Schönes Beispiel für Digitale Depression
Vielleicht hat der eine oder andere vernommen, dass Unilever das Start-Up Dollar Shaving Club für eine Mrd. USD übernommen hat.
Hier wird genau erklärt, um was es geht:
https://stratechery.com/2016/dollar-shave-club-and-the-disruption-of-everything/
Deren Geschäftsidee war, dass die Kunden statt monatlich 19 USD für Rasierklingen auszugeben, diese im Abo für einen Bruchteil dessen monatlich zugeschickt bekommen. Gegründet 2011 haben sie heute einen Marktanteil nach Einheiten von 15 Prozent.
Wie in dem Artikel gezeigt wird, war das erst durch AWS (Amazon), Youtube und Facebook möglich; der Fachausdruck in den kalifornischen Gründerkreisen dafür ist "disruption".
Das bedeutet, diese 15% Marktanteil generieren auch nur einen Bruchteil des BSP (weniger Produktion, weniger Distribution und Verkehr, weniger Retail, weniger Werbung, weniger Finanzierung) für die gleiche Leistung, nämlich täglich ein glattes Kinn zu haben.
Wer das nicht erkennt und nur das Wachstum oder das fehlende betrachtet, meint natürlich, die böse Depression habe zugeschlagen und demnächst folgt der Weltuntergang.