeitung ein ganzseitiges Inserat geschaltet werden.

Wofür es sich zu streiten lohnt

Monterone @, Donnerstag, 15.09.2016, 10:34 vor 3455 Tagen @ 007 4107 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 15.09.2016, 10:39

Vielleicht wär's besser, für die matriarchalische Stammesgesellschaft zu streiten, deren Vorzüge dieses Video in Bild und Ton präsentiert?

http://www.dailymotion.com/video/x107k3_komas-peteurs_shortfilms

Endlich hab' ich verstanden, was mit kultureller Bereicherung gemeint ist.

Monterone

Die Hoffnung nicht aufgeben

Falkenauge @, Donnerstag, 15.09.2016, 10:44 vor 3455 Tagen @ 007 3202 Views

„Der Himmel erhalte dich, wackres Volk,
Er segne deine Saaten,
Bewahre dich vor Krieg und Ruhm,
Vor Helden und Heldentaten.“

(Heinrich Heine)

Und der im Pariser Asyl lebende Heine dichtete sehnsuchtsvoll

„Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.
Es war ein Traum.
Das küsste mich auf deutsch und sprach auf deutsch –
Man glaubt es kaum,
Wie gut es klang – das Wort: „Ich liebe dich. –
Es war ein Traum.“

Doch die schwarz-rot-goldene National-Fahne war ihm suspekt. Er sah in ihr ein rückwärtsgewandtes Symbol. Und bei denen, die sie schwenkten, witterte er „Teutomanie“ und „Phrasenpatriotismus“, der sich gefühlsträchtig an äußeren staatlichen Glanz und Ruhm heftet und vor falscher Treue zur Obrigkeit nicht gefeit ist. Sein Patriotismus richtete sich auf Deutschland als Kulturgemeinschaft, auf seine Musik, die Besonderheit des Dichtens und Denkens, das aus Deutschland hervorwuchs, und er rief seinen nationalen Kritikern entgegen:

„Pflanzt die schwarzrotgoldne Fahne auf die Höhe des deutschen Gedankens, macht sie zur Standarte des freien Menschentums, und ich will mein bestes Herzblut für sie hingeben.“
(Vorwort zu: Deutschland, ein Wintermärchen)

Es lohnt sich, Heines beißende Kritik und heiße Liebe zu den Deutschen immer wieder zu lesen.

Auf die Pflege des bisher aus Deutschland herausgewachsenen Denkens, Dichtens und künstlerischen Schaffens kommt es an. Das ist das, was die deutsche Identität ausmacht. Mit jener verschwindet diese.

44 Jahre alt und ewig unerfüllt.

Watson @, Donnerstag, 15.09.2016, 11:27 vor 3455 Tagen @ 007 3289 Views

Ich hab geträumt, der Krieg wär vorbei.
Du warst hier, und wir waren frei.
Und die Morgensonnen schien.
Alle Türen waren offen, die Gefängnisse war'n leer.
Es gab keine Waffen und keine Kriege mehr.
Das war das Paradies.

Gibt es ein Land auf der Erde,
Wo dieser Traum Wirklichkeit ist?
Ich weiß es wirklich nicht.
Ich weiß nur eins und da bin ich mir sicher:
Dieses Land ist es nicht.
Dieses Land ist es nicht.

Der Traum ist ein Traum zu dieser Zeit.
Doch nicht mehr lange, mach dich bereit.
Für den Kampf um's Paradies.
Wir hab'n nichts zu verlier'n außer unser Angst
Es ist uns're Zukunft, unser Land.
Gib mir deine Liebe, gib mir deine Hand.


Nur wusste Rio schon damals, dass es nicht um ein "Volk" gehen kann.

eine schwedische Journalisten - Free Press

Dieter, Donnerstag, 15.09.2016, 11:48 vor 3455 Tagen @ 007 3504 Views

https://www.youtube.com/watch?v=dSI166wWDII

Hallo,
hier sind 11 min. empfohlen, nur damit wir wissen, daß nicht nur das Land der "Kriegsschuld" reif ist, sondern wohin die Reise geht am Beispiel Schwedens, den ewigen Sozialdemokraten.

Gruß Dieter

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