Schulen lassen Schüler betteln gehen

Otto Lidenbrock @, Nordseeküste, Donnerstag, 11.08.2016, 18:03 vor 3485 Tagen 3204 Views

Seit einigen Jahren kommt es immer öfter vor, dass Schulen in Niedersachsen ihre Schüler betteln gehen lassen, weil sie mit den von der Landesregierung bereitgestellten Mitteln nicht klar kommen.

Offiziell finden zu diesem Zweck während der regulären Unterrichtszeit sogenannte "Spendenläufe" statt, bei denen die Schüler verpflichtend eine oder mehrere Runden einer festgelegten Strecke laufend oder gehend zurücklegen müssen. Vorher sollen die Schüler in Eigenregie einen "Sponsor" suchen, der anschließend für jede absolvierte Runde einen selbst festgelegten Betrag an die Schule zahlt. Sponsoren können dabei Unternehmen, aber auch die Eltern der Schüler sein.

Ich habe diese Praxis während der Schulzeit meines Kindes mehrere Male miterlebt. Von dem eigenommenen Geld kauften die Schulen dann z.B. Musikinstrumente oder Sportgeräte, für die sie von der Regierung keine Mittel bewilligt bekommen hatten.

Man nennt diese Praxis "Spendenlauf", weil sich die Schulen vermutlich zieren, die Unternehmen selber anzusprechen und um Spenden zu bitten. Da lässt man lieber die Schüler betteln gehen.

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"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer

Empfinde ich nicht als verwerflich

XERXES @, Donnerstag, 11.08.2016, 18:14 vor 3485 Tagen @ Otto Lidenbrock 2171 Views

Kann man sogar noch ausweiten.....Kekse backen und verkaufen, Flohmärkte veranstalten, ect.

Ich sehe das positiv, da man dadurch auch die Indentifizierung der Schüler mit ihrer Lehranstalt sowie die Solidarität untereinender steigern kann.

Darüber hinaus wächst der Respekt vor den Schul- und Lernmitteln.

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Du meinst sicher Leer-Anstalt, oder?

Balu @, Donnerstag, 11.08.2016, 18:28 vor 3485 Tagen @ XERXES 2032 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.08.2016, 20:26

In Schulen, auch genannt staatliche Lehranstalten, wird doch nur das den jungen noch formbaren Gläubigen vermittelt, was die Kumis für diesen Staat für wichtig erachten, mit Lehre hat das m. E. wenig zu tun, eher mit subversiver Hirnwäsche und Indoktrination.

Versuche mal mit deinem Kind eine Diskussion über den Lehrstoff. Du wirst es kaum von der von der Obrigkeit vermittelten Sichtweise abbringen und wenn doch - armes Kind - wird es in der Schule bei diesem Indoktrinator sicher keinen "Fuß mehr auf den Boden kriegen."

Außerdem sind es nicht Lehranstalten des Kindes und die Schulen vermitteln gewiss nicht Achtsamkeit und schonendes Verhalten gegenüber Indoktrinations-mitteln, auch gen. Lehrmittel, denn der Kapitalismus lebt vom Verschleiß und nicht von Nachhaltigkeit, und genau dies vermittelt dieser Staat qua Ideologie eben auch.

Und selbst wenn dem alles nicht so sein sollte und es immer noch gälte, dass die Schulen auf das Leben vorbereiten sollen, so tun sie das sehr konsequent, indem sie die Kinder aufs Betteln vorbereiten und schon mal üben lassen.

Man kann es so oder so sehen, Scheiße bleibt Scheiße, egal wie schön man sie anstreicht, bezeichnet, parfümiert.

Gruß
Balu

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Nie wieder CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke.
Die wahren Feinde eines Volkes sind seine Terroristen, die sich als Politiker, Richter, Staatsanwälte, Polizei und Verwaltungsangestellte tarnen. Der Staat als einziger Hort allen Terrors.

Bisher kannte ich nur Fördervereine für Schulen u. a.

Balu @, Donnerstag, 11.08.2016, 18:21 vor 3485 Tagen @ Otto Lidenbrock 1873 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.08.2016, 18:35

…öffentliche Einrichtungen wie Freiwillige Feuerwehr, Kirche, Gemeindehaus, etc.. Dass Schüler jetzt betteln gehen und aufgefordert sind, Sponsoren zu finden, mag vielleicht dem neuen Sozialkundeunterricht geschuldet sein, der das Crowd Funding zum Inhalt hat. [[freude]]

Für mich sind dies alles Zeichen dafür, dass dieser Staat nicht mal mehr in der Lage ist, seine selbst gesteckten Ziele und Aufgaben aufrecht zu erhalten.

Gerade die Feuerwehren sind im Rahmen des vorbeugenden und abwehrenden Katastrophenschutzes Bundeseinrichtungen und da wird seit Jahrzehnten schon jährlich gebettelt, für ausreichend geeignetes Material vorrätig zu haben, weil die Haushaltszuweisungen vollkommen unter dem Bedarf liegen.

Dieser Staat hat vollkommen abgewirtschaftet, sich aus jeder sozialen Verantwortung verabschiedet; die erlassenen Gesetze sind z. T. nur noch Makulatur. Irgendwie erinnert das an DDR und UdSSR kurz vor dem Ende.

Jetzt geht es den Politikschranzen nur noch darum, den Mangel zu verwalten und die Bürgen zu melken.

Man plane den Offenbarungseid und vergrabe seine Vermögenswerte oder horte sie zumindest so, dass sie staatlich buchhalterisch nicht so leicht erfassbar sind.

Gruß
Balu

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Nie wieder CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke.
Die wahren Feinde eines Volkes sind seine Terroristen, die sich als Politiker, Richter, Staatsanwälte, Polizei und Verwaltungsangestellte tarnen. Der Staat als einziger Hort allen Terrors.

Vielleicht ist es in der Zukunft mal nützlich:

stokk, Donnerstag, 11.08.2016, 19:46 vor 3485 Tagen @ Otto Lidenbrock 1877 Views

Bankier Kerschenbaum zum Schnorrer, der sich jede Woche bei ihm 50 Mark abholt:

"In der nächsten Zeit kann ich Ihnen nur 10 Mark geben, ich habe große Auslagen, meine Tochter heiratet."

Der Schnorrer, empört:

"Na hör'n Se mal Herr Kerschenbaum! Wenn Se Ihre Tochter müssen verheiraten, dann tun Se das gefälligst von Ihrem Geld und nicht von meinem!"

Ende der 50-er Jahren ebenso

Leserzuschrift @, Freitag, 12.08.2016, 13:14 vor 3484 Tagen @ Otto Lidenbrock 1387 Views

Ich erinnere mich an Ende der 50-er Jahre, als wir als Schüler von Haus zu Haus gehen mussten, um für eine Spende zu bitten. Wir hatten ein kleines Heft, im dem die Spender ihren Spendenbetrag eintragen mussten - für mich selbst eine Tortour.

Helmut

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