Wenn man mit diesem Argument käme, müsste man sämtliche Wahlen
dementsprechend betrachten, was man aber aus gutem Grund eben nicht macht.
Wenn man eine Parteienwahl oder eine personifizierte Wahl nimmt, dann trifft das schon uneingeschränkt zu. Da kommt noch das Argument hinzu, dass man als Stimmenthalter der Meinung ist, dass einem weder der Eine noch der Andere genehm ist und man deshalb nicht wählt.
Bei einem Referendum gibts keine dritte oder vierte Alternative. Entweder links oder rechts.
Ist halt alles eine Frage der persönlichen Freiheit. Wir haben das Recht,
wählen zu gehen. Wir haben aber auch die Freiheit, davon keinen Gebrauch
zu machen...und dann gilt die Wahlenthaltung als stillschweigende
Zustimmung zum Endergebnis, wie auch immer dieses letztlich aussehen mag.
Ich weiss nicht, ob man das so auslegen kann, dass bein Referendum der Stimmenthalter damit zufrieden ist, wie das Ergebnis ausgeht, - egal wie.
In meinen Augen zeugt dieses "Nachtreten" einfach nur von einem
mangelhaften Demokratieverständnis....aber das ist man ja von den
vorrangig Linken schon seit geraumer Zeit gewohnt.
Bin nicht der Meinung, dass beim Brexit sich nur die Linken dagegen sträuben, das sind doch auch die Konservativen dagegen, - schließlich gehört auch Cameron dazu.
Hat sicherlich auch
seine Gründe, warum gerade links einzuordnende Parteien ständig eine
Herabsetzung des Wahlalters fordern. Junge und jüngste Wähler sind eben
durch die stark linkslastige Medienlandschaft am besten beeinflußbar,
allerdings auch nur bis zu einem gewissen Alter. Ältere Wähler packen
sich da bei den meisten Kloppern nur an den Kopf und beten um Hirn für die
Verantwortlichen
" />
Sie beten umsonst. Hab nichts mit den Linken am Hut, - sei unbesorgt. Lediglich die Argumente von Gysi und Wagenknecht beeindrucken mich manchmnal. Aber nicht generell.
Alles in allem: ich möchte nicht Regierungschef in GB sein, derzeit. Warum: Brüssel macht Druck, um Dampf in den Kessel zu bringen. Die ersten Erscheinungen wie Abwertung der britischen Währung, etc. geben vielen zu denken. Jetzt kommt noch die Diskussion um die Verschiebung des Finanzplatzes von London auf Brüssel, Paris und Frankfurt. Dazu werden die Firmen, die in GB vornehmlich für den EU-Markt produzieren lassen, wahrscheinlich die Segel streichen und sich ein EU-Land dafür aussuchen, - vielleicht Bulgarien.
Jetzt stell Dir mal vor, Du wärst ein Premier, der tatsächlich das Wohl des Volkes im Auge hat. Beim Gemerkel wärs einfacher, die macht, was ihr aufgetragen wird, und fertig ist der Lack. Ist sie ja seit IM Erika so gewohnt. Cameron kann ich nicht einschätzen.
Stell Dir weiter mal vor, Du weisst, dass explizit nur ein Drittel der Bevölkerung per Akklamation den Austritt befürwortet. Die anderen zwei Drittel müssen sämtliche Nachteile mitfressen.
Klar gibts Regeln in einer Demokratie. Aber ich wollte hier nicht entscheiden dürfen/müssen/sollen. Hier gehts um mehr als um demokratische Spielregeln.
Natürlich soll es nicht so ausarten, dass nach einem Plebiszit noch eines gemacht wird, und noch eines, bis endlich das Ergebnis stimmt. Weiss nicht mehr, an was mich das erinnert, - aber sowas gabs schon mal.
Aber jeder Kanzler ist dem Wohle des Volkes verpflichtet. Würde ein Kanzler dem Folge leisten ,wenn es die notwendige Zahl von Unterschriften geben würde, um ein Plebiszit über einen Angriffskrieg auf ein Nachbarland zu inszenieren, das dann mit knapper Mehrheit von den Kriegslüsternen gewonnen werden würde, - sollte ein Kanzler das dann berücksichtigen? Mit Rücksicht auf die Demokratie?
Denke, dass es Entscheidungen zum Wohle des Volkes gibt, die nicht unbedingt einer Mehrheit bedürfen. Die Adenauer-Demokratie hat das - teilweise erfolgreich - unter Beweis gestellt.
Aber eine klare Antwort oder Meinung dazu, ob man das Votum des Volkes respektieren oder umgehen sollte, kann ich hier auch nicht geben. Hier hat man zwischen dem Teufel und seiner Großmutter zu wählen.
Grüße,
Kaladhor
Gruß Helmut
PS: Ich gebe ehrlich zu, dass ich bei meinen zwei, drei ersten Wahlen auch
noch auf die Märchen der linken Parteien hereingefallen bin, aber
irgendwann wird jeder mal klüger...
Jeder Mensch fällt irgendwann auf irgendwas herein, - das ist Teil des Lernprozesses. Glaubst denn Du, ich habe in meinem Leben kennen Sch. gebaut oder den Falschen vertraut? Nur derjenige, der das erkennt, entwickelt sich weiter.