Der Untergang des Abendlandes
Folgt man den Beschreibungen des Philosophen Oswald Spengler, befinden wir uns bereits mitten im Untergang, sozusagen im letzten Abschnitt einer Gesellschaft, deren gesamter Daseins-Zyklus ungefähr 1.000 Jahre dauert. Diesen letzten Abschnitt bezeichnet Spengler als "Zivilisation". Er ist gekennzeichnet durch das vorherrschen einer völlig vergeistigten und degenerierten Stadtbevölkerung, deren Überlebenskraft permanent schwindet und die vom Geld gesteuert wird.
Auf diese Plutokratie folgt laut Spengler der Cäsarismus, d.h. die unumschränkte Herrschaft von einzelnen Personen, um die ein regelrechter Kult entsteht. Danach ist die Gesellschaft am Ende und endet im Fellachentum, wie sich Spengler ausdrückt. Hier besteht die Gesellschaft nur noch aus einer tumben Masse, die keinerlei Zusammengehörigkeitsgefühl mehr aufweist und sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt.
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"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."
Arthur Schopenhauer