Psychopathen

QuertreiBär @, Samstag, 02.07.2016, 11:18 vor 3523 Tagen 6610 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 02.07.2016, 13:30

wer nicht verstanden hat, dass es auf dieser Welt zwei Arten von Menschen gibt, - nämlich Normalos und Psychopathen -, kann auch nicht verstehen, warum diese Welt so ist, wie sie ist´.
Dieses Wissen ist zusammen mit dem Wissen um das "Scheingeldsystem" aus meiner Sicht elementar.

(Link gelöscht vom Moderator wegen Copyright)

Eure Meinung dazu?

LG, QuertreiBär

Unfug

Prophet @, Samstag, 02.07.2016, 12:01 vor 3523 Tagen @ QuertreiBär 4963 Views

dieser Welt zwei Arten von Menschen
gibt, - nämlich Normalos und Psychopathen

Völliger Unfug. Als ob es bloß zwei Arten von Menschen gäbe. Selten so gelacht. Ausserdem weiß schon jedes Kind, dass die Grenzen zwischen "normal" und "psychopathisch" völlig willkürlich gezogen werden, und IMMER Auslegungs- und Interpretationssache sind. Es gibt keine scharfe Grenze zwischen "verrückt" und "normal". Das ist immer nur im Vergleich zu deinem eigenen (anerzogenen, anerlernten) Werturteil möglich, also völlig subjektiv und damit totale Banane. Was für dich "verrückt" klingt, ist für andere "normal" und "sinnvoll". Und umgekehrt. Ist doch logisch.


-, kann auch nicht verstehen,

warum diese Welt so ist, wie sie ist´.


Aha. Schön, wenn man so ein einfältiges Weltbild hat. Erstaunlich, was für einen pseudo-psychologischen Quatsch man heute in Gazetten abdruckt. Und dafür soll man auch noch 6,40 EUR bezahlen. Na Bravo. Für das Geld bekommt man ein Jahr Zugang in eine Bibliothek, das ist 100x besser angelegt.

Da hat man vor 100 Jahren schon bessere Bücher über Psychologie verfasst. Einfach mal ein paar Klassiker lesen, anstatt immer so einen Klicki-Klicki-Kinderkram zu konsumieren. Kein Wunder, dass der sogenannte "Mainstram" die "alternativen Medien" nicht ernst nimmt. Es ist ja auch zu 99% Müll, was dort verfasst wird, weil 150 Jahre wissenschaftliche Erkenntnis permanent ignoriert wird. Aber FastFood ist halt auch leichter konsumiert als selbst zubereitetes SlowFood. Am besten erklärt man die Welt heute in 128 Zeichen. Mehr versteht eh' keiner mehr. Zuviele Buchstaben und Sätze und so... macht das Leben unnötig kompliziert.

Kopfschüttelnde Grüße,
Prophet

Schon sieben Jahre im Gelben und dann einfach die Unfug-Keule ziehen?

kieselflink @, Samstag, 02.07.2016, 19:34 vor 3523 Tagen @ Prophet 4039 Views

Völliger Unfug. Als ob es bloß zwei Arten von Menschen gäbe. Selten so
gelacht.

Stimmt. Es soll auch Große und Kleine, Dünne und Dicke, Schlaue und weniger Schlaue usw. geben...

Ausserdem weiß schon jedes Kind, dass die Grenzen zwischen
"normal" und "psychopathisch" völlig willkürlich gezogen werden

Das mag sein. Aber ist das ein Grund, auf dem Erkenntnisstand eines Kindes stehen zu bleiben?

Ich denke z.B. an die Grundsatzarbeiten von Andrzej M. Łobaczewski, die in seinem Lebenswerk "Politische Ponerologie" mündeten.

Dazu ist im Gelben schon einiges diskutiert worden.

Vor zwei Jahren hatte ich bereits auf die eben erwähnte Schrift verwiesen.

Hier der Link zu einem Interview mit den Herausgebern des Buches, welches recht gut zeigt, wie komplex und kompliziert die Forschung auf dem Gebiet ist - und wie sehr sie behindert wird.

Ich erlaube mir mal ein paar Zitate, da das Interview sehr lang ist. Viele Aussagen sind sicher kontrovers zu diskutieren und teils auch politisch brisant. Wer sich aber mal die Mühe macht, das Interview durchzuarbeiten und dann mal in Gedanken die politischen Akteure und deren Leistungen der letzten 20 Jahre durchgeht, wem werden unwillkürlich eine Reihe von Namen einfallen, die mit den Beschreibungen zumindest korrelieren. Kausale Zusammenhänge will ich hier natürlich keinesfalls unterstellen, kann sie aber nicht ausschließen...

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"... Wenn man zu verstehen beginnt, dass die Zügel der politischen und wirtschaftlichen Macht in den Händen von Leuten ruhen, die kein Gewissen, keine Fähigkeit zu echter Empathie haben, eröffnet das eine komplett neue Sichtweise auf das, was wir als "böse" bezeichnen. "Böses" ist nicht länger ein moralischer Standpunkt; es kann nun wissenschaftlich analysiert und verstanden werden.

Laura: Durch Łobaczewski ist das Wort Ponerologie von seinem religiösen Begriffsinhalt zurückerobert worden, wo es der Gesellschaft als Ganzes nicht viel Gutes beschert hat, und ist nun die wissenschaftliche Studie über das Böse; über das wissenschaftliche Verstehen der Wurzeln, und wie es Individuen, Gruppen und Gesellschaften wie eine Krankheit infiziert.

Wenn Psychopathen die Schmiede von politischen Linien von Regierungen und die Vorstandsmitglieder von großen Gesellschaften sind, wird die ihre Denkweise und ihre Schlussfolgerungen - ihre 'Moral' - allgemeine Kultur und somit auch die 'Moral' der Bevölkerung, der sie vorstehen. Wenn das passiert, wir der Geist der Bevölkerung infiziert, genauso wie ein Pathogen einen physischen Körper infiziert. Die einzige Art, uns selbst gegen pathologisches Denken zu schützen, ist, uns dagegen zu immunisieren, und das wird gemacht, indem man so viel über die Natur/das Wesen der Psychopathie und deren Einfluss auf uns lernt wie nur möglich. Im Wesentlichen erblüht diese 'Krankheit' in einer Umwelt, wo ihre Existenz selbst verleugnet wird; und diese Verleugnung ist geplant und absichtlich.

Während der Titel des Buches hermetisch erscheinen mag, sollte er im Kontext der großen Schwierigkeiten verstanden werden, die Andrzej hatte, dieses Werk überhaupt einmal zu publizieren. Die ersten beiden Manuskripte sind verloren gegangen, so wie er es in der Einleitung des Buches beschreibt. Eines musste Minuten vor der Ankunft der Polizei bei einer Razzia seiner Wohnung verbrannt werden. Das Zweite wurde über einen Mittelsmann an den Vatikan gesandt, und wurde nie wieder gesehen. Die dritte Version - jene, die von Red Pill Press herausgegeben wird - wurde geschrieben während Andrzej in den USA während der Reagan Präsidentschaft lebte. Zbigniew Brzeszinski bot ihm an, einen Verlag zu finden, aber nach einigen Monaten wurde klar, dass er im besten Fall nichts unternahm, und im schlechtesten Fall sicherstellte, dass es niemals publiziert wird. Das Manuskript lag über zwanzig Jahre daher in einer Schreibtischlade. Es war für eine professionelle Audienz geschrieben worden und der Titel wurde in diesem Kontext gewählt. Das ist auch der Grund, warum der Text äußerst dicht gepackt ist, und der Titel reflektiert daher auch, dass er nicht für den Laien geschrieben wurde. Er wurde für Professionelle in einem akademischen Stil geschrieben, der Łobaczewskis Hintergrund reflektierte.

Wir arbeiten im Moment an einer populäreren Version seiner Ideen.

[...]


Es gibt eine Zahl an Wesenszügen, die wir in Psychopathen finden: Ein offensichtliches Merkmal ist das vollständige Fehlen von Gewissen. Ihnen fehlt jeder Sinn von Reue oder Empathie mit Anderen. Sie können aber extrem charmant sein und sind Experten darin sein, wie man durch Sprache ihre Beute bezaubert und hypnotisiert. Weiters sind sie unverantwortlich. Nichts ist jemals ihre Schuld; jemand anders oder die ganze Welt ist immer für ihre 'Probleme' oder Unzulänglichkeiten zu beschuldigen. Dr. Martha Stout identifiziert in ihrem Buch Der Soziopath von Nebenan etwas, das sie Mitleidsmasche nennt. Psychopathen setzen Mitleid ein, um zu manipulieren. Sie überreden dich dazu, ihnen nur eine einzige weitere Chance zu geben, aber niemandem etwas davon zu erzählen, was sie getan haben. Also ist ein weiterer Wesenszug von ihnen - und noch dazu ein sehr wichtiger - ihre Fähigkeit, den Fluss von Informationen zu kontrollieren.

Sie sind weiters unfähig zu tiefen Emotionen. Als Dr. Hare - ein kanadischer Psychologe, der seine gesamte Karriere mit dem Studium von Psychopathie verbracht hat - Gehirntomographien von Psychopathen erstellt hat, während er ihnen zwei Arten von Wörtern zeigte - eine Gruppe voller neutraler Wörter, ohne emotionalen Assoziationen, und eine zweite Gruppe voller emotional geladener Wörter - , sah man, dass, während bei der nichtpsychopathischen Kontrollgruppe unterschiedliche Gehirnregionen aufleuchteten, bei den Psychopathen beide Wortgruppen im selben Bereich im Gehirn verarbeitet wurden: das Sprachzentrum. Sie hatten keine unmittelbare emotionale Reaktion.

Unser gesamtes emotionales Leben ist für sie ein Mysterium, während es aber ein gewaltiges Werkzeug für sie zur Verfügung stellt, uns zu manipulieren. Denken Sie an jene Momente, wo wir durch unsere Emotionen stark beeinflusst werden, und unsere Fähigkeit zu Denken eingeschränkt ist. Stellen Sie sich nun vor, dass sie fähig dazu wären, diese Emotion vorzutäuschen und kühl und berechnend zu bleiben, während die andere Person in einem emotionalen Hexenkessel gefangen ist. Sie könnten Tränen oder Jammern einsetzen, um zu bekommen, was sie wollen, während ihr Opfer wegen den Emotionen, das es durchlebt, bis in die Verzweiflung getrieben wird.

[...]


Viele der im englischen Raum geschriebenen Bücher über Psychopathie sprechen über Psychopathen als eine Gruppe, die eine gemeinsame Ansammlung von Merkmalen haben. Der am weitesten verbreitete Maßstab zur Messung von Psychopathie wurde von Dr. Hare entwickelt. Er wird PCL-R genannt. Er listet zwanzig Wesenszüge auf, die in dieser Persönlichkeit gefunden werden. Wenn ein Wesenszug nur gelegentlich bemerkt wird, gibt das einen Punkt; wenn der Wesenszug deutlich ist, gibt das zwei Punkte. Die größte Summe ist somit 40. Leute, die mehr als 30 Punkte auf dem PCL-R Maßstab haben, werden als Psychopathen angesehen.

[...]


Łobaczewski diskutiert das Faktum, dass die Psychologischen Wissenschaften in Nazideutschland und dem stalinistischen Russland kooptiert wurden, um totalitäre Regimes zu unterstützen, und dass dies von Psychopathen in Machtpositionen gefördert wurde, die sich anschließend darangemacht haben, jede Möglichkeit, dass akkurate Informationen über diesen Zustand weitreichend bekannt gemacht werden, zu vernichten. Er hebt hervor, dass jedes Regime, das vorrangig von pathologischen Abweichenden zusammengestellt ist, es den Psychologischen Wissenschaften nicht erlauben kann, sich frei zu entwickeln und zu florieren, weil es dazu führen würde, dass das Regime selbst als krankhaft diagnostiziert werden würde, was in weiterer Folge "dem Mann hinter dem Vorhang" sichtbar machen würde.

[...]


Nach Robert Hare, Cleckley, Łobaczewski et. al. und vielen andere Experten in Psychopathie, kann eine Diagnose von Psychopathie nicht auf der Basis von einfach sichtbaren Verhaltenssymptomen unter Ausschluss von zwischenmenschlichen und affektiven Symptomen getroffen werden, denn ein solcher Versuch würde Psychopathen aus vielen Menschen machen, die einfach nur durch das Leben oder die Gesellschaft selbst verletzt worden sind, und erlaubt stattdessen den wahren Psychopathen, die eine gut konstruierte Maske der Normalität tragen, einer Entdeckung zu entgehen.

[...]


Andere neue Studien kommen auf ähnliche Ergebnisse und Schlussfolgerungen: dass Psychopathen eine große Schwierigkeit haben, verbales und nonverbales affektives (emotionales) Material zu verarbeiten, dass sie dazu tendieren, die emotionale Signifikanz von Ereignissen falsch zu erfassen, und, was besonders wichtig ist, dass diese Defizite sich durch Brain-Imaging (Gehirnscan-) Techniken sichtbar machen lassen. Psychopathen zeigen auffällige inter-hemispherische Verteilung von Verarbeitungsprozessen, haben Schwierigkeiten, die subtilen Bedeutungen und Nuancen der Sprache, so wie z.B. Wortwitz, Metaphern etc., zu erkennen, haben schlechte olfaktorische Unterscheidungsgabe - möglicherweise wegen orbitofrontaler Störung - , und haben etwas, was wie eine subklinische Form von Denkstörung aussieht, charakterisiert durch fehlende Kohäsion und Kohärenz in ihrer Sprache. All diese kognitiven und affektiven Anomalien können in keinem einzigen der anderen Modelle der Psychopathie erklärt werden, und sie können durch bildgebende Techniken nachgewiesen werden.

[...]

Das ist eine geladene Streitfrage. Wie Łobaczewski hervorhebt: Wenn sich ein Psychopath selbst als normal betrachtet - was natürlich um einiges leichter fällt, wenn er Autorität besitzt - , dann wird er eine normale Person als 'anders' und somit abnormal sehen. Die Aktionen und Reaktionen einer normalen Person, ihre Ideen und moralischen Kriterien fällt bei Psychopathen als abnormal auf. Einem Psychopathen kommt eine normale Person als naiv vor, so wie ein besserwisserischer Gläubiger an kaum nachvollziehbare Theorien über Liebe, Ehre und Gewissen. Ihn als "verrückt" zu bezeichnen liegt nicht fern. Das erklärt, warum pathologische Regierungen Dissidenten immer als "mental krank" abstempelten.

[...]


Essenzielle Psychopathen sind der Typus, der am ähnlichsten zur Vorstellung von Psychopathie, wie sie von Cleckley, Hare, Babiak und anderen diskutiert wird, ist. Łobaczewski erwähnt die furchterregende Anmerkung, dass "sie schon im Kindesalter lernen, sich gegenseitig in einer Menschenmenge zu erkennen, und sie ein Gewahrsein der Existenz Anderer, die ihnen ähnlich sind, entwickeln. Sie werden sich auch gewahr, dass sie sich von der Welt der anderen Menschen, die sie umgeben, unterscheiden. Sie betrachten uns von einer gewissen Distanz, wie eine paraspezifische Spezies."

Denken Sie über die Folgen dieser Anmerkung nach: Sie sind sich, als Gruppe, in einem gewissen Ausmaß über sich selbst bewusst, sogar schon in der Kindheit! In Anerkennung ihrer fundamentalen Unterschiede zum Rest der Menschheit würde somit ihre Loyalität Anderen ihrer Art gehören, d.h. anderen Psychopathen. Łobaczewski hebt hervor, dass in jeder Gesellschaft unserer Welt psychopathische Individuen oft aktive Zusammenschlüsse unter geheimer Absprache bilden - in einem gewissen Ausmaß entfremdet von der Gemeinschaft normaler Leute. Sie sind sich bewusst, dass sie anders sind. Ihre Welt ist auf ewig im Sinne von "Wir gegen sie" getrennt; d.h., ihre Welt mit ihren eigenen Gesetzen und Gepflogenheiten versus dieser anderen, "fremden Welt" der normalen Menschen voller vermessener Vorstellungen und Gebräuchen von Wahrheit, Ehre und Anstand, in deren Licht - so wissen sie - sie moralisch gerichtet würden. Ihr eigener verdrehter Sinn von Ehre verpflichtet sie zu Betrügen und Nicht-Psychopathen und ihre Werte zu verunglimpfen. Im Widerspruch zu den Idealen normaler Menschen denken Psychopathen, dass das Brechen von Versprechen und Abmachungen zu normalem Verhalten zählt. Sie begehren nicht nur Besitztümer und Macht, sondern denken auch, dass sie ein Recht darauf hätten, einfach nur, weil sie existieren und sie es wollen. Aber sie verspüren eine besondere Genugtuung, wenn sie sie von Anderen an sich reißen; was sie plagiieren, erschwindeln und erpressen können sind Früchte, die süßer sind als die, die sie durch ehrliche Arbeit erwirtschaften. Sie lernen auch schon sehr früh, dass ihre Persönlichkeiten traumatisierende Effekte auf die Persönlichkeiten von Nicht-Psychopathen haben können, und wie sie Vorteile aus diesem Terror für die Erfüllung ihrer Ziele ableiten können.

Stellen Sie sich also vor, wie Menschen, die nicht das Wissen um diese Sachverhalte haben, komplett im Dunkeln tappen, und von diesen Individuen getäuscht und manipuliert werden können, wenn sie z.B. in verschiedenen Ländern an der Macht sind und vorgeben, den jeweiligen Bevölkerungen gegenüber loyal zu sein, während sie offensichtliche und leicht zu erkennende physische Unterschiede zwischen Gruppen (wie Rasse, Hautfarbe, Religion etc.) ausspielen. Psychologisch normale Menschen würden in diesem Szenario auf Basis von irrelevanten Unterschieden gegeneinander aufgebracht werden, während die an der Macht sitzenden [psychologisch] Abweichenden - die sich fundamental von dem Rest unterscheiden, da sie kein Gewissen haben und unfähig sind, für andere Menschen zu fühlen - als Drahtzieher die Früchte ernten.

Ich denke, dass dieses Szenario ziemlich genau die Situation beschreibt, mit der wir heute konfrontiert sind.

[...] "

-----------------[ snap ]----------------------

(Edit: Typo)

--
cheers - kieselflink

Danke, mögliche Lösung des Problems?

Reikianer @, Sonntag, 03.07.2016, 10:54 vor 3522 Tagen @ kieselflink 3069 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 11:24

Danke für die Infos, kieselflink.

Wenn man einem Nicht-Soziopathen in einem MRT Bilder zeigt, die Mitgefühl/Anteilnahme auslösen, wird im Gehirn eine bestimmte Region aktiv, bei Soziopathen ist dies nicht der Fall. Meiner Meinung nach sollte jede Person in leitenden Funktionen einem solchen Test unterzogen werden, wer durchfällt, sollte nicht nur seinen Job verlieren, die Gesellschaft muss auch vor denen geschützt werden...wie man das mit dem Grundgesetz und Menschenrechten vereinbaren kann - würde mich über input freuen.

Beste Grüße,

Jens

P.S.: Soziopathen sind die größte Geißel der Menschheit...

Das ist ein Riesenproblem! Dazu ist das alles zu neu! Es gibt zu viele Ausnahmen!

Olivia @, Sonntag, 03.07.2016, 11:57 vor 3522 Tagen @ Reikianer 3162 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 13:29

In den neuropsychologischen Interviews wird immer das Beispiel eines französischen Beamten bemüht. Er lebt ein völlig normales Leben, ist verheiratet, hat 2 Kinder und macht seine Arbeit wie alle anderen auch.

Rein zufällig wurde einmal eine Aufnahme seines Gehirns gemacht. Es stellte sich heraus, dass er kein normales Gehirn besaß.
http://www.welt.de/wissenschaft/article1042145/Franzose-fuehrt-normales-Leben-mit-Mini-...

Aufgrund solcher Befunde tiefe Eingriffe in das Leben von Menschen zu machen halte ich für kriminell.
Man muss nach dem VERHALTEN urteilen! Schädigt jemand bewusst andere oder tut er/sie das nicht! Auch Psychopathen fallen im betrieblichen Alltag auf. Das Thema muss nur ein Topic sein. Genauso wie das Thema "Mobbing". Aber bitte keine Vorverurteilung nur weil das Gehirn anders ausschaut.

Den armen Franzosen den hätten sie ansonsten gleich als Kind ins Narrenhaus geschickt, statt zu erkennen, dass es offensichtlich auch "ohne" geht.

--
For entertainment purposes only.

Das ist aber kein Soziopath

Reikianer @, Sonntag, 03.07.2016, 13:53 vor 3522 Tagen @ Olivia 2768 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 14:10

Hallo Olivia,

in dem Link geht es aber nur um jemanden, der trotz geringer Hirnmasse ein weitgehend normales Leben führen kann. Will auch keine totalitären Methoden anwenden und meine, dass Differenzieren sehr wichtig ist (Dank @ Miesespeter: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=391784 ), aber eigentlich müsste bei allen, die wichtige Positionen bekleiden, sichergestellt werden, dass sie mitfühlen können und keine Empathie-amputierten Monster sind...

Beste Grüße,

Jens

Natürlich ist das kein Soziopath. Das war lediglich ein Beispiel für "Gehirndiagnostik".

Olivia @, Sonntag, 03.07.2016, 14:35 vor 3522 Tagen @ Reikianer 2713 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 17:14

Hallo Olivia,

in dem Link geht es aber nur um jemanden, der trotz geringer Hirnmasse ein
weitgehend normales Leben führen kann. Will auch keine totalitären
Methoden anwenden und meine, dass Differenzieren sehr wichtig ist (Dank @
Miesespeter: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=391784 ), aber
eigentlich müsste bei allen, die wichtige Positionen bekleiden,
sichergestellt werden, dass sie mitfühlen können und keine
Empathie-amputierten Monster sind...

Beste Grüße,

Jens

.......................

Natürlich würde man sich das wünschen. Aber wenn man nicht komplett in einem Orwell-Staat leben möchte, dann wird man solche Diagnostik außen vor lassen. Ich fürchte allerdings, dass da noch weit mehr auf uns zukommt. Ich erinnere nur an die jahrelang beliebten Rohrschachtests, bei denen in einem Experiment festgestellt wurde, dass nicht die diagnostizierten Patienten die gefundenen Probleme hatten, sondern die Therapeuten (in dem Falle handelte es sich um Finanzprobleme - daher konnte das sehr eindeutig nachgewiesen werden). Diese Untersuchung konnte ich auf die Schnelle allerdings nicht finden (ist bereits viele Jahre her, dass ich das gelesen habe).
https://de.wikipedia.org/wiki/Rorschachtest#Kontroverse
Das Problem besteht leider immer darin, dass die Menschen (auch Profis) immer wieder vergessen, dass Wissenschaftliche Hypothesen und Theorien niemals die Realität widerspiegeln. Sie versuchen eine Annäherung an die Realität und können nur falsifiziert werden, nicht verifiziert. Wenn man über einen längeren Zeitraum das Kommen und Gehen von solchen Ansätzen gesehen hat, dann wird man vorsichtig.

--
For entertainment purposes only.

Bei Soziopathen ist die Diagnose aber einfacher (mkT):

Reikianer @, Sonntag, 03.07.2016, 15:06 vor 3522 Tagen @ Olivia 2825 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 16:05

Wenn man die unter ein MRT legt und die entsprechende Region wiederholt keine Reaktion zeigt, ist die Diagnose eindeutig...sagt ein Laie, der sich gerne korrigieren lässt, wenn bessere Infos verfügbar sind.

Beste Grüße,

Jens

P.S.: Ich will auch keinen Orwellstaat, s.o., aber das Problem muss angegangen werden. (Edit: Wie weiter oben schon geschrieben: Wie kriegt man das mit Grundgesetz und Menschenrechten unter einen Hut?)

Edit: "MRT und dann ist alles klar" ist definitiv keine Lösung, fühlt sich zumindest falsch an.

Narrenhaus? Nein. Man hätte ihn, bei der heutigen Mentalität, abgetrieben! (oT)

SevenSamurai @, Sonntag, 03.07.2016, 14:21 vor 3522 Tagen @ Olivia 2638 Views

- kein Text -

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Danke, Du beschreibst genau die komplexe Problematik. - Ein aktuelles Beispiel.

Vatapitta @, Sonntag, 03.07.2016, 14:35 vor 3522 Tagen @ kieselflink 2999 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 14:59

Hallo kieselflink @all,

danke für deine umfassende Zusammenstellung zu dieser Thematik.
Ich halte es für sehr wichtig diese gesellschaftliche Problematik immer wieder zu thematisieren, um die Öffentlichkeit dafür zu sensiblisieren. Das wird noch ein weiter Weg, weil es so komplex ist und so schwierig zu erkennen.

Ich hatte in meinem Betrieb von 2000 bis 2005 einen Psychopathen als Teilhaber und konnte ihm nur Dank der Kenntnis des Buches "Gewissenlos - Robert D. Hare" sein kriminelles Verhalten nachweisen und ihn aus der Firma entfernen. Rückblickend kann ich nur sagen, dass diese 5 Jahre eine schreckliche Zeit waren.

Hier beschreibst Du Wesentliches zum Erkennen von Psychopathen:

Es gibt eine Zahl an Wesenszügen, die wir in Psychopathen finden: Ein
offensichtliches Merkmal ist das vollständige Fehlen von Gewissen. Ihnen
fehlt jeder Sinn von Reue oder Empathie mit Anderen. Sie können aber
extrem charmant sein und sind Experten darin sein, wie man durch Sprache
ihre Beute bezaubert und hypnotisiert. Weiters sind sie unverantwortlich.
Nichts ist jemals ihre Schuld; jemand anders oder die ganze Welt ist immer
für ihre 'Probleme' oder Unzulänglichkeiten zu beschuldigen. Dr. Martha
Stout identifiziert in ihrem Buch Der Soziopath von Nebenan etwas, das sie
Mitleidsmasche nennt. Psychopathen setzen Mitleid ein, um zu manipulieren.
Sie überreden dich dazu, ihnen nur eine einzige weitere Chance zu geben,
aber niemandem etwas davon zu erzählen, was sie getan haben. Also ist ein
weiterer Wesenszug von ihnen - und noch dazu ein sehr wichtiger - ihre
Fähigkeit, den Fluss von Informationen zu kontrollieren.


Aktuell betreue ich eine über 80jährige Frau, die ich seit vielen Jahren kenne und schätze. Sie ist hoch intelligent und verfügt über eine außergewöhnliche Sensibilität/Empathie für ihre Mitmenschen. Seit einiger Zeit kam sie zu mir in die Praxis und zeigte für sie ungewöhnliche Stressanzeichen. Sie hat seit ca. einem Jahr einen neuen Partner aus ihrer Nachbarschaft. Man unterstützt sich gegenseitig im Alltag und ist bei der Bewältigung des Lebens zum Teil aufeinander angewiesen/von einander abhängig. Sie hat ein - für dieses Alter - großes soziales Netz. Vor kurzem erzählte sie mir, dass ihr Partner weiß, was sie denkt und sie manipuliert. Gestern hat Sie mir berichtet, dass sie sich von diesem Mann getrennt hat. "Ihr seien 1000 Steine vom Herzen gefallen." Bei dieser Entscheidung wurde sie von ihrem gesamten Umfeld unterstützt.

Bei mir war sie wegen ihrer äußerst hartnäckigen Schmerzen. Erst eine Behandlung mittels Ohrakupunktur (Angst, Valium, Depression, Ohr Shen Men) führte zu weitgehendem Abbau der vegetativen Grundanspannung des gesamten Körpers, so dass ich die Schmerzsymptomatik gezielt behandeln konnte. Ihre Atemfrequenz normalisierte sich im Verlauf der Akupunktur und Arme und Beine kribbelten heftig und wurden schwer - ein Zeichen von tiefer Entspannung und Loslassen.

Diese für sie ungewöhnliche Anspannung führe ich auf die inneren Konflikte auf Grund immer wieder versuchter und teilweise erfolgreicher Manipulation zurück. Wenn sie seine Manipulation durchschaut hat, hat er sie meist dadurch "beruhigt", dass er sich für schuldig erklärt hat. Dieses soziale Muster hat er anscheinend in seiner Ehe gelernt und auch dort oft verwendet. Seine Frau war schwer an Rheuma erkrankt.

Letzteres beschreibe ich, weil in obigem Zitat steht: Nichts ist jemals ihre Schuld.
Er hat es sicher so betrachtet, konnte aber sein sozial erlerntes Muster zur Manipulation nutzen.

Man sei sich bitte nie sicher:

Nach Robert Hare, Cleckley, Łobaczewski et. al. und vielen andere
Experten in Psychopathie, kann eine Diagnose von Psychopathie nicht auf der
Basis von einfach sichtbaren Verhaltenssymptomen unter Ausschluss von
zwischenmenschlichen und affektiven Symptomen getroffen werden,
denn ein
solcher Versuch würde Psychopathen aus vielen Menschen machen, die einfach
nur durch das Leben oder die Gesellschaft selbst verletzt worden sind, und
erlaubt stattdessen den wahren Psychopathen, die eine gut konstruierte
Maske der Normalität tragen, einer Entdeckung zu entgehen.


Ob nun der Debitismus das maßgebliche Problem ist, oder dass Psychopathen an vielen Schalthebeln der Gesellschaft sitzen, gleicht eventuell der Frage nach Huhn und Ei. Ich kann sie nicht beantworten; halte es aber für möglich, dass beides zwei Seiten der selben Medaille sind.

Es gibt daneben vielfältige andere Probleme, die im Gelben nicht außer Acht gelassen werden sollten. Monolithische Problemlösungen werden der komplexen Lage eher nicht gerecht.


Mit herzlichen Grüßen

Vatapitta

PS: @ QuertreiBär kannst Du bitte den Titel und den Namen der Autorin des Artikels nennen. Da der Moderator den Link wegen Copyright gelöscht hat, kann ich den Artikel sonst nicht finden.
Psychopathie ist laut Robert D. Hare nicht zu therapieren. Psychologische Sitzungen sind, seiner Einschätzung nach, für Psychopathen Fortbildungen in Manipulation.

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Quelle

Nordlicht @, Sonntag, 03.07.2016, 15:29 vor 3522 Tagen @ Vatapitta 2803 Views

Natalia Veinoglou: Wölfe in Schafspelzen, Smart Investor 7/2016

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Vergebliches Bemühen

nemo, Samstag, 02.07.2016, 13:35 vor 3523 Tagen @ QuertreiBär 4363 Views

bearbeitet von nemo, Samstag, 02.07.2016, 13:57

wer nicht verstanden hat, dass es auf dieser Welt zwei Arten von Menschen
gibt, - nämlich Normalos und Psychopathen -, kann auch nicht verstehen,
warum diese Welt so ist, wie sie ist´


Es bringt nicht viel, die Welt in Psychopathen und Normales einzuteilen.
Gehen wir doch gleich direkt zum Thema.

Die Frau hat es offenbar noch nicht verstanden:

Der Markt ermutigt weder zu Unehrlichkeit und Betrug noch belohnt er
Betrüger oder Schwindler, egal wie zynisch wir ihn sehen wollen. Letztlich
entscheiden das Ansehen und die Vertrau- enswürdigkeit über Wohl und
Wehe jeder Organisation. Jeder Versuch, durch betrügerische Praktiken
vorwärts zu kommen, ist kurzsichtig und zum Scheitern verurteilt: Enron,
Bernie Madoff, WorldCom, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Der Wahnsinn dieser Welt kann in zwei Worten zusammengefasst werden:

globalisierter Kapitalismus.

Es ist ein Widerspruch in sich selbst, denn alle Probleme und
Herausforderungen können nur zum Wohle und im Interesse aller
Lebewesen gelöst werden. Das heißt, solidarisch und mit demselben
Ziel. Nicht in gegenseitiger Konkurrenz bis hin zu Kriegen um
Öl und Marktanteile.

Sobald Menschen ihr eigenes Wohlergehen über das Wohlergehen
anderer Lebewesen stellen, gerät die Gesellschaft in eine
Schieflache. Aber diese Schieflache ist die Methode mit der
versucht wird, das ganze System aufrecht zu erhalten.

Es geht allein um die Bedingungen, die wir uns als Ziel setzen
um miteinander zu leben und zu wirtschaften. Die Frage ist, wie
und wodurch dieser Bewusstseinsprozess stattfindet. Die Natur
kennt keine Gnade und wird uns töten, wenn dieser Prozess
nicht in Gang kommt.

Profit als Wirtschaftsgrundlage wird die Menschheit auslöschen.
Soweit muss man schon denken, wenn man sich mit diesen
Themen auseinander setzt. Aber da ist diese Frau noch Lichtjahre
von entfernt. Gar nicht zu reden vom Fiat-Geldsystem und der
systematischen Aufschuldung.

Gruß
nemo


P.S. Als kleine Nachhilfestunde empfehle ich der
Kommunikationswissenschaftlerin nachfolgendes Gespräch
mit Ken Jebsen und Matthias Bröckers

Die ganze Wahrheit über alles

Video-Gespräch Kebsen und Bröckers

BerndBorchert @, Samstag, 02.07.2016, 14:44 vor 3523 Tagen @ nemo 3876 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 02.07.2016, 15:01

Danke für den Tipp, aber mir ist der Appetit auf dieses neue Buch vergangen.

ca. Min. 10: angeblich sei es ein großes angeborenes Problem, dass Menschen Vorbehalte gegen Fremde haben. Angesichts der aktuellen Pro-immigrations-Haltung von Politik und Medien sehe ich es genau umgekehrt: dass die Vorbehalte gegen Fremde unrealistisch heruntergeschraubt werden, ist eine große Gefahr (Sozialkosten, Kriminalität, Absinken Bildungsniveau, Überbevölkerung, Rechts/Links-Polarisierung, Volkszerstörung, Identitätszerstörung, Bürgerkrieg, etc.)

ca. Min. 20: Maschinen sollen Rentenbeiträge zahlen, damit die Renten sicher sind. Jetzt reicht's, Schluss mit dem Video.

Schuster, bleibt bei Deinen Leisten. Im Fall von Bröckers ist es das Thema Aufkläriung 11.September, wo er ganze Arbeit geleistet hat. Die Welt erklören erklären und/oder retten: Lass es lieber sein!

Bernd Borchert

Das Geschäftsmodell der Psychopathen

nemo, Samstag, 02.07.2016, 16:26 vor 3523 Tagen @ BerndBorchert 3928 Views

bearbeitet von nemo, Samstag, 02.07.2016, 16:29

Hallo Bernd,

Herr Bröckers hat bestimmt nicht die Lösungen für all unsere Probleme und er hat
auch Ansichten, die ich nicht teile. Aber er hat erkannt, dass wir uns Ziele setzen
und Dinge verändern können bzw. dass dies der einzige Weg ist.

Das ist ein intelligenterer Ansatz, als die Welt in Psychopathen und Normalos
einzuteilen wo die Schuld auf Personengruppen projiziert wird. Teilweise stimmt
das vielleicht, aber es kann nicht die Lösung sein, diese Leute zu therapieren.
Wer so etwas vertritt, der hat noch nicht mal das Problem verstanden.

Das Problem ist doch, dass das Geschäftsmodell mit dem die Psychopathen
dieser Welt ihren Reibach machen und ihre Macht ausüben von uns
mitgetragen und nicht hinterfragt wird. Sollen wir uns jetzt mit Psychopathen
beschäftigen oder wäre es nicht besser, das Geschäftsmodell zu ändern?

In einer gesunden Gesellschaft mit einem funktionierenden Immunsystem,
hätten Psychopathen überhaupt keine Chance. Daher gefällt mir der Ansatz
von Herrn Bröckers, bei dem es darum geht, zu erkennen was hier schief läuft,
damit wir unsere Einstellung ändern können.

Gruß
nemo

Wir werden uns mit beidem beschäftigen müssen. "Entweder/oder" reicht leider nicht.

Olivia @, Sonntag, 03.07.2016, 07:32 vor 3522 Tagen @ nemo 3252 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 07:45


In einer gesunden Gesellschaft mit einem funktionierenden Immunsystem,
hätten Psychopathen überhaupt keine Chance.

.................

Das hört sich zwar sehr gut an, wird so aber kaum funktionieren. Man muss damit leben, dass es Psychopathen gibt, völlig unabhängig vom gesellschaftlichen System.
Wenn Du Dich mit dem Thema etwas auseinandersetzt, dann wirst Du auch erkennen, warum sie so "erfolgreich" sind. Die "Erfolgreichen" können sich extrem gut allen möglichen Situationen anpassen und diese ihren Wünschen gemäß instrumentalisieren, die Anderen landen im "Knast" (ähnlich wie bei den Pädophilen - die "Erfolgreichen" haben ihre unsichtbaren Netzwerke, die simpel Gestrickten, landen im Knast).
Die unterschiedliche Psyche kann ein "Normalo" kaum nachvollziehen. Sie legen ohne Probleme Therapeuten "aufs Kreuz" (zumindest die Intelligenten). Über so etwas sprechen Therapeuten nicht gerne. Anwälte sprechen darüber. Sie werden von solchen Leuten ebenfalls oft monatelang "aufs Kreuz" gelegt, bevor sie begreifen, um was es sich handelt.
Eine Freundin von mir (Anwältin) formulierte das so: "Wir haben vor Gericht oft mit ihnen zu tun. Sie sind sehr überzeugend und zu Beginn finden sie Anwälte, die sie glühend verteidigen, weil sie der Meinung sind, dass man ihren Klienten fürchterlich Übles angetan habe. Erst im Verlauf von einigen Monaten begreifen sie, was da abläuft." Eine andere Bekannte von mir (Psychoanalytikerin) wurde über ein Jahr lang "bestens" aufs Kreuz gelegt, weil der Betreffende ihre "Stunden und Beurteilungen" benötigte. Nachdem er sie dann endlich hatte, "änderte" sich sein Verhalten. Er war ebenfalls sehr "überzeugend" und regte die "Hilfsbereitschaft" der Analytikerin entsprechend an.

Dass unser gesellschaftliches Belohnungssystem genau solchen Leuten die "Basis" gibt, sich selbst bestens zu "verwirklichen", das versteht sich von selbst.

"Man" arbeitet aber daran und schaut inzwischen auch "genauer" hin.

Ich denke, dass es gut ist, dass man die Begriffe der Psycho- und Soziopathie in die Alltagssprache bringt. Dies gibt "normal" veranlagten Menschen (die oft Opfer von gewissenlosen Betrügern werden) zumindest die Chance, "vorsichtiger" zu sein.

Wenn man sich aber mit der Thematik "Anderssein" und dieses "nicht begreifen können" näher auseinandersetzen möchte, dann sollte man sich mit dem Schriftgut und den Selbsthilfegruppen von Angehörigen von "Borderlinern" beschäftigen. Es ist oft unendliches Leid, das über die Familien solcher "anders" gelagerten Menschen hereinbricht, weil das, was abläuft, von ihnen nicht verstanden wird. Das Ganze ist hochkompliziert, ja, aber um eine Auseinandersetzung damit wird man nicht herum kommen. Und das Umgehen damit lernt man nur, wenn man sich damit beschäftigt.

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For entertainment purposes only.

Psychopathen an der Macht

nemo, Sonntag, 03.07.2016, 20:28 vor 3522 Tagen @ Olivia 2670 Views

bearbeitet von nemo, Sonntag, 03.07.2016, 20:34

Das hört sich zwar sehr gut an, wird so aber kaum funktionieren. Man muss
damit leben, dass es Psychopathen gibt, völlig unabhängig vom
gesellschaftlichen System.


Das Problem mit den Psychopathen ist doch, dass es ganz unterschiedliche
Psychopathen gibt und eine eindeutige Zuordnung nicht gelingt. Fehlende
Empathie und Skrupellosigkeit ist eine Art dieser Erscheinung. Diese Leute
gehen über Leichen. Aber es gibt auch andere Arten, wie z.B. Menschen,
die alles ihrer Empathie unterordnen und dafür ebenfalls über Leichen gehen.

Ein gutes Beispiel dafür sind die Grünen, die sich emotional über Umwelt-
verschmutzung, Diskriminierung, rechte Parteien und die Industrie
entrüsten. In ihrem gutmenschlichen Wahn erzeugen sie aber nun genau
das, was sie angeblich bekämpfen wollen. Die Umwelt wird mit Windrädern
gerettet, Andersdenkende werden kriminalisiert, die eigene Industrie
wird mit Gesetzen blockiert und jeder der nicht für Multi-Kulti und
Genderismus ist, wird von ihrer Kampftruppe, der Antifa terrorisiert.

Wenn Gefühle den Verstand beherrschen, dann kommen ähnliche Psychopathen
dabei heraus, wie im umgekehrten Fall. Sobald Ideologen eine Gesinnungskultur
fordern und selber beginnen zu diskriminieren – nämlich andere Ansichten –
ist das ein Zeichen für krankhaftes, manisches Verhalten, bei dem Menschen
von ihren eigenen negativen Emotionen gesteuert werden.

Solche Menschen finden man auch überall. Und letztlich unterliegen alle, die
Kriege befürworten und propagieren einem Wahn, der mal genauer untersucht
werden sollte. Es ist nicht so einfach mit diesen Krankheitsbildern. Daher
denke ich, dass es für alle gesünder wäre, wenn auch alle Menschen für
das Wohlergehen der Gesellschaft verantwortlich wären und darüber
entscheiden könnten. Zumindest würde das den Machtwahn der selbst-
ernannten Eliten zügeln und Menschen mit krankhaften Verhaltensmustern
würden nicht mehr in die Entscheidungspositionen gelangen.

Wie schon an anderer Stelle im Forum festgestellt wurde, sind es immer
die ungeeignetsten Charaktere, die in Machtpositionen gelangen. Daher ist
es wohl besser, das Machtsystem zu ändern, so dass dies nicht mehr
möglich ist.

Gruß
nemo

Psychopathen vs. Gutmenschen

LLF @, Sonntag, 03.07.2016, 14:28 vor 3522 Tagen @ QuertreiBär 2958 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 14:35

wer nicht verstanden hat, dass es auf dieser Welt zwei Arten von Menschen
gibt, - nämlich Normalos und Psychopathen -, kann auch nicht verstehen,
warum diese Welt so ist, wie sie ist´.

"Gutmensch" und "Bösmensch"/"Psychopath" sind theoretische Modelle, jeder Mensch sitzt irgendwo zwischen beiden Extrempositionen.

"Psychopathen" (emotionslose Menschen) werden in einer arbeitsteiligen Gesellschaft gebraucht, um Sanktionen durchzusetzen - als Finanzbeamte, Gerichtsvollzieher, Polizisten, Richter oder Staatsanwälte. Das Gegenteil sind "Gutmenschen" mit "ganz viel Empathie", Geistliche, Lehrer und Sozialarbeiter, die sich in die Politik einmischen.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der relativ wenige Menschen ("Chefs") weitreichende Entscheidungen über das Schicksal anderer Menschen treffen können. Je weniger Empathie jemand mitbringt, desto leichter kann er den Job aushalten. Verständlich, dass sich "Psychopathen" (emotionslose Menschen) für Führungspositionen interessieren und Gutmenschen (mit "ganz viel Empathie") aus den Führungszirkeln der Macht fernhalten wollen.

Die hohe Bezahlung für Führungspositionen ist ein zusätzlicher Anreiz.

Sorry, damit hast Du die Problematik der Psychopathie nicht richtig erfasst.

Olivia @, Sonntag, 03.07.2016, 14:49 vor 3522 Tagen @ LLF 2953 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.07.2016, 17:15

"Psychopathen" (emotionslose Menschen) werden in einer arbeitsteiligen
Gesellschaft gebraucht, um Sanktionen durchzusetzen - als Finanzbeamte,
Gerichtsvollzieher, Polizisten, Richter oder Staatsanwälte. Das Gegenteil
sind "Gutmenschen" mit "ganz viel Empathie", Geistliche, Lehrer und
Sozialarbeiter, die sich in die Politik einmischen.

....................

Das trifft leider die Sachlage nicht.

Ein Gerichtsvollzieher, Polizist, Richter, Staatsanwalt muss sicher kein Psychopath sein. Das sind in der Regel Menschen, die ihren Job machen und die oft die Probleme abends mit nach Hause nehmen und nicht abschalten können. Diese Menschen prinzipiell unter einem solchen Label zu subsumieren ist schlicht falsch. - Lies Dir in Wiki die entsprechenden Artikel zu dem Thema durch, die grenzen das vernünftig ein.
Zum Thema "Gutmenschen" sollte man sich u.a. auch einmal mit dem "Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom" beschäftigen.
https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchhausen-Stellvertretersyndrom

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Empathie kann schädlich sein

LLF @, Sonntag, 03.07.2016, 16:07 vor 3522 Tagen @ Olivia 2834 Views

Ein Gerichtsvollzieher, Polizist, Richter, Staatsanwalt [...] sind in der Regel Menschen, die ihren Job machen und die oft die Probleme abends mit nach Hause nehmen und nicht abschalten können.

Könnten sie abschalten, wären sie zufriedener.

Lokführer sind eine weitere Berufsgruppe, bei der Empathie eher schadet. Am besten sind diejenigen Menschen als Lokführer geeignet, die nach einem Personenschaden einfach weiterfahren können. Mangelnde Empathie könnte hier eine Einstellungsvoraussetzung sein.

Die zwei Arten von Menschen und die Evolution

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 03.07.2016, 21:44 vor 3522 Tagen @ QuertreiBär 2896 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.07.2016, 17:20

wer nicht verstanden hat, dass es auf dieser Welt zwei Arten von Menschen
gibt, - nämlich Normalos und Psychopathen -, kann auch nicht verstehen,
warum diese Welt so ist, wie sie ist´.

Erfunden haben die Europäer den Teufel ja nicht, aber nirgendswo in der Welt hat der Teufel (von diabolo) in den letzten beiden Jahrtausenden eine solch rasante Evolution durchlaufen wie im christlichen Abendland.

Ursprünglich war der Teufel, semitisch Satan, ja ein leitender Angestellter Gottes, der die Menschen in dessen Auftrag prüfte (Buch Hiob), und wenn ein Mensch die Prüfung nicht bestand, so wurde er verworfen.
Aber das war bereits ein Evolutionsschritt. Noch ursprünglicher nahm Gott die Prüfung höchstselbst vor - das war Abraham und sein Sohn Isaak, der geopfert werden sollte.
Aber im Zuge der himmlischen Arbeitsteilung wurde die Prüfung des Menschen dann Satan übertragen. Satan hatte also so eine Art leitende-Angestellten-Funktion in Gottes Großkonzern.

Später entwickelte sich Satan offenbar zu so einer Art Widersacher Gottes und hat die Menschen, welche von ihm besessen wurden, verführt. Jesu` Haupttätigkeit und die der ersten Christen bestand dann darin, die Besessenenen zu exorzieren und den Teufel aus ihnen auszutreiben.
Noch heute wird jeder Säugling vor der Taufe exorziert, weil er durch die Erbsünde Adams, die durch den männlichen Samen übertragen wird, bereits vor Geburt vom Teufel besessen ist. Und um ihn für das Reich Gottes zu reklamieren, wird er erst exorziert und dann getauft.
Die Menschen erschienen also als Opfer Satans, die mit Gottes Hilfe und der seiner Priester auf den rechten Weg zurückgebracht wurden.

Das blieb so bis zum Mittelalter.

Da fand dann ein weiterer Evolutionsschritt des Teufels statt, der Mensch ging Kraft seines freien Willens ein Bündnis ein mit dem Teufel, er war also nicht mehr Opfer, sondern gleichberechtigter Vertragspartner.
Und eben deswegen wurden die Hexen und Ketzer zur Strafe verbrannt, weil sie eben den Teufelspakt aus freiem Willen geschlossen hatten.

Und eben in neuester Zeit fand ein neuer Evolutionsschritt des Teufels statt.
Dabei muss man im Auge behalten, dass die Evolution Gottes und des Teufels immer parallel verläuft.
Und Gott ist tot, er wurde vom Menschen getötet. Das kann nur gehen, indem der Mensch sich selber zum Gotte erhebt.
Und wenn der Mensch Gott ist, dann ist er auch Teufel. Das sind die beiden Arten von Menschen, die eingangs erwähnt wurden.
Die einen sind Götter, die anderen Teufel. Der Teufel darf allerdings nie beim Namen genannt werden, weil, wenn man ihn nennt, dann ruft man ihn damit herbei. Deswegen hieß er früher auch der Gottsebeiuns.
Und aus eben diesem Grunde wird die andere Art Menschen eben nicht mit dem teuflischen Namen bezeichnet, sondern mit Psychopathen oder Soziopathen.
Worum es sich dabei aber handelt, fällt dann auf, wenn man sich mal die Eigenschaften ansieht, mit denen sich Psychopathen und Soziopathen auszeichnen. Das sind genau die Eigenschaften, die früher den Menschen zugeschrieben wurden, die einen Pakt mit dem Teufel abgeschlossen hatten, also den Hexen und Magiern, und noch früher den Besessenen.

Wenn der Mensch Gott ist, dann der anderen Art Menschen eben nichts andere übrig, als zum Teufel zu werden.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

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