Benutzt hier noch jemand Facebook?

CalBaer @, Mittwoch, 31.08.2016, 18:57 vor 3471 Tagen 4978 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 01.09.2016, 14:39

Facebook spioniere das Telefonverzeichnis auf dem Handy aus, um daraus neue Freunde vorzuschlagen. Einem Psychiater schlug Facebook seine Patienten mit teilw. schweren geistigen Stoerungen als neue Freunde vor. Der Arzt hatte nie privaten Kontakt mit seinen Patienten. Facebook schlug ebenfalls Patienten, die zu diesem Arzt gingen, gegenseitig als neue Freunde vor. Die Patienten konnten so gegenseitig den vollen Namen inkl. Facebook-Profil einsehen. Das Problem sei, dass somit die aertzliche Schweigepflicht verletzt wuerde. Die einzige Erklaerung sei, dass Facebook einen Abgleich der Telefonverzeichnisse aus dem Handy der Patienten vornehme, insofern man die Facebook-App verwende.

Facebook recommended that this psychiatrist’s patients friend each other
http://fusion.net/story/339018/facebook-psychiatrist-privacy-problems/

Ueber Facebook entstehen somit indirekt medizinische Profile. Aber auch politische Profile koennten so entstehen. Das ist besonders brisant in Deutschland, da dort mittlerweile staatlich finanzierte Einrichtungen direkten Zugang zu Facebook-Daten im Rahmen der sog. "Hatespeech-Loeschung" haben.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Wieso "noch"? Konnte schon bei WKW keinen persönlichen Vorteil erkennen

Hasso, Mittwoch, 31.08.2016, 19:24 vor 3471 Tagen @ CalBaer 4065 Views

bearbeitet von Hasso, Mittwoch, 31.08.2016, 19:44

Hallo CalBear,
lange vor Facebook gab es in Deutschland um 2007 "WKW"... Wer kennt wen?
Freunde in meinem Alter wollten mich überreden, da mitzumachen.
Da versäume ich was...[[sauer]]
Habe mich nie angemeldet... konnte keinen Vorteil darin erkennen, mich mit allen möglichen Menschen virtuell auszutauschen.
Das Gelbe Forum reichte mir dicke[[zwinker]]

Dann kam Facebook und WKW verschwand.
Bei Freunden durfte ich mir mal anschauen, wie es auf Facebook so läuft.
Das 24/7-Blablabla war nie interessant für mich... heute bin ich froh, mich nie angemeldet zu haben.

Whatsapp habe ich auch immer abgelehnt... trotz sehr starkem sozialen Druck[[sauer]]
Da musste ich immer viel erklären, warum ich da nicht mitmachen will.

Beruflich war ich ein paar Jahre auf XING.
Aber da wollten alle nur "mein Geld"... und hatten keinen Cent für mich zu vergeben, einfach weil sie selber nichts auf der Naht hatten[[zwinker]]

Jetzt will man mich zu dem kostenpflichtigen Seniorbook verleiten[[freude]]
Das fehlt mir gerade noch... auch noch Geld für so einen Quatsch ausgeben[[sauer]]
Übrigens... praktisch alle mir persönlich bekannten ernst zu nehmenden Menschen sind nicht auf Facebook[[top]]
Beste Grüße
Hasso

Wozu??...........

ottoasta @, Mittwoch, 31.08.2016, 19:37 vor 3471 Tagen @ CalBaer 3843 Views

......ich halte es wie seinerzeit Sokrates:

*Was es nicht alle gibt was ich nicht brauche!*

wunderte er sich!
Ein gescheiter Mensch!

Facebook? Warum soll ich mich mit dem Prekariat austauschen?
Ich habe anderes zu tun! Zur Zeit wartet mein Garten auf mich, ist viel interessanter!

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Noch?

SevenSamurai @, Mittwoch, 31.08.2016, 19:43 vor 3471 Tagen @ CalBaer 3678 Views

Ich habe noch nie einen Account dort gehabt.

Und da man inzwischen dazu genötigt wird, einen Account anzulegen, wenn man dort nur lesen will, gehe ich gar nicht mehr auf deren Webseite.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

WhatsApp hat seine AGB geändert

Sylvia @, Mittwoch, 31.08.2016, 20:20 vor 3471 Tagen @ CalBaer 3759 Views

WhatsApp hat jüngst die AGB geändert und kann jetzt umfangreiche Daten an den Mutterkonzern Facebook weiterleiten.

Hatte der Psychiater die Kontaktdaten seiner Patienten im Handy, so sind sie jetzt bei Facebook. Und Facebook kann damit machen, was es will. Z.B. Patient A Patient B als Freund vorschlagen. [[zwinker]]

--
"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

stimmt, aber...

stocksorcerer @, Mittwoch, 31.08.2016, 21:14 vor 3471 Tagen @ Sylvia 3403 Views

man kann auf "lesen" klicken und dann im - unter dem Zustimmungsfenster liegenden - Erklärtext ein vorgefertigtes Häkchen entfernen. Damit stimmt man der Weitergabe nämlich nicht zu.

Ich hab zwar kein Facebook, habe das aber beim Töchterchen mal schnell bei whatsapp getan, weil ich nicht weiß, inwieweit sie sich irgendwann gegen den facebook-Mist sperren will, wie ich das seit Ewigkeiten tue. ;)

Gruß
stocksorcerer

P.S.: angeblich kann man das noch einen Monat lang nach dem Akzeptieren der neuen Geschäftsbedingungen noch ändern, habe ich irgendwo gehört.

Whatsapp/Facebook/AGB

Elli ⌂ @, Donnerstag, 01.09.2016, 14:43 vor 3470 Tagen @ stocksorcerer 2711 Views

Dazu bekam ich folgende Info:

Geht in WhatsApp auf "Einstellungen" und dann auf "Account". Dann müsst ihr nach unten scrollen und dort steht, dass in Zukunft eure privaten Daten auf Facebook geteilt werden und diese für Werbung benutzt werden.
Um euch davor zu schützen, müsst ihr es deaktivieren. WhatsApp hat es nämlich automatisch aktiviert und ihr habt nur 30 Tage Zeit, es zu entfernen. Danach ist es nicht mehr möglich.

Facebook sammelt und speichert weiterhin Metadaten

CalBaer @, Freitag, 02.09.2016, 20:35 vor 3469 Tagen @ Elli 2057 Views

ihr nach unten scrollen und dort steht, dass in Zukunft eure privaten Daten
auf Facebook geteilt werden und diese für Werbung benutzt werden.

Man kann nur unterbinden, dass diese Daten so verwendet werden. Die Gerichte haben der NSA zwar die Sammelwut untersagt, aber die privaten Konzerne koennen das weiterhin machen.

--
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Nein! (mkT)

QuerDenker @, Mittwoch, 31.08.2016, 20:25 vor 3471 Tagen @ CalBaer 3531 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 01.09.2016, 14:38

Hallo CalBaer,

wie ich bei den Vorpostern sehe, haben 'Gelbe' wohl etwas gegen alle Art von 'Datensammlung'... [[zwinker]]

Ueber Facebook entstehen somit indirekt medizinische Profile. Aber auch
politische Profile koennten so entstehen. Das ist besonders brisant in
Deutschland, da dort mittlerweile staatlich finanzierte Einrichtungen
direkten Zugang zu Facebook-Daten im Rahmen der sog. "Hatespeech-Loeschung"
haben.

Darüberhinaus liefert das 'Gegeneinanderlaufenlassen' der ganzen Telefonbucheinträge, 'Unmengen' von Querverknüpfungen!
Da sich heute immer weniger Leute die Telefonnummern merken wollen, ist praktisch jeder 'Kontakt' im Adressbuch, und damit geht das dann noch weit über 'Politik' usw. hinaus!

Beste Grüße

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Telefonnummern sind aber nicht das Entscheidende - der Grund für Facebooks Freunde-Empfehlungen ist viel banaler und gefährlicher!

Literaturhinweis @, Mittwoch, 31.08.2016, 20:42 vor 3471 Tagen @ CalBaer 5174 Views

Facebook spioniere das Telefonverzeichnis auf dem Handy aus, um daraus neue Freunde vorzuschlagen.

Der Arzt/die Ärztin hatte dummerweise die Telefonnummer auch Facebook mitgeteilt und wenn dann ein Patient IHRE Nummer bei SICH abgespeichert hatte und Facebook das Telefonverzeichnis auslesen ließ, konnte Facebook darüber diese Verbindung herstellen.

Es gab aber Fälle, in denen das nicht der Fall war. Und dennoch schlug Facebook diese Leute als Freunde vor.

Im genannten Fall gab es nämlich den viel grundlegenderen Mechanismus, daß Facebook aufgrund der Geolocation, der Verortung der Smartphones des Arztes/der Ärztin und des jeweiligen Patienten, mehrmals im Monat bei Therapistunden auf engem Raum zusammen, zum Anlaß nahm, diesen vorzuschlagen, nun, da sie sich doch ohnehin schon so oft nahe sind, diese Beziehung auch auf Facebook fortzusetzen. Und da die anderen Patienten zu anderen Zeiten regelmäßig am selben Ort verweilten, ist es doch angemessen, wenn auch diese sich mal näher kennenlernen, nicht wahr?

Dazu muß Facebook nicht die Telefonnummer des jeweils anderen "potentiellen Freundes" im Telefonverzeichnis des Nutzers finden, es genügt, wenn Facebook von jedem der beiden nur seine Nummer kennt, um dann festzustellen, daß diese Nummern sich häufig sehr nahe sind, um daraus den Schluß zu ziehen, daß sie eine Beziehung haben. Meist ist das eine geschäftliche, die noch nicht ihren Weg nach Facebook gefunden hat.

Darum auch werden zukünftig Ehefrauen die Geliebten ihrer Ehemänner zu Freundinnen vorgeschlagen werden, denn auch diese haben "etwas" gemeinsam. Selig ist, wer im Knast lebt, dort sind Smartphones verboten.

Das, was die zaristische Geheimpolizei noch Dutzende Beschatter rund um die Uhr kostete, das, was in den achtziger Jahren das Bundeskriminalamt noch die tausendfache mühsame Auswertung von Hotelmeldezetteln kostete (wer dreimal hintereinander zur selben Zeit im gleichen Hotel erst in München, dann in Hamburg, dann in Aachen absteigt, hat offensichtlich Beziehungen miteinander!), das kostet nun einen Computer außer einem guten Programm und etwas Strom gar nichts mehr.

Kein Wunder machen Politiker Facebook-freundliche Politik, weiß doch Facebook, daß sie am Parlamentssitz mit einer anderen Frau schlafen, als im Wahlkreis.

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

Jetzt verstehe ich das (+PS)

Rybezahl, Mittwoch, 31.08.2016, 21:12 vor 3471 Tagen @ Literaturhinweis 3689 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 31.08.2016, 22:03

Hallo,

ich nutze Facebook nicht, habe aber ein Fantasie-Benutzerkonto dort. Alle Einstellungen sind natürlich auf "Freunde" gestellt. Und in der Tat wurde mir bei einem meiner seltenen Besuche auf meinem Profil plötzlich eine Person vorgeschlagen, die in einer ganz anderen Stadt wohnt. Diese Person hatte ich kurz zuvor besucht.

Jetzt der Teil, den ich nicht verstehe:
Diese Person besitzt gar kein Smartphone.
(Der "Ortungsdienst" auf meinem Smartphone ist schon immer standardmäßig deaktiviert.)

Noch früher erhielt ich mal einen Vorschlag von einer Person, die ich das letzte mal vor mehreren Jahren gesehen hatte. Die einzige mögliche Verbindung ist eine alte Mailadresse, die diese Person möglicherweise noch kennt. Das ist schon so lange her, dass ich das nicht mehr richtig nachvollziehen kann (bzgl. Privatsphäreneinstellungen).

Facebook sammelt auf allen Kanälen, anders ist es nicht erklärbar.

Gruß!


PS: Noch eine Sache. Im Frühjahr diesen Jahres sind enge Bekannte über Ungarn nach Bulgarien gefahren. Deren Mobiltelefone funktionierten in Ungarn noch einwandfrei, aber in Rumänien drei Tage lange nicht mehr (Netz hatten sie, Neustart brachte nichts). Nach drei Tagen funktionierte alles wieder tadellos. Tüdelü.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Fehler in der Matrix

Brauer @, Mittwoch, 31.08.2016, 21:55 vor 3471 Tagen @ Rybezahl 3468 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 31.08.2016, 22:02

Facebook sammelt auf allen Kanälen, anders ist es nicht erklärbar.

Und nicht nur die.

So saß ich doch an der Uni mal in der Thermodynamikvorlesung und suchte derweil online nach Fahrradteilen um meinem Hobby zu fröhnen.
Als Suchergebnis wurden mir stattdessen diverse Formeln des aktuellen Stoffes angezeigt. Ich hatte während der gesamten Zeit nicht danach gesucht! Standortdaten wurden angeblich auch nicht gesendet.
Da hat es Google (ich habe einen Account) wohl ziemlich gut mit mir gemeint [[freude]]
Nachdem keine weitere Suche derart fehl ging, habe ich mich trotzdem (oder deshalb) etwas verstört der Vorlesung gewidmet [[top]]
Schön ist auch, dass, obwohl ebenfalls Standortdaten usw. deaktiviert waren, bei einem Freund mehrfach andere Musikvorschläge bei youtube auftauchten, sobald ich ihn besuchte.
Facebook habe ich mir erspart.

Ich schließe daraus, dass grundsätzlich erstmal alles mit allem verknüpft wird. Der Nutzer kann sich durch seine Auswahlhäkchen lediglich vorgaukeln lassen, es würden tatsächlich weniger Daten erhoben. Das funktioniert in einigen Fällen aber anscheinend nicht so richtig und fühlt sich tatsächlich etwas nach Matrix an.
Vermutlich gibt es sogar "Konten" für Personen, deren Existenz und Aufenthaltsort sich lediglich aufgrund solcher Metadaten annehmen lässt. Meinerseits ist das zwar eine reine Mutmaßung, aber wenn ich das zu entscheiden hätte, und genug Kapazität, würde ich es so machen. Führt im Endeffekt zu einer Art inoffizieller Welt-Personendatenbank, die vor allem durch und für diejenigen erstellt werden kann, die Facebook, Google, Messengerdienste, Providerdaten und Bankdaten weltweit abgreifen können...
Sicherlich gibt es da auch mal Dopplungen und Fehler, aber je dichter das Netz, desto kleiner sind die Fische die noch durchschlüpfen.

Abgleich per IP-Adressen

CalBaer @, Mittwoch, 31.08.2016, 22:38 vor 3471 Tagen @ Rybezahl 3230 Views

Jetzt der Teil, den ich nicht verstehe:
Diese Person besitzt gar kein Smartphone.
(Der "Ortungsdienst" auf meinem Smartphone ist schon immer standardmäßig
deaktiviert.)
Facebook sammelt auf allen Kanälen, anders ist es nicht erklärbar.

Die brauchen nur die IP-Addressen abzugleichen, falls sich dein Handy in das LAN/Wifi deines Freundes eingeloggt hat. Den Ortungsdienst auszuschalten, hilft dann nichts.

--
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In diesem Fall nicht

Rybezahl, Mittwoch, 31.08.2016, 23:04 vor 3471 Tagen @ CalBaer 2980 Views

Jetzt der Teil, den ich nicht verstehe:
Diese Person besitzt gar kein Smartphone.
(Der "Ortungsdienst" auf meinem Smartphone ist schon immer

standardmäßig

deaktiviert.)
Facebook sammelt auf allen Kanälen, anders ist es nicht erklärbar.


Die brauchen nur die IP-Addressen abzugleichen, falls sich dein Handy in
das LAN/Wifi deines Freundes eingeloggt hat. Den Ortungsdienst
auszuschalten, hilft dann nichts.

Ja, das ist eine Möglichkeit. Das war aber nicht der Fall. Jetzt erzähle ich mal den Zusammenhang, damit du dich gruseln kannst:

Da war kein LAN/Wifi. Wir hatten aber schon vor Facebook einige Jahre Kontakt über Foren und ICQ miteinander. Als Facebook "flächendeckend" wurde, trennten sich unsere Wege langsam, und ich wusste bei besagtem Besuch nicht, dass diese Person dort aktiv ist. Einige Tage danach habe ich mein Profil besucht und bekam diesen Vorschlag präsentiert.
Ich möchte mal spinnieren, mein Aufenthaltsort wurde trotzdem erfasst und mit dessen Facebook-Konto verknüpft.

Wie Brauer sagt:

Ich schließe daraus, dass grundsätzlich erstmal alles mit allem
verknüpft wird. Der Nutzer kann sich durch seine Auswahlhäkchen lediglich
vorgaukeln lassen, es würden tatsächlich weniger Daten erhoben.
Das
funktioniert in einigen Fällen aber anscheinend nicht so richtig und
fühlt sich tatsächlich etwas nach Matrix an.
Vermutlich gibt es sogar "Konten" für Personen, deren Existenz und
Aufenthaltsort sich lediglich aufgrund solcher Metadaten annehmen lässt.
Meinerseits ist das zwar eine reine Mutmaßung, aber wenn ich das zu
entscheiden hätte, und genug Kapazität, würde ich es so machen. Führt
im Endeffekt zu einer Art inoffizieller Welt-Personendatenbank, die vor
allem durch und für diejenigen erstellt werden kann, die Facebook, Google,
Messengerdienste, Providerdaten und Bankdaten weltweit abgreifen
können...
Sicherlich gibt es da auch mal Dopplungen und Fehler, aber je dichter das
Netz, desto kleiner sind die Fische die noch durchschlüpfen.

""Konten" für Personen, deren Existenz und Aufenthaltsort sich lediglich aufgrund solcher Metadaten annehmen lässt", das ist ja fantastisch, Brauer! Virtuelle Massen-Stellvertreter, die den Mehrheitswillen repräsentieren, die sich verfolgen lassen und unabhängig von Einzelpersonen "agieren". Wahre und echte Simulacren, Hologramme!

Schöne neue Welt!

Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Ich dachte, man müsste lediglich die Lücken im Netz finden.

Brauer @, Donnerstag, 01.09.2016, 00:17 vor 3470 Tagen @ Rybezahl 2883 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 01.09.2016, 00:37

je dichter das Netz, desto kleiner sind die Fische die noch durchschlüpfen.

Virtuelle Massen-Stellvertreter, die den
Mehrheitswillen repräsentieren, die sich verfolgen lassen und unabhängig
von Einzelpersonen "agieren". Wahre und echte Simulacren, Hologramme!

Und, sobald diese das Netz einmal gestreift haben, also mit einer gewissen Sicherheit als reale Person bestätigt sind, werden sie vom metainformationellen(/-physischen? [[zwinker]]) Geist erst zum echten Menschen mit Name und Anschrift.
Und damit selbst von einem metainformationellen zu einem echten Netzknoten, der die Informationsdichte über die restlichen Fische erhöht. Wobei vermutlich auch die Meta-Knoten dazu dienen, denn letztendlich besteht in diesem System eine Person nur aus den Daten die sie generiert, es gibt also keine harte Grenze zwischen virtuellen und realen Personen, sondern eher eine Existenzwahrscheinlichkeit.

Ich bin gerade etwas über diese Erkenntnis erschrocken, denn bisher nahm ich an, es würde genügen, lediglich durch die Lücken im Netz zu schwimmen, um diesem zu entgehen.
Aber schon die Lücke sagt etwas aus, nämlich den maximalen Querschnitt des Fisches. Bei den heutigen vieldimensonal ausgeworfenen Netzen, insbesondere im Weltnetz, ist das zunehmend unmöglich, vor allem weil es sich anscheinend um ein selbstverdichtendes Netz handelt, an dem wir alle fleißig mitknüpfen (müssen). In irgendeiner dieser "Dimensionen" wird man früher oder später Knoten (mindestens) eines Teilnetzes.
Wobei das eigentlich schon beim Provider anfängt.

Als Beispiel: Geodaten sagen, dass jemand (also ein Meta-Knoten) in einer Kneipe war. Bei FB erwähnt jemand der anderen Anwesenden, der "Brauer" war auch da. Vielleicht noch ein Foto online? Und er war auch schonmal im örtlichen Einwohnermeldeamt. Nachts zu 90% an einer bestimmten Adresse -> Wohnort. Foto automatisch (Picasa) wiedererkannt, Brauer heißt Michael Meier (oder auch nicht) und war bei irgendeinem Geflügelzüchterwettbewerb Fünfter.
Er hat ein (Streetview) rotes Backsteinhaus mit einem gelben Backsteinweg davor. Und wenn man jetzt noch seine Suchanfragen kennt und den Senf den er im Gelben absondert, hat man ein ganz gutes Bild von ihm.
Und dieser Kerl war noch gar nirgends angemeldet, also äußerst schwach verbandelt, dieser Metaknoten der Teilnetze "Facebook" und "Google"...

Windows 10 oder Google Account -> Email Inhalte!
Und endlich wird der Geist materialisiert. [[top]]

Ich gehe jetzt übrigens ins Bett, falls Google das noch nicht wusste...

Gruß,

Brauer

Die Spionagemöglichkeiten sind natürlich noch wesentlich vielfältiger und komplexer, als man in kurzen Forenbeiträgen darstellen kann.

Literaturhinweis @, Donnerstag, 01.09.2016, 11:16 vor 3470 Tagen @ Rybezahl 3129 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 05.09.2016, 22:03

Jetzt der Teil, den ich nicht verstehe: Diese Person besitzt gar kein Smartphone. (Der "Ortungsdienst" auf meinem Smartphone ist schon immer standardmäßig deaktiviert.)

Die Geolocation wird über verschiedenste Anzeichen unbewußt "verraten". @CalBaer erwähnte schon den Abgleich der IP-Adressen.

Der Telefonnummer-Übermittlung von derselben Geolocation bedarf es also auch nicht (unbedingt).

Noch früher erhielt ich mal einen Vorschlag von einer Person, die ich das letzte mal vor mehreren Jahren gesehen hatte. Die einzige mögliche Verbindung ist eine alte Mailadresse, die diese Person möglicherweise noch kennt.

Ohne das in Forenbeiträgen, die dann, wenn sie ausführlich werden, doch niemand liest, geschweige denn beherzigt, im einzelnen aufdröseln zu können, hier ein paar Anregungen, inwieweit fast jeder, auch Hillary Clinton und der Chef des Bundesamtes für Informationssicherheit und der Bundesdatenschutzbeauftragte, ihrer persönlichen Identifizierung (Fakt 1) und fallweise der Ermittlung ihres örtlichen Aufenthaltes (Fakt 2) unbewußt und permanent Vorschub leisten.

Man erinnere sich nur daran, daß ein Geheimdienstler, ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, in räumliche Nähe und Zusammenhang mit einem vorgeblichen NSU-Mord gebracht werden konnte.

Er recherchierte privat Pornos aus einem Internetcafe - also

a) er war nicht zuhause

b) er war an einem Ort, an dem ihn niemand vermutete

und

c) er nutzte nicht den Account des Dienstes, für den er tätig war.

Dennoch, oder gerade deshalb, wurde sein Surfverhalten direkt auf ihn nach Ort und Zeit zurückgeführt.

Dasselbe passiert also jedem Normalbürger erst recht.

Nun mag man alles mögliche einwenden, was dieser Verfassungs"schützer" hätte besser machen oder unterlassen können, um das zu vermeiden oder bis ins Unendliche zu erschweren.

Richtig.

Aber: jede Handlungsweise, die auf Verschleierung aus ist, erzeugt ihrerseits ein spezifisches Profil. Ich kann das hier nicht im Einzelnen ausführen, da das viel zu komplex ist, aber:

Ein Einbrecher, der irgendwo einbricht, schaut sich meist etwas verstohlen um, auf dem Wege zum Einbruchsort. Dadurch fällt er auf.

Viel mehr würde aber ein Einbrecher in der Klasse der Einbrecher auffallen, der sich nicht umschaut. Nachvollziehbar? Das wäre ein ungewöhnlicher Einbrecher. Wenn man also ein zweites Merkmal hätte, anhand dessen man ihn als Einbrecher kennen könnte, wüßte man, daß das Verhalten zu genau ihm paßt und könnte ihn daher weiter individuell observieren.

Wenn nun jemand mit einem Mobiltelefon unterwegs ist und zu einer bestimmten Adresse fährt, an der ein abhörsicheres Treffen, etwa zur Besprechung der neuesten Entwicklungen auf dem Motorensektor eines Automobilherstellers, geplant ist, abhörsicher, weil man weiß, daß die Chinesen hinter den Informationen her sind, und dann alle Chefentwickler aus verschiedenen Richtungen mit noch eingeschalteten Mobiltelefonen auf diesen einen Punkt hin konvergieren, an dem sie dann ihre Mobiltelefone abschalten und brav in eine Keksdose tun, um das Abhören dieser Gespräche zu verhindern, dann weiß ein aufmerksamer Geheimdienst genau, wo das Treffen stattfindet.

Die vermeintliche "Verschleierung" hat einen "Fingerabdruck" des Verschleierns geliefert.

Nun kann er die Informationen mit anderen Mitteln abschöpfen.

Ist der Ort, an dem das Treffen stattfindet, bekannt als zu einem bestimmten Zulieferer gehörig, dann weiß der Geheimdienst nun mit Sicherheit, daß dieser Zulieferer eine bedeutende Rolle bei der neuen "geheimen" Motorenentwicklung spielt.

Dabei will ich es belassen. Geolocations und Verbindungen von Personen untereinander herauszufinden, ist viel einfacher, als die ALLERmeisten es sich auch nur erträumen könnten.

Und: das anfänglich gepostete Phänomen fiel ja nur auf, weil es "unerklärlich" war. Wäre es "erklärlich" gewesen, etwa, weil die Betreffenden auch auf anderen Ebenen Kontakte gepflegt hatten, wäre niemand auf die Idee gekommen, stutzig zu werden.

Meist aber ermitteln Geheimdienste erst auf dem einen Wege etwas, und "verraten" es dann erst, wenn überhaupt, wenn sie die zum gleichen Schluß führende Information aus scheinbar unverfänglicher Quelle haben.

Jedoch: diese "unverfängliche" Quelle konnten sie ja erst (mit relativ geringerem Aufwand) "einkreisen", nachdem sie schon lange zuvor die "verfängliche" ermittelt hatten!

Wie gesagt, das Thema ist umfangreich, und mit dem Vermeiden von Spuren ist es kaum getan, eher mit dem Legen von zuvielen, widersprüchlichen Spuren. Aber auch hier werden i.d.R. "Finderabdrücke", Muster, erkennbar.

Vgl. auch "Digitale Selbstverteidigung" von @Ikonoklast oder "Verschlüsselung" von @Stefan.

Aber das ist alles, wie gesagt, nur die Spitze eines Eisberges, dessen Verhältnis von Spitze zu Anteil unter Wasser man nicht genau kennt, da die Geheimdienste mal den Auftrieb des Eisberges, ein andermal das spezifische Gewicht des Wassers manipulieren.

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

Facebook behauptet offiziell, Geolocation nicht fuer Freunde-Vorschlaege zu benutzen

CalBaer @, Mittwoch, 31.08.2016, 22:27 vor 3471 Tagen @ Literaturhinweis 3012 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 31.08.2016, 22:39

Im genannten
Fall
gab es nämlich den viel grundlegenderen Mechanismus, daß
Facebook aufgrund der Geolocation,

Sie behaupten, es nur mal testweise gemacht zu haben. Steht auch so im Text.

Facebook stellt offiziell klar, Geolocation nicht fuer Freunde-Vorschlaege zu benutzen. Hier noch etwas ausfuehrlicher:
Facebook changes story, now says phone location not used to recommend friends
http://fusion.net/story/319712/facebook-now-says-phone-location-not-used-to-recommend-f...

Umsatzziele scheinen da wohl sehr oft mit dem Datenschutz zu kollidieren. Eigentlich muessten die denen staendig auf die Finger hauen, besonders in Deutschland bei den strengen Datenschutzgesetzen. Und die ecken ja sogar in den USA an. Da kommt mir doch gleich eine wirre VT in den Sinn: Entweder ihr zensiert Kommentare nach unseren politischen Vorgaben ("hatespeech") und duerft dann mit euren Praktiken auch Umsatz machen oder ihr fliegt aus Deutschland wegen Verletzung von Datenschutzgesetzen. Zufaellig ist der Iniator der Anti-Hatespeech-Massnahme auch Justizminister.

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Facebook = Stasi nach dem IKEA Prinzip: die Leute basteln sich ihre eigene Überwachung selber (oT)

BerndBorchert @, Mittwoch, 31.08.2016, 21:11 vor 3471 Tagen @ CalBaer 2978 Views

- kein Text -

meine Kurzerfahrung

mh-ing @, Donnerstag, 01.09.2016, 07:28 vor 3470 Tagen @ CalBaer 3341 Views

Ich habe mich wegen einer Vortragssache (welche ich evtl. über Facebook bewerben mit wollte) dort eingeloggt. Dazu muss man erst eine persönliche Seite anlegen, danach dann die Firma.
Bei meiner persönlichen Seite habe ich meine Angaben auf das absolute Minimum reduziert, jede Info vermieden, keine Daten groß sichtbar gemacht und sonst wie versucht, mich privat klein zu machen.
Es kamen dann eine riesige Liste von "Freundschaftsanfragen". Ich war wirklich sehr überrascht, dass ich ca. 75% aller Personen kannte. Darunter Personen, mit denen ich wirklich aber seit langem nichts mehr zu tun hatte.

Ich habe dann doch alles gelöscht, weil es mir zu unheimlich wurde. Mein Fazit ist daher: Diese Allgoritmen sind extrem gut und selbst aus minimalen Informationen ziehen diese Geräte alle wesentlichen Verbindungen heraus. Wer noch etwas mehr aktiv ist, offenbart sich völlig.

Die Frage ist nur folgende: Was ist, wenn Facebook auch von jenen, die gar nicht dabei sind, einfach diese Daten generiert und somit auf Vorrat schon mal die Daten sich besorgt? Damit wäre jeder dort erfasst und verknüpft. Wer will das ohne internen Informaten beweisen und wenn, dann war es halt ein Fehler im Programm und völlig harmlos, da ja nur intern genutzt .......

Ich, es hat auch praktische Seiten

plancom @, Donnerstag, 01.09.2016, 08:02 vor 3470 Tagen @ CalBaer 3006 Views

FB schlägt mir wenige Personen vor, die ich kenne....und die auch nur, weil ich auf deren Profil gewesen bin. Alle anderen sind mir gänzlich unbekannt. Weder sind sie an meinem Wohn- oder Arbeitsort, noch habe ich jemals mit ihnen zu tun gehabt.
Ich bin schon mit meinem Klarnamen angemeldet.

Insoweit....alles ok.

Ich, aber nicht mehr lange

Gaby @, Freitag, 02.09.2016, 21:08 vor 3469 Tagen @ CalBaer 2203 Views

Moin,

habe mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken getragen und nun wird es mir zu blöd. Habe heute meinen Kontakten mitgeteilt, dass ich mein Profil demnächst löschen werde.

Grund hierfür ist vor allem die unglaubliche Löschorgie, die Zensur auf breitester Front. Das unterstütze ich nicht mit meinen Beiträgen (poste dort auch in Newsgroups) und mache das Fratzenbuch damit auch noch "attraktiver" oder helfe dieser Stasi 2.0-Truppe, mit Werbung (bei mir) Geld zu verdienen.

Ich hätte ja auch damals nicht den Stürmer abonniert.

Viele Grüße

Gaby

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

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