Ein Autohack?
Nur mal so am Rande.
Da ich auch nicht davon ausgehe, daß eine tschetschenische Witwe im Daimler saß und neben dem permanenten Wodka-Konsum der Russen auch noch andere Möglichkeiten in Erwägung ziehe, da ja nicht irgendjemand um’s Leben kam, sondern der Lieblingsfahrer der im Westen am meisten gehaßten Person, bringe ich mal diesen kleinen Text.
So ist es vor kurzem zum ersten Mal gelungen, sich kabellos in ein Auto zu hacken. Dies erfolgte über das Infotainmentsystem des KFZ. Gelungen ist es den IT Experten Charlie Miller, Security Researcher for Twitter, und Chris Valasek, Director of Vehicle Security Research for IOActive.
Im Jahre 2013 war ihnen dies bereits mittels eines Kabels gelungen. Sie verbanden Ihren Laptop über den Diagnosestecker, wie er in einer Werkstatt benutzt wird, mit dem KFZ. Die Autoindustrie war damals der Meinung, dass die Autos sicher seien solange eine körperliche Verbindung mit dem Auto erfolgen muss.
Diese Ignoranz trieb die beiden erst richtig an. Sie stellten fest, dass am einfachsten es bei einem Jeep Cherokee sein dürfte, diesen aus der Entfernung zu steuern. Als Schwachstelle hatten sie das sog. Uconnect-System ausgemacht, welches das Infotainment im Auto steuert.
Uconnect bündelt elektronische Fahrzeugfunktionen wie Navigation oder Musikmedien. Es dient aber auch als Schnittstelle zu den Smartphones der Insassen und auf Wunsch als WLAN-Hotspot. Es verfügt deshalb über eine eigene IP-Adresse. Über Uconnect gelangten die Computerspezialisten in den sogenannten CAN-Bus. Dieser vernetzt die zahlreichen elektronischen Steuergeräte eines Autos.
Mit Hilfe eines anfälligen Elements, das sie bisher nicht veröffentlichten, war es möglich die Kontrolle über den Wagen zu erlangen. So haben sie z.B. von Pittsburgh aus die Scheibenwischer aktiviert, als sich der Wagen ca. 1.000 km entfernt in St. Louis befand.
In weiteren Versuchen haben sie die Klima- und die Soundanlage voll aufgedreht, die Sitzkühlung aktiviert oder Wischwasser auf die Windschutzscheibe gespritzt.
Die Krönung war, dass sie mitten auf der Autobahn den Motor ausschalteten.
Auf einem leeren Parkplatz zeigten sie, dass sie in die Lenkung eingreifen und die Bremsen außer Betrieb setzen konnten. Der Fahrer im Auto konnte sich dagegen nicht zur Wehr setzen.
Quelle: http://www.huffingtonpost.de/dieter-scholl/der-autohack-oder-die-fernsteuerung-auto-int...
Da moderne Technik meistens aus dem Vorlauf des militärisch-industriellen Komplexes generiert wird, dürfen wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß die Nachrichtendienste seit längerem über derartige Möglichkeiten verfügen.
Dies war ein unmißverständlicher Warnschuß an den Kreml-Chef.
Und da die großen Medien nach wie vor dazu schweigen, bleibe ich dabei.
Der SPIEGEL findet dagegen aber Platz für ein Interview über Michail Chodorkowski (nicht mit ihm selbst), der sich schon auf die Zeit nach Putin vorbereitet.
Wer mehr dazu erfahren will, bitte hier entlang: http://www.spiegel.de/politik/ausland/putin-gegner-chodorkowski-will-putins-sturz-besch...
Die 2 Minuten sollte man sich gönnen, wenn man sich für Geo-Politik interessiert.
Er hat sich nach seiner Begnadigung schnell einen Masterplan zurecht gelegt. Wenige Wochen nach seiner Freilassung reiste er nach Kiew, nach dem Erfolg der Maidan-Revolution. Chodorkowski sucht nach Allianzen.
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Alles, was Chodorkowski tut, ist auf sein Hauptziel ausgerichtet: nach Russland zurückzukehren. Deshalb bereitet er sich vor auf eine Zeit nach Putin. Aber er wappnet sich auch für Varianten, falls in Russland etwas ähnliches passieren sollte wie in der Türkei, für einen Putsch oder Vergleichbares.
Sehr interessanter Einwurf an dieser Stelle!
Er entwirft eine neue Verfassung für Russland, zusammen mit Experten und hat seine alte Stiftung Open Russia neu gegründet. Er versucht, sie als eine Sammlungsbewegung zu positionieren für unterschiedliche Leute in Moskau.
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Dabei hat der Ukraine-Konflikt eine Rolle gespielt. Die Maidan-Revolution hatte nur wenige Monate nach seiner Freilassung Erfolg. Er hat - wie früher andere Putin-Gegner im Exil - gehofft, diese Bewegung könnte überschwappen von der Ukraine ins Nachbarland Russland. Deshalb hat er sich dort gleich hineingeworfen.
Es hat nur leider nicht geschwappt!
Dann folgt etwas Bemerkenswertes!
Er ist Realist und versteht, dass er niemals Präsident sein kann. Ein Ex-Oligarch wie er, noch dazu mit jüdischen Wurzeln, kann keine Wahl in Russland gewinnen.
Er sagt aber zugleich: Wenn Russland in eine Krise stürzt, dann bin ich der einzige, der das Land aus der Sackgasse führen kann. Er denkt dabei nicht an eine Situation morgen oder in einem Jahr. Chodorkowski denkt in Zehn-Jahres-Zyklen.
Liebe mitlesende Russen, Ihr wißt sicher noch, wie der Friedensfürst Michail und seine "Genossen im Glauben" Euer Land nicht aus der Krise sondern erst IN DIE KRISE hinein geführt haben.
Und nun das Sahnehäubchen des Interviews!
SPIEGEL ONLINE: Will Chodorkowski Putin stürzen sehen?
Tuschi: Ja, natürlich. Und er tut alles dafür, seinen Sturz zu beschleunigen. Nicht in der Art und Weise, wie das Putin und sein Vertrauter Igor Setschin glauben.
Die haben Angst, er könnte einen Killer auf sie ansetzen.
Ach, i wooooooh!! Wie kann man denn auf solch einen Unsinn kommen?
mfg
nereus