AfD zum Demografischen Wandel, Ursachen und Lösung (mL)

Leserzuschrift @, Freitag, 08.07.2016, 16:43 vor 3518 Tagen 3612 Views

Wie der Staat unsere Gesellschaft an den Rande des Zusammenbruchs gebracht hat und wie man das Ruder noch herumreißen kann. Eine sehr gute Ursache-Wirkung-Analyse und vernünftigen Vorschlägen wie die Alterspyramide wieder auf ein solides Fundament gestellt werden kann.

https://www.youtube.com/watch?v=t2acdS2_2O4


Gruß
Faunus

Die Alterpyramide ist so einfach nicht ausgleichbar. Die Alternative lautet: Schrumpfung oder Ausgleich durch Immigration

BerndBorchert @, Sonntag, 10.07.2016, 13:28 vor 3516 Tagen @ Leserzuschrift 2437 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 10.07.2016, 13:58

[image]

Die Vortragende macht ja einen guten Eindruck. Mit solchen Leuten kann die AfD mittelfristig erfolgreich sein. Allerdings reichen auch ihre 3 Kinder (laut Wikipedia) nicht, um die Alterspyramide auszugleichen.

Die Beule bei den jetzt 50 jährigen wird sich noch nach oben in den Rentnerbereich schieben. Die ist durch "eigene Kräfte" unten nicht ausgleichbar, auch nicht mit 3 Kindern pro Frau. Deutschland (und Europa) muss sich entscheiden: Immigration oder Schrumpfung.

Warum nicht Schrumpfung? das ist verantwortlich, auch in ökologischer Hinsicht: Deutschland ist schon lange ein roter Fleck auf der Bevölkerungsdichte-Weltkarte.

In ökonomischer Hinsicht wird allerdings die oben sichtbare "Beule" das Rentner-Problem, das wir heute schon haben, noch wesentlich verstärken, nämlich doppelt: sie fallen als Zahler von hohen Beiträgen weg, und müssen dann alimentiert werden. Nach meinem Stand gibt es jetzt schon 27 Millionen Rentner/Pensionäre, die zu alimentieren sind.

Bernd Borchert

Ist der Kollaps nicht unausweichlich?

Ankawor, Sonntag, 10.07.2016, 13:59 vor 3516 Tagen @ BerndBorchert 2282 Views

Zahlreiche Experten haben inzwischen schlüssig dargelegt, dass die Mehrzahl der Einwanderer dauerhaft alimentiert werden muss. Diese Mehrzahl verbreitert somit die Beule in der Grafik. Nur ein geringer Anteil trägt dazu bei, den dünnen Stamm an der Basis etwas zu verdicken.

Auf jeden Fall wird damit die Relation zwischen Einzahlern und Empfängern noch verschlechtert. Ohne Einwanderung wäre es also besser, aber nicht gut.

Die zweite Möglichkeit, die Schrumpfung, führt, nach allem was ich hier gelernt habe, auch in die Katastrophe. Unser Wirtschaftssystem ist auf Wachstum ausgelegt, nicht auf Schrumpfung. Was Schrumpfung bewirkt, kann man bereits heute auf dem Lande sehen, insbesondere in Ostdeutschland.

Es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit, die bleibt: 40 Jahre warten, bis die Beule von heute 50 Jahren auf 90 Jahre nach oben gewandert ist, bzw. in die ewigen Jagdgründe. Anschließend dürften die Relationen wieder einigermaßen verkraftbar sein. Diese 40 Jahre müssten durch Aufnahme von Schulden bzw. Tag- und Nachtbetrieb der Druckerpressen bei der EZB überbrückt werden.

Die Bevölkerungspyramide inkl. Wirtschaftwunderbeule lässt einen schon auf die Idee kommen, dass Immigration die einzige Lösung ist

BerndBorchert @, Sonntag, 10.07.2016, 15:41 vor 3516 Tagen @ Ankawor 2448 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 10.07.2016, 20:08

insbesondere weil in Afrika und im muslimischen Raum das umgekehrte Problem besteht: viel zu viele junge Leute.

Du und ich sind uns aber einig: Auf die Idee zu kommen, die Immigration löst diese 2 konträren Probleme (zu viele alte Leute hier, zu viele junge Leute dort) auf einmal, ist eine Milchmädchenrechnung par excellence: die Immigranten (zu 85% ungebildet und unausgebildet), die jetzt gekommen sind, vergrößern das Rentner/Alimentierungs-Problem nur noch - nicht nur jetzt und die nächsten Jahre, sondern auch noch die nächsten Jahrzehnte.

Meine Schätzung: von denen, die da jetzt gekommen sind, werden auf die nächsten 10 Jahre 40 % vollständige Alimente-Netto-Empfänger sein, 40 % werden zwar zeitweise Jobs finden, aber insgesamt Netto-Empfänger bleiben, 15 % werden so gerade plusminus sein (als Busfahrer, Bauarbeiter, Krankenschwester), und vielleicht 5 % werden als Facharbeiter, Ingenieure, Programmierer, Ärzte etc. signifikante Netto-Beiträge zahlen.

Diese Immigration von unausgebildeten und teilweise arbeits-abgeneigten Massen bringt also gar nichts.

Ganz abgesehen davon, dass die Immigranten, vor allem in dieser Masse, unsere Identität zerstören.

Bernd Borchert

Wie viele Billionen Euro sollten denn deiner Meinung nach die Immigranten dann mitbringen? (oT)

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 10.07.2016, 15:49 vor 3516 Tagen @ BerndBorchert 2028 Views

- kein Text -

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ich versteh die Frage nicht. Die Immigranten lösen unser demographisches Problem nicht, sondern sie vergrößern es nur noch

BerndBorchert @, Sonntag, 10.07.2016, 16:03 vor 3516 Tagen @ Mephistopheles 2163 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 10.07.2016, 17:14

Wenn sie etwas mitbringen werden, dann wird es ja wohl kein Geld sein. Das meinst Du ja nicht im Ernst.

Es geht ja höchstens ihre Ausbildung/Intelligenz/Leistungsfähigkeit. Aber um die interessanten 5% der jungen Leute dort hierhin zu bekommen, gibt es zwei Probleme:
1. Konkurrenz: Diese Leute werden allein wegen der Sprache eher auf die Idee kommen, nach Frankreich oder USA zu gehen.
2. brain drain. Gerade diese Leute könnten in ihrem Land für wirtschaftliche Entwicklung sorgen. Sie anzulocken, ist fast so unfair, wie die Bodenschätze dort auszubeuten.

Bernd Borchert

Hier kannst du dir das Grauen in einer bewegten Grafik ansehen

Ankawor, Sonntag, 10.07.2016, 17:16 vor 3516 Tagen @ BerndBorchert 2400 Views

Das Statistische Bundesamt war so freundlich, seine Prognosen in einer bewegten Grafik darzustellen, wobei man mehrere Faktoren einstellen kann.

https://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide/

Unter anderem kann man eine schwächere Zuwanderung (100.000 pro Jahr) und eine stärkere Zuwanderung (200.000 pro Jahr) einstellen. (Die Realität hat die Statistiker wohl noch nicht eingeholt.)

Und die Zuwanderer werden in der bewegten Grafik nicht als Leistungsempfänger der „Beule“ zugeschlagen, sondern erwecken in ihrer jeweiligen Altersgruppe den Eindruck, dass sie dort als Einzahler einen Beitrag leisteten.

Es ist aber klar erkennbar, dass die Beule ein temporäres Problem ist. Die kritische Zeit ist um 2030 herum. Danach wird es jedoch nach und nach „besser“, da die „Beulenzugehörigen“ natürlich nicht alle mit 90 Jahren sterben, sondern viele auch früher.

Fazit eins: Einwanderer lindern das Problem nur dann, wenn über 50 % von ihnen zu Einzahlern werden. Da dies illusorisch ist, verschärfen sie das Problem auf jeden Fall mit katastrophalen Folgen.

Fazit zwei: Würde aufgrund von Fazit eins die Einwanderung gestoppt, gäbe es eine beträchtliche Schrumpfung der Bevölkerungszahl mit den weiter oben bereits angedeuteten katastrophalen Folgen.

Genau, die reine Alterspyramide sagt nicht viel über die Fähigkeit zur Alimentierung der Rentner

BerndBorchert @, Sonntag, 10.07.2016, 17:54 vor 3516 Tagen @ Ankawor 2183 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 10.07.2016, 18:02

Auch wenn die jungen Jahrgänge durch eingewanderte Gering-/Garnichts-Verdiener ergänzt werden, lassen sich die Renten der Alten nicht finanzieren.

Im Moment 20 % über 65, 2035 30 %, um dann irgendwann bei 33 % zu konvergieren. Das hört an sich noch nicht so katastrophal an, aber selbst wenn der Kuchen gleich groß bleibt, dann kriegt jeder von den 30 % Rentnern 2035 ein Drittel weniger als die 20 % Rentner 2016. Und der Kuchen wird sogar kleiner.

Fazit eins: Einwanderer lindern das Problem nur dann, wenn über 50 % von
ihnen zu Einzahlern werden. Da dies illusorisch ist, verschärfen sie das
Problem auf jeden Fall mit katastrophalen Folgen.

Fazit zwei: Würde aufgrund von Fazit eins die Einwanderung gestoppt,
gäbe es eine beträchtliche Schrumpfung der Bevölkerungszahl mit den
weiter oben bereits angedeuteten katastrophalen Folgen.

Und um es nochmal klar zu sagen: Mit Einwanderung wird es eine noch größere Katastrophe, und zwar eine um so größere, je weniger qualitativ die Einwanderung ist.

Bernd Borchert

Danke - und meine Folgerung aus der Grafik

Geminus @, Hessen, Sonntag, 10.07.2016, 18:50 vor 3516 Tagen @ Ankawor 2055 Views

Danke, Ankawor, für diesen Hinweis.
Der animierten Grafik lässt sich entnehmen, dass derzeit ca. 61% zwischen 20 und 65 Jahre alt sind. Selbst im schlimmsten Fall sinkt das bis 2030 nicht wesentlich unter diesen Wert (er war in den 70ern schon mal weniger) und in den späteren Jahren dann auf etwa 54%.

Wo ist also nun das Riesenproblem? Mal angenommen (was in der Realität natürlich so nicht stattfinden wird), alle in diesem "erwerbsfähigen Alter" zahlten im bisherigen Umfang bzw. zu bisherigen Anteilen ein, dann würden auch künftig die Renten nicht wirklisch stark sinken müssen - und es fällt ja im übrigen auch ein erheblicher Aufwand für die unter 20jährigen weg - Schulen, Kindergärten etc. kosten schließlich auch was.

Das Problem liegt also keineswegs in der Altersstruktur, sondern darin, dass künftig immer weniger in die Sozialkassen eingezahlt wird.
Wäre die steigende Produktivität in steigende Löhne (und damit in steigende Nebenkosten) umgesetzt worden, dann würden unsere Sozialkassen in Geld schwimmen.
Ganz abgesehen davon, ob das wünschenswert wäre oder ob man den Leuten nicht mehr Eigenverantwortung zumutet - ihnen dann aber auch die Möglichkeiten dafür gibt/lässt ...

Kurzum: Ich halte die ganze Diskussion um die Altersstruktur für eine Ablenkung, mit der man die Ausblutung der Sozialkassen aus ganz anderen Gründen (z.B. durch versicherungsfremde Leistungen, massive Zuwanderung von Empfängern, Herausschleichen der Gutverdienenden und vor allem immer geringere Löhne) bemäntelt.

Edit: Dreckfuhler...

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wer nur einen Hammer hat, sieht überall nur Nägel

Welche katastrophalen Folgen?

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 10.07.2016, 18:52 vor 3516 Tagen @ Ankawor 2155 Views

Und die Zuwanderer werden in der bewegten Grafik nicht als
Leistungsempfänger der „Beule“ zugeschlagen, sondern erwecken in ihrer
jeweiligen Altersgruppe den Eindruck, dass sie dort als Einzahler einen
Beitrag leisteten.

Einzahler sind diejenigen, die sich verschulden, um Arbeitsplätze, Löhne und Steuern vorzufinanzieren und sonst niemand.

Fazit eins: Einwanderer lindern das Problem nur dann, wenn über 50 % von
ihnen zu Einzahlern werden. Da dies illusorisch ist, verschärfen sie das
Problem auf jeden Fall mit katastrophalen Folgen.

Nein, es hängt nicht an der Zahl der Einzahler, sondern an der Höhe ihrer Einzahlungen, konkret, wie viele Billionen sie mitbringen

Fazit zwei: Würde aufgrund von Fazit eins die Einwanderung gestoppt,
gäbe es eine beträchtliche Schrumpfung der Bevölkerungszahl mit den
weiter oben bereits angedeuteten katastrophalen Folgen.

Welche katastrophalen Folgen? In einem total übervölkerten Lande hat ein Schrumpfen der Bevölkerung höchstens positive Folgen.


Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Unlösbares Problem

SMK ⌂ @, Sonntag, 10.07.2016, 14:05 vor 3516 Tagen @ BerndBorchert 2497 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 10.07.2016, 14:24

Dieser Babyboomer-Bauch wird Deutschland in 10-15 Jahren finanziell das Genick brechen. Die Leute werden ja nicht nur Rente brauchen, sondern außerdem auch Kosten im Gesundheitssystem verursachen, die durch die Zahler nie und nimmer ausgeglichen werden können.

Unsere Sozialsysteme funktionieren momentan nur gerade eben so und das mit dem Babyboomer-Bauch in seinen produktivsten und somit melkbarsten Jahren. 2035 sollen dann 30 Mio (statt jetzt 40 Mio) Arbeitnehmer und Beitragszahler denselben Lebensstandard für dann 50 Mio Netto-Kostgänger + evtl. 10 Mio. "Flüchtlingen" erwirtschaften? So schnell kann die Produktivität nicht steigen und selbst wenn, warum sollten die Arbeitnehmer das kritiklos ertragen? Es gibt viele Länder mit intakten Bevölkerungspyramiden und keiner so hirnlosen Einwanderungspolitik, wie Deutschland sie betreibt.

Prognose: 2035 besteht Deutschland nur noch aus denjenigen, die entweder vom Sozialstaat leben wollen oder nicht gut genug ausgebildet sind, um Deutschland verlassen zu können. Der Lebensstandard wird aus heutiger Sicht zum relativ unteren Drittel in Europa gehören.

Ich rate seit Langem jedem in meinem Bekanntenkreis zur mittelfristigen Ausflaggung, insofern das den Einzelnen möglich ist. Der Staat wird massiv auf die Vermögen durchgreifen und Arbeit sowie bescheidener Luxus (Auto, Entertainmentelektronik, usw) wird ebenfalls brutalst besteuert werden. Natürlich wird der Staat trotzdem sein Leistungsangebot massivst zurückfahren müssen, am besten kann man es vielleicht mit der scheidenden DDR vergleichen: Jeder wird gleichmäßig arm sein.

Heinsohn rechnet: Wann geht es nicht mehr in Deutschland?

Ankawor, Dienstag, 12.07.2016, 22:52 vor 3514 Tagen @ Leserzuschrift 1932 Views

Zahlen für Deutschland:

40 Mio. Beschäftigte
27 Mio. zahlen netto Steuern
davon 12 Mio. Staatsdiener
bleiben 15 Mio., die den Karren ziehen

davon sind 8 Mio. unter 40 Jahren, die noch abhauen können
nach Kanada oder Australien.
Netto gehen davon 80.000 pro Jahr weg.

Wann sind nur noch so wenige hier, dass sie den Karren nicht mehr ziehen können?

https://www.youtube.com/watch?v=y0ZZf5AOFfQ

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