Interessanter volkswirtschaftlicher Aspekt
Vielleicht auch etwas, was Herzog Waydelich interessiert. Ich hab diesen Hinweis von "Mitleser" erhalten.
Wie siehts mit Wohneigentum in Deutschland aus? Die Häuslesbauer, die ihr Selbstverständnis hauptsächlich in den eigenen vier Wänden sehen. Dazu kommen auch die deutschstämmigen Zuwanderer aus den ehemaligen Ostgebieten, egal, ob es Siebenbürgen ist oder ob es sich um die Russlanddeutschen oder Wolgadeutschen handelt. Sie alle verspüren den Drang, in ihrem Wohneigentum zu leben, - dazu wird als heilige Pflicht von der ganzen Verwandtschaft und von Freunden tatkräftig mitgeholfen, natürlich mit Reziprokeffekt.
Interessant war der link, den ich bekommen habe, woraus der prozentuale Vergleich hinsichtlich Wohneigentums in der Welt hervorgeht. Dass hier Rumänien an erster Stelle steht, wusste ich nicht. Natürlich ist mir geläufig, dass jeder hier irgendwie versucht, an ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu kommen, es sei denn, er ist Rentner oder Sozialhilfeempfänger. Die Wohnungen aus den ehemaligen Staatswohnblocks wurden mit einem günstigen Zins- und Ratensystem an die damaligen Mieter verscherbelt (der damit einverstanden war, und das waren die Meisten), wodurch eine Menge von Eigentumswohnungen entstanden sind, die sich nun in privater Hand befinden.
Der Nebeneffekt:
Positiv für den Staat: Der Staat hat sich dadurch eine Menge Ausgaben und Ärger vom Hals geschafft, weil diese Wohnblocks meist in desolatem Zustand waren und die Unterhaltung Unsummen verschlungen hätte.
Negativ für die Mieter: Es sind eine Menge von teuren Reparaturen notwendig, um die sich nun die Eigentümergemeinschaft kümmern muss. Da es aber ein gemischtes Publikum ist (die einen haben Geld, die anderen nicht), kommt es in den seltensten Fällen zur Einigung, zumal es keine Rechtslage gibt, die den Eigentümer zur Bezahlung einer notwendigen Reparatur zwingt. Deshalb verfallen die Fassaden und die Dächer, nur wenn der Hauptkanal streikt, dann wird meistens noch ein Übereinkommen erzielt, denn davon sind alle betroffen. Beim Dach nur derjenige, der die Wohnung direkt drunter hat. Und da ist der im Erdgeschoss nur schwer davon zu überzeugen, dass er für die Dachreparatur auch in die Tasche greifen muss.
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_home_ownership_rate
Interessant ist, dass die ehemaligen Ostblockstaaten da ganz gut dastehen, in dieser Statistik. Deutschland weniger. Ist ja auch logisch. Denn bislang musste man sich als junges Ehepaar, das nichts gespart, nichts im Lotto gewonnen und nichts geerbt hat, bei der Anschaffung eines Eigenheims bis ins Rentenalter bei der Bank verschulden. Wie es heute mit dem Niedrigzins aussieht, weiß ich nicht.
Was aber noch interessanter ist, das ist die Verbreitung von Wiki über dieses Thema. Man beachte die Sprachen, in denen es lesbar ist:
Englisch, Arabisch, Persisch, Thai, Türkisch, Urdu, Chinesisch.
Kein Französisch, Italienisch oder Spanisch, und erst recht kein Deutsch.
Sollte man diese Info den EU-Mitgliedern vorenthalten wollen (Englisch - GB gehört ja schon bald nicht mehr dazu)? Sollte man verhindern wollen, dass sich die Deutschen fragen, wo denn noch die Vorteile im Wirtschaftssystem ihres Landes liegen? Zumal das Sozialsystem langsam, aber sicher, vor die Hunde geht, einschl. des Gesellschaftssystems mit den "neuen Facharbeitern".
Aber sicher hat das andere Gründe, und ich sehe hier nur weiße Mäuse, so wie sich das für einen Verschwörungstheoretiker gehört. Nur die Tatsache kann niemand ableugnen, dass wir in Sachen Information in Europa und insbesonders in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern, - insbesonders den USA - hinterm Mond gehalten werden. Sieht man nicht nur in Lexiken wie Wiki, sondern insbesonders in den Pressenachrichten.
Wie sagte doch der Politiker zum Bischof (im Lied von Reinhard Mey): "Halt du sie dumm, ich halt sie arm."
Stellt sich die Fage, ob das die Politik nicht schon alleine, also ohne Bischof, hinkriegt.