Elie Wiesel ist tot

nereus @, Sonntag, 03.07.2016, 10:28 vor 3522 Tagen 4769 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 13:14

Dessen Geist wird seinen Richter finden, davon bin ich fest überzeugt.

Norman Finkelstein schrieb in seinem Buch „Die Holocaust-Industrie“, Piper Verlag 2000, schon in der Einführung auf Seite 2:

Aus dieser Sicht ist Elie Wiesels Auftreten als offizieller Interpret DES HOLOCAUST kein Zufall. Zu dieser Stellung hat ihm nicht sein humanitäres Engagement oder
seine literarisches Talent verhelfen. Wiesel spielt seine Hauptrolle vielmehr deshalb, weil er unbeirrbar die Dogmen DES HOLOCAUST artikuliert und so die Interessen stützt, die hinter diesem stehen.

Finkelstein bekam die Idee ein Buch über das „Unsagbare“ zu schreiben von Peter Novick, der mit seinem Werk „The Holocaust in American Life“ abseits des gängigen Mainstreams angesiedelt war.
Auf Seite 53 liest man dann wirklich Interessantes zum Thema:

Novick hat diese Mystifizierung »Heiligsprechung des Holocaust« getauft, und Elie Wiesel ist ihr erfahrenster Fürsprecher. Für Wiesel ist DER HOLOCAUST, wie Novick zu Recht anmerkt, wirklich eine »Mysterien«- Religion.
So intoniert Wiesel, daß DER HOLOCAUST »in die Finsternis führt«, »alle Antworten verweigert«, »außerhalb, wenn nicht jenseits der Geschichte liegt«, »sich dem Wissen wie der Beschreibung widersetzt«, »nicht erklärt oder bildlich vorgestellt werden kann«, »niemals zu erfassen oder zu vermitteln« sei, eine »Zerstörung der Geschichte« und eine
»Veränderung im kosmischen Maßstab« markiere.
Nur der Priester-Überlebende (sprich: nur Wiesel) ist geeignet, sein Mysterium zu erahnen. Und doch ist das Mysterium DES HOLOCAUST, wie Wiesel bekennt, »nicht zu vermitteln «; »wir können noch nicht einmal darüber sprechen«.
Folglich trägt Wiesel in seinen Reden für das Standardhonorar von 25.000 Dollar (plus Limousine mit Chauffeur) vor, daß das »Geheimnis« von Auschwitz' »Wahrheit im Schweigen liegt«.

Das Gesagte mündet schließlich auf Seite 62 in eine brisante These:

In einer kurzen Randbemerkung sinniert Novick darüber, »wie die Diskussion über den Holocaust in Amerika wohl aussehen würde«, wenn Elie Wiesel nicht ihr »hauptsächlicher Interpret« wäre? .. Wiesel ist so prominent geworden, weil er ideologisch nützlich war. Einzigartigkeit des Leidens der Juden/ Einzigartigkeit der Juden, ewig schuldige Nichtjuden/ ewig unschuldige Juden, bedingungslose Verteidigung Israels/ bedingungslose Verteidigung jüdischer Interessen: Elie Wiesel ist DER HOLOCAUST.
Ein beträchtlicher Teil der Literatur zu Hitlers »Endlösung« ist, soweit darin die entscheidenden Holocaust-Dogmen zum Ausdruck kommen, wissenschaftlich gesehen wertlos. Auf dem Feld der Studien zum Holocaust findet sich in der Tat eine Menge Unsinn, wenn nicht schierer Schwindel.
Besonders entlarvend ist das kulturelle Umfeld, das diese Holocaust- Literatur nährt.
Der erste große Holocaust-Schwindel war The Painted Bird des polnischen Emigranten Jerzy Kosinski. Wie Kosinski erklärte, hatte er das Buch »in Englisch geschrieben«, damit »ich leidenschaftslos schreiben konnte, frei von den emotionalen Assoziationen, die die Muttersprache immer enthält«. In Wahrheit sind alle Teile, die möglicherweise von ihm selbst geschrieben worden sind - eine ungelöste Frage -, in polnischer Sprache verfaßt. Das Buch wurde als Kosinskis autobiographischer Bericht seiner Wanderungen als einsames Kind imländlichen Polen während des Zweiten Weltkriegs ausgegeben.
In Wahrheit lebte Kosinski während des gesamten Krieges bei seinen Eltern.
Hauptmotiv des Buches sind die sadistischen sexuellen Quälereien, die die polnische Bauernschaft beging. Leser, die das Buch vor seiner Veröffentlichung kennengelernt hatten, machten sich darüber lustig; es sei »Gewaltpornographie« und »das Ergebnis eines von sadomasochistischer Gewalt besessenen Geistes«.

Wenn nun die Person verstorben ist, die den Holocaust personifizierte, was passiert dann mit den Geschichten, um das Ereignis herum?
Es wäre also Zeit nach dem Tod des Missionars endlich wissenschaftliche Klarheit in das größte Verbrechen aller Zeiten zu bringen.
Oder wird das Problem im Staub des Derivate-Crashs um die Deutsche Bank ein weiteres Mal vernebelt werden?

Wer noch ein paar Kleinigkeiten zum [Ausdruck sicherheitshalber entfernt vom Moderator] lesen will, sollte zum echten KZ-Insassen Miklos Grüner googeln, wobei auch dieses Thema hier schon einmal abgehandelt wurde. Bei Bedarf bitte hier entlang: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=164501

mfG
nereus

zu ergänzen: Martin Gray

mh-ing @, Sonntag, 03.07.2016, 17:31 vor 3522 Tagen @ nereus 3154 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 19:13

Als weiterer sonderbarer Zeuge ist Martin Gray zu nennen. Mit seinem verfilmten Buch "Der Schrei nach Leben" sind zentral die Gräuel in Auschwitz genannt.
Mir fiel dann auf, als ich die Daten von ihm prüfen wollte, dass er letztlich seine "autobiografische" Geschichte damit verstärkt, indem er ständig darauf verwies, 1939, zu Beginn des Krieges, 13 Jahre alt gewesen zu sein. Demnach wäre er dann 1926 geboren. Bei Wikipedia und allen anderen Quellen ist aber 1922 angegeben, somit war der Mann damals ca. 17-18 Jahre alt, kein Kind mit 13.

Auf meine Anfrage zur Aufklärung dazu bekam ich leider nie eine Antwort. Inzwischen ist dieser Mann aber auch tot (April 2016).

Vermutlich wird auch zu meinen Lebzeiten die sachlich historisch korrekte Analyse dieser Zeit nicht stattfinden und die offenen Fragen weiterhin bleiben.

Die sachlich historisch korrekte Analyse dieser Zeit

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 03.07.2016, 18:28 vor 3522 Tagen @ mh-ing 3046 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 19:09

Vermutlich wird auch zu meinen Lebzeiten die sachlich historisch korrekte
Analyse dieser Zeit nicht stattfinden und die offenen Fragen weiterhin
bleiben.

muss vor allem daran ansetzen, dass alles, was in "dieser Zeit" geschehen ist, eine direkte und unmittelbare Folge des Versailler Vertrags ist.
Ohne den Versailler Vertrag hätte "diese Zeit" niemals in dieser Form stattgefunden.

Das dürfte wohl unstrittig sein.

Folglich sind alle Geschehnisse und auch alle Schuldzuweisungen mittelbar oder unmittelbar den Protagonisten des Versailler Vertrags anzulasten.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

differenzierteres Bild

mh-ing @, Sonntag, 03.07.2016, 19:51 vor 3522 Tagen @ Mephistopheles 2688 Views

Was hilft es, wenn man die Schuldigen so einseitig benennt? Es gibt an diesen Kriegen usw. wohl keinen Unschuldigen und keinen Guten. In dieser Zeit damals hatten alle Ziele, die weniger ehrenhaft sind, als man es darstellt. Und die Mittel zur Erreichung der Ziele waren allen gleichermaßen unbeschränkt. Der Verfolgung der Juden in Deutschland ist genauso ein Fakt wie aber auch die Intrigen und die Gewalt gegen Deutsche nach und auch während dem Krieg. Die Millionen Russen sind auch nicht einfach so gestorben.

Was ich mir wünsche, wäre dass man sachlich und seriös die Daten benennt und frei dieser Sieger-Verlierer-Deutung das bisherige bewertet und sieht, was dann nach Zeiten aus den Archiven hervor kommt. Jedoch ist damit jeder, der das tut, am Grad der aktuellen Legaität, da er die nicht hinterfragbare Tat hinterfragt in ihrem Umfang/Art und Erscheinen, auch wenn er von der Tat als solcher unstrittig ausgeht.

Vermutlich wird deswegen die Aufklärung auch nicht in Europa erfolgen können, da hier die Rechtsrahmen zu eng sind.

R.I.P. (Requiescat in Purgatorio)

Kurz_vor_Schluss @, Sonntag, 03.07.2016, 20:30 vor 3522 Tagen @ nereus 2905 Views

Servus nereus,
dass der Ober-Apologet der Einzigartigkeit von A. nun das Zeitliche gesegnet hat (und vor strengen Richtern stehen dürfte), ist wohl tatsächlich so etwas wie ein symbolischer Einschnitt. Immerhin haben neben Finkelstein, der ihn als geldgierigen Charakterlumpen ansah, bereits zu seinen Lebzeiten manche anderen begonnen, ihn ebenfalls kritisch zu sehen.
Sein ehemaliger Mitarbeiter Pfefferkorn wandte sich aufgrund seiner Lügen enttäuscht von ihm ab und sein Werk wurde von Holocaust-Experten als "teilweise fiktional" eingestuft. (Hier ein interessanter Artikel von 2006 dazu: http://www.counterpunch.org/2016/07/01/truth-and-fiction-in-elie-wiesels-night-2/ ).
Allerdings werden hierzulande immer noch 94jährige Wachmänner für Taten vor 70 Jahren verurteilt - von daher ist das, was Dir vorschwebt, noch eine Weile hin. Es ist einfach noch nicht an der Zeit.
Aber immerhin: Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen.
Schönen Gruß
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

reliqua in purgatorio...Der guten Ordnung halber

XERXES @, Montag, 04.07.2016, 00:48 vor 3522 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 2361 Views

Ansonsten bin ich bei Dir...[[zwinker]]

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Hilda Wiesel sagt, ihr Vater starb bei der Ankunft

nereus @, Montag, 04.07.2016, 08:58 vor 3521 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 2523 Views

Hallo KvS!

Hilda Wiesel says her father died on arrival

Totally contradicting what is written in Night, Hilda Wiesel Kudler, Elie’s oldest sister, in her testimony for the Shoah Foundation in 1995, said she learned from her brother that their father died as he stepped off the train.

And I said, where is father? And he replied, he’s gone back to Sighet; he[Elie] didn’t want to tell me [that he was dead]. And I repeated, but where is he? And he insisted he was at Sighet. And I said, look, I want you to tell me the truth. Because he knew the date of my father’s death. You know, they did a long march3 from Auschwitz, then they put them on the train to go to Buchenwald; he died gasping for air; when he stepped off the train, he died gasping for air; at Buchenwald. But he[Elie] knew the date.

Quelle: http://www.eliewieseltattoo.com/tag/miklos-gruner/

Meine Übersetzung:

Völlig gegensätzlich zu dem, was im Buch „Nacht“ geschrieben steht, sagte Hilda Wiesel Kudler, Elies älteste Schwester, in ihrer Zeugenaussage bei der Shoa Stiftung im Jahr 1995 aus. Sie hatte erfahren, daß ihr Vater starb, als er aus dem Zug gestiegen sei.

"Und ich sagte, wo ist Vater? Er antwortete, her ging zurück nach Sighet (das war der rumänische Heimatort der Wiesels), er (Elie) wollte es mir nicht sagen (daß er tot war). Und ich wiederholte, aber wo ist er? Und er beharrte darauf, er sei in Sighet. Und ich sagte, schau, ich möchte, daß Du mir die Wahrheit sagst. Denn er wußte das Datum von meines Vaters Tod. Du weißt, sie machten einen langen Marsch von Auschwitz, dann setzten sie sie in den Zug nach Buchenwald, her starb, nach Luft ringend, als der Zug ankam, er starb nach Luft keuchend in Buchenwald. Doch er kannte das Datum."

Also, die Schwester berichtet, daß laut Aussage des Bruders, der Vater bei der Ankunft des Zuges im Lager Buchenwald starb.
Und was hat der Friedensnobelpreisträger in seinem Buch dazu geschrieben?
Auf Seite 104 liest man:

AT THE ENTRANCE TO THE CAMP, SS officers were waiting for us. We were counted. Then we were directed to the Appelplatz. The orders were given over the loudspeakers:
"Form ranks of fives! Groups of one hundred! Five steps forward!"
I tightened my grip on my father's hand. The old, familiar fear: not to lose him.

Auf Seite 107:

EVERY DAY, my father was getting weaker. His eyes were watery, his face the color of dead leaves. On the third day after we arrived in Buchenwald, everybody had to go to the showers. Even the sick, who were instructed to go last.

Auf Seite 110.

A WEEK WENT BY like that.
"Is this your father?" asked the Blockälteste.
"Yes."
"He is very sick."
"The doctor won't do anything for him."
He looked me straight in the eye:
"The doctor cannot do anything more for him. And neither can you."

Und dann folgt das grausige Finale auf Seite 112.

I WOKE UP AT DAWN on January 29. On my father's cot there lay another sick person. They must have taken him away before daybreak and taken him to the crematorium. Perhaps he was still breathing.…

Quelle: https://psv6.vk.me/c609524/u40972160/docs/281cedc4d091/Elie_Wiesel_-_Night_FULL_TEXT.pd...

Der todkranke Vater wurde vermutlich noch atmend (also lebendig) ins Krematorium geworfen.

Vermutlich wird man Wiesels wundersame Geschichten – ähnlich wie die von Kurt Gerstein – nach und nach aus dem Fundus des wichtigsten Ereignisses des 20. Jahrhunderts entfernen.

mfG
nereus

Zu dem Thema bewegt sich was

Leserzuschrift @, Montag, 04.07.2016, 13:25 vor 3521 Tagen @ nereus 2110 Views

"Tell the Truth and shame the Devil" von Gerard Menuhin,
Original in Englisch im Dezember 2015 erschienen, deutsche Übersetzung mit dem Titel" Wahrheit sagen,Teufel jagen" seit Mitte Mai als PDF im Netz verfügbar.
Für alle, die die Siegergeschichte kritisch betrachten.

Beste Grüße

Matthias

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