Unfähigkeit höchstrichterlich bestätigt
Nachdem bereits im Bauplan des OMT dessen eigene Unfähigkeit, als monetäre "Brandschutzmauer" zu dienen, zementiert worden ist. Ebenso der EuGH festgestellt hat, dass das OMT zu nichts taugt. Hat jetzt auch Karlsruhe die Sinn- und Nutzlosigkeit amtlich bescheinigt.
Die selbst eingebauten und richterlich bestätigten Schranken negieren den Gebrauch des Instrumentes für den vorgesehenen Zweck.
- Aufkauf nur vom Sekundärmarkt mit vorgeschriebener Haltefrist des Primärkäufers
- Im Vorfeld festgelegtes Volumen
- Staaten die keinen Zugang zum Kapitalmarkt mehr haben, fallen als Nutznießer des OMT aus
Schade, dass man es erklären muss, weil es erklärt sich von allein. Nämlich dass man mit dem OMT so überhaupt nichts anfangen kann, schon gar keine wegbrechenden Staatshaushalte auffangen.
Wenn zum Beispiel ein Griechenland für seine Schulden keine Käufer am Kapitalmarkt mehr findet, dann kann die EZB aus selbst auferlegten Willen auch nicht tätig werden. Die Beschränkung des Volumens bzw. dessen vorherige Bekanntgabe, dazu noch die Haltefrist, schießen komplett an der Marktrealität vorbei. Beruhigt wird damit gar nichts, höchstens Frau Kohl von der ARD.
Und genau damit spielt sich die EZB selbst in die Bedeutungslosigkeit. In unserem monetaristischen System wäre es die Aufgabe der Zentralbank, als letzter Mann die schlechten Schulden aufzufangen. Die guten Schulden braucht niemand aufzufangen und zu retten, die kauft der Markt von allein. Wer Geld hat, braucht keinen billigen Kredit. Nur der nichts hat, braucht einen.
Und wer diesen Passus dem Draghi in die Feder diktiert hat, das sollte wohl klar sein. Zumindest sollte man sich mal die Frage stellen, sind die zu blöd, was richtig zu konstruieren. Oder ist das Absicht?
Guten Tag.
PS: Wenns um Geld geht, frag nie einen Sozialisten.