VORSICHT. Die Bibel anzuzweifeln ist u.U. rechtsradikal
Rechtes Gedankengut beschreibt das Alte Testament als eine Lüge und kritisiert somit die jüdische Glaubensgemeinde. Die Rechten unterstellen dem Judentum eine absichtliche Geschichtsfälschung zur besseren Unterjochung der Menschheit. Da man Glauben nicht beweisen kann, übt diese Idee natürlich auf den einen oder anderen Geist eine gewisse Anziehung aus.
Das kann man zum Beispiel in Büchern aus der Vor-Hitler-Zeit, also von 1925 ganz offen nachlesen. Zum Beispiel dem Spiegel Bestseller von Hermann Wieland, welcher ja im Internet frei verfügbar ist und dem heutigen geschichtlich Unwissenden (wie mir)m ein besseres Verständnis für die Voraussetzungen der Machtergreifung liefert. Hätte es Amazon nicht als Spiegel Bestseller empfohlen, hätte ich es gar nicht bemerkt. Bei YT gibt es das ganze auch als Hörbuch. Ich rate absolut keinem, sich dieses Gedankengut anzutun. Warum das Buch bei Amazon auftaucht ist mir vollkommen schleierhaft.
1925 war von Hitler übrigens noch relativ wenig zu sehen. Mein Kampf wurde laut Wikipedia ebenfalls 1925 herausgegeben. Will man den Kontext der damaligen Zeit vielleicht etwas besser verstehen, so muss man leider auf solche Literatur zurückgreifen.
Zurück zur Bibel.
Vergleicht man beispielsweise die Geschichte der Menschheit und der Geschichte Sumeriens mit der Bibel so stellt man fest, dass die Geschichte Noahs und der Arche ihrem Ursprung in der Geschichte der Sumerer hat. Die verlogene Kunst der Nazi Propaganda war es dann, die Menschen von der Wahrhaftigkeit der angeblichen Lüge ,zu überzeugen. Zumindest aber konnten sie so Zweifel wecken, also durchaus sehr geschickt gemacht.
Daher rate ich dringend von einer Bibelkritik ab. Denn zum einen müsste man sich dann damit ausführlicher beschäftigen und zum anderen reiht man sich in die Menge der Zweifler ein, die man dadurch unterstützt.
Für jeden wackeren Sozialisten ist die Lektüre bibelkritscher Texte natürlich Pflicht, denn man muss den Klassenfeind ja erkennen können.