http://www.kriegsreisende.de/antike/rom-ende.htm
Die hatten irgendwann auch keine Lust mehr zu kämpfen, für die faulen, fetten und Party feiernden Oligarchen, und dann wurde das Imperium Romanum ÜBERRANNT.
"Rom war als Republik mit den aus seinen Bürgern gebildeten Legionen groß geworden. Am Ende des 5. Jahrhunderts n. Chr. wurde dann die Macht im Imperium von germanischen Söldnern übernommen. Der Untergang des Römischen Reiches hat immer wieder zu neuen Theorien und Spekulationen geführt. Die populäre Meinung geht immer noch davon aus, dass Rom von Barbaren überrannt wurde, nachdem die Römer selbst dekadent und militärisch schwach geworden waren. Einige Historiker stellen auch die defizitäre römische Handelspolitik in den Vordergrund, die zu einem Verlust an Edelmetallen geführt habe, andere betonen ökologische Aspekte, dass z. B. die Römer durch bleihaltiges Wasser unfruchtbar geworden seien. Nun, von den Germanen ist Rom jedenfalls nicht erobert worden; diese befanden sich seit Generationen in seinen Diensten und konnten die Macht sozusagen von innen übernehmen. Zudem sollte man beachten, dass das byzantinische Reich ja mit ähnlichen, teilweise sogar schwereren Problemen zu kämpfen hatte und sich dennoch etwa tausend Jahre länger halten konnte. Wir wollen hier jedoch nicht in aller Kürze eine neue Theorie entwickeln, sondern nur betrachten, welche Rolle dabei der Militärdienst und im speziellen das Söldnertum spielte.
(...)"
Sehr interessant zu lesen und die Analogien zu heute zu sehen!
Z.B:
"Während also außen keine Beute mehr gemacht wurde, sank innen das Steueraufkommen - die eingenommenen Steuern wurden außerdem von korrupten Beamten zum Großteil unterschlagen. Gleichzeitig stiegen die Militärausgaben, da fast konstant Krieg geführt wurde und die Söldner kaum noch mit Land abgefunden werden konnten. Das Resultat war, dass die Legionäre immer schlechter bezahlt wurden und man mit allen Mitteln versuchte, sie um ihre Abfindungen zu bringen. Die Dienstzeit wurde oft willkürlich auf dreißig oder sogar vierzig Jahre ausgedehnt, um die Abfindungen zu sparen. Diejenigen, die dann immer noch lebten, erhielten dann oft Sümpfe oder Berghänge als Landzuweisungen. Die Solderhöhungen konnten mit der Inflation nicht Schritt halten, so dass es für die Legionäre unmöglich war etwas zu sparen. Man rekrutierte immer mehr Barbaren, aber nicht nur, weil diese so viel bessere Krieger waren, sondern vor allem , weil ein römischer Untertan offensichtlich lieber von Almosen auf der Straße lebte, als für diesen Hungerlohn zum Militär zu gehen."
Sounds familiar?