Ursache der Feigheit

Falkenauge, Donnerstag, 04.08.2016, 12:30 (vor 3493 Tagen) @ satsangi3069 Views

Ja, Feigheit entsteht aus der Kraftlosigkeit des inneren geistig-seelischen Menschen, der durch das Eingebundensein in ein staatliches Unterordnungsverhältnis bis in die staatliche Schule hinein und durch die Dominanz des Wirtschaftslebens unterdrückt und geschwächt wird. Die äußeren Kräfte sind dann stärker und der innere Mensch mit seinen Idealen wird feige verraten.

"Indem sich der Mensch im Wirtschaftsleben um die Sicherung und den Komfort seiner physischen Existenz bemüht, unterscheidet er sich in seinem Verhalten nicht prinzipiell von dem des Tieres, sondern nur durch die ungeheure gedankliche Raffinesse, durch die er seine Bedürfnisse zu befriedigen sucht. Während sich das Leben des Tieres aber in der Sicherung seiner irdischen Existenz erschöpft, bildet das Wirtschaftsleben des Menschen erst die Grundlage, um darauf sein eigentliches Menschsein, seine seelisch-geistige Entwicklung, entfalten zu können. Die geistige Höhe eines Volkes hängt davon ab, wie stark dieses seelisch-geistige Leben als das Wesentliche im Bewusstsein der Menschen lebendig ist. Wird ihr Bewusstsein weitgehend vom äußeren politischen und wirtschaftlichen Leben beherrscht, wird es an die materielle Außenseite des Lebens gefesselt und von seinen inneren Quellen abgeschnitten. Der Mensch führt dann im Grunde das Dasein eines mit Verstand begabten Tieres.

Aber es ist noch etwas Höheres in uns. Wir messen die Zustände um uns und das Handeln der anderen Menschen mehr oder weniger unbewusst ständig an unseren Vorstellungen, wie es eigentlich sein sollte. Und wir merken, dass wir auch selbst mit unserem Verhalten, unserem Tun und unseren Fähigkeiten vielfach nicht zufrieden sind. Wir genügen nicht unseren eigenen Idealen und moralischen Ansprüchen. Wir bleiben zumeist hinter ihnen zurück. Dies festzustellen, ist aber nur möglich, wenn es eine höhere Instanz in uns gibt, die das, was wir gewöhnlich Ich nennen, beurteilt und am eigenen höheren Maßstab misst – ein höheres Ich sozusagen."
Weitere Überlegungen hier.


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