Rede zur Lage der EU: Diametrale Widersprüche in der Rede von Juncker

Revoluzzer, Mittwoch, 14.09.2016, 10:47 (vor 3456 Tagen)4584 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 14.09.2016, 13:08

Das Ausmaß des Mangels an Logik ist ein Anzeichen für den persönlichen und sozialen Verfall.

Juncker hat seine Rede zur Lage der EU gehalten. Die FAZ berichtet in einem Artikel.

Interessant sind nun die massiven Widersprüche in diesem nicht gerade besonders langen Artikel:

"Juncker sieht die Europäische Union in einer existenziellen Krise."

Unten dann aber:

"Der EU-Austritt Großbritanniens ist für Juncker nicht der Beginn eines Auflösungsprozesses Europas. Die EU bedauere die Entscheidung der Briten, „aber die Europäische Union ist in ihrem Bestand nicht gefährdet“

WTF???? Was ist eine existenzielle Krise anderes als eine bestandsgefährdende? Oder hat der Brexit nichts mit dieser Krise zu tun?

Weiter:

„Die Zahl der Bereiche, in denen wir solidarisch zusammenarbeiten, ist zu klein.“
"Im Kampf gegen Arbeitslosigkeit will EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker den milliardenschweren Plan für Investitionen in Europa deutlich ausweiten."
Hinzukommt sein Busenfreund, der Luxemburger Außenminister, mit der Aussage: Wir müssen Ungarn aus der EU werfen!
Zugleich wird massiv an der Vereinheitlichung des letzten wichtigen Kernbereichs der Nationen gearbeitet: Dem Militär (Link).

Aber was sagt Juncker dann:

„Europa wird und darf nie zu einem Einheitsstaat werden“

WTF???? Wir wollen keinen Einheitsstaat aber tun alles, um ihn herbeizuführen?

Es ist der absolute Hammer, in welchem Ausmaß hier Juncker seinem Ruf als "Wenn es ernst wird, muss man lügen" gerecht wird. Er macht Aussagen, die sich diametral widersprechen. Der Typ macht sich nicht mal mehr in seiner wichtigsten Rede des Jahres die Mühe, beim Lügen kohärent zu bleiben (oder er ist persönlich so fertig - Alk? -, dass er die Absurdität dieser Aussagen gar nicht mehr wahrnimmt).

Wie das Ganze zu interpretieren ist, ist klar (Lügen und Betrügen, um die EU-Diktatur weiter voranzubringen). Aber so offensichtlich jede logisch-inhaltliche Kohärenz aufzugeben, finde ich in sich bemerkenswert.

Und dass die FAZ so etwas schreibt, spricht für sich.

Revo.


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