Die Tagesschau rätselt zum Motiv des Attentäters

Manuel H. @, Dienstag, 26.07.2016, 07:47 vor 3501 Tagen 5769 Views

Die hochinvestigativen Journalisten der Tagesschau sind unterwegs.
Sie können sich den islamistischen Terroranschlag jedoch weiterhin nicht erklären.
Auch die Sicherheitsbehörden würden intensiv ermitteln.

Mitarbeiter der Spurensicherung trugen am Morgen mehrere Kisten, Säcke und Tüten unbekannten Inhalts aus dem Gebäude.

wow!

Der terroristische Massenmörder wird "Verstorbener" genannt.

Nach langen und tiefschürfenden Überlegungen und obwohl das Motiv seiner Allahu akbar Tat völlig unklar sei, vermutet die Tagesschau möglicherweise suizidale Tendenzen bei diesem moslemischen Selbstmord-Attentäter, die auf eine psychische Erkrankung hindeuten.
Denn nix hat mit nix zu tun.

http://www.tagesschau.de/inland/ansbach-135.html

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Deutschland das neue Troja?
http://www.trojaeinst.wordpress.com

Das ist so was von lächerlich!

Kaladhor @, Münsterland, Dienstag, 26.07.2016, 08:56 vor 3501 Tagen @ Manuel H. 4954 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.07.2016, 09:01

Hallo Manuel,

ich finde das einfach nur lächerlich, dass da jetzt noch nach einem Motiv gesucht wird... Das ist doch Quatsch mit Soße!

Das Motiv wird gewesen sein, möglichst viele auf seinem Weg zu seinem Blutgott mitzunehmen. Ehrlicherweise sollte man eigentlich dankbar sein, dass der nicht auf das Gelände gelassen wurde, denn dann hätten wir um einiges mehr an Verletzten und vielleicht auch Toten zu beklagen gehabt.

Und dann immer dieses Geschwätzt von wegen psychisch erkrankter Einzeltäter.... ist es immer noch nicht angekommen, dass diese psychische Erkrankung Islam heißt?

Ich finde, die Aussage von Michael Winkler ist schon sehr passend:
"Ich kann es nur immer wiederholen: Wenn ein Katholik seinen Glauben plötzlich ernst nimmt, fastet er, stellt Muttergottes-Figuren auf, besucht ständig Heilige Messen und nimmt an Wallfahrten teil. Wenn ein Muselmane seinen Islam ernst nimmt, tut er genau das, was im Koran an vielen Stellen steht: Er bringt Ungläubige um. Es gibt viele friedliche Muslime, doch es gibt keinen friedlichen Islam. Auch nicht in Deutschland!"

Ich komme mir manchmal vollkommen fremd in dieser Welt vor. Der Koran ist meiner Meinung nach mit "Mein Kampf" gleichzusetzen, ebenso die Behandlung dieser Bücher. Da werden Dinge erzählt, die überhaupt nicht drin stehen, aber die Aufrufe zum Töten Ungläubiger an über 2000 Stellen im Koran, die werden geflissentlich ausgeblendet. Will man das nicht wahr haben, weil das den Geruch vergangner Zeiten hat, wie ein Relikt aus dem dunkelsten Mittelalter erscheint?
Aufwachen! Ein Blick in den Nahen Osten sollte doch nun wirklich reichen, um erkennen zu können, dass es genug Gestalten gibt, die diese "Anweisungen" im Koran wortwörtlich nehmen. Man sollte meinen, dass man gar nicht so blind sein kann.

Grüße,
Kaladhor

PS: Noch ein kleiner Nachtrag, weil dieses Argument ja auch immer wieder wie in einer Art pawlow'schen Reflex unmittelbar nach solchen Anschlägen verbreitet wird. Wenn man sich die Anzahl der Anschläge seit Anfang des Jahrtausends ansieht und wer maßgeblich daran beteiligt war, dann kann man eigentlich gar nicht mehr umhin kommen, und den Islam und seine Anhänger unter Generalverdacht zu stellen. Die Ereignisse sprechen doch ganz eindeutig für einen solchen Schritt.

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Schade!

nereus @, Dienstag, 26.07.2016, 09:40 vor 3501 Tagen @ Kaladhor 4774 Views

Hallo Kaladhor!

Schade, daß alle auf den Muslim-Zug nach Bagdad aufspringen, auch Du.

Du schreibst: ich finde das einfach nur lächerlich, dass da jetzt noch nach einem Motiv gesucht wird... Das ist doch Quatsch mit Soße!

Das Motiv ist der entscheidende Punkt eines Verbrechens!

Das Motiv wird gewesen sein, möglichst viele auf seinem Weg zu seinem Blutgott mitzunehmen.

Das weiß kein Mensch – der Mann ist tot.
Erinnere Dich bitte, er hatte kurz zuvor telefoniert. Mit wem telefoniert man denn vor seinem Selbstmord?

Und dann immer dieses Geschwätz von wegen psychisch erkrankter Einzeltäter.... ist es immer noch nicht angekommen, dass diese psychische Erkrankung Islam heißt?

Die Depressiven haben schon Stellung bezogen.
Ein Depressiver macht weder eiskalte Amokläufe, noch sprengt er sich mit anderen Menschen in die Luft.
Das ist alles gequirllte Scheiße des Medien-Bordells und der Politik-Lackaffen!

Wenn ein Muselmane seinen Islam ernst nimmt, tut er genau das, was im Koran an vielen Stellen steht: Er bringt Ungläubige um.

Dann sage dem Herrn Winkler, er soll sich mal in das Pentateuch vertiefen und dort nach den beschriebenen und erhofften Menschentötungen suchen.
Dagegen ist der Koran ein Poesiebuch.

Ich komme mir manchmal vollkommen fremd in dieser Welt vor.

Ja, ich mir inzwischen auch.
Hilflos muß ich zusehen, wie scheinbar intelligente Menschen sich instrumentalisieren lassen.

aber die Aufrufe zum Töten Ungläubiger an über 2000 Stellen im Koran, die werden geflissentlich ausgeblendet

An 2.000 tausend Stellen! [[freude]]
Dann nenne mir die ersten Einhundert – ach was, es reichen die ersten Fünfzig. [[zwinker]]

Noch ein kleiner Nachtrag, weil dieses Argument ja auch immer wieder wie in einer Art pawlow'schen Reflex unmittelbar nach solchen Anschlägen verbreitet wird. Wenn man sich die Anzahl der Anschläge seit Anfang des Jahrtausends ansieht und wer maßgeblich daran beteiligt war, dann kann man eigentlich gar nicht mehr umhin kommen, und den Islam und seine Anhänger unter Generalverdacht zu stellen. Die Ereignisse sprechen doch ganz eindeutig für einen solchen Schritt.

Mir glaubt ja keiner.
Daher verweise ich auf eine Insiderin – Sibel Edmonds.

„Es gibt eine Menge Aktivitäten in den USA. Eine Menge an Geld…und diese Aktivitäten beinhalten Geldwäsche, Drogen, ein Unterstützungsnetzwerk für Terrorismus…Leute in hohen Positionen… [Leute] in der politischen Arena.”
..
„Ich habe Informationen zu Dingen, über die uns unsere Regierung belogen hat. Zum Beispiel die Behauptung, seit dem Untergang der Sowjetunion hätten wir sämtliche unserer engen Beziehungen zu bin Laden und den Taliban eingestellt – diese Dinge konnen sehr einfach auf der Grundlage der Informationen, die in meinem Fall der Geheimhaltung unterliegen, als Lugen nachgewiesen werden, denn wir unterhielten enge Beziehungen zu diesen Leuten, und das betrifft Zentralasien, bis hin zum 11. September.”
..

„Anstelle der Verwendung von Neo-Nazis, verwendeten sie Mudschaheddin, die unter verschiedenen bin Ladens sowie al-Zawahiri arbeiteten“, sagte sie.

Quelle: https://www.radio-utopie.de/2014/02/27/der-fall-sibel-edmonds/

Das Projekt Gladio wurde neu aufgelegt und wird nun mit eiserner Hand weltweit durchgezogen. Schließlich muß man im Zeitplan bleiben und die Schotten halten dem gigantischen Schuldeneisberg nicht mehr lange stand.
Statisten für die Zuarbeiten findet man überall.
Deswegen sind die Angehörigen auch jedes Mal total überrascht und haben nichts geahnt.
Gestern sah ich ein Interview von RT in dem ein Bekannter des Attentäters befragt wurde. Er beschrieb ihn als völlig unauffällig, hilfsbereit, freundlich und er suchte seit Monaten einen Job.

Hast Du das verstanden? Er suchte einen Job!
Offenbar fand er einen Arbeitgeber – aber ganz anders als er sich das wohl vorgestellt hat.

mfG
nereus

Danke, nereus!

Naclador @, Göttingen, Dienstag, 26.07.2016, 10:10 vor 3501 Tagen @ nereus 3773 Views

Immer wieder eine Erleichterung, Deine Beiträge zu lesen!

So ist es. Kaladhor hat die Botschaft verstanden. Die Botschaft, die gewisse Kreise gern in die deutsche Gesellschaft einimpfen möchten. Der Muselmane ist der Feind, das Böse, gehört ausgemerzt, bis das letzte Schlückchen Erdöl, der letzte Liter Erdgas in der Hand westlicher Konzerne ist. Wie hier im Forum schon mehrfach treffsicher festgestellt wurde: Hintergrund der Terrorakte der vergangenen Jahre ist es, Deutschland, Frankreich und einige andere europäische Länder zu strammen Vasallen der Anti-Terror-Allianz unter Führung des Imperium Amerikanum zu machen. Der IS wurde von der CIA maßgeblich finanziert und aufgebaut, und jetzt wird man die Geister, die man rief, nicht wieder los. Aber das macht nichts, denn auch als Netzwerk blutrünstiger Killer tut IS seinen Zweck: Er teilt die Welt in Gut und Böse, und sorgt dafür, dass der Westen sich selbst als das Gute definieren kann, aller gegenteiligen Fakten zum Trotz. Der IS ist das Instrument des westlichen Selbstbetrugs.

Es geht darum, dass die Deutschen wieder hassen lernen. Man war bei der Entnazifizierung leider zu gründlich, deshalb ist ein Großteil der Bevölkerung nach wie vor pazifistisch in seiner Grundeinstellung. Das soll sich ändern. Auch die Deutschen sollen Ressourcen und Menschenmaterial an die Front schicken. Dass es funktioniert, zeigt Kaladhors Posting eindrücklich.

"Niemand hat die Absicht, eine Hassgesellschaft zu errichten."
In der Tat...

Nachtrag: Es mag Amokläufe geben. Terrorismus ohne Geheimdienstbeteiligung gibt es nicht. Man nenne mir ein überzeugendes Gegenbeispiel.

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Du hast offensichtlich weder den Koran noch Mein Kampf gelesen.

XERXES @, Dienstag, 26.07.2016, 10:21 vor 3501 Tagen @ Kaladhor 3826 Views

Sonst würdest Du einen solchen Quatsch nicht schreiben.

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Völlig richtig

Manuel H. @, Dienstag, 26.07.2016, 10:32 vor 3501 Tagen @ nereus 3814 Views

Völlig richtig.

Die Drahtzieher dieser Massenmigration mit seinen gewollten "Begleiterscheinungen" sind im Umkreis von George Soros zu verorten.

Diese Gruppe hat es auch geschafft, dass sie nicht benannt werden darf.

Die übernational agierenden Freimaurer hingegen dürfen benannt werden.

Und Jene betreiben auch massive Öffentlichkeit, geschickt "hidden in plain sight" und wie üblich esoterisch verrätselt.

Hier ist ein künstlerisches Werk zu bewundern, dass die Freimaurer bereits 1997 aufgestellt haben und an Deutlichkeit wie Mehrdeutigkeit nichrs zu wünschen übrig läßt.

Auch der Name ISIS scheint nicht zufällig gewählt, ist Isis doch der Name der höchsten Göttin der Freimaurer.

https://trojaeinst.wordpress.com/ueber-dieses-blog/

Jene werden den Führungskräften des politisch organisierten Islams auch ein Kalifat Germanistan versprochen haben, was den organisatorischen Grund gegeben haben dürfte, Deutschland mit Moslems flächendeckend zu füllen.
(daher der Königsteiner Schlüssel, Villa Rothschild)

Die organisierten bundesweiten Massenvergewaltigungen zu Silvester sind vielleicht als Etüde zu lesen, um zu erproben, ob diese doch recht heterogenen und undisziplinierten Truppen wirksam zu organisieren sind.

Es ist nur noch zu fragen, ab wann genügend hier sind und ab wann die wachsende Unzufriedenheit und Enttäuschung in ausreichende Aggression weiterentwickelt wird für ein Finale, dass dann uns deutlich betreffen wird.

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Deutschland das neue Troja?
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Wir sollten Mitleid haben

Dieter, Dienstag, 26.07.2016, 10:37 vor 3501 Tagen @ XERXES 3543 Views

Hallo,

das Problem ist, daß die mohammed. Lehre im Allgemeinen ein Werkzeug ist, dazu angetan und gedacht, den Menschen zu deformieren.

Da gibt es Unterweiser, die anderen zeigen, wie dieses Werkzeug zu benutzen ist, mal so, mal so, je nach Gegebenheit und Erfolgsaussichten.
Und dann gibt es auch sehr viele, die sich je nach Charakter im Eigenstudium nur die eine oder andere Handhabung zu eigen machen, ohne das ganze Potenzial auszuschöpfen.

Die Spannweite ist extrem. Darauf zu hoffen, daß die Benutzer des Werkzeuges sich beschränken auf eine uns genehme Handhabung ist, gelinde gesagt, sehr naiv.

Insofern ist zu viel Verständnis für diese Ideologie nicht angebracht, den Menschen, die in dieses Milieu geboren wurden, gegenüber schon. Haben wir Mitleid mit ihnen.

Gruß Dieter

Ich bin ja...

Naclador @, Göttingen, Dienstag, 26.07.2016, 10:41 vor 3501 Tagen @ Manuel H. 3366 Views

...fast überzeugt, dass Du hier nur trollen möchtest. Aber wenn das zutrifft, Hut ab, das war nicht schlecht gemacht. Beiträge in diese Richtung gibt es hier schon gelegentlich.

Falls Du das wirklich glaubst, was Du da schreibst, kann ich Dir leider auch nicht mehr helfen.

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"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Gilt für das Christentum leider genau so.

Naclador @, Göttingen, Dienstag, 26.07.2016, 10:51 vor 3501 Tagen @ Dieter 3236 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.07.2016, 13:50

Sprich mal mit einem Evangelikalen aus dem mittleren Westen der USA.

Marx hatte in Bezug auf die Religion vermutlich nicht ganz Unrecht. Wenn man zulässt, dass das Dogma das eigene Denken ersetzt, dann können sie einen zu allem bringen, mit jeder Begründung, völlig egal, selbst christliche Priester haben Bomben und Gewehre gesegnet, Liebesgebot hin oder her, zehn Gebote hopp oder topp.

Der Punkt ist doch, dass die Muslime jeden Grund haben, sich attackiert zu fühlen und sich mit den bescheidenen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, zu verteidigen. Sind denn die Muslime im Westen eingefallen und haben alles in Schutt und Asche gelegt? Jedenfalls nicht mehr seit dem Ende des osmanischen Reiches. Es war der Westen, der im Irak, in Afghanistan, in Libyen nur rauschende Trümmer hinterlassen hat. Grauenhafte, bis heute ungesühnte Kriegsverbrechen.

9/11, selbst wenn man die offizielle Geschichte glaubt, ist keinesfalls eine Rechtfertigung für die Gewaltorgie, die die NATO im mittleren Ostern angerichtet hat. Die paar Anschläge in Europa, selbst wenn sie authentisch dschihadistisch gewesen sein sollten, sind im Vergleich ein Kratzer, weiter nichts.

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Der Dompteur ist wichtig

Dieter, Dienstag, 26.07.2016, 11:16 vor 3501 Tagen @ Naclador 3184 Views

Hallo Naclador,
die Toten und Verletzte bei muslim. Anschlägen sind eigentlich im Verhältnis zu anderen nicht natürlichen Todesursachen in unseren Breiten gering im Gegensatz zu ihrer psychologischen Wirkung, da das ganze entsprechend medial aufgewertet wird.

Nein, nicht Terror ist das gefährliche an der islamischen Ideologie, sondern ihr Potenzial, sich extrem negativ auf das Wesen des einzelnen Menschen nach meinem Verständnis auszuwirken.
Und hierin sehe ich tatsächlich einen gravierenden Unterschied zu den Lehren des Neuen Testaments und zu manch anderen Religionen/Ideologien.

Ich verstehe Koran und Sunna eher als Lehrbuch zur Dressur und es kommt nur noch auf den Dompteur an aufgrund der Bandbreite von Handlungsvarianten, die Mohammed zugeschrieben wurden und als Vorbild dienen. Eine Bandbreite, die letzten Endes alle Höhen und Tiefen menschlicher Güte sowie Verkommenheit abdeckt.

Gruß Dieter

Ist es bloß Verteidigung?

Dieter, Dienstag, 26.07.2016, 11:27 vor 3501 Tagen @ Naclador 3085 Views

bearbeitet von Dieter, Dienstag, 26.07.2016, 13:49

Hallo Naclador,

Der Punkt ist doch, dass die Muslime jeden Grund haben, sich attackiert zu
fühlen und sich mit den bescheidenen Mitteln, die ihnen zur Verfügung
stehen, zu verteidigen.

Ähnliche Gründe haben andere Völker auch, bleiben aber friedlich. Wobei ich niemandem das Recht auf Verteidigung absprechen möchte.

Ich denke, daß das Wort Verteidigung als Vorwand dient. Es hat schon etwas mit dem Anspruch ihrer Ideologie zu tun, ähnlich wie es früher die kath. Kirche vormachte.

Gruß Dieter

Dann sage dem Herrn Winkler, er soll sich mal in das Pentateuch vertiefen

LePenseur ⌂, Dienstag, 26.07.2016, 12:29 vor 3501 Tagen @ nereus 3277 Views

... und dort nach den beschriebenen und erhofften Menschentötungen suchen.

Cher "nereus",

so sehr ich viele Ihrer Beiträge schätze - zu diesem Punkt muß ich leider sagen: nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!

1. Der Pentateuch berichtet (!) von (teils höchst grausamen) Tötungen. Nur ist das nicht identisch mit dem Aufruf, solche Tötungen selbst zu begehen.

2. im Alten Testament (z.B. den Psalmen, aber auch an vielen anderen Stellen) wird oft die Rache Gottes höchst plastisch ausgemalt, und dabei spielen sehr grausame Todesarten eine Hauptrolle. Aber auch hier ist ein fundamentaler Unterschied zwischen dem (sicher nicht ethisch wertvollen!) Wunsch, Gott möge z.B. die Häupter seiner (und des Psalmisten) Feinde zermalmen, und der Aufforderung, Ungläubige umzubringen, wo man sie antrifft.

3. Im Neuen Testament werden Sie derlei überhaupt vergeblich suchen. Und für Christen sind nun mal auch die grausamsten Tötungsphantasien des AT im Lichte (und aus der erkenntnis) des Neuen Testaments zu verstehen und zu berücksichtigen.

4. Sie wissen vermutlich, daß die katholische Kirche schon aus anlaß der Liturgiereform (also vor ca. 1/2 Jahrhundert) die sogen. "Fluchpsalmen" aus dem für Kleriker verpflichtenden täglichen Gebet ausgenommen hat (in dem sie vorher aus Vollständigkeitsgründen im wöchentlichen Psalter drinnen waren). auch aus anderen Psalmen (z.B. Ps. 2 "Quare fremuerunt" oder Ps. 109 "Dixit Dominus") wurden einzelne Verse entfernt, die für christliche Ohren einfach zu "hart" klingen. Das wurde teilweise (und wird auch von mir) als zu weitgehend kritisiert - aber die prinzipielle Entscheidung, daß Teile des AT sich nicht als allgemeine Gebetsgrundlage eignen, ist wohl richtig, und wurde übrigens auch schon vorher (wenigstens in der RKK) beachtet: das AT kam nur in (früher sehr bescheidener, jetzt etwas größerer, aber immer noch bloßer) Auswahl zur Lesung.

Wenn Sie daher die expliziten Anweisungen des medinensischen Koran zur Unterwerfung und ggf. Tötung von Gläubigen mit irgendwelchen Scheußlichkeiten des AT vergleichen, dann vergleichen Sie die sprichwörtlichen Äpfel mit Birnen!

Mir ist jedenfalls kein einziger katholischer Pfarrer bekannt, der nach dem Beispiel des Buches Josuah seine Schäfchen aufgefordert hätte, die Ungläubigen aus dem Gebiet seiner Pfarre auszurotten.

Vorkommnisse, wie sie hingegen in muselmanischen Ländern mit "Ungläubigen" (d.h. den dort verbliebenen Christen, aber nicht bloß mit diesen) leider gang und gäbe sind!

--
LePenseur

mag sein, aber ..

nereus @, Dienstag, 26.07.2016, 14:02 vor 3501 Tagen @ LePenseur 3039 Views

.. die Dinge sind vielfätig. [[zwinker]]

Hallo LePenseur!

Sie schreiben: Der Pentateuch berichtet (!) von (teils höchst grausamen) Tötungen. Nur ist das nicht identisch mit dem Aufruf, solche Tötungen selbst zu begehen.

So, das ist es nicht?
Na, dann schauen wir mal. Es sind nur sehr wenige Auszüge aus dem AT.

5. Mose 13 (Verbot des Götzendienstes),7-11:
Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau .. heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und andern Göttern dienen, .. so willige nicht ein .. Du sollst dich seiner nicht erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen, sondern sollst ihn zum Tode bringen.
Deine Hand soll die erste wider ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes. Steinige ihn zu Tode"

In Psalm 44.6 wird empfohlen: Mit Dir nur stoßen wir unserer Gegner nieder und zertreten wir unsere Feinde ..!

In Psalm 139.19 liest man: Ach Gott, wolltest du doch die Gottlosen töten! ..

Und bei 21/22 heißt es: Soll ich nicht hassen, die Dich hasse, Herr, vor deinen Gegnern keinen Abscheu haben? Ich hasse sie mit unbegrenztem Hasse; sie gelten mir als Feinde.

Und was man mit Feinden machen soll, wurde anschaulich in den Texten beschrieben.

im Alten Testament (z.B. den Psalmen, aber auch an vielen anderen Stellen) wird oft die Rache Gottes höchst plastisch ausgemalt, und dabei spielen sehr grausame Todesarten eine Hauptrolle. Aber auch hier ist ein fundamentaler Unterschied zwischen dem (sicher nicht ethisch wertvollen!) Wunsch, Gott möge z.B. die Häupter seiner (und des Psalmisten) Feinde zermalmen, und der Aufforderung, Ungläubige umzubringen, wo man sie antrifft.

Na ja, ich hatte jetzt keine Lust länger zu suchen, aber ich denke, ich würde da noch ein paar deftige Stellen finden.

Im Neuen Testament werden Sie derlei überhaupt vergeblich suchen.

Deswegen bin ich ja (wieder) Christ geworden, weil das NT eine Erbauung ist, die man immer wieder lesen kann.
Vom AT kann man das nur bedingt sagen, obwohl auch dort manche Texte „richtig Schmackes“ haben.

Und für Christen sind nun mal auch die grausamsten Tötungsphantasien des AT im Lichte (und aus der Erkenntnis) des Neuen Testaments zu verstehen und zu berücksichtigen.

Dann fordere ich dieses Verständnis auf für das Lesen des Korans ein.
Textauszüge verfälschen mitunter den Zusammenhang.

Sie wissen vermutlich, daß die katholische Kirche schon aus anlaß der Liturgiereform (also vor ca. 1/2 Jahrhundert) die sogen. "Fluchpsalmen" aus dem für Kleriker verpflichtenden täglichen Gebet ausgenommen hat ..

Das wußte ich nicht, doch ich bin ich ja auch hier um zu lernen. [[zwinker]]

Wenn Sie daher die expliziten Anweisungen des medinensischen Koran zur Unterwerfung und ggf. Tötung von Gläubigen mit irgendwelchen Scheußlichkeiten des AT vergleichen, dann vergleichen Sie die sprichwörtlichen Äpfel mit Birnen!

Nicht wirklich.

Mir ist jedenfalls kein einziger katholischer Pfarrer bekannt, der nach dem Beispiel des Buches Josuah seine Schäfchen aufgefordert hätte, die Ungläubigen aus dem Gebiet seiner Pfarre auszurotten.

Das dürfte stimmen, aber kennen Sie das Buch „Torat Ha’Melech“ bzw. „The Kings Thora“?

Bald nachdem das Buch im letzten Jahr veröffentlich wurde, verursachte Tora Ha Melech einen nationalen Aufruhr. Die Kontroverse begann, als ein israelisches Boulevardblatt den Inhalt des Buches (230 Seiten) über Gesetze, die das Töten von Nichtjuden betreffen, verriss.
Es ist eine Art Führer für jeden, den die Frage beschäftigt, ob und wann es erlaubt ist, das Leben von Nichtjuden zu nehmen. Nach dem Autor des Buches Rabbi Yitzhak Shapira ‚haben Nichtjuden von Natur aus kein Mitleid und sollten getötet werden, um ihre üblen
Neigungen einzuschränken.’ ‚Wenn wir einen Einheimischen (Eingeborenen) töten, der eines der sieben Gebote übertreten hat … ist nichts Falsches dabei,’ besteht Shapira. Indem er das jüdische Gesetz als seine Quelle zitiert ( oder wenigstens eine sehr selektive Interpretation desselben), erklärte er: ‚Das Töten von Babys ist gerechtfertigt, wenn es klar ist, dass sie als Erwachsene uns Leid antun. In solch einer Situation kann ihnen absichtlich Leid zugefügt werden, nicht nur während eines Kampfes mit Erwachsenen.’

Quelle: http://www.ipk-bonn.de/downloads/ro.20100906.Tora_haMelech_810Blumenthal.pdf

Nun werden Sie sagen, daß sei eine extreme Ausnahme. Das kann sein.
Darf ich diese Ausnahme dann auch für die überwiegende Mehrzahl der Muslime erbitten?

Vorkommnisse, wie sie hingegen in muselmanischen Ländern mit "Ungläubigen" (d.h. den dort verbliebenen Christen, aber nicht bloß mit diesen) leider gang und gäbe sind!

Wir müßten jetzt einen längeren Thread über die Real- und Geheimpolitik im Nahen Osten eröffnen.
Sie würden staunen, welche Gelder und Unterstützung an welche Kreaturen flossen und noch immer fließen.
Nicht überall wo Islam drauf steht ist auch Islam drin.

mfG
nereus

"Im Neuen Testament werden Sie ... vergeblich suchen" - deswegen habt ihr beiden Helden wohl vorsichtshalber überhaupt nicht gesucht

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 26.07.2016, 14:50 vor 3501 Tagen @ nereus 3027 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.07.2016, 14:55

Im Neuen Testament werden Sie derlei überhaupt vergeblich suchen.

Deswegen bin ich ja (wieder) Christ geworden, weil das NT eine Erbauung
ist, die man immer wieder lesen kann.
Vom AT kann man das nur bedingt sagen, obwohl auch dort manche Texte
„richtig Schmackes“ haben.

Ich habe aber diabolischerweise doch gesucht. [[freude]]

(Mt 10,34-35): "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter."

+

Nicht weit von der Bergpredigt entfernt lesen wir unter anderem auch Jesus' hasserfüllte Verfluchung dreier Städte, die seiner Lehre nicht zujubeln wollten (Mt 11,23): "Und du, Kapernaum, wirst du bis zum Himmel erhoben werden? Du wirst bis in die Hölle hinuntergestoßen werden." Ist die Feindesliebe also nur eine nette Floskel, um schwache und ängstliche Schäfchen zu gewinnen?

+

Jesus, das sanfte Lamm Gottes, sprach zu seinen Jüngern (Mt 13,41-42): "Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht (früher hieß es an dieser Stelle: "das Gesetz Gottes nicht") tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein."

+

Als eine Frau Jesus um Hilfe bat, wies er sie barsch ab (Mt 15,24): "Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel." Fremden zu helfen, war also nicht sein Sinn. Erst als die Frau ihn ein zweites Mal unterwürfig ("hündisch") anbettelt, erfüllt er ihre Bitte.

+

Wer gegen ihn war, dem wünschte er, (Mt 18,6): "daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist." Wo spricht hier Jesus' angebliche Feindes- und Nächstenliebe?

+

Jesus beschimpft die Schriftgelehrten als (Mt. 23,33) "Schlangen, Narrengezücht", obwohl er immer wieder mahnte: (Lk 6,37) "Verdammt nicht!" und (Mt 7,1) "Richtet nicht!"

+

Den Juden wünschte Jesus Tod und Verderben (Mt 23,35): "... damit über euch komme all das gerechte Blut."

+

Mit harten Worten verkünden die Evangelisten, wie Jesus die Ungläubigen bestrafen, verbrennen, vernichten, in Stücke hauen oder in den Feuerofen werfen wird (Mt 25,41): "Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel."

+

Auch Tieren gegenüber kannte Jesus keine Rücksicht. In einer Geschichte ließ er Dämonen in eine (Mk 5,11) "Herde Säue" fahren, die sich daraufhin ersäufte.

+

Jesus empfahl auch (Mk 9,43): "Wenn dich deine Hand zum Abfall (Vom Glauben abfallen) verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, daß du verkrüppelt zum Leben eingehst (stirbst), als daß du zwei Hände hast und fährst in die Hölle."

+

(Mk 16,16): "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." Warum nur diese Angst vor den Ungläubigen, ist man doch im Besitz der selig machenden Wahrheit?

+

Jesus erregte Aufsehen durch verbale Kraftmeierei und Hetzparolen (Lk 11,23): "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich."

+

Im Lukasevangelium instruierte Jesus zweiundsiebzig Jünger über das Vorgehen bei der Missionierung. Punkt für Punkt zählte Jesus auf, wie sie sich zu benehmen hätten. Unter anderem riet er ihnen, niemanden zu grüßen (Lk, 10,4): "Tragt keinen Geldbeutel bei euch (…) und grüßt niemanden unterwegs."

Sollten die Jünger in eine Stadt kommen, die sie nicht aufnehmen will, sollten die Jünger nicht etwa die Bewohner mit Argumenten, guten Taten oder eindrücklichen Argumenten überzeugen. Nein, sie sollten der ganzen Stadt mit Tod und Untergang drohen und sie beschimpfen (Lk 10,11): "Auch den Staub aus eurer Stadt, der sich an unsre Füße gehängt hat, schütteln wir ab auf euch. Doch sollt ihr wissen: das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Ich sage euch: Es wird Sodom erträglicher ergehen an jenem Tage als dieser Stadt.

+

Jesus sagte ganz klar, warum er hier war (Lk 12,49): "Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte!"

+

Warum werden die Menschen verpflichtet und nicht überzeugt? (Lk 12,5): "Fürchtet euch vor dem, der, nachdem er getötet hat, auch Macht hat, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, vor dem fürchtet euch."

+

(Lk 19,27): "Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder." Das hört sich ja gar nicht so schlimm an, werden Sie jetzt vielleicht denken. Niedermachen bedeutet sicher Niederwerfen. In der Lutherfassung von 1940 steht aber noch unversöhnlich: "... und erwürgt sie vor mir."

+

Obwohl Jesus gelegentlich gegen die Benutzung von Waffen aufrief, forderte er dennoch, jeder seiner Jünger (Lk 22,36) "verkaufe seinen Mantel und kaufe ein Schwert." Waffengewalt war ihm also Recht, wenn es um die Durchsetzung seiner persönlichen Interessen ging.

+

Nächstenliebe? Weltliebe? Menschenliebe? Das waren angeblich nicht Jesus' Forderungen. Johannes schreibt (1. Jh 2,15): "Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters."

+

(Hebr 10,31): "Der Herr wird sein Volk richten. Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen."

Alte Volksweisheit. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. [[freude]]


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Wahre Worte, nereus!

Rumbidu @, Dienstag, 26.07.2016, 15:16 vor 3501 Tagen @ nereus 2795 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.07.2016, 16:30

Wahre Worte, nereus!

Das Aufeinanderhetzen ist im vollem Gange, auch hier im Gelben - was ich sehr schade finde.
Man könnte die Kriege der letzten Jahrzehnte des Westens auch als Kreuzzüge bezeichnen. Warum sprechen wir so viel über die eigenen Opfer und blenden das Elend der anderen vollkommen aus?
Die Opfer der Muslime ist doch um ein Vielfaches größer durch unsere „Befreiungsaktionen“, oder nicht?

Für mich ist das Ganze eine Scheindiskussion, die zu nichts führt außer zu noch mehr Elend, noch mehr Krieg – vollkommen an der Ursache vorbei und damit Verschleiert. Es trieft nur so vor Doppelmoral!

Es ging und geht immer nur um das Eine, um die Profite, und genau das ist eines dieser Ursachen. Der Konkurrenzkampf/Ausscheidungskampf entscheidet über Sieg oder Niederlage und damit über Gewinn oder Verlust. Das ist die eigentliche Ideologie, die Gruppe mit den meisten Glaubensanhängern, dazu gehören auch Muslime und Christen. Die Religion hinter der Religion, wenn man so will! Und weil man diesen Zusammenhang nicht sehen will, drehen wir uns immer noch im Kreis. Das Vergangene wird im Jetzt als angebliche Lösung angeboten, es ist die ständige Wiedergeburt des immergleichen – also nie Lösung, sonder das Gleiche.

LG
rumbidu

Ich bleibe dabei: doch Äpfel und Birnen!

LePenseur ⌂, Dienstag, 26.07.2016, 15:43 vor 3501 Tagen @ nereus 2783 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.07.2016, 16:27

Cher "nereus",

Alle Ihre Zitate aus dem AT sind - wenigstens für Christen (zu denen die meisten von ihnen mich aufgrund meines "aufgeklärten Deismus"*) - um meine religiösen Anschauungen mal kurz auf den Punkt zu bringen - entweder gar nicht, oder wenigstens nur peripher zählen würden!) - nur in dem Maße relevant, in dem sie "im Lichte des NT" betrachtet werden. Nicht umsonst lautet das berühmte Zitat zum Verhältnis der beiden Schriftteile: "Novum in vetere latet. Vetus in novo patet" - "Das Neue Testament ist im Alten verborgen, das Alte im Neuen offengelegt". ein Satz, den Juden natürlich nicht akzeptieren würden - aber was kümmert mich das als Nicht-Jude?!

Dann fordere ich dieses Verständnis auf für das Lesen des Korans ein.
[quote]Textauszüge verfälschen mitunter den Zusammenhang.
[/quote]

Das sei konzediert. Man sollte immer zuerst lesen, was man ggf. kritisieren will! Deshalb habe ich auch die Bibel, den Koran, den "Granth Sahib" der Sikhs, sogar Teile vom "Buch Mormon" (das war eine echte Herausforderung - Mark Twains böses Diktum "printed chloroform" hat seine Berechtigung!), das "Kapital", den "Mythus des 20. Jh." und vieles mehr gelesen.

Aber was den Koran betrifft, verweise ich auf zwei ausgezeichnete Essays von Manfred Kleine-Hartlage (ich weiß, ich weiß: ein pöhser Rechter ...), die Sie sicherlich mit Google finden werden: "Der mekkanische Koran: Eine Themenanalyse" (beim zweiten Essay über den medinensischen Koran habe ich leider den Titel momentan nicht präsent).

Und wenn ich schrieb:
Mir ist jedenfalls kein einziger katholischer Pfarrer bekannt, der
nach dem Beispiel des Buches Josuah seine Schäfchen aufgefordert hätte,
die Ungläubigen aus dem Gebiet seiner Pfarre auszurotten.

dann ist - wieder aus christlicher Sicht - Ihre Replik:

Das dürfte stimmen, aber kennen Sie das Buch „Torat Ha’Melech“ bzw. „The Kings Thora“?

einigermaßen verfehlt. Denn was irgendwelche durchgeknallte Juden über die Vernichtung von "Ungläubigen" schreiben mag genauso schrecklich sein wie ähnliche Auslassungen von muselmanischer Seite - nur: was kümmert das mich von christlicher Seite? Höchstens als Betroffener: nun, diesfalls werde ich es ebenso verurteilen, wie die tollwütigen Exzesse im Koran!

Wir müßten jetzt einen längeren Thread über die Real- und Geheimpolitik im Nahen Osten eröffnen.

Nur zu: aber ich fürchte, damit werden Sie sich beim Forumsbetreiber recht unbeliebt machen ... <img src=" />

Sie würden staunen, welche Gelder und Unterstützung an welche Kreaturen
flossen und noch immer fließen.

Nein, würde ich wohl eher nicht. Wer seit fast 10 Jahren einen Blog wie den meinen schreibt, der staunt nur mehr ganz selten ...

Nicht überall wo Islam drauf steht ist auch Islam drin.

Nun, cher nereus, Sie können mir glauben: exakt dasselbe nehme auch ich an!


-----


*) was auch nichts daran ändert, daß ich formell kirchenbeitragszahlendes Mitglied der RKK bin, und mich in theologischen Fragen wie solchen der vergleichenden Religonswissenschaft verdammt gut auskenne - bei beidem handelt es sich um von mir jahrzehntelang intensiv betriebene Steckenpferde. Und ob Sie's nun glauben oder nicht: Ich habe den Koran (wenngleich "nur" in deutscher Übersetzung, denn dafür gleich arabisch zu lernen war's mir dann doch nicht wert!) gelesen. Mit ähnlich geringem, nein: mit noch geringerem Vergnügen als das Alte Testament.

Denn dieses enthält wenigstens erbauliche Weisheitsbücher von großer Tiefe und Lebensklugheit (den "Prediger", die Weisheit Salomons, oder den Siraciden bspw.), interessante historische Bücher (wenn sie auch, natürlich, wie damals nicht anders zu erwarten, v.a. aus tendenziöser Geschichtsklitterung bestehen!), und neben den von Ihnen herausgepickten Psalmstellen unendlich viele Psalmen von z.T. berückender poetischer Schönheit und ethischer Tiefe (z.B. Ps. 14 "Domine, quis habitabit", Ps. 83 "Quam dilecta", oder Ps. 116 "Laudate Dominum", um nur ein paar wenige zu nennen).

Der Koran wirkte auf mich dagegen wie eine aufs zehnfache aufgeblähte Ansammlung genau jener Sorte von Psalmen, die ich im Psalter schon nicht wirklich leiden konnte. Und v.a.: ziemlich repetitiv und langweilig. Mag sein, daß dies im arabischen Original trotzdem unglaublich poetisch wirkt. auf mich machte er einen teils einschläfernden, teils abstoßenden Eindruck.

--
LePenseur

Ach neeee ...

LePenseur ⌂, Dienstag, 26.07.2016, 16:22 vor 3501 Tagen @ Mephistopheles 2791 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.07.2016, 16:37

Cher Mephisto,

einen treffenden Nickname haben Sie sich zugelegt. Nur leider: Alles, was Sie über das NT schreiben, leidet ein bisserl unter Themenverfehlung.

Denn es ist ein Unterschied, ob ein Religionsstifter schreibt: "Ermordet die Ungläubigen, wo ihr sie findet" und seine Anhänger das dann auch tun (die Geschichte des Islam ist eine einzige Blutspur, von Mitteleuropa bis nach Indien, wo die eindringenden Muselmanenhorden bspw. die verbliebenen Reste des Buddhismus dortselbt ratzfatz beinahe zu 100 % ausrotteten) - oder ob ein Religionsstifter seinen Widersachern eine jenseitige Rache in Aussicht stellt.

Mich ließe ein Islam, der sich darauf beschränkt, mir als "Ungläubigen" Höllenqualen in Aussicht zu stellen, einigermaßen kalt. Etwa so kalt wie die Ansichten der Zeugen Jehovas über das trübe Schicksal aller, die bei der Wiederkunft Jesu Christi nicht der "theokratischen Organisation" angehören. Na, wenn sie meinen, sollen sie ruhig ...

Wenn hingegen ich als Nicht-Musel mich irgendwelchen Steinzeitregeln der Scharia zu beugen habe, z.B. auch als Nicht-Musel im Ramadan wegen Essens in der Öffentlichkeit in dortigen Ländern bestraft werde, meine Zeugenaussage weniger gilt, ich erhöhte Steuerlasten zu tragen habe, meine weiblichen Angehörigen ohne Kopfschleier angepöbelt und - wenn's grad lustig ist - vergewaltigt werden etc. etc.: dann habe ich sehr wohl was dagegen!

Noch mehr habe ich was dagegen, wenn durchgeknallte Muselmanenhorden auf Pogrom unterwegs sind und Christen, Juden und Atheisten die Kehle durchschneiden.

Und jetzt, cher Mephisto, liefern Sie mir doch ein Beispiel, daß dies von uns in Europa gegenüber Muselmanen theoretisch erörtert oder gar praktiziert wird: ich wage die Prognose, daß Sie nicht leicht fündig werden dürften ...

Konkret zu Ihren "Funden":

(Mt 10,34-35): "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu
bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern
das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem
Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer
Schwiegermutter."

So what? Entzweiung von Familien kommt vor, von Schwiegerleuten schon überhaupt geradezu sprichwörtlich. Und Sie unterschlagen, weshalb die Entzweiung entsteht, und wie sie sich auswirken soll. Das kann von harmlos bis tödlich gehen - haben Sie einen Beleg für Letzeres?

(Mt 11,23): "Und du, Kapernaum, wirst du bis zum Himmel
erhoben werden? Du wirst bis in die Hölle hinuntergestoßen werden."

Und? Ist Jesus ausgezogen und hat Kapernaum in Schutt und Asche gelegt? So, wie sein Propheten-Nachfolger Mohammed ganze Stämme überfallen und ausgerottet hat? Wäre mir doch neu ...

Jesus, das sanfte Lamm Gottes, sprach zu seinen Jüngern (Mt 13,41-42):
"Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus
seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht (früher
hieß es an dieser Stelle: "das Gesetz Gottes nicht") tun, und werden sie
in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein."

Wenn ich prognostiziere, daß die Konkurrenzfirma X in Konkurs gehen wird - bin ich dann einfach der ruchlose Böse, wenn sie's tatsächlich tut? Sorry, das ist doch kindisch-magische Geschichtsbetrachtung!

Als eine Frau Jesus um Hilfe bat, wies er sie barsch ab (Mt 15,24): "Ich
bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel." Fremden zu
helfen, war also nicht sein Sinn. Erst als die Frau ihn ein zweites Mal
unterwürfig ("hündisch") anbettelt, erfüllt er ihre Bitte.

Na immerhin! Aber auch wenn Sie darin einen Beleg sehen, daß Jesus nicht vollkommen und edel war: Hier, im Bereich der verruchten Christenheit, dürfen Sie das seit der Mitte des 18. Jahrhunderts (also: einem schlappen Vierteljahrtausend!) ungefährdet aussprechen. Ich würde Ihnen eine Kritik an der Person Mohammeds in Ländern des Nahen Ostens allerdings nicht ganz so unbedenklich empfehlen ...

Wer gegen ihn war, dem wünschte er, (Mt 18,6): "daß ein Mühlstein an
seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten
ist." Wo spricht hier Jesus' angebliche Feindes- und Nächstenliebe?

Idem.

Jesus beschimpft die Schriftgelehrten als (Mt. 23,33) "Schlangen,
Narrengezücht", obwohl er immer wieder mahnte: (Lk 6,37) "Verdammt nicht!"
und (Mt 7,1) "Richtet nicht!"

Idem.

Den Juden wünschte Jesus Tod und Verderben (Mt 23,35): "... damit über
euch komme all das gerechte Blut."

Nochmals: So what? Wenn ich dem Herrn Mayer, der mir Übles getan hat, von ganzem Herzen wünsche, an einem schmerzhaft metastasierenden Darmkrebs zu krepieren, dann ist das nicht humanistisch-edel gedacht. Aber nochmals: der Wunsch ist nicht ident mit dem Vollzug. Wie wir ihn z.B. heute beim Abschneiden des Kopfes eine katholischen Priesters durch zwei Musel-Terroristen erleben durften.

Mit harten Worten verkünden die Evangelisten, wie Jesus die Ungläubigen
bestrafen, verbrennen, vernichten, in Stücke hauen oder in den Feuerofen
werfen wird (Mt 25,41): "Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige
Feuer, das bereitet ist dem Teufel."

Schon wieder dieselbe Leier: auch wenn ich Sie, cher Mephisto, zum Teufel wünsche, sind die Konsequenzen im Vergleich zu einem Loch im Kopf aus meiner Kalaschnikow oder einer zusätzlichen Atemöffnung in der aufgeschlitzen Kehle marginal.

Auch Tieren gegenüber kannte Jesus keine Rücksicht. In einer Geschichte
ließ er Dämonen in eine (Mk 5,11) "Herde Säue" fahren, die sich
daraufhin ersäufte.

Die armen Schweine ...

Jesus empfahl auch (Mk 9,43): "Wenn dich deine Hand zum Abfall (Vom
Glauben abfallen) verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, daß
du verkrüppelt zum Leben eingehst (stirbst), als daß du zwei Hände hast
und fährst in die Hölle."

Es steht Ihnen aber frei, mit beiden Händen in die Hölle zu fahren, und es steht Ihnen sogar frei, daran nicht zu glauben. Wenn ihnen eine Hand schariakonform abgehackt würde, stünde Ihnen das freilich nicht mehr frei.

(Mk 16,16): "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer
aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." Warum nur diese Angst vor den
Ungläubigen, ist man doch im Besitz der selig machenden Wahrheit?

etc. etc. - es wird einfach mühsam, das alles zu beantworten ...

Cher Mephisto: wenn Sie nicht mehr an Munition finden, werden Sie diese Schlacht nicht gewinnen.

----

P.S.: Jetzt kommt natürlich das Totschlagargument: Aber im Mittelalter die Inquisition, die war doch genauso, wie jetzt die Museln ...

Nochmals: So what!? Im Mittelalter war im Mittelalter. Heute ist heute. Im Mittelalter kann ich heute nicht von einer Nagelbombe zersiebt werden. sondern eben nur heute.

Was im Mittelalter war, ist erstens schon sehr lange her, zweitens nicht meine Schuld gewesen, und drittens (und entscheidendest!) inzwischen bei uns längst überholt.

In den islamischen Ländern hingegen ist es heute noch immer gelebte Realität. Mit Todesurteilen wegen "Hexerei" in Saudi-Arabien. Mit "Ehrenmorden" an vergewaltigten Frauen. Mit Stockhieben für die Publikation einer "atheistischen" Ansicht.

Wenn Sie diesen Unterschied nicht erkennen können, tun Sie mir einfach leid.

--
LePenseur

.. der schon wieder

nereus @, Dienstag, 26.07.2016, 16:36 vor 3501 Tagen @ Mephistopheles 2837 Views

Hallo Meph!

Du schreibst: Ich habe aber diabolischerweise doch gesucht.

Was sollst Du auch sonst tun – das ist schließlich Dein Job. [[freude]]

(Mt 10,34-35): "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter."

Da wird niemand getötet, es geht um die geistige Entzweiuung.
Ihm war klar, daß Menschen ihm folgen werden und andere nicht und diese Riß ging mitten durch die Familien, sogar seine eigene.

"Und du, Kapernaum, wirst du bis zum Himmel erhoben werden? Du wirst bis in die Hölle hinuntergestoßen werden."

Er sagte auch mein Reich ist nicht von dieser Welt.
Also ist die Hölle in der anderen Welt gemeint, dort wo die Seelen „klappern.

"Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht (früher hieß es an dieser Stelle: "das Gesetz Gottes nicht") tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein."

Das habe ich mir gedacht. Die entscheidende Stelle läßt Du weg, die da lautet:
„Der Feind der Unkraut gesät hat, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt und die Erntearbeiter sind die Engel.“
Auch hier redet er vom Reich der Seelen.

"Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel." Fremden zu helfen, war also nicht sein Sinn. Erst als die Frau ihn ein zweites Mal unterwürfig ("hündisch") anbettelt, erfüllt er ihre Bitte.

Sagen wir’s mal so.
Da wird glasklar das damalige (und auch heutige) Problem formuliert, welches immer noch massiv geleugnet wird.
Er kam, um die verirrten Schafe zurückzuführen.
Wie Du aber weißt, wurde die „frohe Botschaft“ später auf alle Menschen übertragen.

Wer gegen ihn war, dem wünschte er, (Mt 18,6): "daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist." Wo spricht hier Jesus' angebliche Feindes- und Nächstenliebe?

Hier geht es um geistige Verführung und dazu wird eine Verwünschung ausgesprochen.
Zur Nächstenliebe hat er mehr als genug gesagt, aber irgendwo muß auch mal der Gegensatz erläutert werden.

Jesus beschimpft die Schriftgelehrten als (Mt. 23,33) "Schlangen, Narrengezücht", obwohl er immer wieder mahnte: (Lk 6,37) "Verdammt nicht!" und (Mt 7,1) "Richtet nicht!"

Eine meiner Lieblingsstellen im NT! [[freude]]
Welche hohle Nummer willst Du denn hier abziehen?
Außerdem heißt es Natterngezücht, Du Narr!

Den Juden wünschte Jesus Tod und Verderben (Mt 23,35): "... damit über euch komme all das gerechte Blut."

Also bei mir steht: Diese Generation wird die Strafe für all diese Schandtaten bekommen.
Um welche Schandtaten es sich handelte, hast Du sinnigerweise weggelassen.

Mit harten Worten verkünden die Evangelisten, wie Jesus die Ungläubigen bestrafen, verbrennen, vernichten, in Stücke hauen oder in den Feuerofen werfen wird (Mt 25,41): "Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel."

Hier geht es, wie auch an anderen Stellen zuvor, um ein Gleichnis.
Weiß denn Mephisto was ein Gleichnis ist?

Auch Tieren gegenüber kannte Jesus keine Rücksicht. In einer Geschichte ließ er Dämonen in eine (Mk 5,11) "Herde Säue" fahren, die sich daraufhin ersäufte.

Jetzt wird es geradezu albern.

Jesus empfahl auch (Mk 9,43): "Wenn dich deine Hand zum Abfall (Vom Glauben abfallen) verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, daß du verkrüppelt zum Leben eingehst (stirbst), als daß du zwei Hände hast und fährst in die Hölle."

Es ist die Warnung vor der Verführung, die natürlich drastisch untermalt werden muß.
Besser eine böse Tat bereuen als nicht ihre Auswirkungen zu verinnerlichen.

(Mk 16,16): "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." Warum nur diese Angst vor den Ungläubigen, ist man doch im Besitz der selig machenden Wahrheit?

Das war nach der Auferstehung, als er sich den Jüngern erstmalig zeigte.
Hier geht es um Glauben, nicht um Wissen, lieber Teufel.
Das solltest Du doch nun am besten verstehen.
Das ist eine der wichtigsten Stellen des NT!

Jesus erregte Aufsehen durch verbale Kraftmeierei und Hetzparolen (Lk 11,23): "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich."

Brüll!
Hier geht es um die Frage bzw. Thematik, ob Jesus mit dem Teufel im Bunde sei und wie er immer wieder von diesem versucht wird. Dazu erläutert er die Anschuldigungen.
Hetzparolen?
Du hast wohl inzwischen Deinen Standort zu Anetta Kahane verlegt, die würgt sich auch permanent ewig gleiche Textbausteine aus dem Hals.
Naja, mit dem Natterngezücht paßt es da ja auch ganz gut. [[lach]]

Im Lukasevangelium instruierte Jesus zweiundsiebzig Jünger über das Vorgehen bei der Missionierung. Punkt für Punkt zählte Jesus auf, wie sie sich zu benehmen hätten. Unter anderem riet er ihnen, niemanden zu grüßen (Lk, 10,4): "Tragt keinen Geldbeutel bei euch (…) und grüßt niemanden unterwegs."

Wahnsinn, Meph!
Hast Du Dir die Texte irgendwo herunter kopiert oder ist Dir das selber eingefallen?
Jesus schickte die Jünger in die Welt und sie sollten zielstrebig ihren Weg gehen.
Daher kommt das Nichttgrüßen.
Sie sollten keine Zeit verplempern und los latschen, um dann in ein Haus zu gelangen und zu sagen: Frieden sei mit diesem Haus.

Sollten die Jünger in eine Stadt kommen, die sie nicht aufnehmen will, sollten die Jünger nicht etwa die Bewohner mit Argumenten, guten Taten oder eindrücklichen Argumenten überzeugen. Nein, sie sollten der ganzen Stadt mit Tod und Untergang drohen und sie beschimpfen (Lk 10,11): "Auch den Staub aus eurer Stadt, der sich an unsre Füße gehängt hat, schütteln wir ab auf euch. Doch sollt ihr wissen: das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Ich sage euch: Es wird Sodom erträglicher ergehen an jenem Tage als dieser Stadt.

Die Betonung liegt hier auf NIEMAND, was Du mit „nicht“ umschrieben hast.
Findet sich also kein Barmherziger in der Stadt, dann sollen sie davon ziehen.

Jesus sagte ganz klar, warum er hier war (Lk 12,49): "Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte!"

Das hatten wir schon mal und zwar hier: Mt 10,34-35.
Die Antwort darfst Du also gerne ganz vorne nachlesen.

Warum werden die Menschen verpflichtet und nicht überzeugt? (Lk 12,5): "Fürchtet euch vor dem, der, nachdem er getötet hat, auch Macht hat, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, vor dem fürchtet euch."

Hier geht es um Leib und Seele.
Auch hier hast Du den Anfang weg gelassen, der für das Verständnis wichtig ist.
Es beginnt mit: Fürchtet Euch nicht vor Menschen! Sie können nur den Leib töten, aber darüber hinaus können sie euch nichts anhaben. Ich will ich euch sagen, wen ihr fürchten sollt. Fürchtet den, der nicht nur töten kann, sondern auch noch die Macht hat, euch ins ewige Verderben zu schicken.
Soll ich jetzt noch den benennen, den Jesus damit meinte oder bist Du so frei? [[euklid]]

(Lk 19,27): "Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder." Das hört sich ja gar nicht so schlimm an, werden Sie jetzt vielleicht denken. Niedermachen bedeutet sicher Niederwerfen. In der Lutherfassung von 1940 steht aber noch unversöhnlich: "... und erwürgt sie vor mir."

Auch das ist wieder ein Gleichnis und zwar das vom anvertrauten Geld – Kruzifix!
Dabei kündigt er maskiert seinen irdischen Tod und seine Wiederkunft an.
Muß man Dir denn jeden Krempel im Detail erklären?

Obwohl Jesus gelegentlich gegen die Benutzung von Waffen aufrief, forderte er dennoch, jeder seiner Jünger (Lk 22,36) "verkaufe seinen Mantel und kaufe ein Schwert." Waffengewalt war ihm also Recht, wenn es um die Durchsetzung seiner persönlichen Interessen ging.

Menschenskinder!
Der Text geht weiter mit: Denn ich sage euch, es muß an mir in Erfüllung gehen, was in den Heiligen Schriften steht: Er wurde unter die Verbrecher gezählt. Mir mir geht es jetzt zu Ende.
Die Apostel sagten: Herr, da haben wir zwei Schwerter.
Jesus antwortete: Ihr versteht mich nicht.

Hast Du’s jetzt?

Nächstenliebe? Weltliebe? Menschenliebe? Das waren angeblich nicht Jesus' Forderungen. Johannes schreibt (1. Jh 2,15): "Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters."

Hier steht es klar und deutlich: Das letzte Hemd hat keine Taschen!
Die Welt steht für die irdischen Genüsse, die oftmals den Charakter verderben, daher predigte er doch die Nächstenliebe, die Platz im Kopf machen soll, weil es neben Fressen, Saufen und Fi .. noch andere Dinge im Leben gibt.

(Hebr 10,31): "Der Herr wird sein Volk richten. Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen."

Der Hebräer-Brief ist von Paulus .. aber OK, ist ja auch NT.
Dabei geht es um einen Vergleich zwischen Moses und Jesus und die Abkehr von der Wahrheit.

Alte Volksweisheit. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Ach, Luzifer!
Du warst auch schon mal besser. [[zwinker]]

mfG
nereus

Ich biete Frieden an, denn immerhin ist hier der Teufel an Bord. ;-) (oT)

nereus @, Dienstag, 26.07.2016, 16:39 vor 3501 Tagen @ LePenseur 2589 Views

- kein Text -

Angenommen!

LePenseur ⌂, Dienstag, 26.07.2016, 17:06 vor 3501 Tagen @ nereus 2580 Views

Contra diabolum! [[top]]

--
LePenseur

Der ganz gewaltige Unterschied ist aber folgender:

Kaladhor @, Münsterland, Dienstag, 26.07.2016, 18:47 vor 3501 Tagen @ Mephistopheles 2548 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.07.2016, 18:50

Hallo Mephistopheles,

im NT spricht Jesus davon, dass er selbst diese Aktionen durchführen wird (oder die von ihm beauftragten Engel). Im Islam werden aber die Anhänger selbst dazu aufgerufen, in einer gewissen Form von Selbstjustiz selbst tätig zu werden.

Merkst du den Unterschied, Mephistopheles?

Und während sich das Christentum in den letzten 500/600 Jahren deutlich verändert hat (Reformation!), ist der Islam immer noch auf demselben Stand wie vor 1400 Jahren. Eine Person wie z.B. Luther ist im Islam schlicht undenkbar, denn dort werden "Ketzer" frühzeitig erkannt und zu Allah geschickt.

Wie unbeweglich diese Religion - Ideologie würde es sicherlich treffender beschreiben - ist, dürfte man spätestens dann feststellen können, wenn die ganzen Ölquellen dort versiegt sind. Dann ist Ende mit Geld von allen, dann wird es dort einen Rückfall in die Lebensweise geben, wie sie vor dem Öl-Boom dort weitverbreitet war.

Eine Religion/Ideologie, die unfähig ist, sich zu ändern, sich zu erneuern, wird zwangsläufig in eine Sackgasse führen. Das Schlimme ist halt nur, dass sie gleichzeitig über Waffen der Moderne verfügt...

Grüße,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Die Schafe überlasse ich euch gerne

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 26.07.2016, 20:37 vor 3501 Tagen @ nereus 2452 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.07.2016, 20:51

Er kam, um die verirrten Schafe zurückzuführen.
Wie Du aber weißt, wurde die „frohe Botschaft“ später auf alle
Menschen übertragen.

Mit denen könnt ihr dann die frohe Botschaft
"Vierbeiner gut, Zweibeiner schlecht"
intonieren.

Wie du weißt, geht es mir lediglich um die, die bereit und in der Lage sind, vom Baume der Erkenntnis zu essen und dafür ihren Verstand gebrauchen ohne Anleitung eines Anderen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Menschentötungen?

Taucher @, Dienstag, 26.07.2016, 22:01 vor 3501 Tagen @ nereus 2479 Views

"Dann sage dem Herrn Winkler, er soll sich mal in das Pentateuch vertiefen und dort nach den beschriebenen und erhofften Menschentötungen suchen."


Wenn ich das richtig verstanden haben, ist das ein Geschichtsbuch. Ein Buch, dass die Grausamkeiten beschreibt.
Kommt es dort wirklich vor, dass der HERR die Menschen zum Morden auffordert?

Pentateuch = Murder Inc.

Vanitas, Dienstag, 26.07.2016, 22:38 vor 3501 Tagen @ Taucher 2309 Views

bearbeitet von Vanitas, Dienstag, 26.07.2016, 22:48

Kommt es dort wirklich vor, dass der HERR die Menschen zum Morden
auffordert?

Auf Frevel gegen die Gebote des HERRN, also auf die Sünde, steht glashart der Tod, sh. 4.Mose 15:

30 Wenn aber eine Seele aus Frevel etwas tut, es sei ein Einheimischer oder Fremdling, der hat den HERRN geschmäht. Solche Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk; (Apostelgeschichte 13.38) (Hebräer 10.26-27)
31 denn sie hat des HERRN Wort verachtet und sein Gebot lassen fahren. Ja, sie soll ausgerottet werden; die Schuld sei ihr.

Das ist dann im folgenden 4. Mose 15 32-36 gleich mal exemplarisch verdeutlicht:

Strafe für Sabbatschändung
32 Als nun die Kinder Israel in der Wüste waren, fanden sie einen Mann Holz lesen am Sabbattage.
33 Und die ihn darob gefunden hatten, da er das Holz las, brachten sie ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde.
34 Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrückt, was man mit ihm tun sollte. (2. Mose 31.14) (2. Mose 35.2) (3. Mose 24.12)
35 Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor dem Lager.
36 Da führte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigten ihn, daß er starb, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

Eigentlich reicht schon aus, die Wohnung des HERRN zu verunreinen, z.B. durch Berühren eines Toten, ohne sich am dritten und siebten Tage danach mit Reinigungswasser zu entsündigen, gemäß 4.Mose 19:

13 Wenn aber jemand irgend einen toten Menschen anrührt und sich nicht entsündigen wollte, der verunreinigt die Wohnung des HERRN, und solche Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Darum daß das Sprengwasser nicht über ihn gesprengt ist, so ist er unrein; seine Unreinigkeit bleibt an ihm. (3. Mose 15.31)

'Ausgerottet werden' bedeutet, mit dem Tode bestraft werden, vulgo 'ermordet werden'.

Strenge Sitten also beim heiligen, auserwählten Volk und seinem exklusiven, allgütigen, allbarmherzigen HERRN, ups, hab' ich da nicht eben was velwechsert ...[[zigarre]]

Gruß Vanitas


Edit: Zeichensetzung, Typos

Das ist übelste Polemiek und aus dem Kontext gerissen...

Reffke @, Dienstag, 26.07.2016, 23:09 vor 3501 Tagen @ Mephistopheles 2400 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.07.2016, 20:09

Wo has(s0t du das denn aufgegabelt? [[euklid]]
Mal als Beispiel, weil es so deutlich ist:
Zitat Mephistopheles:
Sollten die Jünger in eine Stadt kommen, die sie nicht aufnehmen will, sollten die Jünger nicht etwa die Bewohner mit Argumenten, guten Taten oder eindrücklichen Argumenten überzeugen. Nein, sie sollten der ganzen Stadt mit Tod und Untergang drohen und sie beschimpfen (Lk 10,11): "Auch den Staub aus eurer Stadt, der sich an unsre Füße gehängt hat, schütteln wir ab auf euch. Doch sollt ihr wissen: das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Ich sage euch: Es wird Sodom erträglicher ergehen an jenem Tage als dieser Stadt.

Hier das Original im Kontext:
Lukas - Kapitel 10

1 Danach wählte der Herr siebzig andere Jünger aus und schickte sie zu zweit voraus in alle Städte und Dörfer, die er später selbst aufsuchen wollte. (Markus 6.7) 2 Er sagte zu ihnen: "Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet deshalb den Herrn der Ernte, mehr Arbeiter auf seine Felder zu schicken. (Matthäus 9.37-38) (Johannes 4.35) 3 Geht! Ich sende euch wie Lämmer unter Wölfe. 4 Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Sandalen. Und haltet euch unterwegs nicht auf, um Leute zu begrüßen. (2. Könige 4.29) (Lukas 9.3-5) 5 Wenn ihr in ein Haus kommt, sagt zuerst: 'Friede sei mit diesem Haus!' (Johannes 20.19) 6 Wenn dort jemand bereit ist, den Frieden zu empfangen, wird euer Friede auf ihm ruhen, andernfalls wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was sie euch vorsetzen; denn wer arbeitet, hat Anspruch auf Lohn. Geht aber nicht von Haus zu Haus! (2. Mose 24.1) 8 Wenn ihr in eine Stadt kommt und sie euch dort aufnehmen, dann esst, was man euch anbietet, 9 heilt die Kranken, die da sind, und sagt den Leuten: 'Jetzt beginnt Gottes Herrschaft bei euch!' 10 Wenn ihr in eine Stadt kommt, wo euch niemand aufnehmen will, dann geht durch ihre Straßen und sagt: 11 'Selbst den Staub eurer Stadt schütteln wir von unseren Füßen, damit ihr gewarnt seid. Doch das eine sollt ihr wissen: Gottes Herrschaft bricht an.' 12 Ich sage euch, es wird Sodom am Tag des Gerichts erträglicher ergehen, als solch einer Stadt. 13 Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die unter euch geschehen sind, sie hätten längst ihre Einstellung geändert, einen Trauersack angezogen und sich Asche auf den Kopf gestreut. 14 Doch Tyrus und Sidon wird es im Gericht erträglicher ergehen als euch. 15 Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst zum Himmel erhoben werden? In die Hölle musst du hinunter. 16 Wer auf euch hört, hört auf mich; und wer euch ablehnt, lehnt mich ab. Doch wer mich ablehnt, lehnt auch den ab, der mich gesandt hat." (Matthäus 10.40) (Johannes 5.23) 17 Die Siebzig kehrten voller Freude zurück. "Herr", sagten sie, "selbst die Dämonen müssen uns gehorchen, wenn wir sie in deinem Namen ansprechen!" 18 Jesus sagte ihnen: "Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. (Johannes 12.31) (Offenbarung 12.8-9) 19 Ja, ich habe euch Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zunichte zu machen. Nichts wird euch schaden können. (Psalm 91.13) (Markus 16.18) 20 Aber nicht darüber sollt ihr euch freuen, dass euch die Geister gehorchen. Freut euch viel mehr, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind." (2. Mose 32.32) (Jesaja 4.3) (Philipper 4.3) (Offenbarung 3.5) 21 In derselben Stunde wurde Jesus von der Freude des Heiligen Geistes erfüllt und rief: "Vater, du Herr über Himmel und Erde, ich preise dich, dass du das alles den Klugen und Gelehrten verborgen, aber den Unmündigen offenbar gemacht hast. Ja, Vater, so hast du es gewollt." (1. Korinther 2.7) 22 Dann sagte er: "Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden. Niemand außer dem Vater kennt den Sohn wirklich, und niemand kennt den Vater, außer dem Sohn und denen, welchen der Sohn es offenbaren will." 23 Zu seinen Jüngern sagte Jesus dann: "Glücklich zu preisen sind die, die sehen, was ihr seht. (Matthäus 13.16-17) 24 Denn ich sage euch: Viele Könige und Propheten hätten gern gesehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen; gern hätten sie gehört, was ihr hört, doch sie haben es nicht gehört." (1. Petrus 1.10) 25 Ein Gesetzeslehrer wollte Jesus auf die Probe stellen. "Rabbi", fragte er, "was muss ich getan haben, um das ewige Leben zu bekommen?" (Lukas 18.18-20) 26 Jesus fragte zurück: "Was steht denn im Gesetz? Was liest du dort?" 27 Er erwiderte: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit all deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand. Und deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst." 28 "Du hast richtig geantwortet", sagte Jesus. "Tu das, dann wirst du leben!" (3. Mose 18.5) (Matthäus 19.17) 29 Doch der Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen. Deshalb fragte er Jesus: "Und wer ist mein Nächster"? 30 Jesus nahm die Frage auf und erzählte die folgende Geschichte: "Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinunter. Unterwegs wurde er von Räubern überfallen. Sie nahmen ihm alles weg, schlugen ihn zusammen und ließen ihn halbtot liegen. 31 Zufällig ging ein Priester den gleichen Weg hinunter. Er sah den Mann liegen und machte einen Bogen um ihn. 32 Genauso verhielt sich ein Levit. Auch er machte einen großen Bogen um den Überfallenen. 33 Schließlich näherte sich ein Samaritaner. Als er den Mann sah, empfand er tiefes Mitleid. 34 Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann setzte er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn in ein Gasthaus und versorgte ihn dort. 35 Am nächsten Morgen zog er zwei Denare aus seinem Geldbeutel, gab sie dem Wirt und sagte: 'Kümmere dich um ihn! Wenn du noch mehr brauchst, will ich es dir bezahlen, wenn ich zurückkomme.' - 36 Was meinst du?", fragte Jesus den Gesetzeslehrer. "Wer von den dreien hat als Nächster an dem Überfallenen gehandelt?" 37 "Der, der barmherzig war und ihm geholfen hat", erwiderte er. "Dann geh und mach es genauso!", sagte Jesus.
http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/lukas/10/#1

Denk mal drüber nach: dieses dämliche "Christenbashing" ist hier völlig deplatziert!
Ohne diese Nächstenliebe gäbe es keine Hospizes, Kranken-, Waisen-, Alten-, Irren-, Kinder-und Pflegeheime, keine Unfallhilfe, keine Caritas ... usw. usf.
Viel davon ist inzwischen ==> säkularisiert und dadurch fast unbezahlbar, weil ganze Heerscharen von Nonnen und Diakonissen eben nicht mehr da sind, und für einen "Apfel und ein Ei" Tag und Nacht rackern... [[zwinker]]

MfG, Reffke

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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Buchstaben vs. Botschaft

nvf33 @, Mittwoch, 27.07.2016, 12:00 vor 3500 Tagen @ Mephistopheles 2009 Views

Das wär ja praktisch, wenn eine Religion bloß aus Buchstaben bestünde, die rezepthaft zu befolgen selig machte. Es gibt diese Variante in jeder Religion, in manchen mehr als in anderen, aber sie ist immer falsch. Die Neigung zur Buchstabengläubigkeit verschwistert sich gern mit dem Hang zu Macht und Kontrolle, sowie auch mit der Betonung, selbst nicht verantwortlich zu sein. Das Christentum kommt bei den Buchstabenphilistern öfter schlecht weg, denn wer Göttlichkeit als absolute Macht empfinden mag, kann die Ambivalenz des irdisch nahbaren Gottesgesandten Jesus nicht leicht verdauen.
Sicherheit auf Erden gibt es nur zum Preise der Selbstverstümmelung (z.B. durch gewaltsame Beseitigung abweichender Ansichten bei sich und anderen) - oder in aufrichtiger Hingabe an die göttliche Schöpferkraft, und dort am ehesten durch eine persönliche Beziehung zum Göttlichen.

Die Frage ist, wie man sich zu dem verhält, das geistig und manchmal physisch über einem steht. Es erfordert Mut und Vertrauen, dem Übergeordneten gute Absichten zu unterstellen. Mut vor allem deshalb, weil man in diesem Perspektivwechsel schnell erkennt, dass man selbst eine wesentliche Irrtumsquelle sein kann, und daher ein niedriger Rang womöglich berechtigt ist. Wer diesen eigenen Rang nicht anerkennen mag, wird den Fehler nicht bei sich suchen, sondern anderswo, oder ganz schlicht behaupten: "Jenseits meines eigenen Horizontes gibt es nichts Wesentliches."

Für eine wohlmeinende Führung ist es unmöglich, die Beschränktheit eines Horizontes von Innen heraus plausibel zu machen oder zu "beweisen", z.B. mit eindeutigen Buchstaben. Einem Narren kann niemand beweisen, dass er ein Narr ist. Wer das versucht, zeigt sich damit womöglich selbst als einer.

Das, was Mephistopheles also als finstere Unterwerfungsforderungen aus den alten Schriften heraussortiert hat, stimmt eben doch kristallklar, wenn man eine wohlmeinende Absicht dahinter akzeptiert. Horizonterweiterung ist eine Sache der freien Willenskraft, zu der einen niemand, nicht mal Gott, zwingen kann. Keine noch so große Katastrophe ändert den Charakter der Menschen, wenn sie es nicht selbst zumindest irgendwie wollen.
Die göttliche Gnade liegt darin, dass die Aufwärtsentwicklung so absurd einfach ist - wenn man bereit ist, die eigene Stellung wach wie ein Kind in Frage zu stellen. Es verbrennen nur die Illusionen in der Hingabe. Darin liegt eine der tieferen Botschaften der Bibelbuchstaben, genauso frei zugänglich wie logisch verweigerbar.

Frohes Wachstum wünscht
nvf33

LOL - humanitäre Segnungen

Zarathustra, Mittwoch, 27.07.2016, 13:57 vor 3500 Tagen @ Reffke 2086 Views


Denk mal drüber nach: dieses dämliche "Christenbashing" ist hier völlig
deplatziert!
Ohne diese Nächstenliebe gäbe es keine Hospizes, Kranken-, Waisen-,
Alten-, Irren-, Kinder-und Pflegeheime, keine Unfallhilfe, keine Caritas
... usw. usf.

– Hiermit bin ich am Schluß und spreche mein Urtheil. Ich verurtheile das Christenthum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je ein Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Corruptionen, sie hat den Willen zur letzten auch nur möglichen Corruption gehabt. Die christliche Kirche ließ Nichts mit ihrer Verderbniß unberührt, sie hat aus jedem Werth einen Unwerth, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht. Man wage es noch, mir von ihren »humanitären« Segnungen zu reden! Irgend einen Nothstand abschaffen gieng wider ihre tiefste Nützlichkeit: sie lebte von Nothständen, sie schuf Nothstände, um sich zu verewigen... Der Wurm der Sünde zum Beispiel: mit diesem Nothstande hat erst die Kirche die Menschheit bereichert! – Die »Gleichheit der Seelen vor Gott«, diese Falschheit, dieser Vorwand für die rancune aller Niedriggesinnten, dieser Sprengstoff von Begriff, der endlich Revolution, moderne Idee und Niedergangs-Princip der ganzen Gesellschafts-Ordnung geworden ist, – ist christlicher Dynamit... »Humanitäre« Segnungen des Christenthums! Aus der humanitas einen Selbst-Widerspruch, eine Kunst der Selbstschändung, einen Willen zur Lüge um jeden Preis, einen Widerwillen, eine Verachtung aller guten und rechtschaffnen Instinkte herauszuzüchten! Das wären mir Segnungen des Christenthums! – Der Parasitismus als einzige Praxis der Kirche; mit ihrem Bleichsuchts-, ihrem »Heiligkeits«-Ideale jedes Blut, jede Liebe, jede Hoffnung zum Leben austrinkend: das Jenseits als Wille zur Verneinung jeder Realität; das Kreuz als Erkennungszeichen für die unterirdischste Verschwörung, die es je gegeben hat, – gegen Gesundheit, Schönheit, Wohlgerathenheit, Tapferkeit, Geist, Güte der Seele, gegen das Leben selbst ...

Diese ewige Anklage des Christenthums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände giebt, – ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen... Ich heiße das Christenthum den Einen großen Fluch, die Eine große innerlichste Verdorbenheit, den Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, – ich heiße es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit ...

Das ist einfältig und billig

Reffke @, Donnerstag, 28.07.2016, 13:29 vor 3499 Tagen @ Zarathustra 1949 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.07.2016, 14:15

Hallo Zara,
Den Meister N. per c/p kann ich auch, aber wenn es Einem mal so richtig dreckig geht, und man hat Garnix mehr, was dann... [[hae]]
Die säkularisierte "Nächstenliebe" ist leider teuer, zu teuer für die Allermeisten.
Du erinnerst mich an Kirmesbesucher die bei der Frittenbude über die gelagerten Kartoffeln hinter der Frittenbude urinieren, und die Kartoffeln bald darauf selber essen... [[zwinker]]

Das Christentum ist doch nicht das institutionalisierte Kirchentum!

Es sind das ethische Koordinatensystem mit allen Stärken und Schwächen.
Kein Wunder, daß sich N. so geäußert hat. Jeder gebildete Mensch versteht das doch und kann das relativieren.
Nur Pennäler dachten schon immer Oberlehrer damit schockieren zu können [[lach]]

Informiere dich doch bitte über sein Ende, und wer ihm da geholfen hat, als er es selbst nicht mehr weiter konnte...
http://www.friedrichnietzsche.de/?REM_sessid=&action=21&nkat=Siechthum&next...

Übrigens viel interessanter ist eine revolutionäre Wirkung der christlich-jüdischen Prägung, man nennt das Ethik:
nämlich das Gewissen [[zwinker]]
Literaturhinweis:
Warum Auschwitz? Hitlers Plan und die Ratlosigkeit der Nachwelt
Überrascht?
Ja, das ist auch von ihm!
Also nicht "denkfaul" per c/p, sondern selber (weiter-)denken:
Da hängt der Hammer!
Falls du etwa "lese-faul" bist, hier eine exzellente Rezension:
Reginald Grünenberg, "Odium ethicae", Zur Anthropologie des Bösen
Rezensionsessay zu Gunnar Heinsohns Warum Auschwitz? Hitlers Plan und die
Ratlosigkeit der Nachwelt (1995)

...oder einfach ganz bequem, bitte sehr: kurz und knapp, im "Freiburger Rundbrief", Jahrgang 4/1997 Seite 130!

Viel Spaß beim Lesen und Denken! [[top]]

MfG, Reffke

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Reingefallen

Zarathustra, Donnerstag, 28.07.2016, 17:57 vor 3499 Tagen @ Reffke 1975 Views

bearbeitet von Zarathustra, Donnerstag, 28.07.2016, 18:14

Hallo Zara,
Den Meister N. per c/p kann ich auch, aber wenn es Einem mal so richtig
dreckig geht, und man hat Garnix mehr, was dann... [[hae]]

Was dann? Dann hilft dir die Kirche, die Hamas, die Mafia etc.


Informiere dich doch bitte über sein Ende, und wer ihm da geholfen hat,
als er es selbst nicht mehr weiter konnte...

Eben, Notstände per organisierter Gewalt schaffen all diese Tribut-Institutionen (Zerschlagung der Gemeinschaften bis in die hintersten Winkel auf dem Planeten), und dann bleibt unter Umständen niemand anderes mehr übrig, der Dir im Notfall hilft. Und Du fällst (nebst dem Mainstream) auf diesen perfiden Trick rein. Schade.

Grüsse, Zara

Tunnelblick

Reffke @, Donnerstag, 28.07.2016, 18:42 vor 3499 Tagen @ Zarathustra 1958 Views

Hallo Zara,
Mach es dir nicht schwer.
Du verrennst dich.
Ja, die Sippe, die Großfamilie, die hilft, die rettet, stimmt soweit.
Aber seit Landflucht samt Überbevölkerung ==> verelenden bekanntlich Menschen!
Das hat Charlie Marx genial erkannt [[zwinker]]
Dazu braucht es keine Industrie, sondern das geht bei der Asiatischen Produktionsweise auch so.
Hat aber mit christlicher Etik ganz viel zu tun, weil die ALLEN helfen und ALLE am Leben erhalten.
Das ist der Kern des Problems!
Merkst du was?
... [[zwinker]]

Lies mal das Buch von Heinsohn über Auschwitz!
MfG, Reffke

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Der Kern des Problems ist die Institution (Kirche und Staat) aka die Organisierte Gewalt und deren Cheerleader (oT)

Zarathustra, Donnerstag, 28.07.2016, 18:54 vor 3499 Tagen @ Reffke 1717 Views

- kein Text -

Das ist pure Ideologie, wie gesagt: Tunnelblick.

Reffke @, Donnerstag, 28.07.2016, 18:57 vor 3499 Tagen @ Zarathustra 1764 Views

Aber glaub nur fest dran! [[lach]]

MfG, Reffke

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Nein, Historie vs. Aberglaube (oT)

Zarathustra, Donnerstag, 28.07.2016, 19:01 vor 3499 Tagen @ Reffke 1698 Views

- kein Text -

Danke. Mir reicht schon dieser Kommentar

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 28.07.2016, 19:09 vor 3499 Tagen @ Reffke 1924 Views

Lies mal das Buch von Heinsohn über Auschwitz!
MfG, Reffke

keine Erklärung der Frage

dann kann man sich wohl den Rest sparen.

Zeit ist kostbar.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Wenn Wiki-Wissen und Amazon-Kommentare reichen, warum dann selber lesen und denken? ^^ (oT)

Reffke @, Donnerstag, 28.07.2016, 19:23 vor 3499 Tagen @ Mephistopheles 1686 Views

- kein Text -

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