Russen-Doping „Meldonium“ heißt im Westen „L-Carnitin“ - und ist legal

nereus @, Freitag, 17.06.2016, 20:14 vor 3534 Tagen 5892 Views

So viel zur Wahrheitsliebe der westlichen Wertegemeinschaft.

Die russischen Leichtathleten werden höchstwahrscheinlich in Rio nicht an den Start gehen können, weil der Westen ein paar Medaillen mehr abgreifen möchte und den Kreml immer weiter aus der Hütte locken will.
Also so, wie es auch englische Hooligans bei der Fußball-EM taten, als sie beim Abspielen der russischen Hymne ein Pfeifkonzert veranstalteten.
Das dies überhaupt erst der Anlaß war, daß die Russen nach den Engländern "schauten", darüber hielt sich unsere, der Wahrheit verpflichtete, Systempresse leider ziemlich bedeckt.[[sauer]]

Zurück zum wackeren Anti-Doping Kampf.

L-Carnitin heißt die Substanz, die in den USA den Sportlern vier Mal täglich in großer Menge verabreicht wird. Das Präparat wird nicht als Doping eingestuft. Gleichwohl ist die Verabreichung natürlicher Erythrozyten, die den Sportlern vor den Wettkämpfen zugeführt werden, verboten, wie der Direktor des Lettischen Instituts für organische Synthese, Ivars Kalviņš, in einem Interview mit dem TV-Sender erklärte.
Dies könne, so Kalviņš, durch die Position der Pharma-Lobby erklärt werden, die kein Interesse am Verbot ihrer Substanzen habe.
..
Ivars Kalviņš ist der Erfinder des seit 1. Januar 2016 von der Wada verbotenen Mildronats – des Wirkstoffs von Meldonium. Die Substanz ist in den 1970-ern in Lettland entwickelt worden. Der metabolische Modulator stimuliert den Sauerstoffwechsel, wodurch die Belastbarkeit erhöht und die Regenerierung nach übermäßigen Belastungen angeregt wird. Der weltweit einzige Hersteller dieses Präparats ist das lettische Unternehmen „Grindeks“.

Zahlreiche Substanzen mit ähnlichen Wirkungen, die die sportlichen Leistungen ebenfalls verbessern können, würden jedoch weiterhin von dem Verbot ausgenommen, sagt Werner Möller, Professor an der Universität Aarhus. Mittel wie Carnitin bleiben also legal.

Quelle: http://de.sputniknews.com/sport/20160520/310010778/meldonium-harmloses-praeparat.html

Und was sagt ein deutscher Anti-Doping Experte wie Fritz Sörgel zu Meldonium?

Dabei ist für Sörgel vielmehr fraglich, ob Meldonium überhaupt als Dopingmittel anzusehen ist. „Für mich ist es allenfalls ein Nahrungsergänzungsmittel, es ähnelt in seiner chemischen Struktur dem von Sportlern massenhaft eingenommenen Kreatin und auch dem Carnitin, das man gerne als Fettverbrenner verwendet.“

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/sport/doping-wada-lockert-meldonium-regularien/13443082.html

So, und nun haben tatsächlich westliche Funktionäre, wie der ehemalige 800 m Weltrekordler, Sebastian Coe, sich für Rußland eingesetzt und sich gegen eine Disqualifikation der Athleten ausgesprochen.
Und was gibt es heute für eine Meldung zu Sebastian Coe?

In der britischen Fernsehsendung „BBC Panorama“ wurden am Donnerstagabend schwere Vorwürfe gegen den Olympiasieger von 1980 und 1984 über 1.500 Meter erhoben. Der TV-Sender sowie die „Daily Mail“ berichteten, dass Coe mutmaßlich mit Hilfe des dubiosen früheren IAAF-Beraters Papa Massata Diack die Wahl zum IAAF-Chef im August 2015 in Peking (China) gewonnen habe.
Der Sohn von Coes Vorgänger Lamine Diack soll ihm 24 von 30 möglichen Stimmen afrikanischer Mitgliedsländer besorgt haben. Als Beleg wird eine E-Mail von Papa Massata Diack an den Coe-Vertrauten und einstigen IAAF-Pressesprecher Nick Davies zitiert. „Unterstützung von Afrika bestätigt (24/30)! Viel Glück“, schrieb der Diack-Sohn.

Quelle: https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/vorwuerfe-gegen-iaaf-praesident-sebastia...

Das ist natürlich alles reiner Zufall.
Klar, so wie eine britische Abgeordnete ZUFÄLLIG vor dem drohenden Brexit eiskalt niedergemetzelt wird.

Es ist überhaupt alles nur Zufall und wer da Zusammenhänge sieht, kann nur einen an der Klatsche haben. [[kotz]]

Und jetzt noch ne Kleinigkeit für Insider.

Zwei Newsartikel der britischen „Sunday Times“ legten folgende Fakten auf den Tisch: Alberto Salazar, Headcoach des Nike Oregon Projects, unter dem auch die Laufstars Mo Farah und Galen Rupp erfolgreich trainieren, bestellte 2011 und 2012 in zwei Schiffsladungen an L-Carnitin- und Kohlenhydrat-haltigen Getränken zu einem stolzen Preis zu sich ins Trainingscamp.
Zu diesem Zeitpunkt war erst kürzlich eine wissenschaftliche Studie veröffentlicht worden, die besagte, dass L-Carntin die Leistungsfähigkeit von Ausdauersportlern um bis zu 11% erhöhen könne. Sowohl Galen Rupp als auch Mo Farah gaben zu, dass sie diese Getränke ausprobiert hätten, beide erklärten jedoch, sie wegen Sinnlosigkeit wieder abgesetzt zu haben. „Ich habe diesen Energiedrink probiert, aber ich habe keinen Nutzen erkannt und habe sogar an Gewicht zugelegt“, sagte Farah einst.
Also dachte Salazar einen Schritt weiter und nahm Kontakt zur US-amerikanischen Anti Doping Agentur USADA auf, er wolle L-Carnitin als Injektion an einiger seiner Athleten ausprobieren. Zwar gab es von offizieller Seite keine Erlaubnis, sondern einzig einen Verweis auf die WADA-Regeln. Also „opferte“ Salazar Trainer Steve Magness als Versuchskaninchen eigener Untersuchungen. Magness steigerte seine Leistungsfähigkeit am Laufband binnen weniger Wochen um beachtliche 8-9%.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse gehen in die Richtung, L-Carnitin in Form von Nahrung aufzunehmen, sei großteils wirkungslos und ein ineffektives und kostspieliges Unterfangen. Denn der menschliche Körper reguliert seinen L-Carnitin-Haushalt und ein Überschuss bedeutet nicht automatisch ein vielfaches wirksames Einsetzen, der Körper scheidet den Überschuss einfach aus.
Diese Erkenntnis hat wohl auch das Team um Alberto Salazar gewonnen, daher der Wechsel zum direkten Weg mittels der Injektion, um L-Carnitin ohne Umweg in die Blutbahnen zu bekommen.

Die entscheidende Frage ist, was die WADA von Injektionen hält. Prinzipiell steht L-Carnitin nicht auf der internationalen Dopingliste und es gibt bisher keine wisssenschaftliche Hinweise, dass L-Carnitin in bestimmten Dosierungen gesundheitsschädlich sein könnte. Allerdings sehen die WADA-Regeln ein Verbot jeglicher Injektion vor, mit einem kleinen Zusatz im Reglement: Intravenöse Infusionen oder Injektionen erlaubter Substanzen sind im maximalen Umfang von 50 Millilitern pro sechs Stunden auch außerhalb von klinischen Behandlungen erlaubt und müssen demnach der nationalen Anti Doping Agentur regeltechnisch auch nicht gemeldet werden.

Quelle: http://www.planet-running.net/bin/content/details.php?id=1616

Hatte Ivars Kalviņš RIA Novosti nicht gesagt, daß L-Carnitin im Westen intravenös verabreicht wird und die WADA in diesem Fall an grünem Star im Endstadium leidet?

Die westliche Wertegemeinschaft ist eine wandelnde Eiterbeule und ihr Gestank wird immer unerträglicher.

mfG
nereus

nicht wirklich

nereus @, Samstag, 18.06.2016, 10:11 vor 3533 Tagen @ mh-ing 3271 Views

Hallo mh-ing!

Du schreibst: Man kann L-Carnitin über Nahrung aufnehmen, das ist legal, jedoch die Beeinflussung über Stoffe/Mittel zu manipulieren, das ist Doping.

Genau das habe ich dem Artikel doch geschrieben bzw. auf entsprechende Texte verwiesen, wie z.B. hier:

Die entscheidende Frage ist, was die WADA von Injektionen hält. Prinzipiell steht L-Carnitin nicht auf der internationalen Dopingliste und es gibt bisher keine wisssenschaftliche Hinweise, dass L-Carnitin in bestimmten Dosierungen gesundheitsschädlich sein könnte. Allerdings sehen die WADA-Regeln ein Verbot jeglicher Injektion vor, mit einem kleinen Zusatz im Reglement: Intravenöse Infusionen oder Injektionen erlaubter Substanzen sind im maximalen Umfang von 50 Millilitern pro sechs Stunden auch außerhalb von klinischen Behandlungen erlaubt und müssen demnach der nationalen Anti Doping Agentur regeltechnisch auch nicht gemeldet werden.

Hier liegt der Hase im Pfeffer, der aber vom Westen nicht gesehen werden will.
Und die Versuche von Trainer Salazar - selbst ein ehemaliger Top-Athlet - weisen in die entsprechende Richtung.
Mo Fara hat in den letzten Jahren fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab und Galen Rupp ist der neue Dieter Baumann, also einer der ganz wenigen Weißen, die in die Phalanx der Schwarzafrikaner über die Mittel- und Langstrecken eindringen konnten.
Nur mittels Brocoli und einer demokratischen Gesinnung lassen sich die außergewöhnlichen Ergebnisse ganz sicher nicht begründen.
Aber wer weiß, vielleicht findet man in der Zahnpasta von Fara und Rupp ungewöhnliche Substanzen, die ein russischer Agent den beiden Sportlern heimtückisch injeziert hat.

Und wenn ich daran denke wie die US-Frauenstaffel über 4 x 100 m den Ewigkeitsweltrekord der DDR-Dopingstaffel von 41,37 sek. auf 40,82 sek. nahezu pulverisierte, erhebt sich sehr wohl die Frage, wie haben das denn die schnellen Damen aus den Vereinigten Staaten so angestelt?
Das ist eine Verbesserung um sage und schreibe 0,55 Sekunden - das sind Welten im Sprint.
Oder anders gefragt, warum mußte man in der DDR dopen, wenn es doch offenbar auch ohne Doping deutlich schneller geht?
Aber ich gebe gleich selbst die Antwort.
Sie haben einfach besser gewechselt. [[lach]]

Belassen wir es dabei.
Jeder darf glauben was er möchte. [[zwinker]]

Und unser ehemaliger Top-Radler hält sich mit Plattitüden auf, obwohl er nun am ehesten darüber im Bilde sein müßte, was so geht. [[freude]]

mfG
nereus

Es geht um das Formale

mh-ing @, Samstag, 18.06.2016, 10:36 vor 3533 Tagen @ nereus 2988 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 18.06.2016, 14:07

Ich bin kein Doping-Fachmann. Jedoch ist der Artikel von RT schlicht falsch, wenn er die beiden Stoffe als "gleich" ansieht.
Bezüglich der Injektionen: Vitaminspritzen sind auch m.W. erlaubt. Es geht darum, dass man zulässt, was man mit Nahrung auch bekommt und erlaubt hier vielleicht zu viel bzw. weiß einfach, dass man nicht unterscheiden kann, ob jemand sich die Vitamine mit der Spritze oder im Essen besorgt hat.

Bei Meldonium liegt ein Wirkstoff vor, der in den Stoffwechsel eingreift und daher ist das schlicht eine völlig andere Art des Eingriffs.

Unbestritten ist aber auch, dass die USA massiv dopen und hier die Kontrollen auch alles andere als transparent und korrekt verlaufen. Auch bei den Fahrradrennen wird weiter gedopt, was sich an den stetig steigenden Leistungen ablesen lässt. Mit normalem Training schafft das keiner.

Wenn nun die USA weiter dieses Spiel betreiben, Russland gesperrt wird, zielt das nur darauf, die Fifa-WM 2018 dort nicht stattfinden zu lassen. Ich vermute aber, dass die Russen und andere Länder (China) bereits an einer Gegenstrategie arbeiten und wohl bald auch die USA einen Doping-Skandal haben werden.

Letztlich betrügen in diesem Sport wohl fast alle, weil ohne das keiner eine Medaille gewinnen kann. Letztlich müsste man alles neu aufbauen und starten, alles Organisationen auflösen. Doch das wird es wohl kaum geben.

Es geht um Staatsdoping

Zarathustra, Samstag, 18.06.2016, 13:01 vor 3533 Tagen @ mh-ing 2862 Views


Unbestritten ist aber auch, dass die USA massiv dopen und hier die
Kontrollen auch alles andere als transparent und korrekt verlaufen. Auch
bei den Fahrradrennen wird weiter gedopt, was sich an den stetig steigenden
Leistungen ablesen lässt. Mit normalem Training schafft das keiner.

Im Radsport gehen die Leistungen eher zurück (Stundenweltrekord/Zeiten Alp d'Huez etc.). Zwar wird weiter gedopt so gut es eben geht, aber das geht mit dem Blutpass nicht mehr so leicht wie vorher.
Usain Bolt dagegen ist wesentlich schneller als Ben Johnson, und die Marathon-Rekorde purzeln auch laufend weiter.

Im Radsport wird eben am meisten kontrolliert, weshalb es dort auch am meisten Skandale gibt, wogegen die Kontrollen im Fussball oder im Tennis (gemäss Federer) ein schlechter Witz sind.

Wenn nun die USA weiter dieses Spiel betreiben, Russland gesperrt wird,
zielt das nur darauf, die Fifa-WM 2018 dort nicht stattfinden zu lassen.
Ich vermute aber, dass die Russen und andere Länder (China) bereits an
einer Gegenstrategie arbeiten und wohl bald auch die USA einen
Doping-Skandal haben werden.

Es geht vor allem um Staatsdoping. Das ist eben eine andere Dimension, wie Hajo Seppelt ausführlich dokumentiert hat. Schliesslich hat man Ikonen wie Lance Armstrong oder Marion Jones auffliegen lassen in den USA. Im Westen ist Staatsdoping wohl in Spanien das grösste Problem.

Letztlich betrügen in diesem Sport wohl fast alle, weil ohne das keiner
eine Medallie gewinnen kann. Letztlich müsste man alles neu aufbauen und
starten, alles Organisationen auflösen. Doch das wird es wohl kaum geben.

Ja, gedopt wird innerhalb der Möglichkeiten, und die sind von Land zu Land und von Verband zu Verband unterschiedlich.

Grüsse, Zara

Zur Person Hajo Seppelt ...

Leserzuschrift @, Sonntag, 19.06.2016, 19:02 vor 3532 Tagen @ Zarathustra 2678 Views

... hat Russia Today einen schönen Beitrag, der zeigt wie der Mann auf die Nachfrage reagiert, wie denn seine Beweise für Doping im großen Stil aussehen. Sieht so aus, als ob der Mann keine saubere Weste hat.

Aufreißer von RT:
Zitat

'Hajo Seppelt ist ein deutscher Enthüllungsjournalist und Reporter, der sich seit mehr als 17 Jahren mit dem Thema Doping im Spitzensport befasst. Vor einer Woche rastete er in einem Interview mit der russischen Reporterin Olga Skabejewa aus. RT Deutsch hat Herr Seppelts Arbeit an seiner eigenen Moralvorstellung, wie er sie an andere stellt, gemessen.'

Der Film dazu: https://youtu.be/yEP1zeDYYkI geht über knapp sieben sehenswerte Minuten. Vor allem der Schluss hat es in sich. Der Mann versucht der Fragenstellerin zu entkommen, stiehlt den Überzug des Mikrofons, verfolgt das Fernsehteam auf offener Straße und will die russische Polizei mobilisieren und alles zur Anzeige bringen. Gute Unterhaltung!

Mehr dazu bei Russia Today: https://deutsch.rt.com/gesellschaft/38962-hajo-seppelt-zwischen-anspruch-und-realitat/

Hans

"Schönen Beitrag"

Zarathustra, Sonntag, 19.06.2016, 19:38 vor 3532 Tagen @ Leserzuschrift 2575 Views

... hat Russia Today einen schönen Beitrag, der zeigt wie der Mann auf die
Nachfrage reagiert, wie denn seine Beweise für Doping im großen Stil
aussehen. Sieht so aus, als ob der Mann keine saubere Weste hat.


Gezeigt werden in diesem 'schönen Beitrag' sekundenbruchteilige Aufnahmen ohne vorherigen Kontext. Wie das halt so üblich ist im 'Journalismus'.

Seppelt nimmt hier Stellung zur VT:

http://www.deutschlandfunk.de/ard-dopingexperte-seppelt-gigantische-und-absurde.694.de....

Eingriff in den Stoffwechsel / Hajo Seppelt und sein Nachweis von russischem Staatsdoping

mabraton @, Sonntag, 19.06.2016, 16:04 vor 3532 Tagen @ nereus 2858 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 19.06.2016, 16:21

Hallo mh-ing!

Es gibt hier keine Abgrenzung von Stoffen, die in den Stoffwechsel eingreifen und solchen, die das nicht tun. Wenn der Körper mit Stoffen konfrontiert wird, die er auch selbst produzieren kann, wirkt sich das in jedem Fall auf den Stoffwechsel aus. Ob der "russische" Wirkstoff jetzt raffinierter eingreift, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich finde vielmehr interessant, wie auch Du als Ingenieur, von fachlichen Allgemeinplätzen beeinflusst, argumentierst.

Ohne genaue Kenntnis der biologischen Zusammenhänge bin ich mir recht sicher, dass die westlichen Doping-Fachleute primär mit Mechanismen arbeiten, die eine Rückverfolgung auf eine zugeführte Substanz nicht zulassen. Um das zu erreichen, arbeitet man längere Zeit vor einem Top-Ereignis mit Substanzen, die dann körpereigene Prozesse stimulieren und sich dadurch später oder langfristig auswirken.

Zum Thema Hajo Seppelt: Generell geht mir das selbstherrliche Auftreten dieses Mannes seit längerer Zeit gg. den Strich. Seine Doping-Entdeckungen sind sein Geschäftsmodell. Das ist normal. An seinen Ableitungen lässt er aber keine Zweifel aufkommen. Gut, das ist mein Urin. Aber der täuscht mich bei solchen Personen nicht oft. Bei seinen Reportagen fehlt jedenfalls die Transparenz der von ihm ermittelten Grundlagen und es gibt keine B-Probe.

Das Schlagwort "Staatsdoping" (in Analogie zur Vorgehensweise hinter dem Eisernen Vorhang) lässt sich im aktuellen Fall nicht halten. Es geht primär um einen russischen Trainer, der bereits vorher als Doping-Trainer bekannt war und der von einer Gruppe von Athleten wieder engagiert wurde. Wenn solche Leute dann, nach Anfrage, von staatlichen Stellen erst mal raus gehauen werden, ist es auch möglich, dass man dort nicht auf dem Laufenden ist. Im heutigen Russland ist vieles chaotischer und schlechter organisiert als damals. Es ist natürlich auch möglich, dass man eingeweiht ist. Von hier aus lässt sich das nicht beurteilen. Wenn man die russische Situation nun bspw. mit dem Doping, das in den 80er-Jahren bei Spielern des VfB Stuttgart stattgefunden hat, vergleicht, kann man, im Fall VfB Stuttgart, zu einem vergleichbaren Schluss kommen. Die Doping-Schmiede Freiburg hat in diesen Fällen genau so gearbeitet, wie es bei einer staatlich orchestrierten Vorgehensweise der Fall ist. Dennoch waren die damaligen Entscheidungsträger beim VfB Stuttgart nicht eingeweiht, möglicherweise nicht mal einzelne Spieler selbst.

Das Wesentliche ist, dass man in der Berichterstattung das sog. Wording beachtet, es erst einmal heraus nimmt und die Schemata mit Fällen abgleicht, die nicht unter Schlagworten wie "Staatsdoping" abgelaufen sind.

Beste Grüße
mabraton

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