Der Wahlkampf in Österreich hat begonnen - Nachwahl zum Amt des Bundespräsidenten

helmut-1, Siebenbürgen, Sonntag, 28.08.2016, 16:02 (vor 3470 Tagen)3257 Views

Da ich mitbekommen habe, dass hier auch Österreicher unter den Lesern und Kommentatoren vertreten sind, dazu es sich um das nächste deutschsprachige Nachbarland handelt, - ein paar Gedanken zur Wahl zwischen Hofer und Van der Bellen, die ich auch schon in österreichischen Foren zum Besten gegeben habe.

Natürlich sind es Gedanken, die in erster Linie die Österreicher interessieren sollten, aber verschiedene darin genannte Vorgänge betreffen Deutschland gleichermaßen.

Hofer oder Van der Bellen?

Es geht hier um was ganz Anderes, etwas Prinzipielles, bei dieser Wahl. Es geht darum, wer hier den größeren Weitblick und das Feingefühl der Diplomatie unter Beweis stellt. Als späteres Staatsoberhaupt.

Ich habe noch keine diplomatische Aktion erlebt, die für sich einen Erfolg verbucht hat, wenn sie aus der Position der Schwäche heraus verhandelt hat. Hier ist Stärke angesagt, soweit das einem kleinen Land wie Österreich möglich ist. Aber es ist in bestimmten Dimensionen möglich.

Erinnern wir uns an 1955 und an den Staatsvertrag. Warum hatten da Figl und Raab diesen Erfolg? Weil sie mehr Wodka vertragen hatten als Molotow, wie es öfters spöttisch dargestellt wird? Nein, denn die Russen waren kühle Rechner. Sie waren sich darüber im Klaren, dass sie, um Österreich unter Kontrolle zu halten, in dem bergigen Land mit diesem Patriotismus eine unverhältnismäßig hohe Zahl an Militär bereitstellen müßten, was sich angesichts des wirtschaftlich zu erzielenden Gegenwertes nicht rechnet.

Damals, 1955 bei Österreich, konnten sie rechnen, 1979 bei Afghanistan anscheinend nicht. Nun, warum erwähne ich das bei einer Bundespräsidentenwahl mit Hofer und VdB. Der einfache Mann von der Straße hat wenig Ahnung davon, was sich so hinter den Kulissen abspielt. Er weiß nichts von den Ränkespielen in der Politik, die heute zunehmend von Menschenverachtung geprägt ist. Ich als einfacher Mensch vom Bau weiß darüber genauso wenig. Aber ich habe die verwerfliche Eigenschaft, mich, soweit wie es geht, zu informieren, - und das Net hilft dabei. Aber ich klicke alle möglichen Seiten, insbesonders ausländische an, und reime mir dann das zusammen, was am ehesten schlüssig erscheint.

Ist es wirklich so verwunderlich, was sich seit geraumer Zeit im Ost-West-Verhältnis, insbesonders mit den Russen, abspielt? Das mit der strategischen Partnerschaft mit der Nato sah ja schon so gut aus. Funktionierte auch. Aber es gibt noch viel stärkere „Nationen“ als die Amis und die Russen auf der Welt. Es sind die Finanzdynastien, z.B. Rockefeller, Rothschild, Murdoch, Soros, usw. Gerade die beiden mit dem Buchstaben „R.“ sind diejenigen, die in der Vergangenheit Kriege eingeleitet haben, weil sie an den Kriegen am meisten Geld machen (das Wort „verdienen“ verbietet mir der Anstand). Wer das als Verschwörungstheorie hinstellt, soll gar nicht weiterlesen, denn diese Dinge sind historisch nachweisbar.

Was hat das mit der aktuellen Politik zu tun? Einfach. Wer sich halbwegs informiert, weiß, dass der Vertrag, der Russland seit 1917 nun 99 Jahre lang an das Handelsrecht gebunden hat, in diesem Jahr ausläuft. Hier existiert ein ureigenes Interesse von mindestens zwei Partnern, nämlich das der Dynastie Rothschild und der FED, Russland wirtschaftlich auf den Boden zu drücken. Sämtliche peripheren Aktionen aus den USA, die direkt oder indirekt Russland betreffen, unterstreichen diese Situation.
Wers genauer wissen will, - eine ziemlich gute Übersicht, auch historisch gut belegt, über den link:

http://www.faceblogs.eu/index.php/menu-item-all/84-seite-uk/geschichte-uk/462-lenin-put...

Auch das darin enthaltene Video ist interessant.

Wenn man das alles beachtet, dann erscheint so manches, was so passiert, schlüssig. Z.B. das Einschleusen von fundamentalistischen Tschetschenen in den Westen, u.a. auch nach Österreich. Welche zweifelhafte Rolle Österreich dabei einnimmt, das ist erschreckend:

https://geopolitiker.wordpress.com/2010/09/08/tschetschenien-experimentier-feld-des-cia...

Auch andere internationale Medien haben das aufgegriffen, - nur lassen die meisten den Vorfall in Österreich diskreterweise weg:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3757925/Europe-s-new-frontier-Fears-ISIS-sympat...

Dazu kommen Vorfälle wie die von Ende Juli des vergangenen Jahres am Flughafen Wien-Schwechat, als man GIs gestoppt hat, die bewaffnet und ohne Genehmigung weiter in die Ukraine wollten.

http://kurier.at/chronik/wien/bewaffnete-us-soldaten-von-polizei-am-flughafen-wien-gest...

Wenn man hier zwei und zwei zusammenzählt, kann man sich gut vorstellen, inwieweit sich die ganze Situation in der Zukunft zuspitzen kann.

Österreich zwischen den Fronten und Wien als Drehscheibe.

Jetzt kommen wir zum Punkt: Wie will da ein führender Politiker, ein Staatsoberhaupt, die Interessen des Volkes vertreten, wenn er befürwortet, dass das Bundesheer abgeschafft wird? Das Gegenteil müßte der Fall sein.

Wir brauchen eine der Situation angepaßte Selbstverteidigung. Ich bin kein Militärstratege, - aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir vielleicht nicht mehr Panzer brauchen, aber mit Sicherheit Hubschrauber und geländegängiges Gerät, sowie Bodentruppen, die auf Kommandobasis (Kleinkrieg) ausgebildet sind. Auf diese Art kann man suggerieren, dass es sich nicht lohnt, unser Land in irgendeiner Weise in die Zange zu nehmen, weil jede militärische Maßnahme vom Ausland auf österreichischem Territorium mit unverhältnismäßig großem Widerstand zu rechnen hat.

Ich erlaube mir bei dieser Zukunftsvorstellung erhebliche und auch begründete Zweifel bei einer Präsidentschaft eines Herrn Van der Bellen anzumelden. Österreich muss neutral bleiben, wir haben nichts in der Nato verloren, aber wir brauchen eine wirksame Selbstverteidigung. Die Mitgliedschaft in der UNO sowie daraus resultierende militärische Beteiligungen in der Welt sind begründbar und völlig ausreichend. Über die Mitwirkung in einer neu zu erschaffenden europäischen Armee kann man diskutieren. Aber das wars dann auch.

Wir haben nun über 70 Jahre in Frieden gelebt, und wollen das weiterhin. Derjenige, der glaubt, das dadurch zu erreichen, in dem er seine Verteidigung aufgibt und sich darauf verläßt, dass man von stärkerer Seite dann seine Interessen noch eher vertritt, - der wird sich eines Besseren belehrt sehen, - sofern er das nicht schon aus der Geschichte gelernt hat.

„Allzeit bereit“ stand auf der Erinnerungsmedaille des Österr. Bundesheeres, als man seine Präsenzdienstpflicht beendet hatte. Allzeit bereit und wehrhaft, das ganze unterstrichen mit einem gesunden Patriotismus und immerwährender Neutralität, - darin liegt die Chance für den Frieden in unserm Land, damit dieser auch die nächsten 70 Jahre anhält.

Mit der Links-Grün-Politik, die Herr Van der Bellen bisher vertreten hat, spreche ich ihm diese eben genannte Fähigkeit schlichtweg ab.

Mal sehen, wie es ausgeht. Am 2. Oktober ist Wahl. Danach wissen wir mehr.


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