Schulen lassen Schüler betteln gehen

Otto Lidenbrock, Nordseeküste, Donnerstag, 11.08.2016, 18:03 (vor 3485 Tagen)3203 Views

Seit einigen Jahren kommt es immer öfter vor, dass Schulen in Niedersachsen ihre Schüler betteln gehen lassen, weil sie mit den von der Landesregierung bereitgestellten Mitteln nicht klar kommen.

Offiziell finden zu diesem Zweck während der regulären Unterrichtszeit sogenannte "Spendenläufe" statt, bei denen die Schüler verpflichtend eine oder mehrere Runden einer festgelegten Strecke laufend oder gehend zurücklegen müssen. Vorher sollen die Schüler in Eigenregie einen "Sponsor" suchen, der anschließend für jede absolvierte Runde einen selbst festgelegten Betrag an die Schule zahlt. Sponsoren können dabei Unternehmen, aber auch die Eltern der Schüler sein.

Ich habe diese Praxis während der Schulzeit meines Kindes mehrere Male miterlebt. Von dem eigenommenen Geld kauften die Schulen dann z.B. Musikinstrumente oder Sportgeräte, für die sie von der Regierung keine Mittel bewilligt bekommen hatten.

Man nennt diese Praxis "Spendenlauf", weil sich die Schulen vermutlich zieren, die Unternehmen selber anzusprechen und um Spenden zu bitten. Da lässt man lieber die Schüler betteln gehen.

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"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer


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