Peggy Knobloch - Der Fall bleibt ein Rätsel

nereus @, Dienstag, 05.07.2016, 08:17 vor 3520 Tagen 5530 Views

Die Frankenpost meldete gestern zum Leichenfund der seit 2001 vermißten Peggy aus Lichtenberg.

Der Skelett-Fund im Wald bei Rodacherbrunn macht den seit 15 Jahren wild grassierenden Spekulationen ein Ende. Sollten es die Knochen der kleinen Peggy Knobloch sein - und momentan deutet alles darauf hin -, dann ist die damals neunjährige Schülerin nicht vom seinerzeitigen Lebensgefährten ihrer Mutter in die Türkei entführt worden. Und sie ist nicht von Unbekannten verschleppt und zur Arbeit in einem böhmischen Kinder-Bordell gezwungen worden. Sie ist auch nicht in Sichtweite der A 2 bei Burg in Sachsen-Anhalt vergraben worden, wie ein Lastwagenfahrer behauptet hat.

Quelle: http://www.frankenpost.de/regional/oberfranken/laenderspiegel/Der-Fall-bleibt-ein-Raets...

Das sind sehr mutige Behauptungen!
Seinerzeit hatten Zeugen gesehen, wie Peggy am Tattag in ein Auto mit tschechischem Kennzeichen stieg. Und der Fundort der Leiche war auch nicht der Tatort.

Auch sei der Fundort nicht der Tatort. Teile des Skeletts hatte ein Pilzsammler am Samstag entdeckt und die Polizei in Ludwigsstadt informiert. „Teile der Leiche waren vergraben“, erklärte Stadter bei der Pressekonferenz. Thüringer Bereitschaftspolizisten und Kripo-Beamte fanden bei der Suche weitere Knochen, die noch vergraben waren.

Quelle: http://www.frankenpost.de/regional/oberfranken/laenderspiegel/Fall-Peggy-Persoenliche-G...

Festzustehen scheint hingegen jetzt: Peggy Knobloch ist am 7. Mai 2001 einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

Das wissen wir nun seit 15 Jahren, denn auch eine Entführung wäre ein Gewaltverbrechen.

Endlich gibt es Hinweise auf den Verbleib des Opfers. Und Spuren, auch wenn es wenige und womöglich nur wenig aussagekräftige sind. Aber damit können die Ermittler der neuen, mittlerweile dritten "Soko Peggy" an die Arbeit gehen. Sie haben jetzt harte Indizien anstatt vager Zeugenaussagen.

Richtig, aber das heißt wiederum nicht, daß alle Zeugenaussagen deshalb in der Tonne landen müssen.

Richtet sich der Fokus der Fahnder nun wieder auf Holger E., Halbbruder eines früheren Nachbarn der Knoblochs? Der wegen Kindesmissbrauchs zweimal vorbestrafte 32-Jährige aus Halle an der Saale sitzt derzeit deswegen in Haft. Er kannte Peggy von Besuchen in Lichtenberg, hatte zu Hause Fotos von ihr, trug ein Amulett mit ihrem Bild um den Hals. "Er war verschossen in Peggy", sagt der Münchner Journalist Christoph Lemmer, der ein Buch zum Thema geschrieben hat.

Ja, aber es geisterten auch Fotos von Peggy (bitte hier entlang: http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Ist-das-Peggy-im-Kinderporno-id28551077.html) durch das Internet und wollen wir hoffen, daß der Fall Peggy nicht endet, wie der Fall Natascha Kampusch, wo der Schuldige zu Tode „verbracht“ wurde, um die viel größeren Ausmaße dahinter zu verbergen.

Vor 3 Jahren war der Fall Peggy schon mal hier ein Thema: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=283298

Heute Nachmittag sollen die gerichtsmedizinischen Erkenntnisse veröffentlicht werden.
Beim Fund von Tanja Gräff blieb der Fall ungeklärt - also wie die Jahre zuvor auch.

mfG
nereus

Könntest du das Gesagte präzisieren?

SevenSamurai @, Dienstag, 05.07.2016, 09:25 vor 3520 Tagen @ nereus 3775 Views

wie der Fall Natascha Kampusch, wo der Schuldige zu Tode „verbracht“
wurde, um die viel größeren Ausmaße dahinter zu verbergen.

Könntest du das Gesagte präzisieren?

Wir wäre es vollkommen neu, dass der Kampusch-Entführer NICHT von eigener Hand gestorben wäre.

Soweit mir bekannt ist, hat Frau Kampusch keine Andeutungen hinsichtlich einer Organisation gemacht. (Vielleicht aus Selbstschutz?)

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

gern ;-)

nereus @, Dienstag, 05.07.2016, 10:10 vor 3520 Tagen @ SevenSamurai 4429 Views

Hallo SevenSamurei!

Du fragst: Könntest du das Gesagte präzisieren?

Natürlich. [[zwinker]]
Ich dachte die Fakten wären bekannt.

Karl Kröll, dessen verstorbener Bruder Franz Kröll als Oberst bei der Wiener Polizei die Sonderkommission Kampusch geleitet hatte, bezweifelt die Selbstmordtheorie.
Wegen des Verdachts des Mordes an Wolfgang Priklopil hat er bei der Oberstaatsanwaltschaft Wien Strafanzeige gegen unbekannt gestellt , die Ermittlungen dauern an.
Nun könnten sich diese noch verzögern. Kröll hat das Gutachten zweier Rechtsmediziner nachgereicht, die ebenfalls zu dem Schluss kommen, dass "der Todesfall Wolfgang Priklopil als höchst bedenklich zu bewerten und Fremdverschulden auf Basis der vorliegenden Befunde durchaus als möglich zu erachten" sei. Das Gutachten liegt SPIEGEL ONLINE vor.
..
Johann Rzeszut, ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs in Wien und Mitglied der Evaluierungskommission, die das Innenministerium zur Aufdeckung möglicher Ermittlungspannen im Fall Kampusch beauftragt hatte, teilt die Auffassung Karl Krölls: Es bestehen erhebliche Zweifel , ob der Kampusch-Entführer durch einen Suizid starb.

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/natascha-kampusch-zweifel-an-suizid-des-entfuehre...

Die Zweifel am Selbstmord, die übrigens sehr früh geäußert wurden, kriechen nun auch in die offizielle Hof-Historie.
Und der verstorbene Bruder von Karl Kröll, Franz Kröll, war Chefermittler im Fall Natascha Kampusch.
Er war nicht einfach so verstorben, sondern er soll Suizid begangen haben. Richtig glauben mag das aber niemand, denn ..

Laut Polizeibericht war es Suizid. Laut erstem Bericht der Beamten schoss sich der hochrangige Polizist als Rechtshänder mit der linken Hand in den Kopf. "Schmauchspuren und typische Brandrückstände" fand man nicht. In einem weiteren Bericht, den man dann - ohne Exhumierung - einige Wochen später nachlegte, gab es dann doch Schmauchspuren. Schießgutachter Ingo Wieser, der unter anderem im Fall Lucona Sprengstoffsachverständiger war, erklärte dem Standard schon 2010, dass er die Richtigkeit dieses Berichts anzweifelte, da beim ersten Test, bei dem Schmauchspuren abgenommen werden, Spuren für weitere Tests für immer verloren gingen. - derstandard.at/1381374044690/Gutachten-ueber-Kampusch-Ermittler-irritiert-Justiz

Quelle: http://derstandard.at/1381374044690/Gutachten-ueber-Kampusch-Ermittler-irritiert-Justiz

Was glaubst Du, wie ehrlich eine junge Frau argumentiert, die unfreiwillig Teil eines Verbrechens wurde und ahnt, daß die Beteiligten noch auf sie "einwirken" könnten?
Außerdem hat sie sich mehrfach sonderbar geäußert, die sehr wohl auf einen „Ring“ hindeuten.

Von Frau Kampusch Klartext zu erwarten ist in etwa so realistisch, wie zu darauf zu hoffen, daß Beate Zschäpe die Hintergründe des NSU erhellt. [[freude]]

mfG
nereus

Ich habe noch etwas gefunden.

SevenSamurai @, Freitag, 15.07.2016, 11:28 vor 3510 Tagen @ nereus 2273 Views

Ich dachte die Fakten wären bekannt.

Mir waren sie nicht bekannt.

Tatsächlich wusste ich nicht, dass die Fälle Kampusch oder Peggy mit dem Fall Dutroux zu tun haben.

Hier noch etwas, ganz aktuell und recht ausführlich:

Peggy Knobloch – Ein zweiter Fall Kampusch?

http://www.compact-online.de/peggy-knobloch-ein-zweiter-fall-kampusch-1-tei/

Aber hier unten im Thread liest das keiner mehr.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

War das ein Test? Link ist platt

Schlaumayr @, Freitag, 15.07.2016, 20:36 vor 3510 Tagen @ SevenSamurai 1934 Views

Aber hier unten im Thread liest das keiner mehr.

doch...[[zwinker]]

(oT)

Tünnes @, Donnerstag, 13.10.2016, 21:21 vor 3420 Tagen @ nereus 1461 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 13.10.2016, 21:26

- kein Text -

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