Mal wieder ein "objektiver" Beitrag bei tagesschau.de

Kaladhor @, Münsterland, Sonntag, 19.06.2016, 23:40 vor 3531 Tagen 3898 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.06.2016, 12:09

Vorab, der Beitrag ist hier zu finden.

Ist natürlich wieder mal das optimale Thema für die Mannen bei der Tagesschau: Donald Trump und seine Gedanken nach Orlando.

Ich finde die Thematik an sich recht interessant, da hier ein sehr großes Problem für die Amerikaner (und letztlich eigentlich auch für uns!) besteht, nämlich ihre Verfassung. Einen sehr großen Stellenwert in der Verfassung hat die Religionsfreiheit, was auch durchaus nachvollziehbar ist, denn ein Großteil der ursprünglichen Siedler wurde in ihren Heimatländern genau wegen ihres Glaubens verfolgt.

Die Frage, die man sich vielleicht mal stellen sollte, ist doch eigentlich folgende: Ist es richtig, die Religionsfreiheit auch auf eine Religion anzuwenden, deren Ziel es letztlich doch ist, die bestehenden Rechte und Gesetze durch eigene "göttliche" Gesetze (->Scharia) zu ersetzen? Vergleichbar mit einer politischen Vereinigung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das herrschende politische System hinwegzufegen (wie in der Weimarer Republik durch die NSDAP vor exerziert). Warum wird hier eigentlich nicht mit gleichem Maß gemessen? Warum wird der Islam nicht endlich als das bezeichnet, was er tatsächlich ist: eine menschenverachtende Ideologie!

Allein dieses ständige dazu Aufrufen, Ungläubige zu töten, abzuschlachten, zu vernichten, wo immer man diese antrifft, hat doch rein gar nichts mehr mit einer Religion zu tun. Ebenso das Herabwürdigen von Ungläubigen....das erinnert - mit Verlaub - eher an NS-Vokabular während des Krieges gegen die Sowjets. Und gerade wir als Deutsche, die wahrlich keine weiße Weste mehr anhaben (eher eine blutrote), sollten doch eigentlich sensibilisiert genug sein, um solch eine menschenverachtende Ideologie als das zu erkennen, was sie ist und energisch dagegen ankämpfen.

Ist mir schlicht unbegreiflich.

Grüße,
Kaladhor

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Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Irrefuehrende Argumentation

CalBaer @, Montag, 20.06.2016, 09:12 vor 3531 Tagen @ Kaladhor 1914 Views

Vorab, der Beitrag ist
hier
zu finden.

Da wird dem Leser suggeriert, Trump wolle unmenschliche Praktiken - naemlich das "Racial Profiling" - in den USA einfuehren.

Dabei ist "Racial Profiling" ganz legale Praxis. Das hat die Obama-Regierung selbst erst vor 2 Jahren wieder bestaetigt:

U.S. to Continue Racial, Ethnic Profiling in Border Policy
http://www.nytimes.com/2014/12/06/us/politics/obama-to-impose-racial-profiling-curbs-wi...

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Die Einwanderung kann jederzeit per präsidialer Anordnung gestoppt werden

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Montag, 20.06.2016, 09:33 vor 3531 Tagen @ Kaladhor 2017 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.06.2016, 09:37

Zumindest an den Außengrenzen der USA ist die Möglichkeit ethnischen/rassischen Profilings (wie auch im Rest der Welt) de facto geltende Gesetzeslage - auch wenn es derzeit nicht zwangsläufig umgesetzt wird.

Ein hypothetischer Präsident Trump, FALLS er wirklich das meint, was er im Wahlkampf sagt, kann jederzeit per executive order die Einwanderung aus beliebigen Ländern ganz zum Erliegen bringen. Auch die Ausstellung von temporären Besuchervisa. Dazu bedarf es keines neuen Gesetzes, denn diese Befugnis lag schon immer bei der U.S.-Exekutive (deren Chef der Präsident ja ist).

Die Frage ist aber, wie er den Saustall aus nicht weniger als sechs verschiedenen Einwanderungs- und Grenzbehörden zügig ausmisten will. In einigen sitzen in den Chefetagen nämlich die hard-Multikulturalisten, die ihren Auftrag im genauen Gegenteil ihrer eigenen Behördenstatuten sehen. Deren schlimmste ist der USCIS (United States Citizenship and Immigration Service) - Im Management und in den mittleren Ebenen dort glaubt man, eher so etwas wie ein Dienstleister für unbegrenzten Verwandtennachzug aus der dritten Welt zwecks Verwirklichung der Vision von der glorreichen diversity anstatt eine Sortieranstalt und Erzwinger des bestehenden Einwanderungsgesetzes zu sein.

Indessen würden Trumps politische Gegner (und die Buckley-Kristol-republikanische Partei gehört dazu) solche Anstrengungen umgehend durch zahlreiche Prozeßhanseleien torpedieren. Es kann leicht sein, daß Trump eine volle Legislaturperiode (oder mehr) braucht, nur um seine eigene Administration ungefähr auf Linie zu bringen, während er sich gleichzeitig mit Diadochenkämpfen in der Partei und juristischen Ablenkungsmanövern vor diversen Gerichten befassen muß.

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Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari

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