Russland - vom Nachbarn zum Feindstaat?

Naclador @, Göttingen, Donnerstag, 30.06.2016, 09:57 vor 3523 Tagen 2913 Views

Ok, die Quelle ist oft genug mit Blödsinn aufgefallen, aber unserer aktuellen Bundesregierung würde ich sowas durchaus zutrauen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/06/06/merkel-erklaert-russland-zum-riva...
(Vorsicht, Link geht zu den Deutschen Wirtschafts Nachrichten)

Money Quote: "Russland ist kein Partner mehr, stellt die Regierung fest, sondern ein Rivale."

Ist das zu fassen? Das ist ja schon eine halbe Kriegserklärung. Und dann das paranoide Geschwätz über Putins Propaganda-Trolle. Aufgepasst, vielleicht nehmen Ursulas Cyberkrieger demnächst das Gelbe auf's Korn. Immerhin ein Zeichen, dass unsere Regierung die Deutungshoheit langsam verliert.

Wir brauchen ganz, GANZ schnell eine neue Bundesregierung. Diese Groko kriegt es fertig und hinterlässt von der deutsch-russischen Freundschaft nur noch verbrannte Erde. Und das könnte dann auch bald die in Deutschland dominierende Landschaftsform sein.

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"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Transatlantische Zusammenhänge

Falkenauge @, Donnerstag, 30.06.2016, 11:21 vor 3522 Tagen @ Naclador 2327 Views

Man muss die Zusammenhänge sehen.

Abgesehen von der Einbindung Deutschlands in den Beinahe-Bundesstaat EU, der bereits ca. 80% der Gesetze des Bundestages vorgibt, sind nach der nüchternen Feststellung des US-Geostrategen Brzezinski Westeuropa und Mitteleuropa und damit auch die EU amerikanisches Protektorat, tributpflichtige Vasallenstaaten. Sie bilden den geostrategischen Brückenkopf des US-Imperiums für die Ausdehnung seiner indirekten und direkten Herrschaft nach Zentralasien (s. Europa – geostrateg. Brückenkopf).

Dieses Unterordnungsverhältnis wird notdürftig als “transatlantische Partnerschaft“, als ein Bündnissystem von befreundeten Staaten kaschiert, das Brzezinski ironisch ein System der indirekten und scheinbar konsensbestimmten Hegemonie der Vereinigten Staaten nennt, in dem diese im Mittelpunkt eines ineinander greifenden Universums stehen, in dem die Macht durch dauerndes Verhandeln, im Dialog, durch Diffusion und dem Streben nach offiziellem Konsens ausgeübt wird, selbst wenn diese Macht letztlich von einer einzigen Quelle, nämlich Washington, ausgeht (s. US-Herrschaftsmethoden) In einem Anfall von Aufrichtigkeit gestand Wolfgang Schäuble am 18.11.2011 auch ein: „Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen.“ Zu diesem indirekten Herrschaftssystem gehört die Einbindung in das US-geführte europäische Söldnerheer der NATO, in dem die Vasallenstaaten die Herrschaft und Ausbreitung des US-Imperiums auch militärisch unterstützen müssen.

Ein wesentliches Element der indirekten US-Herrschaft über die Vasallenstaaten ist nach Brzezinski die Einflussnahme auf deren Eliten in Politik, Wirtschaft und Medien, d. h. ihre psychische und karrierefördernde Einbindung in die Interessen und Ziele der USA. Diese Einflussnahme und Einbindung der Eliten geschieht in Deutschland in transatlantischen Organisationen wie Atlantik-Brücke, Aspen-Institut, Deutsche Atlantische Gesellschaft, Atlantische Initiative, American Academy, American Jewish Committee, Deutsche Atlantische Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, European Council on Foreign Relations und anderen, die als private Vereine mit hehren Zielen der deutsch-amerikanischen Freundschaft und der Völkerverständigung auftreten. Im nicht jedermann zugänglichen Inneren werden aber in enger Zusammenarbeit mit amerikanischen Elite-Zirkeln und dem CIA „young-leaders“ (junge Führer) für Führungsaufgaben primär in Politik und Medien herangebildet. Dies öffnet ihnen den Zugang zu weiteren US-dominierten Zirkeln und Veranstaltungen. „Es ist wie eine Gehirnwäsche. Nur merken die deutschen Teilnehmer in der Regel nicht, dass sie einer proamerikanischen Gehirnwäsche unterzogen werden.“

Hier werden also die maßgebenden politischen Marionetten und journalistischen Propagandisten gemeinsam vorbereitet und indoktriniert, und sie unterstützen oder auch ermahnen sich gegenseitig für die amerikanischen Interessen. Neben führenden Politikern wie Angela Merkel, Thomas de Maiziere, Helmut Schmidt, Hans-Peter Friedrich, Cem Özdemir, Peter Altmeier, Karl-Theodor zu Guttenberg z. B. sind oder waren Alpha-Journalisten wie Kai Diekmann (Bild), Günther Nonnenmacher (FAZ), Josef Joffe (Zeit), Thoms Bellut (ZdF), Thomas Roth (ARD) mit transatlantischen Organisationen in Verbindung.
Siehe:
http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/10/31/der-journalismus-als-herrschafts-instru...

Rainer Rupp (Topas) über den Brexit und die Folgen

kieselflink @, Donnerstag, 30.06.2016, 18:36 vor 3522 Tagen @ Naclador 2112 Views

Statt "Nie wieder Krieg!" nun "Nie wieder Krieg ohne uns!"?

Wir brauchen ganz, GANZ schnell eine neue Bundesregierung. Diese Groko
kriegt es fertig und hinterlässt von der deutsch-russischen Freundschaft
nur noch verbrannte Erde. Und das könnte dann auch bald die in Deutschland
dominierende Landschaftsform sein.

Man mag über Brexit denken, was man will. Auf jeden Fall ist einiges in Bewegung gekommen.

Ich empfehle mal folgendes Interview, welches interessante Aspekte enthält, die ich so teils noch nicht gehört hatte. So z.B., dass Bulgarien und Rumänien den Aufmarsch der NATO-Flotte inzwischen behindern, die NATO eher geschwächt wird etc.

KenFM am Set: Rainer Rupp über den Brexit und die Folgen

"[...] Aber, so Rupp, der Brexit hat auch seine guten Seiten. Er hat die Kriegsgefahr mit Russland vermindert, denn die EU-Staaten sind aktuell derart verunsichert, dass sie sich auf weitere Experimente, wie die NATO sie konsequent vorantreibt, nicht einlassen werden.

Viele Staaten, so Rupp, wurden erst in die EU gelockt, um sie dann auch in die NATO zu drängen. Doch auch die NATO ist intern nicht mehr so stabil, wie sie zu verkaufen versucht. Die USA geben den Ton an und Europa muss gehorchen. So sind die Sanktionen gegen Russland Teil eines neuen kalten Krieges, nur dass vor allem Europa dafür einen hohen Preis bezahlen wird. Die USA sind auf Exporte nach Russland nicht angewiesen, machen aber hinter dem Rücken dennoch glänzende Geschäfte mit der russischen Föderation.

Das alles spricht sich rum und es kommt immer lauter zu Widerspruch, auch innerhalb des Militärbündnisses.

Wir stehen vor einer Art Rebellion, nicht nur in der EU, sondern auch in der NATO, und Merkel ist durch den Brexit angezählt und wird Mühe haben, bei den nächsten Wahlen politisch zu überleben. Zu diesem Ergebnis kommt Rainer Rupp.
KenFM traf ihn vor der britischen Botschaft in Berlin."

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cheers - kieselflink

Der Seehofer, die Sanktionen und alles, was man in diesen und allen anderen Zusammenhängen über den Russen wissen muss

Lechbrucknersepp, Donnerstag, 30.06.2016, 20:28 vor 3522 Tagen @ Naclador 1973 Views

bearbeitet von Lechbrucknersepp, Donnerstag, 30.06.2016, 20:37

Wenn mit Medienkaracho Feindbilder herbeigeschrieben werden, erzeugt das genau das Gegenteil, wenn die Wirklichkeit dem Geschriebenen diametral entgegen steht.

Seehofer der alte Fuchs ist aus meiner Sicht Symbolpolitiker im besten Sinne.

Zum Putin fuhr er damals nur, weil die Volksseele dem Iwan inzwischen wohlgesonnen ist, weil gar so auf ihn eingedroschen wurde.

Und wenn Du ein Milchbauer bist und Dich etwas mit den Auswirkungen der Sanktionen auskennst, hast Du eh ein klareres Bild als der gemeine FAZ-Leser.

[image]

Hier wird von Polt in sechs Minuten eigentlich alles über den Russen gesagt, was man in diesem und allen anderen Zusammenhängen wissen muss:

https://www.youtube.com/watch?v=SoIpDdlqzsA

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