Typischer Narzisst

mh-ing, Samstag, 20.08.2016, 11:25 (vor 3478 Tagen) @ Sundevil3514 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 20.08.2016, 14:09

Nach den kurzen und knappen Informationen folgend, ist es ein typischer Narzisst. Jedoch ist das etwas noch zu ungenau, da es hier viele sehr unterschiedliche Formen gibt. Dieser Typ gehört wohl zum Typ "Die Grandiose". Aus dem Buch "Die Narzissmusfalle" R. Haller 2013 wird dieser wie folgt skizziert: http://www.amazon.de/dp/3711000371/?tag=dasgelbeforum-21

"Der klassische Typ des Narzissten, auch der "Elitäre" genannt. Wenn wir das Stichwort "Narzisst" hören, erscheint er unmittelbar vor unserem Auge: selbstherrlich, großspurig, arrogant und rücksichtslos. Kommt er zur Tür herein, zieht er alle Blicke auf sich und nimmt sofort den ganzen Raum ein - arrogant, selbstbezogen und süchtig nach Bewunderung. Der klassische "Egomane". Für ihn gibt es nur zwei Gesprächsthemen, sich und seine Taten. Was er tut, ist einzigartig, was er denkt, genial, was er erlebt, sensationell. Er kennt Gott und die Welt, aber viel wichtiger: Alle kennen ihn. Die Zuhörer sind reine Statisten, für ihn scheinbar gar nicht existent, zumindest erscheinen alle anderen blass. Obwohl er es selbst nicht weiß, ist er zu hundert Prozent von seien Bewunderern abhängig. Ohne diese wäre er nur eines: nichts.
Tipp: Wenn sie ihm begegnen, seien Sie sich Ihrer eigenen Wichtigkeit bewusst!
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Das Buch stellt auch andere Typen dar, die nicht so gleich als Narzissten zu erkennen sind.
der Beleidigte, der Demütige, der sozial Angepasste, der Konstruktive, der Fanatische, der Wüterich, der bösartige, der Parasitäre, der Amouröse, der Kompensatorische, der Perfektionistische, Narziss der Große

Die wohl einzige Umgangsformen mit Narzissten sind:
Abgrenzung, eigene Dominanz, Widerspruch und - wenn möglich - eine maximale Distanz (räumlich, emotional, finanziell ....).

Das wohl wirklich Schlimme an diesen Personen ist, dass deren Zustand letztlich von Außen nicht korrigierbar ist. Man ist mit jeder Methode hilflos, da es keinen Ansatzpunkt, keinen Hebelpunkt gibt. Das Einzige, was in jene hineinkommt sind Lob und Anerkennung. Kritik, Anregung, Korrektur prallen außen ab und erreichen nicht das Innerste. Nur dann, wenn man es geschafft hat, diese Schale zu brechen, sieht man das Innerste dieser Menschen: Armseligkeit, Angst, Zwänge und Schwäche. Jedoch, genau in diesem Zustand der Selbstoffenbarung ist der Narzisst kurz vor dem Selbstmord, in tiefster Depression und auch daraus kaum befreibar. Übersteht er diese Krise, schließt sich die Schale noch härter und der Selbsterhaltungsnarzissmus wird noch stärker als zuvor erscheinen.


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