Kuka als eine Perle zu nennen ist etwas übertrieben
Hallo zusammen
Ich arbeite in meiner Firma seit 15 Jahren als Programmierer mit Industrierobotern, auch von Kuka.
An der Überschrift vom Hauptthema sieht man bereits, dass die Masse der Menschen von der Robotik im Allgemeinen und von Industrierobotern im Speziellen keine Ahnung hat.
Dass Roboter innerhalb der nächsten Jahre weitergehende Arbeiten übernehmen können, halte ich für Märchen. Die ganze Programmierung und Sensorik ist extrem komplex und mit konventioneller Software kaum zu vergleichen. Alleine der Sicherheitsaspekt in der direkten Zusammenarbeit mit dem Menschen ist meiner Meinung nach noch nicht realisierbar. Die paar Projekte, die es dazu gibt, sind Einzelfälle. In der Regel sind alle Industrieroboter immer noch in einem Schutzzaun und die Materialzuführung und -entnahme geschieht durch spezielle Schnittstellen, die teilweise stark abgesichert sind. In diesem Jahr erst gab es bei VW einen Unfall mit Todesfolge in einer Roboterzelle.
Zu Kuka: Das ist eine normale Maschinenbaufirma, die genauso gut oder schlecht ist wie viele andere auch. Die Steuerung basiert auf einem Intel-PC mit Windows BS; bis vor ein paar Jahren wurde noch Windows 95 (!) eingesetzt, wo alles bereits auf XP lief, sie haben jetzt zumindest Windows7. Die Kuka-Roboter sind genauso gut oder schlecht wie andere Hersteller wie ABB, Fanuc etc. Warum wohl hat nie eine andere Firma versucht, Kuka zu kaufen wie Siemens? Kuka ist halt der einzige, der börsennotiert ist, deshalb ist das Medienecho viel größer. Alle anderen Roboterhersteller gehören zu großen Konzernen.