"Bahnhof" Stuttgart 21 jetzt bei mindestens 10 Mrd € lt. Bundesrechnungshof. (mL)

DT @, Mittwoch, 06.07.2016, 00:49 vor 3520 Tagen 4865 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.07.2016, 01:13

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-07/stuttgart-21-bundesrechnungshof-kosten-bis-zu-zeh...

Unfassbar. Bei der Volksabstimmung wäre der Ausstieg für 300 Mio zu haben gewesen, die Bahn hat "Ausstiegskosten" von 1.5 Mrd EUR erlogen, das waren nämlich die Einbußen, die sie hätte hinnehmen müssen als entgangene Planungskosten von 15-20% der Bausumme. Die dummen Schwaben haben dem Lügner Grube nachgeplappert: "Fertigbauen ist billiger als aussteigen" und gegen den damaligen Ausstieg gestimmt.

Die Gegner und verschiedene Gutachter haben schon immer gesagt, daß das Projekt mindestens 10 Mrd EUR kosten wird. Ein Bahnhof! 3x so teuer wie der Flughafen BER, 10x so teuer wie die Elbphilharmonie. Und das Land spart und spart und spart und die Straßen sehen aus wie in der DDR anno 88, gewellt und kaputt.

Jeder konnte sich das ausrechnen, bei über 50 km Tunnel im quellfähigen Gips, direkt auf Mineralwasserquellen. DAS sollte für Anfangs 3 Mrd DM (!) zu haben sein???

Die Betrüger und Gangster Grube, Kefer und Pofalla haben auf Schäuble-Schwiegersohn Strobl gesetzt, der in der Regierung die Steuergelder in die Taschen dieser Verbrecher umlenken sollte. Bis jetzt noch nicht!

Unglaublich, welche Summen da vom Steuerbürger in die Taschen einiger weniger umgelenkt werden, vor aller Augen, und Verbrecher wie Mappus und Gönner prügeln das sich wehrende Volk und schießen den Bürgern mit Wasserwerfern die Augen aus und lassen die Bereitschaftspolizei auf die sich wehrenden Bürger einprügeln.

Vae victis!

“Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.” Carl Theodor Körner.

[image]

[image]
Raffen, raffen, raffen. Möge er an seiner Gier nach zusammengerafften Boni elendig ersticken.
"Ich habe dazu immer gesagt, eine Sollbruchstelle in den Verträgen wäre erreicht, wenn die Kosten 4,526 Milliarden Euro übersteigen". Bahnchef Rüdiger Grube. Lügner!

[image]
"Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen. Ich kann deine Scheiße nicht mehr hören."

LÜGENPACK!
http://www.n-tv.de/politik/In-sechs-Jahren-soll-Stuttgart-21-fertig-sein-article1443559...

Hier sieht man die komplette Riege der Profiteure und Schwerverbrecher. Bis auf Grube sind alle nicht mehr im Amt und genießen die Pfründe ihrer Lügen.

[image]
2. Februar 2010, Baustart. HBF Stuttgart. "Prellbockanhebung".
Ganz links Ex-OB Schuster, der zum Schluß ohne Polizeischutz nicht mehr aus dem Rathaus gehen konnte.

Notorischer Oberlügner Kefer hat vor genau 6 Tagen noch behauptet, es sei alles finanziert. Da wußte er schon längst von den 10 Mrd:

https://www.youtube.com/watch?v=FrooQIpwEmc&index=2&list=PLq3Z8p9t1o15fUvWaQiTq...

"Selbst wenn die Risiken, die wir heute sehen und ausgewiesen haben, alle so eintreten würden, wie sie dort ausgewiesen sind, wäre das Projekt weiterhin finanziert."
"Dieses Projekt wird zu Ende gebaut und der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 15.6. keinen weiteren Handlungsbedarf entdeckt."

Das ist nicht fahrlässig, das ist Vorsatz. Betrug in Milliardenhöhe.

Möge er im Fegefeuer schmoren. Ihm sollte man ein ganz besonders Bett in der Betonplatte vorbereiten.

Die Bevölkerung wollte es.

SevenSamurai @, Mittwoch, 06.07.2016, 03:05 vor 3520 Tagen @ DT 3878 Views

Letztlich wollte die Bevölkerung es so. Sie hat "für" den Weiterbau gestimmt. (Und ja, die Frage bei der Abstimmung war eine Fangfrage.)

Aber wer so blöd ist, die Grünen (Lügner) zweimal zu wählen, wissend, dass nichts geschieht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Warum hat man den Grünen und der CDU nicht die rote Karte gezeigt, also weniger als 10 % der Stimmen bei der letzten Wahl?

Offensichtlich ist man im Mercedes-Land ausreichend reich, um sich so einen Unfug zu gönnen.

Man sieht es ja auch bei den Asylanten: Ein bisschen Fussball, und alles ist vergessen. Sogar die AfD baut wieder ab.

Die Deutschen glauben wirklich an Märchen. Und daran, dass alles möglich ist...

Wie kann man nur so vermessen sein? Kein Mitleid, die Menschen wollen beraubt werden, sonst wäre längst etwas passiert mit denen da oben. (Verhaftung und Gerichtsverfahren. Und die Prügelbullen gehören ebenfalls vor ein Gericht.)

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Ist mir lieber als das Geld in Spanien oder sonstwo zu versenken (oT)

Martin @, Mittwoch, 06.07.2016, 05:52 vor 3520 Tagen @ DT 3193 Views

- kein Text -

Dieses Argument kann ich nicht mehr hören. (mT)

DT @, Mittwoch, 06.07.2016, 07:29 vor 3519 Tagen @ Martin 3896 Views

Denn eine Baustelle über 20 Jahre lang, ein massiv beeinträchtigter Bahn- und Nahverkehr über dieselbe Zeit, Milliarden für wenige Profiteure, massiv reduzierte Investitionen in ganz Deutschland für dieses Projekt, bei dem nur eine Handvoll Gangster profitieren.

Korruption bleibt Korruption, und genauso könnte man sagen: laßt uns doch 5 Flughäfen bauen. Aber es ist längst so, daß das Projekt die Bahn in ganz D ausblutet und die Gelder in BaWue massiv umlenkt. 10 Mrd sind kein Pappenstiel.

Zudem der Bahnhof ein Rückbau der bestehenden Infrastruktur ist.

Mit demselben Argument könnte man sagen: das ganze kann auch 20 Mrd kosten, Hauptsache das Geld geht nicht nach Spanien oder Griechenland.

Der Bürger hat eben NICHTS davon, nur wenige Immobilienprofiteure und Bahnvorstände. Die Bürger und das Land leiden schon jetzt massiv darunter!

Das Argument hat aber was, wenn man nicht gerade verbiestert ist

Martin @, Mittwoch, 06.07.2016, 07:52 vor 3519 Tagen @ DT 3572 Views

Erst einmal: Ich lebe in dieser Gegend und ich leide nicht darunter. Ich habe in Stuttgart zur Zeit der S- und U-Bahnbaustellen gelebt, was ein größere Beeinträchtigung war. Profitieren tun die Menschen von heute davon. Man kann nicht immer nur wollen und nichts geben.

Der Vergleich Stuttgart zu dem Rest von Deutschland / Europa: Stuttgart ist eines der Zentren, aus denen sich die Finanzierung von Bund, anderen Ländern und Europa speist, Baden-Württemberg insgesamt noch stärker. Eine Verbesserung der Infrastruktur ist hier mehr als gerechtfertigt, wenn ich das mit der einen oder anderen Autobahn in den neuen Ländern, oder vom Norden Sardiniens in den Süden vergleiche, wo der Verkehr mehr tröpfelt als fließt.

Kennst Du den Witz mit der Guillotine? Ein zum Tode Verurteilter liegt mit dem Kopf unter der Guillotine, der Henker löst sie aus, sie klemmt. Dem Verurteilten wird das Todesurteil erlassen. Kommt der Nächste, gleiche Prozedur. Der nächste ist Ingenieur. Als er unter dem Messer liegt, ruft er plötzlich: "Ich habe den Fehler entdeckt!". Der Henker beseitigt den Fehler, der Ingenieur stirbt.

An diesen Witz muss ich bei S21 und so manchen Gegner manchmal denken. Gemeinhin würde man diese in ihrem verbiesterten Gerechtigkeitswahn für dumm betrachten. Als die LBBW Milliarden in Delaware und anderswo versenkt hat, habe ich niemanden auf die Straße gehen sehen. Und das Geld war ohne Gegenwert weg, vom Rechnungshof war auch nichts zu lesen.

Theorie und Praxis

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Mittwoch, 06.07.2016, 08:55 vor 3519 Tagen @ Martin 3376 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.07.2016, 16:20

Der Vergleich Stuttgart zu dem Rest von Deutschland / Europa: Stuttgart
ist eines der Zentren, aus denen sich die Finanzierung von Bund, anderen
Ländern und Europa speist, Baden-Württemberg insgesamt noch stärker.
Eine Verbesserung der Infrastruktur ist hier mehr als gerechtfertigt, wenn
ich das mit der einen oder anderen Autobahn in den neuen Ländern, oder vom
Norden Sardiniens in den Süden vergleiche, wo der Verkehr mehr tröpfelt
als fließt.

Das Problem ist ein anderes. Während die Autobahnen in den neuen Ländern existieren, wird S21 nie fertig. Das wird genau so ein Absahnungsprojekt wie der BER. An einer falschen Grundplanung muss ständig nachgebessert werden (beim BER ist die Brandsicherheit mit dem gegebenen Konzept nicht zu erreichen). Bei S21 sind es der Tunnelbau und die Gefälle der Bahnhöfe. Der einzige Sinn solcher Projekte ist das Abkassieren. Ein anderes Ziel wurde nie ernsthaft verfolgt.

Rainer

--
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Gegenwert??????????

valuereiter @, Mittwoch, 06.07.2016, 10:31 vor 3519 Tagen @ Martin 3234 Views

... Als die LBBW Milliarden in Delaware und anderswo versenkt
hat, habe ich niemanden auf die Straße gehen sehen. Und das Geld war ohne
Gegenwert weg, vom Rechnungshof war auch nichts zu lesen.

Kannst Du mir bitte erläutern, welchen Gegenwert S21 bietet?

Welchen MEHRWERT gegenüber dem bestehenden Hauptbahnhof?

Und am besten auch gleich, welchen Gegenwert Berlin/Brandenburg & Deutschland von BER hat - außer Spott und Häme?!

Gegenwert > Arbeit für Tausende

lowkatmai @, Mittwoch, 06.07.2016, 10:49 vor 3519 Tagen @ valuereiter 3147 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.07.2016, 16:18

Ingenieure, Arbeiter, Sachverständige, Anwälte usw. usf.

Jedenfalls besser ein Anwalt in Stuttgart und Berlin verdient, als einer in Delaware und New York.

Oder ein Arbeiter in Stuttgart und Berlin versus Spanien und Portugal.

Ob das Geld in anderen Projekte (Straßen und Brücken, Schulen und Universitäten ...) nicht mehr Nutzen stiften könnte, ist eine andere Frage.

Gruß

l[[zwinker]]

Richtig, ein Großteil der 10 Mrd. fließt in deutsche Finanz- und Sozialkassen (oT)

Martin @, Mittwoch, 06.07.2016, 10:56 vor 3519 Tagen @ lowkatmai 2981 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.07.2016, 12:36

- kein Text -

Ja, dann lassen wir ihn doch 50 Mrd kosten. (mT)

DT @, Mittwoch, 06.07.2016, 19:19 vor 3519 Tagen @ lowkatmai 2648 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.07.2016, 19:23

Holen wir Marmor aus Carrara und fliesen ihn so, wie in Singapur die SBahn-Stationen hergerichtet sind.

Wie wäre es, wenn ENDLICH ENDLICH einmal die komplett marode Infrastruktur
im Stuttgarter Raum mit diesen 10 Mrd aufgepäppelt würde?
An der A8 nahe Stuttgarter Kreuz steht noch eine Brücke aus dem Jahre 1936, die erst jetzt abgerissen wird.

Die Straßen, Schienen, Tunnels, Schulen, Sporthallen, Unis sehen aus wie in der DDR in den 80er Jahren.

Habe bei einer Fahrt über den Bodensee einmal einen Blick zur Uni Konstanz von der Mainau aus werfen können. Oh Gott ist die runter gekommen. Man glaubt nicht, daß man "im Ländle" wäre, wo das BSP pro Kopf und die Wertschöpfung genauso hoch wie in der Schweiz sind.

Man vergleiche das einmal mit der EPFL in Lausanne, auch am See gelegen:


[image]
EPFL Lausanne, CH

Die Schweizer wertschöpfen auch nicht mehr, aber sie dürfen ihr Geld behalten und müssen es nicht nach Berlin zu den Prassern und zu den Besatzern abführen.

Das Geld bei S21 fließt eben nicht hauptsächlich in die Taschen der Arbeiter. Dort arbeiten sub-sub-Unternehmer aus dem Ostblock zu Hungerlöhnen, neben den paar Ingenieuren an den Tunnels aus Österreich und den Planern in dt. Architekten/Ingenieurbüros.

Wenns nur darum geht, dann gebt denen eine Scheinanstellung oder das Geld direkt. Oder verbaut es effektiver, für 3 Mrd gibt es die beste Lösung, und nehmt den Rest und setzt mehr instand!

Was soll das Argument überhaupt, es sind Bundes-, Landes-, Stadt-, Region- und Bahn (also Bundes) Gelder, also alles unsere Steuergelder, wieso müssen wir die erst ausgeben, um sie dann wieder reinzuholen und das als Argument verkaufen? Bei diesem Ringelpiez bleiben Millionen an Boni in den Taschen einiger weniger hängen, zB beim Bahnvorstand.

Warst Du schon mal in Stuttgart und bist Du dort umgestiegen?

Martin @, Mittwoch, 06.07.2016, 10:52 vor 3519 Tagen @ valuereiter 3611 Views

Es gibt moderne Städte, die aus gutem Grund ihre Infrastruktur unter den Boden gelegt haben. Die heutigen Gleisanlagen zerschneiden Stuttgart in zwei Teile, allein die Flächennutzung ist bereits ein Gewinn. Dann ist S21 mehr als nur der Bahnhof, sondern auch eine verbesserte Anbindung aus dem Talkessel.

Im Schwäbischen würde man bei den vielen Wadenbeißern sagen, es gäbe zu viel Guck und zuwenig Schaff.

Was den BER angeht, so hat Stuttgart wenigstens Niemanden zum Aufsichtsrat gemacht, dessen Gehirn den ganzen Tag im Arsch ist (Umschreibung für einen schwulen Hedonisten).

... Als die LBBW Milliarden in Delaware und anderswo versenkt
hat, habe ich niemanden auf die Straße gehen sehen. Und das Geld war

ohne

Gegenwert weg, vom Rechnungshof war auch nichts zu lesen.


Kannst Du mir bitte erläutern, welchen Gegenwert S21 bietet?

Welchen MEHRWERT gegenüber dem bestehenden Hauptbahnhof?

Und am besten auch gleich, welchen Gegenwert Berlin/Brandenburg &
Deutschland von BER hat - außer Spott und Häme?!

Eine Meinung ist entschuldbar, Unwissenheit nicht

mabraton @, Mittwoch, 06.07.2016, 11:45 vor 3519 Tagen @ Martin 3587 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.07.2016, 12:35

Hallo Martin,

ich habe gerade nochmal nachgeschaut, ich bin tatsächlich im Gelben Forum!!!
Erstaunlich, dass es hier noch jemanden gibt, der die Stereotypen aus, gefühlt, 100 Jahren Verkauf von Stuttgart 21 zum Inhalt seiner Argumentation macht.

Oder sind Sie möglicherweise Prof. Ullrich Martin, dessen Hobby-Simulation von S21 dazu beigetragen hat, dem ollen Tiefbahnhof eine Leistungsfähigkeit zu bescheinigen, die er nicht erbringen wird?

Hier ein paar denkwürdige Aussagen zu Stuttgart 21

- Das Bundesverkehrsministerium sagt, ob S21 zu klein ist, braucht erst kurz vor Fertigstellung geklärt zu werden.
- Landesverkehrsminister Hermann sagt, ob S21 ein Leistungsrückbau ist, ließe sich erst nach Fertigstellung klären.
- Das Eisenbahnbundesamt sagt, ob S21 der Brandschutz fehlt oder die Leistungsfähigkeit, braucht erst zur Inbetriebnahme geklärt zu werden. Auch bzgl. der Gleisneigung will man erst zur Inbetriebnahme über betriebliche Maßnahmen für die Sicherheit nachdenken.

Alles Weitere bitte auf WikiReal nachlesen,
WikiReal - Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs

Oder hier nachschauen (macht mehr Spaß),
Mario Barth deckt auf - Stuttgart 21

Die S-Bahn klappt übrigens ursächlich wegen S21 seit 4,5 Jahren jeden Tag aufs Neue zusammen, http://s-bahn-chaos.de

Beste Grüße
mabraton

Reicht doch, wenn die Medien gleichgeschaltet sind ..

Martin @, Mittwoch, 06.07.2016, 13:24 vor 3519 Tagen @ mabraton 2937 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.07.2016, 15:49

..das muss sich doch nicht im Gelben fortsetzen.

Nein, mich interessieren diese Details gar nicht, viele Dinge kann man eben erst im Endzustand validieren. Und ich bin auch nicht Prof. Martin. Ich habe aber knapp 20 Jahre Projektmanagement gemacht und kann immer wieder nur feststellen, dass es immer eine Menge Wadenbeißer gibt, die zwar selbst kein Projekt managen können, aber alles besser wissen.

Und wir können von Glück sagen, wenn wir überhaupt noch gute Leute finden, die solche Projekte managen. Den ersten haben S21-Gegner samt Familie so bedroht, dass er den Löffel geworfen hat.

Großprojekte sind in Deutschland bald nicht mehr durchführbar, das macht mich besorgt. Ich habe gelernt, dass ich nicht überall rein- und mitreden muss. Mich interessiert in der Regel als erstes, ob die Bauleitung professionell ist, als zweites, ob sich die Politik inkl. aller Interessengruppen nach Baufreigabe hoffentlich raushalten.

Kosten sind in hochpolitischen Projekten kaum planbar. Damit muss man wohl leben.

Ich weiß, diese Einstellung fällt Einigen schwer. Ich meine, die haben wohl selbst nichts Gescheites zu tun.

Das Nachschuldner-Prinzip ist praktisch

mabraton @, Mittwoch, 06.07.2016, 14:24 vor 3519 Tagen @ Martin 2899 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.07.2016, 14:36

Hallo Martin,

..das muss sich doch nicht im Gelben fortsetzen.

Nein, mich interessieren diese Details gar nicht, viele Dinge kann man
eben erst im Endzustand validieren. Und ich bin auch nicht Prof. Martin.
Ich habe aber knapp 20 Jahre Projektmanagement gemacht und kann immer
wieder nur feststellen, dass es immer eine Menge Wadenbeißer gibt, die
zwar selbst kein Projekt managen können, aber alles besser wissen.

Danke für die Information. [[top]]
Fakten sind überbewertet, das sagt meine Tarot-Kartenlegerin schon lange. [[freude]]

Und wir können von Glück sagen wenn wir überhaupt noch gute Leute
finden, die solche Projekte managen. Den ersten haben S21-Gegner samt
Familie so bedroht, dass er den Löffel geworfen hat.

Nein, Hany Azer hat den Löffel geworfen, weil das Projekt nicht beherrschbar ist, möglicherweise sogar unbauchbar.
Azer wusste so viel, dass er die Reißleine gezogen hat. Ist seine Risikoliste nicht bekannt?
Azer und die DB haben sich vor Kurzem vor Gericht getroffen. So viel Wertschätzung hat man ihm entgegen gebracht, nachdem er dankend in die zweite Reihe gewechselt ist. Aber im Grunde ist ja alles nur Verhandlungsmasse, so what...

Kosten sind in hochpolitischen Projekten kaum planbar. Damit muss man wohl
leben.

Das ist natürlich großer Unsinn, siehe diverse Projekte im Ausland. In Dänemark bleiben auch öffentliche Projekte generell im Kostenrahmen. "Olympia London", für das der deutsche Ingenieur(!) Klaus Grewe verantwortlich war, blieb im Kostenrahmen und wurde pünktlich zu Ende gebracht. Seinen Sitz im S21-Baubeirat hat Grewe lieber früher als später wieder verlassen...
Hätte man S21 zu Ende geplant, bevor es gebaut wird, wäre es nie zur Umsetzung gekommen. Dieses Schema muss einem doch generell auffallen... [[hae]]

Ich freue mich, dass Du, was Dein berufliches Betätigungsfeld "Projektmanagement" betrifft, in der Vergangenheitsform schreibst.[[zwinker]]

Ich habe in IT-Projekten viele gesehen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung hatten, aber mit der größten Tuba von einem Meeting zum Nächsten marschiert sind. Ich hoffe, Du warst keiner von denen. [[top]]

Beste Grüße
mabraton

Fakten sind wichtig, Überblick ist die Kür

Martin @, Mittwoch, 06.07.2016, 14:42 vor 3519 Tagen @ mabraton 2837 Views

viele Freunde von 'Fakten' meinen in Wirklichkeit nur nitpicking, aber lassen auch nur die eigene Interpretation gelten. So liest sich auch dies ein bisschen anders:

Zu Azer aus Wiki:

"Nach eigenen Angaben sei er aus persönlichen und beruflichen Gründen ebenso von dieser Funktion zurückgetreten wie aufgrund der angespannten öffentlichen Stimmung in Zusammenhang mit dem Projekt, nicht jedoch aufgrund von Kostensteigerungen und weiteren Risiken des Projekts. Es habe ihm jedoch an Wertschätzung für seine Arbeit für Stuttgart 21 gemangelt.[17] 2010 und 2011 habe er zahlreiche beleidigende und drohende Briefe erhalten.[8]"

Dass Azer einen Prozess mit seinem AG führt hat nichts mit der Aussage zu tun. Dass Azer eine Risikoliste hatte zeigt, dass er professionell gearbeitet hat. Nur politisch interessierte Bösewichte versuchen daraus einen Strick zu drehen.

Das ist natürlich großer Unsinn, siehe diverse Projekte im Ausland. In
Dänemark bleiben auch öffentliche Projekte generell im Kostenrahmen.
"Olympia London" für das der deutsche Ingenieur(!) Klaus Grewe
verantwortlich war blieb im Kostenrahmen und wurde pünktlich zu Ende
gebracht.

Wie wäre es, wenn wir in Deutschland blieben.

Ich habe in IT-Projekten viele gesehen die von Tuten und Blasen keine
Ahnung hatten aber mit der größten Tuba von einem Meeting zum Nächsten
marschiert sind. Ich hoffe Du warst keiner von denen. [[top]]

Nein, wir sind uns sicher noch nicht über den Weg gelaufen.

Ich sehe den Großteil Deiner Argumente ähnlich.

Olivia @, Donnerstag, 07.07.2016, 09:33 vor 3518 Tagen @ Martin 2364 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 07.07.2016, 15:23

Und wir können von Glück sagen, wenn wir überhaupt noch gute Leute
finden, die solche Projekte managen. Den ersten haben S21-Gegner samt
Familie so bedroht, dass er den Löffel geworfen hat.

Großprojekte sind in Deutschland bald nicht mehr durchführbar, das macht
mich besorgt. Ich habe gelernt, dass ich nicht überall rein- und mitreden
muss. Mich interessiert in der Regel als erstes, ob die Bauleitung
professionell ist, als zweites, ob sich die Politik inkl. aller
Interessengruppen nach Baufreigabe hoffentlich raushalten.

Kosten sind in hochpolitischen Projekten kaum planbar. Damit muss man wohl
leben.

.............

Sehe ich sehr ähnlich. Ich halte S21 trotz aller Korruption auch für einen Gewinn für Stuttgart. Ich höre mir auch seit vielen Jahren alle Argumente dagegen an. Es überzeugt mich keines.

Korruption ist da. Klar. Die ist überall vorhanden. Freut Euch, dass ihr keine Ahnung von der geballten Korruption im Sozialsektor habt. Da kann man wirklich nur kotz..... und alle (auch das kleinste Lichtlein) machen mit.

Da ist es mir wirklich erheblich lieber, wenn im Anschluss an eine solche "Geldverschwendung" dann wenigstens ein hochmoderner Bahnhof da steht. D finanziert alle möglichen hochkorrupten Projekte im Ausland. Hoffentlich schaffen sie es, auch mal wieder etwas in D auf die Beine zu stellen.

Und was Berlin angeht. Dann sollte man sich einmal genau die Verstrickungen der Politik mit mafiösen Betriebsverschachtelungen anschauen. Es muss noch nicht einmal sein, dass die einzelnen Politiker "bestochen" werden. Es reicht bereits die Angst, dass ihnen etwas "zustoßen" könnte, wenn sie die Projekte nicht in "gewisse" Hände vergeben. Da fließen dann zunächst alle möglichen "informellen" Informationen an die geeigneten Stellen weiter und dann der Auftrag. Die Abläufe am Berliner Flughafen sind so grotesk, dass man nahezu sicher sein kann, dass dies auf "Korruption" und "Vergabepraktiken" in bisher völlig ungewohnten Größenordnungen zurückzuführen ist. Der Berliner "Sumpf" wird sich wohl überhaupt nicht mehr trockenlegen lassen. Von wem wird Berlin "beherrscht"? Wen welchen Clans und Gangs? Steht inzwischen in den Zeitungen. - Die haben auch keinerlei Probleme damit, eine Richterin in einen "Selbstmord" zu treiben, von dem kein Mensch weiß, wie sie ihn de facto begangen haben sollte. Ich spreche von Richterin Heisig.

Ich habe mir übrigens vor einiger Zeit eine ausführliche Dokumentation zum Bau des Trump Tower angeschaut. Er hat dort offenbar Baugeschichte geschrieben, weil die Komplikationen so hoch waren und weil so viel Neues entwickelt werden musste (geografischen Lage - Tornados - winziges Grundstück etc.) Über die Finanzierung wurde nicht viel gesagt, ich kann mir aber sehr lebhaft vorstellen, dass die auch aus allen Nähten geplatzt ist.
Es dürften aus dieser Baumaßnahme einige Patente hervorgegangen sein.

--
For entertainment purposes only.

Richtig, dieser Aspekt wird leicht übersehen

Martin @, Donnerstag, 07.07.2016, 11:20 vor 3518 Tagen @ Olivia 2241 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 07.07.2016, 16:56

Ich habe mir übrigens vor einiger Zeit eine ausführliche Dokumentation
zum Bau des Trump Tower angeschaut. Er hat dort offenbar Baugeschichte
geschrieben, weil die Komplikationen so hoch waren und weil so viel Neues
entwickelt werden musste (geografischen Lage - Tornados - winziges
Grundstück etc.) Über die Finanzierung wurde nicht viel gesagt, ich kann
mir aber sehr lebhaft vorstellen, dass die auch aus allen Nähten geplatzt
ist.
Es dürften aus dieser Baumaßnahme einige Patente hervorgegangen sein.

Die Herausforderungen in Stuttgart sind groß, die Ingenieure, die dort mitwirken, werden neue Know How-Träger sein, egal ob dabei Patente herauskommen. Es ist Wissen, das in keine Kalkulation einfließt, aber deutsche Firmen für ähnliche Projekte attraktiv macht.

Das ist ist der Gegenpol zu dem in Deutschland zunehmend verbreiteten Know How dazu, wie man verhindert und Protestaktionen auf die Beine stellt. Vielleicht geht das ja mal als zukunftsträchtige Dienstleistung durch, kann man vielleicht sogar als Exportartikel vermarkten, Patente wird es aber dort nie geben.

Bei dem Trump-Projekt m̶u̶ß̶t̶e̶ musste z.B. Beton mit völlig neuen Eigenschaften entwickelt werden.

Olivia @, Donnerstag, 07.07.2016, 12:53 vor 3518 Tagen @ Martin 2293 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 07.07.2016, 16:54

Die Herausforderungen in Stuttgart sind groß, die Ingenieure, die dort
mitwirken werden neue Know How - Träger sein, egal ob dabei Patente
herauskommen. Es ist Wissen, das in keine Kalkulation einfließt, aber
deutsche Firmen für ähnliche Projekte attraktiv macht.

Das ist ist der Gegenpol zu dem in Deutschland zunehmend verbreiteten Know
How dazu, wie man verhindert und Protestaktionen auf die Beine stellt.
Vielleicht geht das ja mal als zukunftsträchtige Dienstleistung durch,
kann man vielleicht sogar als Exportartikel vermarkten, Patente wird es
aber dort nie geben.

....................

Ja, das ist ein Riesenproblem in D. Die Nation der "Verhinderer". Das grenzt allerdings in der Tat an eine Art "Inzucht". Ansonsten war der Ausspruch von Schäuble schon ziemlich rassistisch.

Mein Mann ist ausgewandert, weil er es nicht mehr ertragen konnte (hatte etliche Patente angemeldet). Ich selbst bin zwar zurück nach D, habe aber inzwischen auch vieles aufgelöst. In Deutschland geht risikolos nur "Soziales", oder das Z̶u̶s̶c̶h̶u̶ß̶ Zuschuss- und Förderwesen etc. - Da hängt man dann am "Fliegenfänger". - Nichts, was mich interessiert.

Wenn es mir in meiner direkten Umgebung nicht so gut gefallen würde, wäre ich über alle Berge. Aber ich liebe das Land, mag die Leute, mag die Kultur und kriege Zustände, wenn ich denke, dass alles "verspielt" wird. Immer wieder zwinge ich mich dazu hochzurechnen, wie es hier in 5 - 10 Jahren ausschauen wird bei den Entscheidungen, die derzeit laufen. Meine Kultur, die europäische Kultur ist ein so u̶n̶e̶r̶m̶e̶ß̶l̶i̶c̶h̶e̶r̶ unermesslicher Schatz. Es lebten so viele Menschen, die ihr Bestes gaben in allen Bereich. Es ist eine solche Freude, in die Werke und Strukturen, die sie h̶i̶n̶t̶e̶r̶l̶i̶e̶s̶s̶e̶n̶ hinterließen, einzutauchen. So viele, uralte, wunderschöne kleine Orte mit einer so reichhaltigen Kunst- und Industriegeschichte. Ich versuche, dies in Ansätzen für meine Tochter zu bewahren. Aber ich habe ihr bereits gesagt, dass es sein kann, dass wir irgendwann Deutschland verlassen müssen. Mein Herz aber blutet dabei.

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For entertainment purposes only.

Für 3 Mrd gäbe es einen renovierten Kopfbahnhof, der eine größere (mT)

DT @, Mittwoch, 06.07.2016, 19:05 vor 3519 Tagen @ Martin 2938 Views

Leistungsfähigkeit hätte. Und hier geht es wohl um Infrastruktur und nicht darum, ein paar Immoheinis reich zu machen. Schmid hat schon 20000 städtische Sozialwohnung an die Heuschrecke Patrizia in Augsburg für ein paar 10000 EUR pro Wohnung (!!!) verhökert, unglaublich.

Für die restlichen Milliarden könnte man endlich die A8 um Stuttgart herum 8-spurig bauen, die Nord-Süd-Straße 4-spurig, den Lückenschluß Leonberg-Gärtringen der A81 durchführen, die A81 von Ludwigsburg bis Leonberg 4-spurig ausbauen, einen Ringschluß der SBahn machen.

Für die 10 Milliarden an sich könnte man endlich einmal den Albaufstieg der A8 fertigstellen, der seit den 30er Jahren den Verkehr behindert.

Für die 10 Milliarden könnte man die Bahnstrecke Mannheim-Frankfurt und Frankfurt-Fulda sanieren und ausbauen, so daß WENIGSTENS einmal 200 km/h möglich wären und nicht 120 km/h oder weniger wie momentan bei Biblis oder nur 160 km/h im Kinzigtal.

Das würde der Verkehrsinfrastruktur WESENTLICH mehr nützen als dieser singuläre Bahnhof mit Preisen 4-fach jenseits aller Realität. Nachsehen, was der Bahnhofausbau mit ein paar Tiefgleisen in Zürich INSGESAMT gekostet hat:

https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BCrich_Hauptbahnhof

Mit "verbiestert" haben diese sachlichen Argumente überhaupt nichts zu tun, eher mit der objektiven Realität. Gegner fangen immer mit persönlichen Beleidigungen und Verleumdungen an, wenn sie keine sachlichen Argumente mehr haben.

Das können sie alles zusätzlich tun. Sie brauchen doch "Schulden".

Olivia @, Donnerstag, 07.07.2016, 10:16 vor 3518 Tagen @ DT 2417 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 07.07.2016, 15:19

Das Geld da!

Es versupft derzeit in allen möglichen korrupten Sozial- und Gesundheitshaushalten. Es versumpft in massenhaften "Pseudobildungsmaßnahmen", von denen jeder, der sie aufsetzt bereits vorher weiß, dass sie kaum etwas nützen. Es versumpft in "Verwahrungsmßnahmen" (mag nicht näher drauf eingehen), die auch nur dazu dienen, dass einige gut verdienen. Es versumpft in dubiosen Auslandsprojekten und anschließend in deren Banken.

Als ob S21 irgend ein Einzelfall, irgend etwas besonderes wäre. Der einzige Unterschied, der tatsächlich da sein könnte, ist dass hinterher wirklich etwas Neues da steht.

Mir kommt es hoch, wenn ich die Sozialhaushalte und die "Einzelfälle" sehe und weiß, dass man das meiste von dem Geld gleich in den Ofen stecken könnte, weil GAR NIX raus kommt! Erst recht wenn ich sehe, wer alles daran partizipiert und wer alles weiß, dass es nicht funktioniert und es wird trotzdem weiter gemacht. Damit nur ja alle "schön ruhig sind".

Mir kommt es hoch, wenn ich sehe, was eine NORMALE Familie an Geld verdient, wie die sparen müssen und auf welche Art und Weise in den Sozialhaushalten GELD HERAUSGEPFEFFERT wird - alles unter dem Deckmäntelchen der "Humanität". Und WER auf welche Art und Weise dort "ohne adäquate Gegen-Leistungen zu erbringen" abkassiert. Wenn normale Beschäftigte auch nur den Hauch einer Ahnung hätten, was da abgeht, dann hätten wir eine Revolution. Die Jugendlichen, die arbeiten gehen, werden an vielen Stellen totatl ausgebeutet und "DORT" fließt das Geld nur so und man bläst es den aktiv und passiv Beteiligten in den Hintern. DAS ist eine GOLDGRÄBERSITUATION. Die Sozialindustrie und die Gesundheitsindustrie sollte man mal "weltmarktfähig" machen und auf den Boden der Tatsachen holen(d.h. dass Geld erst verdient werden müßte und dann erst ausgegeben werden kann - bei "normalem" Wirtschaften). Dann würde sich hier einiges ändern. So aber dient dieses Geschwür dazu, den Laden weiter laufen zu lassen, denn "alle" haben ja ihr Auskommen durch diese parasitäre Entwicklung.

Da lobe ich mir wirklich so einen neuen Bahnhof. Die Leute, die da arbeiten, die SCHAFFEN wenigstens etwas und verteilen nicht nur! Und an den Berliner Flughafen sollten sie die Staatsanwaltschaft dran setzen. Aber möglichst nicht aus Berlin.

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