Das mit der "Entscheidungshoheit" ist ja nur einer der vielen Gründe, warum sich die EU-Euphorie ins Gegenteil verkehrt hat.
Mein persönliches Bauchgefühl sowie das, was ich beobachtet habe, sagt mir dreierlei:
Der Hauptfehler von Brüssel war, immer zu versuchen, alles über einen Kamm scheren zu wollen. Das geht nun mal nicht bei einer so alten gewachsenen Struktur in Europa, die überaus vielschichtig ist.
Jedes Land hat seine Eigenheiten, seine Spezialitäten, die oftmals lange Tradition sind und zur Marke einer Region geworden sind.
Beispiele:
Portugal und der Port-Wein, bei dem die Trauben beim Pressen mit den Füßen getreten werden
Die traditionelle Methode, den Schafskäse zu erzeugen, direkt vom Schafhirten in seiner Behelfsunterkunft auf der Weide. Gibts von RO bis BUL und GR.
Mich persönlich ärgert, dass ich wg. der EU-Verordnung aus Brüssel meine frische Milch beim Bauern nun nicht mehr "offiziell" von ihm nach Hause geliefert bekommen kann, wie die ganzen Jahre, sondern ich diese bei ihm direkt "schwarz" kaufen muss, dass es keiner sieht.
Durch diesen "Einheitszwang" bringt man die Bürger gegen sich auf, insbesonders die älteren, die sich ihr Leben lang an gewisse Traditionen gewöhnt haben.
Die andere Seite ist das Überfahren der nationalen Regierungen und oftmals auch nur der Versuch dazu. Nachdem die Leute auf die Straße gehen, wird dann nochmal korrigiert. TTIP, CETA, Monsanto, usw. da gibts mehrere Beispiele.
Mit dieser Methode bringt man auch große Teile der jüngeren Bevölkerung gegen sich auf, gerade diejenigen, die sich mit Globalismus und Chemie in den Lebensmitteln auseinandersetzen und ein anderes Gesundheitsbewusstsein entwickelt haben als die ältere Generation.
Ich denke, dass zum Unfrieden in Europa die Pfarrerstochter kräftig beigetragen hat. Sie hat bestimmt, dass die "neuen Facharbeiter" nach Deutschland kommen sollen, ohne zu bedenken, dass zwischen Deutschland und den arabischen und afrikanischen Ländern noch andere europäische Staaten dazwischen liegen, die von der Völkerwanderung wenig begeistert sind.
Sie hat sich verhalten, als wäre sie nicht nur Deutschland alleine, sondern auch die EU in Person. Dadurch hat sie insbesonders die osteuropäischen Staaten in Harnisch gebracht, - und sowas wie einen neuen "Eisernen Vorhang" gestrickt. Dieser Vorhang ist zwar kein unüberwindlicher Grenzwall, aber eine Trennungslinie, die das Zusammenwachsen der europäischen Völker erschwert.
Ihr großer Fehler war, dass sie, bevor sie die Werbetrommel in den arabischen und afrikanischen Ländern gerührt hat, sich nicht mit den Staaten abgesprochen hat, die danach vom Durchziehen und vom Ansiedeln dieser Völker betroffen sind.
Diese drei Punkte sind, so denke ich, die Hauptgründe von den vielen, die man noch aufzählen könnte. IM Erika ist sich aber mittlerweile dessen bewusst geworden und hat sich - wie das in ihren Kreisen so üblich ist - zum Wendehals weiterentwickelt. Zum zweiten Mal nach der Wende.
http://www.compact-online.de/kein-witz-wendehals-merkel-spricht-von-grenzschliessung/
Die Kehrtwende vom Gemerkel hat - wie ich das sehe - einen ganz bestimmten Grund:
Jeder weiß aus der Geschichte, dass es für alle Vorgänge jeweils einen Grund und dann einen Anlass (= Auslöser) gibt. Der 30-jährige Krieg hat ja auch nicht deshalb begonnen, weil man da in Prag jemanden aus dem Fenster geworfen hat, - das war ja nur der Anlass.
Der Pfarrerstochter schwant, dass man ihr die Schuld am Zerfall der EU geben könnte, wenn das im Dominosystem nun so weiter geht. Denn die beiden erstgenannten Gründe sind schon durch weite Kreise der Bevölkerung - egal welchen Staates - gesickert. Aber IM Erika hat mit ihrem Verhalten den Anlass für die nun zu beobachtenden Folgen gegeben.
Um dem vorzubeugen, singt sie plötzlich andere Lieder und tritt auch beim Brexit auf die Bremse. Auch wenn sie oftmals total verbohrt ist, - ganz bescheuert ist sie ja nicht. Sie merkt schon, dass ihr der Wind ins Gesicht bläst.