Verluste geben eine groessere Geborgenheit
Hallo nesco,
Danke fuer das Interesse.
Jeder kennt das: Nach einem erfolgreichen Trade fuehlt man sich leer, zappt durch die Kanäle und schläft nicht besonders. Der nächste Trade wird am nächsten Tag eingegangen und ist meist kein Guter. Gewinne machen dumm und es ist, frei nach Heinrich Spoerl "dafuer gesorgt, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen".
Daher bin ich nach all den Jahren fast schon allergisch auf diskretionäre Gewinne und strebe sie eigentlich nicht an.
Gewinne sollten unbemerkt erfolgen, so richten sie weniger Schaden an.
So bin ich zum Stillhalter geworden, eine Strategie mit positiver mathematischer Erwartung.
So verkaufe ich am liebsten 3-Monats-Optionen im S+P500. Das ist extrem stressig, da man täglich mit ansehen muss wie die Optionen ins Geld laufen.
Es ist wie das Chicken Race amerikanischer Teenager: Man fährt mit 2 Traktoren aufeinander zu, wer als erster in den Graben fährt, hat verloren.
Fuer mich eine schone Strategie, da sie maximalen Schmerz bereitet und am Ende trotzdem ueber die Jahre sehr erfolgreich ist. Man wähnt sich mit dieser Strategie die meiste Zeit als Verlierer, schläft also gut und wundert sich am Ende des Jahres ueber einen, vielleicht bescheidenen, Gewinn.
Gruesse!
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it's a rat trap Judy, and you've been caught!