Zuerst zum Arzt? Du erscheinst mir sehr mutig!

Konstantin ⌂, Waldhessen, Mittwoch, 17.08.2016, 07:17 (vor 3480 Tagen) @ DerSuchende2902 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 17.08.2016, 13:27

Hallo Suchender,

in einem Punkt kann ich Deine Ansicht teilen:

Als Patient ist es wichtig zu wissen, was die Schulmedizin kann
und umgekehrt die Komplementärmedizin.

Meiner Ansicht nach kann die Schulmedizin sehr viel nützliches leisten bei akuten Notfällen, z.B. Unfällen.

Diese Ansicht teile ich jedoch grundsätzlich gar nicht:

Sollte man selbst Patient sein, ist es
wichtig, mit dem Problem zuerst zum Arzt zu gehen, denn er hat die
Ausbildung schwerwiegende strukturelle Erkrankungen auszuschließen.

Meine Ansicht: Als Patient ist es wichtig, zuerst IN SICH zu gehen. Das heißt, sich selbst zu fragen, was denn passiert ist, sich zu fragen, was hätte man anders machen können, sich zu fragen, welche Gedanken, Werte, Ansichten das Ereignis mit begünstigt haben. Kein Arzt kann einen einzelnen Menschen so gut kennen wie dieser sich selbst.

Dafür hat der Arzt so lange studiert.

Ich kenne Heilpraktiker, die weit länger studiert haben als manche Ärzte und in ihrem Fachgebiet Ärzte extrem übertreffen.

Die Schulmedizin befasst sich immer mit eindeutig abgrenzbaren
Krankheitsbildern, ...

Gibt es "eindeutig abgrenzbare Krankheitsbilder"? Für mich gibt es dies niemals.
Jeglicher Versuch einer Grenzziehung entspringt dem eigenen Geist, der Vorstellung, dass ein Ereignis getrennt von Ganzen entstehen kann.

Ein Mensch ist nicht sein Körper. Je nach Ansicht hat er einen Geist oder ist er ein geistig sittliches Wesen, das im Körper wohnt. Dann gibt es noch Seele und Gefühl. Diesbezüglich steige ich jetzt nicht näher ein, es gibt jedoch immer Zusammenhänge zwischen den materiellen Erscheinungen und dem nicht materiellen Bereich des Seins.

In einem konkreten Fall,
nehmen wir an es handelt sich um einen Bandscheibenvorfall, gibt es ein
bestimmtes Vorgehen, nachdem das Krankheitsbild bestimmt wird. In diesem
Fall wäre das als erster Schritt eine Anamnese, um aus den erzählten
Beschwerden eine Hypothese zu bilden. Als nächstes folgt eine Testabfolge,
um die Hypothese zu widerlegen oder zu bestätigen, in unserem Beispiel
mit einer Untersuchung der Kraft, Sensibilität und Reflexe. Sollte nun
diese Testabfolge positiv sein, d.h. es können Defizite beim Patienten
nachgewiesen werden, ist unsere Hypothese des Bandscheibenvorfalls klar.

Dein Beispiel ist passend: Wenn ich einen Bandscheibenvorfall hätte (und das hatte ich schon mal, deshalb schreibe ich aus Erfahrung), dann gehe ich damit auf keinem Fall zum Arzt. Da gehe ich selbstverständlich zuerst IN MICH, erkenne, dass es ein Bandscheibenvorfall ist und gehe dann zum entsprechenden Heilpraktiker, der das wieder (ganzheitlich) richtet.

Sicher kann in so einem Fall nicht jeder Heilpraktiker helfen. Ich kenne auch nur zwei in D, die bei schwerem Bandscheibenvorfall richtig gut helfen können. Die haben ihr Wissen im übrigen aus Asien, wo seit Jahrtausenden Schmerzen im Bewegungsapparat extrem erfolgreich behandelt werden. Selbst gerissenen Meniskus können diese Spezialisten durch Massage(!) reparieren, so dass selbst ein Arzt nicht mehr erkennen kann, das es ein Problem gab.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"


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