Es kracht hörbar im Gebälk der Eliten

nereus @, Dienstag, 13.09.2016, 08:02 vor 3458 Tagen 7851 Views

Bei Thierry Meyssan gibt es einen kleinen, aber sehr interessanten Artikel zum Briefing des US-Präsidentschafts-Kandidaten durch den Direktor der Nachrichtendienste.

Eine rege Kontroverse entstand über das Briefing des republikanischen Kandidaten, Donald Trump, durch das Amt des nationalen Direktors der Nachrichtendienste. Entgegen der Tradition hat Donald Trump über dieses Treffen in der Öffentlichkeit gesprochen.
Er betonte, dass auf Grund der Körpersprache seiner Gesprächspartner, er feststellen konnte, dass diese in der Regel vom Präsidenten Barack Obama nicht aufmerksam angehört werden.
Trump hat nichts von dem Inhalt ihrer Kommentare gesagt. Aber seine Bemerkungen haben einen Sturm in der Welt der Nachrichtendienste entfesselt, wo man sich über die Politisierung von diesem Briefing Sorgen macht.
Indiskretionen aus dem Büro des Direktors der Nachrichtendienste ließen dann wissen, dass das Team von Donald Trump, das bei dem Briefing anwesend war, geteilt erschien.

Der militärische Berater des Kandidaten, der ehemalige Direktor des DIA, Michael T. Flynn, hätte mehrmals die Präsentation durch Fragen unterbrochen. Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hätte zuerst seinen Arm berührt, um ihm zu sagen, keine Probleme zu machen, und dann als Folge seiner Eindringlichkeit, hätte er ihn gebeten, leiser zu sprechen, bevor er ihm gebot: "shut up!"

Darüber hinaus hat Michael T. Flynn einen offenen Brief von 88 im Ruhestand befindlichen Generälen und Admiralen veröffentlicht, der zur Unterstützung von Donald Trump aufruft.

Quelle: http://www.voltairenet.org/article193217.html

Was sagt uns das?
Das Briefing ist keine Informationsveranstaltung für den künftigen Boss, sondern eine Unterweisung, die derjenige in seinen künftigen politischen Handlungen zu berücksichtigen hat.
Der Präser wird nicht informiert, sondern er wird eingenordet.
Wenn M.T. Flynn, immerhin ehemaliger General-Leutnant und Ex-Chef des DIA als Trump-Berater Fragen stellt und er dann von einem devoten Chris Christie abgewatscht wird, dann kann man sich vorstellen, wie es gerade im Zirkel der Macht zugeht.
Der Brief der Generäle und Admiräle bestätigt meinen Verdacht, daß es die Amis endgültig leid sind ihr Potential seit Jahrzehnten für das kriegsgeile USrael zu verschleißen und sich damit zum Buh-Mann der ganzen Welt zu machen.

Den Apokalyptikern weht immer mehr Gegenwind ins Gesicht und das macht sie dadurch leider immer gefährlicher.

mfG
nereus

Essentielle Gleichung

Wildheuer @, Schurkenstaat im Herzen Europas, Dienstag, 13.09.2016, 10:09 vor 3458 Tagen @ nereus 5236 Views

Den Apokalyptikern weht immer mehr Gegenwind ins Gesicht und das macht sie dadurch leider immer gefährlicher.


Diese einfache, aber sehr essentielle Gleichung, die da @nereus herausgeschält hat, gehörte m. E. "in die Sammlung".

Wenn diese Gleichung stimmen sollte, wie um Himmels Willen sollte sich die Menschheit gegenüber diesen (sehr vermutlich) Psychopathen am besten verhalten?

Ist diese Welt, mit allen sichtbaren höchst seltsamen Vorkommnissen, womöglich doch "das Optimum", was im tatsächlichen Kräfteverhältnis sich sozusagen "realisieren" lässt?

(N. B.: Das Optimum ist noch keinesfalls das Ideal)


Fragender Gruss
vom Wildheuer

Hier der Offene Brief von 88 Generälen/Admiralen i.R.

Reffke @, Dienstag, 13.09.2016, 11:54 vor 3458 Tagen @ nereus 5399 Views

Hallo nereus,

Die Gleichschaltung der Medien mittels Lügen und Lücken zwecks Dämonisierung und Diffamierungskampagne von Donald Trump ist nur ein weiterer Beweis für die fortschreitende Dominanz der "Apolyptiker", die mit List und Tücke rücksichtslos Alles und Jeden erbarmungslos aus dem Weg räumen, der sich ihren Interessen widersetzt.
Sicher interessant, den bewußten Brief zu kennen. [[zwinker]]
==> Hier ist er!

Man sollte das Ganze auch vor dem Hintergrund sehen, den Wesley Clark so ungeniert und bemerkenswert schon 2007 als Coup (also Putsch!) bezeichnete, als er sein Buch "A Time to Lead: For Duty, Honor and Country" vorstellte [[zwinker]]
Hier das Video:
Wes Clark - America's Foreign Policy "Coup"

MfG, Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Das Drama der Evolution

nemo, Dienstag, 13.09.2016, 21:58 vor 3457 Tagen @ Wildheuer 3307 Views

bearbeitet von nemo, Dienstag, 13.09.2016, 22:30

Diese einfache, aber sehr essentielle Gleichung, die da @nereus
herausgeschält hat, gehörte m. E. "in die Sammlung".

Wenn diese Gleichung stimmen sollte, wie um Himmels Willen sollte sich die
Menschheit gegenüber diesen (sehr vermutlich) Psychopathen am besten
verhalten?

Ist diese Welt, mit allen sichtbaren höchst seltsamen Vorkommnissen,
womöglich doch "das Optimum", was im tatsächlichen Kräfteverhältnis
sich sozusagen "realisieren" lässt?


Hallo Wildheuer,

ja, wie sollte man sich diesen Psychopathen gegenüber am besten verhalten?

Meine Überzeugung ist, dass es das Böse nicht gibt. Das Böse ist die Hybris
der Macht, die Verführung durch Privilegien und Geld mit dem Resultat einer
noch größeren Hybris.

Jedoch leben alle Geschöpfe in der Unendlichkeit, die weit über die materielle
Dimension hinaus geht. Dort betritt man das Reich der Psyche (griechisch:
Seele). Die Seele geht über die dritte Dimension weit hinaus. Das beinhaltet eine
höhere Wirklichkeit. Eine Wirklichkeit, in der die Hybris keine Rolle spielt, wo
sie sich praktisch selbst auslöscht und wo ihre Macht endet.

So ist das Spiel. Die Macht muss sich ausdehnen und gewalttätiger werden,
um sich zu behaupten. Und das ist ihr Untergang. Immer. Und in regelmäßigen
Abständen – seit tausenden von Jahren – kommt es deshalb zu Kriegen.
Manche Menschen behaupten daher, dass der Krieg der Vater aller Dinge sei
und eine Gesetzmäßigkeit darstellt. Ein kosmischer Kampf um Evolution.
Solange bis die höheren Wirklichkeiten des Daseins erreicht werden können.
Womit sich gleichzeitig die Illusion von Macht und Kontrolle auflöst.

Eigentlich müsste man annehmen, dass nach zwei Weltkriegen dieser Schritt
bereits vollzogen wurde. Aber anscheinend braucht es noch einen dritten.
Man schaue sich nur einmal diese Figuren an, die an der Illusion der Macht
festhalten. Dort findet man die Menschen, die am ungeeignetsten für jede
Verantwortung sind. Diejenigen, die den evolutionären Schritt zur Freiheit
erst noch vollziehen müssen und in ihrer Verirrung ganze Völker der
Vernichtung preisgeben. Und all das wiederholt sich seit Jahrhunderten
immer wieder – direkt vor unseren Augen.

Gruß
nemo

Fragen über Fragen

nereus @, Mittwoch, 14.09.2016, 09:38 vor 3457 Tagen @ nemo 3212 Views

Hallo nemo!

Jetzt bewege ich mich zwar auf einer kritischen Umlaufbahn, dennoch möchte ich ein paar Gedanken dazu schreiben.

Du schreibst: Meine Überzeugung ist, dass es das Böse nicht gibt.

Meine Überzeugung ist, es existiert!

Das Böse ist die Hybris der Macht, die Verführung durch Privilegien und Geld mit dem Resultat einer noch größeren Hybris.

Schau in’s NT zu den teuflischen Prüfungen.
Besonders eindrucksvoll ist die letzte von den dreien.

Zuletzt führte der Teufel Jesus auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt in ihrer Größe und Pracht und sagte: „Dies alles will ich Dir geben, wenn Du Dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.“

Quelle: Neues Testament, Matthäus-Evangelium, Kap. 4, Vers 8-10.

Früher habe ich über solcherart Geschriebens gelacht, heute ist mir das Lachen vergangen.

Jedoch leben alle Geschöpfe in der Unendlichkeit, die weit über die materielle Dimension hinausgeht. Dort betritt man das Reich der Psyche (griechisch: Seele).
Die Seele geht über die dritte Dimension weit hinaus. Das beinhaltet eine höhere Wirklichkeit. Eine Wirklichkeit, in der die Hybris keine Rolle spielt, wo sie sich praktisch selbst auslöscht und wo ihre Macht endet.

Alles schön und gut, aber wir reden doch hier von der irdischen Welt und deren reale Gegebenheiten. Da darf man gedanklich durchaus ein paar kleinere Brötchen backen. Krieg und Leiden sind leider sehr real.

So ist das Spiel.

Ich glaube nicht, daß dies nur ein Spiel ist. Aber ich weiß leider auch nicht genau, was es konkret ist.

Die Macht muss sich ausdehnen und gewalttätiger werden, um sich zu behaupten. Und das ist ihr Untergang. Immer. Und in regelmäßigen Abständen – seit tausenden von Jahren – kommt es deshalb zu Kriegen.

Es liegt wohl eher an uns selbst, also an jedem Einzelnen.
Die Umkehr oder Beschränkung nur einiger ist eben zu wenig.

Manche Menschen behaupten daher, dass der Krieg der Vater aller Dinge sei und eine Gesetzmäßigkeit darstellt. Ein kosmischer Kampf um Evolution. Solange bis die höheren Wirklichkeiten des Daseins erreicht werden können. Womit sich gleichzeitig die Illusion von Macht und Kontrolle auflöst.

Das mag alles stimmen, aber es ist schon ziemlich frustrierend.

Eigentlich müsste man annehmen, dass nach zwei Weltkriegen dieser Schritt bereits vollzogen wurde. Aber anscheinend braucht es noch einen dritten.

Der Teufel hatte Jesus ALLES versprochen – also die ganze Welt – und Jesus lehnte das Angebot bekanntlich ab.
Andere offenbar nicht und diese Welt ist noch nicht vollständig in Besitz der Teufelsanbeter gekommen.
Wenn man aber die modernen Musikvideos und die „neue Architektur“ anschaut, dann scheint dieser Zeitpunkt nicht mehr allzu fern.
Die Tolkinsche Triologie hat neben einer interessanten Story auch eindrucksvolle Gebäude geschaffen, wie z.B. Barad-dûr, den dunklen Turm, der Festung Saurons in Mordor.

Und auf Skyscraper-City findet man interessante Bauten, die mich an ihrem oberen Ende durchaus beeindrucken, wie z.B. der Lotte-World-Tower in Seoul (555 m hoch).

[image]

Quelle: https://c4.staticflickr.com/9/8392/28309222091_b0be5e92ec_c.jpg

Der wird gerade in Casablanca errichtet und ist auch nicht gerade niedrig (540 m).

[image]

Quelle: http://near-future.ru/wp-content/uploads/2014/12/54919d12e58ecee41f00000a_valode-pistre...

Nein, nicht alle neuen Wolkenkratzer sehen so aus und auch nicht in allen Musikvideos erscheinen verdeckte Augen, „Jachin“ und "Boas“ oder seltsame Handzeichen, aber sie sind kaum zu übersehen.
Und wenn man in Europa "glaubt" seine Parlamentarier in Straßburg in einem solchen Gebäude unterbringen zu müssen, dann meint man schon ein wenig das Wehen des Mantels der Geschichte zu verspüren.

[image]

Quelle: http://www.dw.com/image/0,,1159433_4,00.jpg

Diejenigen, die den evolutionären Schritt zur Freiheit erst noch vollziehen müssen und in ihrer Verirrung ganze Völker der Vernichtung preisgeben. Und all das wiederholt sich seit Jahrhunderten immer wieder – direkt vor unseren Augen.

Direkt vor unseren Augen – das hast Du schön gesagt. [[top]]
Und wenn dieser Herr, Gioele Magaldi ..

[image]

Quelle: http://wuz.it//mm/8515/00530599_b.jpg

.. auf gewisse Ähnlichkeiten zwischen dem „Herr der Ringe“ und einer uns drohenden Zukunft hinweist, spätestens dann sollte mal das Smartphone oder die BILD-Zeitung aus der Hand fallen und ein erster eigenständiger Denkprozess beginnen.

mfG
nereus

Unterwegs in die nächste Dimension

nemo, Mittwoch, 14.09.2016, 11:11 vor 3457 Tagen @ nereus 2706 Views

Hallo Nereus,

Unter „Spiel“ verstehe ich, dass wir in einem bewussten und intelligenten Universum leben
und alles darin einem Erkenntnisprozess unterliegt.

Macht, Gewalt, Kontrolle und Unterdrückung unterliegen demselben Gesetz.
Sogar der Teufel persönlich unterliegt diesem Gesetz.

Die irdische Welt und die höheren Erkenntniswelten gehen ineinander über. Damit ist nicht
nur die Entwicklung der Seele gemeint, sondern auch die Erkenntnisse, die unsere
irdische Existenz betreffen. Der Schritt hinaus aus der dreidimensionalen Matrix führt
in die Dimension der Zeit. Alle Dinge die geschehen, haben eine Auswirkung auf die
Zeit. Wenn wir noch eine Dimension weiter gehen, dann verwirklichen sich alle Dinge
im selben Augenblick – die Verwirklichung von allem was geschieht, ohne eine zeitliche
Verzögerung der Ereignisse. Wir würden also augenblicklich mit unseren Entscheidungen
konfrontiert werden.

Krieg, Leid und Zerstörung bedeuten in diesem Sinne nichts anderes, als das der Faktor
Zeit nicht berücksichtigt wurde. So wird z.B. die Entscheidung, Russland als Feindstaat zu
betrachten in der Folge zu Krieg und Zerstörung führen. Das ist jetzt schon absehbar.
Es ist jetzt schon absehbar, dass die Entscheidungen der Machthaber dahin führen, dass
die Menschheit wieder in Krieg und Elend versinkt.

Der Imperator in Star Wars lächelt über seinen teuflischen Plan und sagt zu seinem
Schüler: Dann werden wir ihn haben – den Frieden.

Dies ist die Illusion der Macht. Der zeitliche Faktor wurde nicht verstanden und
wieder einmal wurde die Menschheit in Tod und Zerstörung getrieben, in der irren
Vorstellung, dass mit der absoluten Herrschaft – eine Weltregierung – alles besser
wird und endlich Frieden herrscht.

Mehr ist da nicht dahinter. Es ist nur ein Spiel. Und es geht nur um Erkenntnis.
Die Menschheit muss ihre Erkenntnisse immer noch mit Blut erkaufen.

Ich will damit nur sagen, dass die Entwicklung der Seele und die Entwicklung
der Lebensumstände eins sind. Sie sind nicht getrennt – beide bedingen einander.
Das sogenannte Böse ist eine Illusion – die Illusion der Macht. Das gehört zum
kosmischen Spiel dazu. Es wird solange gespielt werden, bis diese Illusion
überwunden wird.

Gruß
nemo

Ich kann der Verfrühung selber nicht wiederstehen

trosinette @, Mittwoch, 14.09.2016, 11:17 vor 3457 Tagen @ nemo 2743 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 14.09.2016, 11:28

Guten Tag,

was du hier beschreibst, gilt aber nicht für alle Geschöpfe, sondern allenfalls für uns Menschlein. Den kosmischen Kampf um Evolution haben beispielsweise die Krokodile seit über 200 Mio. Jahren verpennt und wenn ich mir anschaue, wie herrschaftlich die Urviecher in ihren Habitaten agieren, scheint mir Macht auch ganz real und keine Illusion zu sein.

Was du beschreibst, klingt mir sehr nach Ernst Haeckel, der uns im deutschsprachigen Raum auf evolutionären Fortschrittglauben getrimmt hat. Ich dagegen sehe keinen vernünftigen Grund, warum wir im „kosmischer Kampf um Evolution“ eine höhere Wirklichkeit des Daseins erreichen oder einen evolutionären Schritt zur Freiheit vollziehen sollten. Vielleicht hat man uns auch einfach nur experimentell von der Leine gelassen und das Experiment erweist sich nun als Rohrkrepierer, womit sich dann auch unsere Illusion von Macht und Kontrolle auflöst.

Im Gegensatz zu nereus, dem über Matthäus-Evangelium, Kap. 4, Vers 8-10 das Lachen vergangen ist, finde ich dies alles nicht ganz so tragisch, da in den biblischen Experimentieranleitungen und Versuchsprotokollen der Teufel nur ein Teil des Versuchsaufbaues darstellt.

Leider ist die teuflische Hybris der Macht, die Verführung durch Privilegien und Geld, bei mir selber gerade losmarschiert. Ich habe nämliche soeben das nötige Briefchen für das Amtsgericht verfasst, um im Nachlassverfahren meines Bruders, als einziger Blutsverwandter, die Erbschaft anzutreten. Da mir der Lebenswandel meines Bruders halbwegs bekannt war, wollte ich anfangs ausschlage, zumal in seinem Testament eine mir vollkommen unbekannte, fast 30 Jahre jüngere Freundin als Alleinerbin vorgesehen ist. Nun ist das Testament laut Amtsgericht aufgrund von Formfehlern unwirksam und meine kleine Recherche bescherte einen akuten Verdacht auf ein Nachlassvolumen von möglicherweise 500K an Machtderivaten namens Euro. Nicht dass ich die Kohle unbedingt brauche, ich kann aber der Verfrühung nicht wiederstehen und werde deshalb, laut biblischer Experimentieranleitungen, möglicherweise ein paar Wirklichkeitsstufen tiefer in der Hölle schmoren.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Hölle und so

nemo, Mittwoch, 14.09.2016, 11:33 vor 3457 Tagen @ trosinette 2602 Views

bearbeitet von nemo, Mittwoch, 14.09.2016, 12:02

Guten Tag,

ich glaube die Inder sind da näher an der Wahrheit dran. Das Krokodil wird vielleicht
nach einem gewissen Entwicklungsprozess als Erbe einer erfolgreichen Anwaltskanzlei
für Wirtschaftsfragen wieder geboren. Und Du könntest im nächsten Leben ein
Heiratsschwindler werden. [[freude]]

Aber egal ob es nun Reinkarnation gibt oder nicht. Wenn Zeit real ist – wovon ich
ausgehe – dann wird unsere Zukunft oder unsere Existenz in anderen Dimensionen
immer das Resultat dessen sein, was wir jetzt sind.

// P.S. Inder nennen diesen sehr interessanten Daseinsaspekt, Karma.

Gruß
nemo

Evolution ist kein Drama und Macht ist nicht böse - sie strukturiert kompromisslos

Silke, Mittwoch, 14.09.2016, 11:41 vor 3457 Tagen @ nemo 2717 Views

bearbeitet von Silke, Mittwoch, 14.09.2016, 12:41

Wieder gute Gedanken lieber nemo,

Hallo Wildheuer,

ja, wie sollte man sich diesen Psychopathen gegenüber am besten
verhalten?

Meine Überzeugung ist, dass es das Böse nicht gibt.

Das sehe ich auch so.
Autopoietische Systeme sind nicht "gut" oder "böse" sondern überlebenswillig und treten damit in Kooperation und/oder Konkurrenz - entweder sind sie fähig zum Überleben oder nicht.
Wenn die Bären vor dem Winter hunderte Lachse reißen und mit jedem Fang scheinbar verschwenderischer umgehen (fressen nur noch bestimmte Teile wie Haut, Filet, Rogen so hat das was mit Effektivitätssteigerung zu tun (energiereichstes Material zuerst bei Überangebot, um die überlebenswichtige Winterspeckschicht schneller und dicker aufzubauen) und nicht mit gut und böse.

Das Böse ist die
Hybris
der Macht, die Verführung durch Privilegien und Geld mit dem Resultat
einer
noch größeren Hybris.

Bei zerschlagenen Segmenten mit massenhaft machtarmen Einzelindividuen als Gegenpol zu den machtverklumpten Zentralinstanzen, wie wir es heute erleben, mag das stimmen.
Große Clans und andere mafiöse oder auf Gemeinsamkeiten aufbauende Strukturen, wie gut operierende Netzwerke, gehen untereinander kooperativ und gegen andere Machtstrukturen konkurrierend um.

Jedoch leben alle Geschöpfe in der Unendlichkeit, die weit über die
materielle
Dimension hinaus geht.

Jeder von uns ist Teil des uralten Lebewesen „Menschheit“, das ständig lernend im Fluss ist und damit Wissen und Können anhäuft um in der sich teils gravierend verändernden Bio-Geosphäre mit ihrer Plattentektonik (ganz wichtig @Orlando, THX) und den daraus sich ableitenden mächtigen Umweltveränderungsprozessen sowie singulären und zyklischen kosmischen Prozessen zu widerstehen.
Da mit der Erde ein geschlossenes System vorliegt (siehe Beiträge von @Kurt) können trotz des 2.HS der Thermodynamik dissipative Systeme auf der Erde entgegen der allgemeinen Entropieneigung im Universum eine immer stärkere Komplexitätszunahme nach dem Copeschen Gesetz unter der streng strukturierenden Wirkung des Energieflusses Sonne->Erde->Weltall erringen und sich damit evolutionäre Vorteile verschaffen...Survival of the Fittest.
Dabei altern wir (Fehlerrate bei der Duplizierung nimmt mit zunehmender Komplexität, Duplizierungsgeschwindigkeit, Vulnerabilität, Redundanzabnahme usw. zu) und einzelne Zellen, Individuen oder Arten sterben ab/aus. Das hat nichts mit Verschleiß zu tun, sondern damit, dass wir nur Information sind und Information sich hochdynamisch in der Interaktion mit dem näheren und weiteren Umfeld verhält: zuwächst, verbleibt, verschwindet – so wie unser Gehirn, dass ständig in Bewegung ist, an-, um-, aus- und abbaut.

Dort betritt man das Reich der Psyche (griechisch:
Seele). Die Seele geht über die dritte Dimension weit hinaus. Das
beinhaltet eine
höhere Wirklichkeit.

Es gibt nur eine Wirklichkeit.
Die können wir aber auf unterschiedlichen Ebenen erfahren.
Klassische Mechanik erklärt z.B. sehr viel um uns herum, indem sie spaltet (z.B. in Objekt und Subjekt), ist aber nur eine grobe Modellierung der Wirklichkeit, da darunter die Ebene der Quantenmechanik eine feinere Modellierung darstellt und darunter wahrscheinlich eine noch komplexere Modellierungsoption existiert, die wir wegen der Unschärfeproblematik und der ganzen Plank'schen Begrenzungen (Planklänge usw.) und der über 30 uns bekannten Konstanten (wie der Lichtgeschwindigkeit) noch (?) nicht erfassen können.
Könnten wir dies, würden wir noch deutlicher erkennen, dass die Welt holistisch aufgebaut ist, alles mit allem zusammenhängt, und du ein Teil von mir und von allen anderen Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bist. Wir würden wahrscheinlich aufhören, uns selbst zu beschädigen, indem wir unsere Nachbarn beschädigen...
"Wirklichkeit" ist ein sehr gutes deutsches Wort, das auf das "Wirken" abstellt und damit ein besseres Bild liefert als das Wort "Realität" = Res-Ding/Sache. Es gibt keine "Dinge", "Sachen" sondern nur "Wirken".
Wirklichkeit kann auch musikalisch, bildhaft oder anderweitig modelliert werden.
Realität ist ein totes Standbild der Wirklichkeit.
Wirklichkeit ist Leben.
Podiumsdiskussion: Evolution, Materialismus und Quantenphysik
(fängt holprig an, wird mir dann aber immer sympatischer).

Eine Wirklichkeit, in der die Hybris keine Rolle
spielt, wo
sie sich praktisch selbst auslöscht und wo ihre Macht endet.

Nicht "auslöscht", nur wieder aufgeht im großen Ganzen, wieder Eins wird mit allem wie eine Gischkrone auf einer Ozeanwelle, die nach gewisser Zeit in die Tiefen des Ozeans zurückkehrt um früher oder später eine neue Gischtkrone zu bilden - es war, ist und bleibt aber immer ein Ganzes, ein Ozean, egal wie viele Wellen sich wie hoch auch auftürmen mögen.
Machtstrukturen endet nicht sondern gehen auf in anderen Machtstrukturen.
Macht in toto besteht immer im Universum.

So ist das Spiel. Die Macht muss sich ausdehnen und gewalttätiger
werden,
um sich zu behaupten.

Das ist nicht gesagt.
Die Macht der Liebe ist um Vieles produktiver, da konsensorientiert und mit Freude, Leidenschaft und Begeisterung behaftet.
Zwang und Gewalt sind viel zu uneffektiv.
Schau dich um in BRD. Die Könner, die mit Begeisterung arbeiten, bringen die großen Leistungen hervor, nicht die zum Geldverdienen Gezwungenen.

Und das ist ihr Untergang. Immer. Und in
regelmäßigen
Abständen – seit tausenden von Jahren – kommt es deshalb zu Kriegen.

Neben den sich potenzierenden Informationszuwächsen gibt es immer wieder Sackgassen, die enden. So funktioniert Leben und Evolution nun einmal.

Manche Menschen behaupten daher, dass der Krieg der Vater aller Dinge sei

Heraklit "der Dunkle" meinte damit "Der Streit ist der Vater aller Dinge" - die Auseinandersetzung schafft den Fortschritt.

und eine Gesetzmäßigkeit darstellt. Ein kosmischer Kampf um Evolution.
Solange bis die höheren Wirklichkeiten des Daseins erreicht werden
können.
Womit sich gleichzeitig die Illusion von Macht und Kontrolle auflöst.

Im negativen, unproduktiven und destruktiven Sinne ja.

Eigentlich müsste man annehmen, dass nach zwei Weltkriegen dieser
Schritt
bereits vollzogen wurde. Aber anscheinend braucht es noch einen dritten.
Man schaue sich nur einmal diese Figuren an, die an der Illusion der Macht
festhalten. Dort findet man die Menschen, die am ungeeignetsten für jede
Verantwortung sind. Diejenigen, die den evolutionären Schritt zur
Freiheit
erst noch vollziehen müssen und in ihrer Verirrung ganze Völker der
Vernichtung preisgeben. Und all das wiederholt sich seit Jahrhunderten
immer wieder – direkt vor unseren Augen.

Man schaue aber auch unbedingt einmal auf die vielen, vielen Anderen die friedlich leben wollen, die kooperieren wollen, die konstruktiv sein wollen, die anderes Leben wertschätzen wollen und dieses auch tun.

„Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst.“
Tibetanisches Sprichwort

Wir könnten nicht immer so sehr auf den enormen Krach der paar fallenden Bäume achten, sondern mehr auf den leise wachsenden riesigen Wald...
...sonst verzweifelt man doch an der Welt, und das ist nicht unsere Aufgabe hier…

Liebe Grüße
Silke

PS. In unseren Erkenntnis- und Denkprozessen sind wir der Mustererkennung und Täuschung ausgeliefert, selektieren, ergänzen was gar nicht da ist und lassen Wesentliches weg.
Da wird eine Bibel schnell mal zu einem Geschichtsbuch umgedeutet in dem wir Worte lesen, ohne noch von den damaligen Bedeutungen und den Zusammenhängen zu wissen wie auch beim Koran oder Talmud.
Wenn ich griesgrämig durch die Gegend gehe, treffe ich lauter unsympathische Leute, gehe ich fröhlicher und optimistischer umher finden sich haufenweise sympathische nette Menschen.
Gegen ein Lachen und ein nettes Wort, eine Freundlichkeit oder eine liebe Geste kann und will sich kaum ein Mensch wehren. Damit verändere ich aber meine Umwelt in meinem Interesse.

Wegen des komproßmisslosen Strukturierens

nereus @, Mittwoch, 14.09.2016, 13:33 vor 3457 Tagen @ Silke 2614 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 14.09.2016, 17:14

Hallo Silke!

Sehr spannende Zeilen hast Du da geschrieben. Wir lesen da u.a.:

Autopoietische Systeme sind nicht "gut" oder "böse" sondern überlebenswillig und treten damit in Kooperation und/oder Konkurrenz - entweder sind sie fähig zum Überleben oder nicht.
..
.. würden wir noch deutlicher erkennen, dass die Welt holistisch aufgebaut ist, alles mit allem zusammenhängt, und du ein Teil von mir und von allen anderen Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bist. Wir würden wahrscheinlich aufhören, uns selbst zu beschädigen, indem wir unsere Nachbarn beschädigen ..

Also, böse gibt es zwar nicht aber wir würden uns bei vollkommener Erkenntnis nicht mehr (gemeinsam) beschädigen wollen.
Was ist denn diese Erkenntnis anderes als die Unterscheidung von Gut und Böse, welche uns die Religionen seit mehreren tausenden Jahren „mitzuteilen“ versuchen?
Bei denen gab es auch „Experten“, denen größere Zusammenhänge offenbar nicht fremd waren und die zu übermittelnde Botschaft nur etwas verständlicher formulierten.

Die Macht der Liebe ist um Vieles produktiver, da konsensorientiert und mit Freude, Leidenschaft und Begeisterung behaftet. Zwang und Gewalt sind viel zu uneffektiv.

Liebe und Gewalt, Leidenschaft und Zwang?
Immer noch kein Gut und Böse?

Da wird eine Bibel schnell mal zu einem Geschichtsbuch umgedeutet in dem wir Worte lesen, ohne noch von den damaligen Bedeutungen und den Zusammenhängen zu wissen wie auch beim Koran oder Talmud.

Na ja, es gibt da schon ein paar Konstanten, die für uns Menschen ewig gültig sind.
Die Ver- und Gebote einen Menschen zu töten, maßvoll zu vergelten, keinen Meineid zu schwören usw. hatten vor 2.000 Jahren dieselbe Bedeutung wie heute.
Da braucht’s keine Professur in Geschichte, das versteht jeder, der lesen und schreiben kann und sogar jeder Analphabet.
Genau deshalb wurden die Texte auch so „einfach“ verfaßt und ich bin mir nicht sicher, ob das wiederum alle Historiker begreifen. [[zwinker]]

Gegen ein Lachen und ein nettes Wort, eine Freundlichkeit oder eine liebe Geste kann und will sich kaum ein Mensch wehren. Damit verändere ich aber meine Umwelt in meinem Interesse.

In meinem Interesse oder im Interesse einer holistischen Weltsicht?
Mein Interesse könnte auch geheuchelt sein und die vermeintlich liebe Geste ein bösartiger Schachzug.

„Ja, diese Geldanlage ist todsicher .."

- 3 Monate später -

„Wer konnte denn ahnen, daß der DAX nicht auf 12.000 Punkte steigt, sondern auf unerhörte 6.750 Punkte fällt?"

"Nein, meine Provision bekommen sie leider nicht zurück .. schauen sie bitte mal auf Seite 14 in der Mitte .. Moment ..ich leihe ihnen mal kurz meine Brille .. [[freude]]

mfG
nereus

Macht und Tyrannei

nemo, Mittwoch, 14.09.2016, 16:18 vor 3457 Tagen @ Silke 2372 Views

bearbeitet von nemo, Mittwoch, 14.09.2016, 16:24

Machtstrukturen endet nicht sondern gehen auf in anderen Machtstrukturen.
Macht in toto besteht immer im Universum.


Hallo Silke,

da möchte ich widersprechen bzw. an dieser Stelle die Bedeutung von Macht
untersuchen. Macht verwende ich als Ausdruck von Herrschaft, der gewaltsamen
Unterdrückung oder Manipulation von anderen.

Etwas anderes ist Führung oder Leitung. Ein weiser Führer, führt durch sein
Wissen – durch seine charakterliche und fachliche Eignung. Und niemals
ohne den Rückhalt einer Mehrheit.

Jemand der sich ohne Rückhalt der Mehrheit eine Führungsposition aneignet,
wird diese Position nicht lange behalten oder zu einem Tyrannen werden.
Und dies ist das, was erscheint, wenn man den hübschen Samtvorhang der
Demokratie beiseite schiebt: Eine Tyrannen-Herrschaft, die nicht mehr
greifbar ist.

Das was im Sozialismus gelehrt wurde war friedliche Koexistenz. Eine Möglichkeit
auf Macht und Herrschaft zu verzichten. Es braucht dazu nur eine weise Führung
und den Willen. Die Welt könnte damit überwiegend in friedlicher Harmonie und
fortschrittlichem Geist existieren. Es wäre auch nicht notwendig Völker aufzulösen
und Territorien abzuschaffen.

Es gibt also einen Unterschied zwischen Herrschaft und Führung. Macht als
Ausdruck von Herrschaft ist kein universelles Gesetz. Macht existiert nur solange
bis die Illusion der Herrschaft erkannt wurde. Diese Illusion wird heute, wie vor
dreitausend Jahren mit Kriegen bezahlt und von Tyrannen oder geheimen
Gruppierungen aufrechterhalten.

Wenn etwas immer Bestand hat im Universum, dann ist es Intelligenz. Vor allem
die Intelligenz, die Tyrannenherrschaft zu überwinden – wie auch immer.

Gruß
nemo

Alles hängt mit allem zusammen

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 14.09.2016, 17:08 vor 3457 Tagen @ nereus 2433 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 14.09.2016, 17:15

Hallo Silke!

Sehr spannende Zeilen hast Du da geschrieben. Wir lesen da u.a.:

Autopoietische Systeme sind nicht "gut" oder "böse" sondern
überlebenswillig und treten damit in Kooperation und/oder Konkurrenz -
entweder sind sie fähig zum Überleben oder nicht.
..
.. würden wir noch deutlicher erkennen, dass die Welt holistisch
aufgebaut ist, alles mit allem zusammenhängt, und du ein Teil von mir und
von allen anderen Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bist.
Wir würden wahrscheinlich aufhören, uns selbst zu beschädigen, indem wir
unsere Nachbarn beschädigen ..

Das ist mal wieder typisch Silke. [[freude]]

Man kann es auch verkürzen:

Kräht der Gockel auf dem Mist, ändert sich`s Wetter,
oder es bleibt, wie es ist.

Also, böse gibt es zwar nicht

Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall.

Das Böse für den einen ist das Gute für den anderen; wenn es das Böse nicht mehr gibt, hört auch das Gute auf zu bestehen.

aber wir würden uns bei vollkommener
Erkenntnis nicht mehr (gemeinsam) beschädigen wollen.

Bei vollkommener Erkenntnis gibt es keine Beschädigung.

Was ist denn diese Erkenntnis anderes als die Unterscheidung von Gut und
Böse, welche uns die Religionen seit mehreren tausenden Jahren
„mitzuteilen“ versuchen?

Genau deswegen hat Eva die Frucht von dem Baum der Erkenntnis gegessen. [[smile]]
Jetzt können wir das glücklicherweise unterscheiden.
Leider gibt es aber immer noch Meinungsverschiedenheiten darüber, welcher Teil nun das Gute sein soll und welcher Teil das Böse. [[euklid]]

Bei denen gab es auch „Experten“, denen größere Zusammenhänge
offenbar nicht fremd waren und die zu übermittelnde Botschaft nur etwas
verständlicher formulierten.

Die Macht der Liebe ist um Vieles produktiver, da konsensorientiert
und mit Freude, Leidenschaft und Begeisterung behaftet. Zwang und Gewalt
sind viel zu uneffektiv.

Liebe und Gewalt, Leidenschaft und Zwang?
Immer noch kein Gut und Böse?

Oh doch, Liebe und Hass hängen sehr eng zusammen, und können sich jeweils in das andere verwandeln.
Was gestern gut war, ist heute böse.

Da wird eine Bibel schnell mal zu einem Geschichtsbuch umgedeutet in
dem wir Worte lesen, ohne noch von den damaligen Bedeutungen und den
Zusammenhängen zu wissen wie auch beim Koran oder Talmud.

Na ja, es gibt da schon ein paar Konstanten, die für uns Menschen ewig
gültig sind.
Die Ver- und Gebote einen Menschen zu töten, maßvoll zu vergelten,
keinen Meineid zu schwören usw. hatten vor 2.000 Jahren dieselbe Bedeutung
wie heute.

Welches Gebot? Bis jetzt ist noch jeder Mensch gestorben. Wie kann es da ein Tötungsverbot geben?

Was ist ein Meineid?
Da keiner über umfassende Erkenntnis verfügt, ist jeder Eid aus der Perspektive des einen gleichzeitig auch ein Meineid aus einer anderen Perspektive.

Was ist Vergeltung überhaupt? Zeit läuft ab, die Umstände ändern sich ununterbrochen, wie kann da Vergeltung stattfinden?

Da braucht’s keine Professur in Geschichte, das versteht jeder, der lesen
und schreiben kann und sogar jeder Analphabet.

Da bin ich mal gespannt.[[lach]]


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Bist du gut oder böse…

Silke, Mittwoch, 14.09.2016, 17:37 vor 3457 Tagen @ nereus 2472 Views

bearbeitet von Silke, Mittwoch, 14.09.2016, 17:54

...lieber nereus?

Du möchtest das Forum voranbringen und Wissen beisteuern.
Du hinterfragst die Welt, suchst und findest Schuldige für bestimmte Sachverhalte.
Du bist ein Staatsbürger mit allen Konsequenzen wie ich auch.
Du wirst mit deinen Überzeugungen wahrscheinlich in manchen Dingen eher richtig und in manchen eher falsch liegen.
Du trittst dafür ein, dass "Querulanten" im Forum bleiben sollen dürfen, obwohl sie dir "Verschwörungsquark" unterstellen.
Und du entwertest Jahrhundertbeiträge in einem sammlungswürdigen Hammerthread.
Das halte ich für weder gut noch böse, sondern für zutiefst menschlich:
Es irrt der Mensch so lang er strebt.

Sehr spannende Zeilen hast Du da geschrieben.

Danke.[[zwinker]]

Wir lesen da u.a.:
Autopoietische Systeme sind nicht "gut" oder "böse" sondern
überlebenswillig und treten damit in Kooperation und/oder Konkurrenz -
entweder sind sie fähig zum Überleben oder nicht.
..
.. würden wir noch deutlicher erkennen, dass die Welt holistisch
aufgebaut ist, alles mit allem zusammenhängt, und du ein Teil von mir und
von allen anderen Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bist.
Wir würden wahrscheinlich aufhören, uns selbst zu beschädigen, indem wir
unsere Nachbarn beschädigen ..

Also, böse gibt es zwar nicht aber wir würden uns bei vollkommener
Erkenntnis nicht mehr (gemeinsam) beschädigen wollen.

Ja, das ist meine These.

Was ist denn diese Erkenntnis anderes als die Unterscheidung von Gut und
Böse, welche uns die Religionen seit mehreren tausenden Jahren
„mitzuteilen“ versuchen?

Eine Unterscheidung von "richtig" und "falsch" in einem bestimmten Bezug.
Der Bezug ist möglicherweise bei den abrahamitischen Religionen wie auch beim Zoroastrismus und bei Echnatons Aton der Machterhalt bestimmter Kreise?
Du weißt schon, wenn ich nicht genau den einen Gott anbete und mich soundso verhalte, lande ich in der Hölle, womit so ziemlich alle Gläubigen ein großes Problem haben dürften bei den vielen Monotheisten weltweit.

Bei denen gab es auch „Experten“, denen größere Zusammenhänge
offenbar nicht fremd waren und die zu übermittelnde Botschaft nur etwas
verständlicher formulierten.

Ja.

Die Macht der Liebe ist um Vieles produktiver, da konsensorientiert
und mit Freude, Leidenschaft und Begeisterung behaftet. Zwang und Gewalt
sind viel zu uneffektiv.

Liebe und Gewalt, Leidenschaft und Zwang?
Immer noch kein Gut und Böse?

Eher eine Frage von Effektivität und artgerechtem Verhalten?
Ein Liebender leistet doch wohl leidenschaftlicher und mehr als ein mit Gewalt Gezwungener.

Da wird eine Bibel schnell mal zu einem Geschichtsbuch umgedeutet in
dem wir Worte lesen, ohne noch von den damaligen Bedeutungen und den
Zusammenhängen zu wissen wie auch beim Koran oder Talmud.

Na ja, es gibt da schon ein paar Konstanten, die für uns Menschen ewig
gültig sind.

Unbedingt.

Die Ver- und Gebote einen Menschen zu töten, maßvoll zu vergelten,
keinen Meineid zu schwören usw. hatten vor 2.000 Jahren dieselbe Bedeutung
wie heute.

Kann man schön bei Uwe Wesel nachlesen - Costum…
Kurz in dem schönen Fundstück von @Ashitaka gebündelt.

Da braucht’s keine Professur in Geschichte, das versteht jeder der Lesen
und Schreiben kann und sogar jeder Analphabet.
Genau deshalb wurden die Texte auch so „einfach“ verfaßt und ich bin
mir nicht sicher, ob das wiederum alle Historiker begreifen. [[zwinker]]

Ich halte die Texte für teilweise ganz schön schwer geschrieben.
Da liegt für mich der Verdacht nahe, dass nicht nur gutes Zusammenleben Ziel der Niederschriften bestimmter Leute war (siehe auch den Artikel im Spiegel).

Gegen ein Lachen und ein nettes Wort, eine Freundlichkeit oder eine
liebe Geste kann und will sich kaum ein Mensch wehren. Damit verändere ich
aber meine Umwelt in meinem Interesse.

In meinem Interesse oder im Interesse einer holistischen Weltsicht?
Mein Interesse könnte auch geheuchelt sein und die vermeintlich liebe
Geste ein bösartiger Schachzug.

Solches Verhalten mag ich dir nicht unterstellen.
Geheuchelte Freundlichkeit berührt doch nicht und wird mit gesunden Sinnen als solche erkannt, meinst du nicht?
Ich gehe mit dir freundlich um, weil ich dein Engagement für das Forum schätze.

„Ja, diese Geldanlage ist todsicher .."

- 3 Monate später -

„Wer konnte denn ahnen, daß der DAX nicht auf 12.000 Punkte steigt,
sondern auf unerhörte 6.750 Punkte fällt?"

"Nein, meine Provision bekommen sie leider nicht zurück .. schauen sie
bitte mal auf Seite 14 in der Mitte .. Moment ..ich leihe ihnen mal kurz
meine Brille .. [[freude]]

Bis wann ist eine Nachschuldnersucher gut und ab wann böse?
Er muss einen Nachschuldner stellen, sonst geht er selbst und/oder die Seinen unter.

Bis wann ist jemand für sein Handeln (siehe Roth und Singer mit der Infragestellung der Schuldfrage) Auge um Auge und Zahn um Zahn zu bestrafen und ab wann nicht?
Ein weites Feld das U.Wesel sehr professionell beackert hat.
Da sehe ich weit und breit kein „gut“ und „böse“…

Danke für dein Feedback.[[top]]

Liebe Grüße
Silke

Das Prinzip der Polarität der Welt

Medicus @, Mittwoch, 14.09.2016, 17:47 vor 3457 Tagen @ Mephistopheles 2344 Views

Das Böse für den einen ist das Gute für den anderen; wenn es das Böse
nicht mehr gibt, hört auch das Gute auf zu bestehen.

Oh doch, Liebe und Hass hängen sehr eng zusammen, und können sich
jeweils in das andere verwandeln.
Was gestern gut war, ist heute böse.

Polarität.

Das ist der Schlüssel zur Erkenntnis unserer menschlichen Wahrnehmung/Perzeption, aber auch zum Verständnis menschlicher Verhaltensmuster.

Wir leben in einer Welt der Polarität.

Jede von uns Menschen wahrgenommene Qualität hat, entsprechend beider Seiten einer Medaille, immer auch eine gegenpolare Qualität.

Die eine kann ohne die andere nicht existieren.

Es braucht in der Welt das "Böse", um das "Gute" für unseren Verstand erkennbar werden zu lassen.

Im Gegensatz zur primitiven, aber eindeutigen Dualität der digitalen Welt (on/off), ist unser Verstand in der polaren Welt im Idealfall in der Lage alle Graduierungen und Schattierungen innerhalb der Bandbreite beider Extreme zu verarbeiten.

Genau durch dieses Grundprinzip der Welt werden wir von unseren Sklavenhaltern unter Kontrolle gehalten.

Tyrannis ist eine von vielen Formen der Machtausübung.

Silke, Mittwoch, 14.09.2016, 18:55 vor 3457 Tagen @ nemo 2306 Views

Lieber nemo,

Machtstrukturen endet nicht sondern gehen auf in anderen

Machtstrukturen.

Macht in toto besteht immer im Universum.

da möchte ich widersprechen bzw. an dieser Stelle die Bedeutung von
Macht
untersuchen.

So wie z.B. diese Leute hier? Gut.

Vielleicht bin ich mit meinen Begrifflichkeiten zu abweichend, aber nach dem Wortstamm ist der Machtbegriff recht weit fassbar.
"Der Begriff Macht kann auf zwei ähnlich lautende indogermanische Wurzeln zurückgeführt werden: mag- (kneten, pressen, formen, bilden) oder magh- (machen - im Sinne von können, vermögen, fähig sein)."
Wiki

Macht verwende ich als Ausdruck von Herrschaft, der
gewaltsamen
Unterdrückung oder Manipulation von anderen.

Das ist sicher auch richtig, aber wohl zu eng gefasst.

Etwas anderes ist Führung oder Leitung. Ein weiser Führer, führt durch
sein
Wissen – durch seine charakterliche und fachliche Eignung. Und niemals
ohne den Rückhalt einer Mehrheit.


Jetzt kommen immer mehr Begriffe herein.
Das Gegenteil von Macht ist aber Ohnmacht/ Machtlosigkeit.
Ich gebe Dir aber Recht. Ein Führer oder Leiter kann je nach seinem Verhalten mächtig oder ohnmächtig sein.

Jemand der sich ohne Rückhalt der Mehrheit eine Führungsposition
aneignet,
wird diese Position nicht lange behalten oder zu einem Tyrannen werden.
Und dies ist das, was erscheint, wenn man den hübschen Samtvorhang der
Demokratie beiseite schiebt: Eine Tyrannen-Herrschaft, die nicht mehr
greifbar ist.

"Jede Demokratie ist eine Militärdiktatur im Wartestand"
@dottore
Ja, die organisierte Gewalt ist wie bei ihrem Start vor einigen tausend Jahren auch in der Demokratie tätig.

Das was im Sozialismus gelehrt wurde war friedliche Koexistenz. Eine
Möglichkeit
auf Macht und Herrschaft zu verzichten. Es braucht dazu nur eine weise
Führung
und den Willen.

„Gewalttätige Macht verzichtet nicht auf ihren Machtanspruch“ hat @dottore immer wieder formuliert, egal ob in VSA und Sowjetunion oder in BRD und DDR.

Die Welt könnte damit überwiegend in friedlicher
Harmonie und
fortschrittlichem Geist existieren.

Friedliche Koexistenz gab es weder zwischen Kain und Abel noch zwischen Romus und Remulus.
In den akephalen Stammesgemeinschaften und segmentären Gesellschaften mag das funktioniert haben.
Ist aber Waffe, Tribut und Abgabe in der Welt ist die Koexistenz nicht mehr friedlich.

Es wäre auch nicht notwendig Völker
aufzulösen
und Territorien abzuschaffen.

In den verschiedenen Staaten von den "failed States" bis zur direkten Demokratie erleben die Leute sich unterschiedlich frei.
Ich denke, je freier sie sich fühlen, desto weniger wollen sie die Abschaffung ihres Staates.

Es gibt also einen Unterschied zwischen Herrschaft und Führung. Macht
als
Ausdruck von Herrschaft ist kein universelles Gesetz. Macht existiert nur
solange
bis die Illusion der Herrschaft erkannt wurde. Diese Illusion wird heute,
wie vor
dreitausend Jahren mit Kriegen bezahlt und von Tyrannen oder geheimen
Gruppierungen aufrechterhalten.

Funktionsautoritäten verkörpern Macht, ohne dass es Herrschaft bedarf.

Wenn etwas immer Bestand hat im Universum, dann ist es Intelligenz. Vor
allem
die Intelligenz, die Tyrannenherrschaft zu überwinden – wie auch
immer.

Viele intelligente Menschen in Großprojekten kommen gut ohne ausgeprägte interne Machtstrukturen aus.
Das funktioniert aber nur, wenn sie durch das Wirken von Machtstrukturen auf Kosten anderen Menschen (gegen deren Willen?) alimentiert werden, oder möchtest du die Kosten für die CERN-Leute bezahlen?

nachdenkliche liebe Grüße
Silke

Die Machtfrage

nemo, Mittwoch, 14.09.2016, 20:41 vor 3456 Tagen @ Silke 2390 Views

bearbeitet von nemo, Mittwoch, 14.09.2016, 20:45

Jetzt kommen immer mehr Begriffe herein.
Das Gegenteil von Macht ist aber Ohnmacht/ Machtlosigkeit.


Hallo Silke,

ich sehe den Machtfaktor als entscheidend an, da er vor dem Staat und der Tribut- und
abgabenpflicht stattgefunden hat.

Dieser Prozess ist auch interessant. Denn ich glaube, dass es ursprünglich tatsächlich
weise Führer gab, die den Rückhalt der Mehrheit hatten. Irgendwann hat sich dieser
Zustand – den wir auch von den Indianern Nordamerikas kennen – in die Führung
der Tyrannen verwandelt. Vielleicht durch einen Stammesfürsten, der zuerst einen
fremden Stamm unterworfen und dann bemerkt hat, dass er seine Macht am besten
dadurch erhält, dass er alle – also auch den eigenen Stamm – unterwirft.

Aber egal, das ist nur Spekulation. Wesentlich scheint mir zu sein, dass Macht nur
in der dreidimensionalen Weltsicht funktioniert. Der Mächtige kontrolliert die
Ressourcen und Nahrungsmittel – heute das Geld – und übt mit diesem materiellen
Druckmittel Gewalt über die Mehrheit aus.

Das meine ich mit Hybris oder Anmaßung. Das Resultat dieser Hybris sind
Verteilungskriege um Ressourcen, wie sie seit Jahrtausenden stattfinden.
Unsere Entwicklung ist also noch nicht wirklich voran gekommen.

Die Hybris ist allerdings ein Teil der Psyche des Menschen. Jetzt sind wir wieder
bei der Frage vom Wildheuer. Das Problem liegt also dort – in der Psyche.
Dort liegt meiner Meinung nach auch die Lösung.

Wir sind inzwischen so durcheinander, dass wir Anhänger verschiedener politisch-
ideologischer Lehren sind, anstatt das Hauptübel zu sehen, dass darin besteht,
dass einige wenige Macht über andere Menschen ausüben, indem sie ihnen
ihr Modell aufzwingen.

Das Gegenteil von Machtausübung ist nicht Ohnmacht. Es ist Beeinflussbarkeit.
Wenn Du die Umfragen anschaust und erfährst, dass Frau Merkel die beliebteste
Politikerin in Deutschland ist, dann weißt du was gemeint ist. Was die Mehrheit
denkt, muss richtig sein – das ist Beeinflussbarkeit. Auf diesem Prinzip beruht
Politik. Da die Politik inzwischen auch alles andere, einschließlich der Medien
kontrolliert, ist dies ein psychisches Problem, das nur gelöst werden kann, wenn
die Menschen damit beginnen die Illusion der Macht zu durchschauen
und im Ergebnis die Macht in Frage stellen – als Schlüssel zur Entwicklung hin
zu einer entwicklungsfähigen, friedlichen Gesellschaft.

Damit würden auch die Verteilungskämpfe enden und wir könnten in ein
Zeitalter der Kooperation eintreten, anstatt den Wettbewerb von Arbeitssklaven
zu propagieren.

Wir sind beeinflussbar, auch wenn wir das nicht gerne zugeben. Landesweit
werden rechte Populisten und Putin-Versteher geächtet. Warum wird den
Machteliten nicht dasselbe Misstrauen entgegen gebracht?

Gruß
nemo

nach dieser Antwort suche ich noch

nereus @, Donnerstag, 15.09.2016, 08:03 vor 3456 Tagen @ Silke 1968 Views

Hallo Silke!

Zunächst erst einmal danke für den etwas zu groß geratenen Blumenstrauß. [[zwinker]]

Du fragst: Bist du gut oder böse ..?

Das kann ich nicht beantworten, weil man sich selbst wohl anders sieht, als man von anderen gesehen wird. Ich sage es mal so: Ich versuche einigermaßen authentisch zu sein und habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der mir finanziell eher schadet als nützt, aber man sagt ja: Geld wäre nicht alles. [[freude]]
Ich wollte das Gut und Böse auch nicht so trivial verstanden wissen, wie der Fünfjährige, der den Vati oder die Mutti als böse bezeichnet, nur weil die Sachen, die er in den Einkaufskorb gelegt hatte, von ihnen wieder ins Regal zurückgelegt wurden.
Doch zurück zum Thema.

Eine Unterscheidung von "richtig" und "falsch" in einem bestimmten Bezug.

Ja, den Bezug halte ich für essentiell.

Der Bezug ist möglicherweise bei den abrahamitischen Religionen wie auch beim Zoroastrismus und bei Echnatons Aton der Machterhalt bestimmter Kreise?

Das kann durchaus sein.
Beim Christentum sehe ich etwas anders, weil „sein Reich“ nicht von dieser Welt kam.
Daher bin ich mir nicht sicher, ob die meisten Atheisten überhaupt verstehen, was damit wirklich gemeint ist. Ich sage das deshalb, weil ich mal selber einer war.
„Mein“ Christentum ist aber nicht ganz identisch mit dem der Institution Kirche und noch viel weniger mit dem inzwischen völlig unterwanderten Vatikan und seiner bischöflichen Metastasen, die auch gerne über das musivische Pflaster spazieren.

Du weißt schon, wenn ich nicht genau den einen Gott anbete und mich soundso verhalte, lande ich in der Hölle, womit so ziemlich alle Gläubigen ein großes Problem haben dürften bei den vielen Monotheisten weltweit.

Ja, aber das ist ziemlich grobschlächtig gezeichnet, weil der Begriff Teufel doch ziemlich im Detail liegt und das im NT auch oft genug angemerkt wird.
Und da ich hier schon mehrfach (zumeist vergeblich) versucht habe mitzuteilen, daß der Gott der Muslime identisch mit dem Gott der Christen ist, siehst Du wie schwer es überhaupt ist über solche Dinge zu reden.
Es ist aber für mich schon ein Unterschied, ob man in seinem Glauben zu Toleranz und Mitgefühl gegenüber ALLEN Menschen „beauftragt“ wird oder ob sich eine kleine Gruppe ihren ausgeprägten Elitewunsch göttlich legitimieren läßt.
Eine göttliche Legitimation ist so lange gerechtfertigt so lange sie sich an die vorgenannten Prinzipien hält.
Wenn sie aber dazu führt, den Rest der Menschheit als Vieh zu betrachten – egal unter welcher Maske sie auch öffentlich oder verdeckt auftritt - dann nehme ich mir das Recht etwas dazu zu sagen, egal ob es politisch opportun ist oder nicht.
Ich habe nämlich den Verdacht, daß viele Menschen nicht wirklich wissen, warum das Christentum überhaupt entstanden ist.

Zum Beispiel Geldanlage:

Bis wann ist eine Nachschuldnersucher gut und ab wann böse? Er muss einen Nachschuldner stellen, sonst geht er selbst und/oder die Seinen unter.

Da ist was dran, aber die Nachschuldner Story geht mir nicht ganz so flott über die Lippen, weil die für alles Mögliche herangezogen werden kann.
So wie es fairen Handel (Interessenausgleich) gibt so gibt es auch faire Geschäfte, wo die Rendite nicht ganz so erquicklich ist, aber ein dennoch beiden Seiten ein ordentliches Leben ermöglicht.

Und das stelle ich jetzt mal an den Schluß.

Ich halte die Texte für teilweise ganz schön schwer geschrieben.

Das sehe ich ähnlich und die Texte wechseln zwischen banalen Wahrheiten und schwierigen Interpretationen/Auslegungen.
Ich habe das früher völlig unterschätzt und bin heute mitunter begeistert, was man da an Kleinigkeiten – die eigentlich ziemlich groß sind – so alles findet.

Da liegt für mich der Verdacht nahe, dass nicht nur gutes Zusammenleben Ziel der Niederschriften bestimmter Leute war (siehe auch den Artikel im Spiegel).

Na ja, das sehe ich ein wenig anders, auch wenn ich unmöglich die Motive von Leuten sicher bewerten kann, die vor knapp 2.000 Jahren gelebt haben.
Aber am Christentum und speziell Jesus oder Paulus sägen gewisse Kreise mehr oder weniger erfolgreich seit mehreren 100 Jahren, ach was sag ich, von Beginn an.
Das Buch „Der zensierte Jesus“ kenne ich noch nicht und werde es mir ggf. besorgen, aber ich bleibe da etwas skeptisch, wie ich dieser Feigenbaum-Polemik entnehme.

Der Soziologe Anton Mayer hat in den 80er Jahren ein Buch „Der zensierte Jesus“1 geschrieben. Zu dieser Stelle schreibt er kurz und knapp: Religiös bedeutete Jesus der Feigenbaum gar nichts. Er war arm und hungrig und einfach wütend auf den Feigenbaum, weil der keine Früchte trug. Darum verfluchte er den Baum.

Quelle: https://www.kirche-mv.de/fileadmin/elkm/lankow/Gemeindebriefe/Archiv/Gleichnisse_2012-2...

Sollte das wirklich so dort stehen, würde sich meine Skepsis bestätigen.

mfG
nereus

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