Banker persönlich haftbar machen?

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 16.07.2016, 22:46 vor 3514 Tagen 2841 Views

Ein Artikel aus der gegenfrage macht mich nachdenklich:

http://www.gegenfrage.com/papiergeld/

Interessante Aspekte, die ich aus der Geschichte so nicht kannte.

Dem Banker, dem man nachweist, dass er an einer Finanzmisere schuld ist, - einfach die Todesstrafe aufdrücken. Einziehung seines gesamten Vermögens, damit der Volksschaden gemindert wird.

Irgendwie verlockende Ideen. Keine Subventionierung durch irgendwelche Regierungen mit Steuergeldern. Jeder Geschäftsmann muss für sein Risiko haften. Wäre nur recht und billig, wenn das bei den Banken genauso wäre.

Wie schon Voltaire festgestellt hat:
Zitat:
„Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null.“

Palmstruch-Noten

dottore @, Sonntag, 17.07.2016, 09:49 vor 3514 Tagen @ helmut-1 2584 Views

Hi,

http://www.gegenfrage.com/papiergeld/

Die meisten Palmstruch-Noten liegen übrigens im Museo Correr in Venedig. Ich konnte mal eine bei denen eintauschen. Der Palmstruch war ein genialer Hund und nach ihm kam mit John Law gleich das nächste Genie.

Heute dagegen haben wir nur so öde Kerle wie den Draghi, dem außer "Nullzins" auch nix einfällt.

Grüße und frohen Sonntag wünschend - d.

„Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück
– Null.“

Ist zwar nicht meine Spielwiese, aber

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 17.07.2016, 11:57 vor 3514 Tagen @ dottore 1708 Views

trotzdem beschäftigt mich die Frage:

Kann man diese Zustände von damals mit den heutigen vergleichen?

Wenn ich mir die Situation der Deutschen Bank ansehe, und auch die der City-Group, dann frage ich mich, was passiert, wenn einer der beiden fällt. Denke mir, wenn eine fällt, dann fällt auch die andere. Was passiert dann?

In diese Situation haben sie sich nur selbst reingeritten, nur sie selbst als Bank haben das zu verantworten. Geldpolitik mit Seifenblasen zu machen, das war das Hauptproblem in Schweden damals. Mag sein, dass man das nicht mit der heutigen Situation vergleichen kann, aber sind diese Batch-fonds und der ganze Mist, von dem ich ohnehin nichts verstehe, nicht genauso etwas wie Seifenblasen?

Warum braucht man denn die sog. Bad-Banks? Gibt es überhaupt jemanden, der für einen Milliardenverlust zur Rechenschaft gezogen wird? Oder ist das bereits im Regierunsgprogramm festgelegt, dass "im Interesse des Gemeinwohls" dann derlei Verluste vom Steuerzahler getragen werden?

Bzgl. deiner letzten Frage kann ich dich beruhigen

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 17.07.2016, 12:29 vor 3514 Tagen @ helmut-1 1654 Views

Warum braucht man denn die sog. Bad-Banks? Gibt es überhaupt jemanden,
der für einen Milliardenverlust zur Rechenschaft gezogen wird? Oder ist
das bereits im Regierunsgprogramm festgelegt, dass "im Interesse des
Gemeinwohls" dann derlei Verluste vom Steuerzahler getragen werden?

Der Steuerzahler tägt nix. Schon aus dem einfachen Grunde, weil die Steuern nicht einmal für die laufenden Ausgaben ausreichen.

Auch bzgl.der Rechenschaft kann ich dich beruhigen, einfach aus dem Grunde, weil die Verluste reine Fiktion sind. Wer hat denn da was verloren?
Folglich wird niemand zur Rechenschaft gezogen für etwas, was es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Da sind schon genug, die verloren haben

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 17.07.2016, 14:44 vor 3514 Tagen @ Mephistopheles 1466 Views

Auch bzgl.der Rechenschaft kann ich dich beruhigen, einfach aus dem
Grunde, weil die Verluste reine Fiktion sind. Wer hat denn da was
verloren?

Das würde bedeuten, dass der Spaß mit den Lehmann-Brothers im Herbst 2008 reine Fiktion war, einschl. der Folgen für die Weltwirtschaft.

Folglich wird niemand zur Rechenschaft gezogen für etwas, was es in
Wirklichkeit gar nicht gibt.

Ich geh mal nur von Rumänien aus. Im Bau waren die Jahre vor 2008 die besten überhaupt in Rumänien. Danach gings nur mehr abwärts. Das hat sich auch jetzt noch nicht geändert, - es ist noch keine Umkehrreaktion festzustellen. Wir sind in einer Kleinstadt von 50 T E eine der 5 Baufirmen, die noch arbeiten, während die anderen (vorher insgesamt 20 ) alle den Jordan hinunter sind.

Ich kann Dir versichern, das gibts wirklich. Nur derjenige, der irgendwelche Nischen im Bereich Dienstleistung oder Produktion erkannt hat, der kann bestehen. Wäre alles so geblieben, wie vor 2008, dann würde man heute kaum rumänische Erntehelfer in Deutschland finden, - die würden alle im Land gebraucht und hier gut verdienen.


Gruß Mephistopheles

Gruß - Helmut

Kapitalismus

Rybezahl, Sonntag, 17.07.2016, 23:40 vor 3513 Tagen @ helmut-1 1291 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 17.07.2016, 23:52

Hallo helmut-1!

Mein Senf dazu:

Kann man diese Zustände von damals mit den heutigen vergleichen?

Welche Zustände? Das Prinzip "Kapitalismus" hat sich in seinen Fundamenten nicht verändert.

Wenn ich mir die Situation der Deutschen Bank ansehe, und auch die der
City-Group, dann frage ich mich, was passiert, wenn einer der beiden
fällt. Denke mir, wenn eine fällt, dann fällt auch die andere. Was
passiert dann?

Was genau passiert weiß ich nicht, aber man kann es sich vielleicht wie einen Heißluftballon vorstellen, der ein Loch hat (Anschauliches Beispiel). Oder stell dir die historische Wohlstandsmehrung einfach umgekehrt vor. Vielleicht platzt der Ballon aber auch oder die umgekehrte Entwicklung in hundertfacher Geschwindigkeit müsste vorgestellt werden.

In diese Situation haben sie sich nur selbst reingeritten, nur sie selbst
als Bank haben das zu verantworten. Geldpolitik mit Seifenblasen zu machen,
das war das Hauptproblem in Schweden damals. Mag sein, dass man das nicht
mit der heutigen Situation vergleichen kann, aber sind diese Batch-fonds
und der ganze Mist, von dem ich ohnehin nichts verstehe, nicht genauso
etwas wie Seifenblasen?

Wir haben es mit einer unendlichen Aufschuldung zu tun. Alles, was sie machen, ist das Spiel zu spielen. Natürlich sind sie dabei geldgeil und wollen möglichst große Gewinne machen. Kapitalismus Modell "Schwäbisch" ist was für Spießer. [[freude]]
Und weil der Staat unabänderlich mit dem Kapitalismus verbändelt ist, deshalb ist es nur konsequent, wenn der Staat (= Bürger) die "systemrelevanten Banken" aufkauft, um sich damit eigentlich & letztlich nur selbst zu retten.

Gruß vom
Rybezahl.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Danke für den Senf

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 18.07.2016, 05:40 vor 3513 Tagen @ Rybezahl 1150 Views

Hallo helmut-1!

Hallo Rybezahl

Kapitalismus Modell "Schwäbisch" ist was für Spießer.

[[freude]]

Mag sein, aber wesentlich gesünder. Sollte mein Sohn tatsächlich später die Baufirma hier übernehmen, so wird er überwiegend alte Geräte und Maschinen vorfinden, die aber alle in einwandfreiem Zustand und gebrauchsfähig sind. Mit Hilfe dieser Geräte und Maschinen, die alle bezahlt sind, kann er darauf hinarbeiten, das eine oder andere Gerät vom erzielten Gewinn zu ersetzen und neu anzuschaffen. Bezahlung in bar, oder mit Lieferantenkredit.

Er wird niemals in einen Abzahlungsvertrag mit der Bank eingehen, - egal ob es Leasing oder ein traditioneller Kreditvertrag ist. Aber er wird ruhig schlafen.

Wobei er auch die selbe Erfahrung wie ich machen wird, dass es besser ist, die alten Geräte in Funktion zu erhalten, - weil die neuen Geräte meistens nicht mehr die Qualitätsstufe und Lebensdauer aufweisen wie die alten.


Gruß vom
Rybezahl.

Gruß zurück - Helmut

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