96-jährige „Trümmerfrau“ – nach 60 Jahren: raus aus der Wohnung!

Das Alte Periskop, Montag, 22.08.2016, 19:25 vor 3475 Tagen 5221 Views

Die 96-Jährige Anna U., ehemals Krankenschwester, jetzt hilf- und wehrlos soll nach einem Urteil „Im Namen des Volkes“ aus der Wohnung „ausziehen“, wo sie seit 60 Jahren lebt.
http://www.tz.de/muenchen/stadt/schwabing-west-ort62363/gericht-wirft-schwerkranke-rent...

Kaum vorstellbar, dass die alte Frau damals nicht Trümmer in Münchens Straßen weggeräumt hat. Seit dem Urteil sind drei Wochen vergangen. Von einem Aufschrei der „Lichterketten-Initiatoren“, geschweige denn einem Einsatz für die alte Frau durch die bunt gefärbten Politikgestalter in „der Weltstadt mit Herz“ war bisher nichts zu lesen oder zu hören. Wenigstens der BGH will im November entscheiden!

Die „Friends of Sores“ (?) in München haben aber wahrlich auch wichtigeres zu tun, z.B. das hier
https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSq-156W6aN2PL_EN1J4X3b74QKxrwUMG-...

Aber unter den 200.000 über 69-Jährigen, die in München leben, werden ohnehin nur noch wenige „Trümmerfrauen“ sein; da kann man sich so eine abstoßende „Verhüllung in Braun“ schon leisten,
http://www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/truemmerfrauen-denkmal-verhuellt-3...
zumal über ein Drittel der „Bätschelar-Enitn“ alle vier Jahre bei denen das „Kreuzchen“ macht.
[[kotz]]

D.A.P.

NB: Die zwei Bilder, die bei KB eingefügt sind
https://killerbeesagt.wordpress.com/2016/08/21/ich-hoffe-das-ist-fake/
sind hundertprozentig nicht gestellt. Derartige Szenen, wo alte Leute – die hier ein Leben lang Leistungen für die Gesellschaft erbrachten haben – entwürdigend in Müllkübeln wühlen müssen, gibt es tausendfach, nein hunderttausendfach, täglich! Welch ein Betätigungsfeld für den hier vereinzelt als „Menschenfreund“ verherrlichten: György Schwartz (alias George Soros, zu dessen „Aufstieg“ siehe id=411613)

Traurig, sicher, aber ich denke nicht, dass das hier ins Forum gehört. (oT)

Moderator @, Montag, 22.08.2016, 19:58 vor 3475 Tagen @ Das Alte Periskop 2415 Views

- kein Text -

Das sehe ich nicht so, weil ...

Zandow @, Heidenau/Sachsen, Montag, 22.08.2016, 21:25 vor 3475 Tagen @ Moderator 2771 Views

Hallo Moderator,


... der Mensch ein soziales Wesen ist und alles auch seine oekonomischen Ursachen hat. Diese zu ergründen, ist doch Inhalt des DGF. Oder?


Gruß, Zandow

--
Nuclear power? Yes please!

Du bedenkst nicht die Auswirkungen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 22.08.2016, 23:05 vor 3475 Tagen @ Moderator 2331 Views

Es sind hier Dinge im Spiel, die Du nicht bedenkst oder nicht kennst. Es geht nicht um einen tragischen Einzelfall, sondern um ein Beispiel, - so sehe ich es zumindest. Und dieses Beispiel ist symptomatisch für die aktuelle Sozialpolitik.

Ich erinnere mich an meine aktive Zeit in der Jugendarbeit. Als Vorsitzender eines Landesverbandes einer Jugendorganisation hatte ich die Möglichkeit, auch an Unterlagen aus verschiedenen Ministerien zu kommen, die Otto Normalo meist fremd sind.

Einmal forderte ich Unterlagen aus dem Bundesfinanzministerium an, aus denen die Reparationszahlungen hervorgehen sollen, die Deutschland insgesamt nach dem 2. WK bezahlt und noch bezahlen muss. Es war als Grundlage für ein informelles Gespräch sowie politische Diskussion mit den Jugendlichen gedacht.

Als ich mir diese Seiten des Finanzministeriums durchgelesen habe, stellten sich mir teilweise die Haare auf. Was da an Zahlen und Fakten drinstand, - unbeschreiblich. Es ging dabei nicht nur um die Zahlungen an alle möglichen Nationen und ethnischen Gruppen, sondern um Paragraphen, die einfach nicht nachvollziehbar sind.

Einen davon habe ich noch in Erinnerung: Ausgleichszahlungen für Landstreicher und Asoziale.

Und nun komme ich zum Thema: In dieser Zeit wurden damals Kürzungen im Sozialbereich vorgenommen, - insbesonders die Heizkostenzuschüsse. Natürlich waren davon vornehmlich ältere Leute, die alleinstehend waren, betroffen. Naturgemäß sind das in der Mehrzahl die alten Frauen.

Nun sollte ich in einer Zeit, wo man den alten Omas (ums sallopp zu formulieren) ein paar Mark an Heizkostenzuschuss streicht, und zwar denjenigen, die nicht nur den Schutt vom 2.WK, sondern auch noch vom 1. WK weggeräumt haben, mit emotional denkenden Jugendlichen eine politische Diskussion führen. Das Ganze mit authentischen Unterlagen aus dem Finanzministerium, aus denen hervorgeht, wieviel Millionen und Milliarden der Staat für andere Dinge hat, die als Kriegsschuld den Jugendlichen vom Alter her ohnehin fremd sind.

Ums kurz zu machen: Es war mir zu gefährlich. Es wäre zur emotionalen Auseinandersetzung gekommen, es hätten sich so manche polarisiert und danach radikalisiert. Ich habe diese Informationen in der Schublade gelassen, um hier keine unabsehbaren Reaktionen zu erzeugen, die ich nicht verantworten kann.

So hat sich ein aktueller Umstand, der den Geldbeutel der älteren Leute getroffen hat, auf eine geplante politische Diskussion ausgewirkt. Deshalb ist es gut, dass man sich in diesem Forum auch über solche Dinge austauschen kann.

Fakten bitte nicht durch Mythen verwässern

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Montag, 22.08.2016, 23:07 vor 3475 Tagen @ Das Alte Periskop 2324 Views

Kaum vorstellbar, dass die alte Frau damals nicht Trümmer in Münchens
Straßen weggeräumt hat.

Ich möchte die Lebensleistung dieser Frau nicht schmälern, man sollte sie aber auch nicht durch Mythen lächerlich machen.

Dem Mythos zufolge haben Frauen das kriegszerstörte Deutschland ganz alleine wieder aufgebaut. Tatsächlich haben Frauen nicht allein Trümmer beseitigt. Es waren immer Männer dabei, meist auch Alliierte mit schwerem Räumgerät. Das wäre auch nicht anders gegangen, weil bei zerstörten Häusern oft eine mehrstöckige Wand stehen geblieben ist, die nicht von Hand abgetragen werden konnte. Oft waren Frauen damit beschäftigt, den Mörtel von den Ziegeln zu schlagen und Nägel aus Hölzern zu ziehen, während Männer die schweren Arbeiten übernahmen.
Der Mythos der Trümmerfrau stammt jedoch nicht aus der Nachkriegszeit, vielmehr wurde er noch von Nazis geschaffen, die Frauen zu Propagandazwecken in einer Trümmerlandschaft drapierten, um so die "Unbeugsamkeit der Frauen an der Heimatfront" zu dokumentieren. Zwar waren Frauen an der Trümmerbeseitigung beteiligt, allerdings gab es keine Arbeitseinsätze nur mit Frauen. Die Trümmermänner werden aber in diesem Zusammenhang (beispielsweise auf den "historischen" Aufnahmen) nicht gezeigt.

http://de.wikimannia.org/Trümmerfrauen

Viele Bilder über Trümmerfrauen stammen übrigens aus dem dritten Reich. Nichts war verpönt, um diesen Mythos aufzubauen.

Rainer

--
Ami go home!
RundeKante
WikiMANNia
WGvdL Forum

de.wikimannia.org? Einspruch!

Reffke @, Dienstag, 23.08.2016, 01:58 vor 3475 Tagen @ Rainer 2126 Views

Sorry Rainer!
So geht das aber nicht!

Bist du etwa "Frauenhasser" oder was!? [[zwinker]]
Der Link zu http://de.wikimannia.org ist gelinde gesagt eine falsche Fährte und irreführend...
Ehrlich gesagt: beschämend, so ein ideologisch vergorener Quark! [[kotz]]

Informier dich bitte besser und jubel den Leuten nicht solche vagen Links unter [[nono]]

Hier ausführliche Info und Links zu Trümmerfrauen, vor denen ich meinen Hut ziehe [[top]]
https://de.wikipedia.org/wiki/Trümmerfrau

MfG, Reffke

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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Moment, der Fall ist heftig. Aber anders, als dargestellt. Bei diesem Hani F. scheint es sich um einen Sozialgeier zu handeln.

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 22.08.2016, 23:21 vor 3475 Tagen @ Das Alte Periskop 2675 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 23.08.2016, 14:07

Klassischerweise kennt man solch ein Verhalten von Frauen, die sich Kinder anschaffen, um selber nicht arbeiten gehen zu müssen.
Die Kinder dienen als Vorwand, um sich den Lebensunterhalt finanzieren zu lassen, im Normalfall vom Erzeuger, wenn der jedoch kein Geld hat, dann am besten vom Amt.

Kinder sind hilflos und selber nicht geschäftsfähig, also das ideale Mittel, um eigene Interessen mit dem Druckmittel "Kind" durchzusetzen.

Im Normalfall lässt sich da relativ wenig machen, sollten es jedoch nicht die eigenen Kinder der Frau sein, sondern nur zu dem Zwecke angeschafft, den Lebensunterhalt zu erschleichen, wird das Amt wohl irgendwann misstrauisch werden.

Ähnlich hilflos wie Kinder sind jedoch auch demente alte Menschen. Von irgendwelchen verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen der Frau und diesem Hani F. ist nirgendwo die Rede, auch nicht, dass dieser Hani F. tätig ist als Angestellter irgendeiner professionellen Altenbetreuungsorganisation.
Dann liegt der Verdacht nahe, dass er die Hilflosigkeit der alten Frau ausnutzte, um sich seinen Lebensunterhalt vom Amt finanzieren zu lassen. Irgendwie hat er es geschafft, als Betreuer bestellt zu werden.

So weit ein normales Geschäftsmodell im im Wachstumsmarkt "Betreuung".
Der Betreuer nimmt die Interessen seiner Opfer wahr und handelt für diese an deren Statt.

Die 96-Jährige Anna U., ehemals Krankenschwester, jetzt hilf- und wehrlos
soll nach einem Urteil „Im Namen des Volkes“ aus der Wohnung
„ausziehen“, wo sie seit 60 Jahren lebt.
http://www.tz.de/muenchen/stadt/schwabing-west-ort62363/gericht-wirft-schwerkranke-rent...

Grotesk wird es aber dann, wenn der Betreuer sich nicht, wie in diesem Fall, im Interesse seiner Opfer verhält, sondern ihnen in ihrer hilflosen Stellung Schaden zufügt, und die Opfer dann das ausbaden müssen, was der Betreuer verursacht hat.

Der alten Dame wird nichts vorgeworfen, es handelt sich alleine um das Fehlverhalten des Betreuers.

Bei Kindern wäre es in einem analogen Fall (hoffentlich) so, dass die Behörde dem Betreuer schon längst die Verantwortung entzogen hätte (die Ämter sind in einem solchen Fall schnell bereit, den Müttern das Sorgerecht zu entziehen und die Kinder anderswo unterzubringen).
Von einem ähnlichen Vorgehen liest man in diesem Fall nichts, was mich wundert.

Noch einmal: Dass die alte Frau jetzt ihre Wohnung verlieren soll, liegt alleine am Fehlverhalten des Betreuers!

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Kerle, hör' auf, zu saufen. Dein Text ist kaum lesbar. (oT)

Zandow @, Heidenau/Sachsen, Montag, 22.08.2016, 23:25 vor 3475 Tagen @ Mephistopheles 2006 Views

- kein Text -

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Nuclear power? Yes please!

Edit: Wenn der Text kaum lesbar ist, liegt es vielleicht an der Strahlenbelastung durch die nahegelegenen Atomkraftwerke :D (oT)

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 22.08.2016, 23:40 vor 3475 Tagen @ Zandow 1912 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 22.08.2016, 23:53

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Wie schön, daß es die editieren-Funktion gibt, gelle? Hast wohl gerade viel Arbeit gehabt? Naja, immerhin isses gut geworden.

Zandow @, Heidenau/Sachsen, Montag, 22.08.2016, 23:49 vor 3475 Tagen @ Mephistopheles 2046 Views

Hallo Mephistopheles,


dann Gute Nacht und eine angenehme Woche wünschend, Zandow

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Nuclear power? Yes please!

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